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53- Sozialpsychologie des Rechtsextremismus 04.09., 06:0004.09.2026, 06:0000:50:26
Gesprächsgäste: PD Dr. Sebastian Winter und Paul Obermeyer Schon wieder Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit. Das Phänomen ist nicht neu und hat doch immer wieder Hochkonjunktur. In der deutschen (und europäischen) Politik schreitet eine Vereinnahmung mindestens rechter, eher auch rechtsextremistischer Parteien voran. Das wirft die Frage auf, was so reizvoll und verführerisch daran erscheint, Überzeugungen zu vertreten und nachzueifern, die letztlich darauf ausgelegt sind, bestimmte Menschengruppen auszugrenzen. Der psychoanalytische und sozialpsychologische Blick auf und hinter Phänomene rund um Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zeigen, dass es eine Art funktionale Seite gibt, eine Art Verheißung, die mit rassistischen und ausgrenzenden Ideologien einhergehen. Mit Sozialpsychologe Sebastian Winter und Paul Obermeyer von der IPU versuchen wir zu verstehen, dass und wie hinter rechtsextremistischen Überzeugungen Konflikte stecken, die nicht zuletzt in der öffentlichen Debatte unausgesprochen bleiben, obwohl sie thematisierbar sind. Literaturempfehlung zu Andrea Röpke, Journalistin, die wir im Podcast erwähnen: Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos, Ch. Links Verlag, 2019 Andrea Röpkes Texte in der taz: https://taz.de/Andrea-Roepke/!a25841/
- Immer online, immer verbunden07.08., 06:0007.08.2026, 06:0000:48:25
Gesprächsgast: Dr. Anna Gätjen Wie verändert ständige digitale Vernetzung unser Leben, unser Denken und unsere Beziehungen? Smartphones, Social Media und jederzeit verfügbare Informationen prägen längst nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Art, wie wir Aufmerksamkeit, Nähe, Stress und Erholung erleben. In dieser Folge geht es um die sogenannte Always-On-Kultur und um die Frage, was sie für junge Menschen bedeutet, die mit dieser Selbstverständlichkeit des Online-Seins aufwachsen. Im Gespräch mit Anna Gätjen wird deutlich, warum sich diese Entwicklung nicht auf bloße Nutzungszeiten reduzieren lässt, sondern auch psychologische, soziale und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Ein kurzer Blick auf Sherry Turkle, Plattformlogiken und digitale Unterstützung hilft uns, die ständige Vernetzung besser zu verstehen.
- Männer, die über Gefühle sprechen20.03., 06:0020.03.2026, 06:0000:45:43
Im Gespräch: Jonas Rudolph Geht es um Männer, müssen wir uns immer auch mit dem System Männlichkeit befassen. Schnell wird dann deutlich, dass diesem System ein Drang zur Dominanz innewohnt. Was das mit jedem einzelnen Mann macht, besprechen wir mit Jonas Rudolph. In seiner Forschung zu Männerbiografien geht er auf die Suche nach Worten für das männliche Emotionserleben. Er erläutert, warum Dominanzmuster selbst im Sprechen über Gefühle zur Statusfrage werden kann und warum wir Männlichkeit besser verstehen, wenn wir anerkennen, dass sie sich als System im Dauerkrisenzustand befindet.
- Keine Angst vor Psychosen16.01., 06:0016.01.2026, 06:0000:51:35
Im Gespräch: Prof. Dr. Dorothea von Haebler Während zu häufig verbreitet wird, von Psychosekranken ginge eine Gefahr aus, ist einer der wichtigen Fakten, dass es genau umgekehrt ist: Menschen mit Psychosen haben Angst. Wenn wir das wissen, können wir ihr Verhalten besser verstehen und auch anders mit ihnen umgehen. So wirken wir der Stigmatisierung entgegen, die insbesondere bei Menschen mit Psychosen nach wie vor besonders stark ist. In dieser Folge machen wir den Faktencheck dazu, was man wirklich verlässlich und wissenschaftlich belegt über Psychosen wissen kann. Wie Psychosen entstehen, wie man mit ihnen umgehen kann – und auch, was sie mit Gewalt zu tun haben.
- Schnelles Leben, langsames Leben12.12., 06:0012.12.2025, 06:0000:51:28
Im Gespräch: Sönke Behnsen Schnell ist 'normal', langsam ist – Luxus? Im Alltag reiht sich Entscheidung an Entscheidung, Termin an Termin. Zumindest ist das die Realität von vielen Menschen die meiste Zeit. Das kann fatale Folgen haben, zu Stress, psychischen Symptomen und Überforderung führen. Menschen brauchen tatsächlich Langsamkeit, um ein ausgeglichenes und gesundes Leben zu führen. Angelehnt an das Konzept vom schnellen und langsamen Denken des Psychologen Daniel Kahneman überlegen wir, welche Probleme das schnelle Leben mit sich bringt und wie eine Verlangsamung aussehen kann. Dafür sprechen wir mit Sönke Behnsen, der Psychoanalyse mit Achtsamkeit verbindet. Er beschreibt uns, wie ein Ort der Langsamkeit in der Psychotherapie gestaltet wird und inwiefern wir als Menschen nicht unterschätzen sollten, wie wichtig es ist, uns Zeit für Reflexion zu nehmen.
- Wie Gruppen uns beeinflussen26.09., 06:0026.09.2025, 06:0000:46:25
Im Gespräch: Dr. Stephan Alder und Dr. Marie-Luise Alder Gruppen geben Halt, schaffen Zugehörigkeit und eröffnen Möglichkeiten – gleichzeitig können sie uns verunsichern, einengen oder in Konflikte treiben. In kleinen Gruppen erleben wir Nähe, Spiegelung und direkte Interaktion, während Großgruppen unbewusste Dynamiken sichtbar machen: Erwartungen an Autorität, das Bedürfnis nach Abgrenzung oder die Hoffnung auf eine rettende Lösung. Von alltäglichen Teamsitzungen bis zu internationalen Konflikten zeigt sich, dass Gruppen weit mehr sind als die Summe ihrer Mitglieder – sie entwickeln eine eigene Wirklichkeit, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägt. Mit Stephan Alder und Marie-Luise Alder sprechen wir über Großgruppen und speziell die Trialog-Konferenz, einer Großgruppe mit Teilnehmer:innen aus Russland, der Ukraine und Deutschland. Berliner Institut für Gruppenanalyse: https://gruppenanalyse-berlin.de/ GRAS Gruppenanalyseseminare: https://www.gruppenanalyse-gras.de/ Partners in Confronting of collective Atrocities: https://p-cca.org/ Internationale Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse: https://www.gruppenanalyse.info/selbsterfahrung Noch ein korrigierender Hinweis: Analytische Kleingruppen bestehen aus maximal neun Mitgliedern, auch wenn es Ausnahmen bei analytischen Selbsterfahrungsgruppen gibt.
- Psychologie studieren15.08., 06:0015.08.2025, 06:0000:49:49
Im Gespräch: Charlotte Salomon und Julius Leonhardt Wir sprechen über Statistik und Seminardiskussionen, Selbstzweifel und Erfolge – und darüber, wie eine psychoanalytische Perspektive den Blick auf das Fach und auf einen selbst verändern kann. In dieser Folge sprechen wir mit zwei aktuellen Psychologiestudierenden darüber, wie sich das Studium wirklich anfühlt – von den ersten Erwartungen bis zum Studienalltag. Es geht um Lerninhalte, Hürden, Tipps für den Start und darum, was es heißt, wenn das Studium auch psychoanalytisch geprägt ist. Ein ehrlicher Einblick für alle, die mit dem Gedanken spielen, Psychologie zu studieren – und dazu, wie eine psychoanalytische Perspektive den Blick auf das Fach und auf einen selbst verändern kann.
- Was du für individuell hältst, ist kulturell geprägt18.07., 06:0018.07.2025, 06:0000:47:54
Im Gespräch: Prof. Dr. Jürgen Straub Was wir als richtig, normal oder schön empfinden, entsteht im Austausch mit anderen – durch Sprache, Erziehung, Medien, Geschichten und Rollenbilder. Unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen folgen nicht nur inneren Antrieben, sondern bewegen sich innerhalb von Regeln, Erwartungen und geteilten Vorstellungen. Was prägt unser Erleben – nicht weil es in uns drin ist, sondern weil wir in etwas drin sind? Das untersucht die Kulturpsychologie. Sie interessiert sich für die unsichtbaren Regeln, Bedeutungen und Routinen, in denen sich unser Leben abspielt. Für das, was wir nicht hinterfragen – aber ständig mitdenken.
- Psychotherapie auf TikTok13.06., 06:0013.06.2025, 06:0000:57:10
Im Gespräch: Dr. Marie-Luise Alder und Dr. Jenny Gergs Psychische Gesundheit ist ein immer größer werdendes Thema in Sozialen Medien. Ganze Accounts widmen sich persönlichen Erfahrungsberichten, Tipps und Tricks, aber auch Hintergrundinformationen von professioneller Seite. Auch für Influencer nimmt die Bedeutung des Themas zu und sie positionieren sich entsprechend in ihren Videos und Beiträgen. Ist das sinnvoll oder problematisch? Wir schauen uns die zunehmende Awareness an und überlegen, welche Bedeutung die Social-Media-Inhalte in und für die Psychotherapie haben. Kontaktadressen für psychische Notfälle: Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 oder 116 123 (https://www.telefonseelsorge.de/) Krisenchat: https://krisenchat.de/ (WhatsApp / SMS) Berlin: https://www.berliner-notruf.de/ Zur TikTok/ADHD-Studie: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0319335 Verwendete Quellen: https://www.tiktok.com/@daaaniel./video/7484219604860931350 https://www.tiktok.com/@doublep96/video/7486577603114044694 https://www.tiktok.com/@jamysjourney/video/7481731184205106454 https://www.tiktok.com/@border.lina/video/7352130264690199840 https://www.tiktok.com/@daaaniel./video/7490181221633330454 https://www.tiktok.com/@jamysjourney/photo/7476161095409913110 https://www.tiktok.com/@doublep96/video/7485812479776312598 https://www.tiktok.com/@florianheide/video/7488804334189235478 https://www.tiktok.com/@florianheide/video/7465699647290461462 https://www.tiktok.com/@vivis.psychologie/video/7156283164615265542 https://www.instagram.com/p/DE7qPCnNOMo/?hl=de&imgindex=1 https://www.tiktok.com/@braindochady/video/7453549512699792662
- Warum Antisemitismus immer noch aktuell ist28.02., 06:0028.02.2025, 06:0000:51:03
Im Gespräch: Prof. Dr. Christine Kirchhoff und Doreen Zeymer-von Metnitz Antisemitismus ist Teil unserer Gesellschaft und wirkt unbewusst. Daher ist er oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen, nur mit genauem Hinschauen zu identifizieren. Doch er wirkt. Angesichts der unauslöschlichen Vergangenheit der Schoa, dem Massenmord an über sechs Millionen Juden, wird diese Wirkung immer grausam bleiben. Sie ist jüdischen Menschen in die Seele geschrieben. Wir sprechen darüber, wie man Antisemitismus identifizieren kann, was das Besondere an dieser Form der Menschenfeindlichkeit und wie schwierig ein Dialog zum Thema ist.
- Smartphones in die Therapie16.08., 06:0016.08.2024, 06:0000:42:15
Im Gespräch: Katrin Stumptner und Dr. Jan van Loh Smartphones gehören zu unserem Leben. Über die mobilen Endgeräte organisieren wir unseren Alltag, hören Musik, schauen Videos und haben Zugang zu sozialen Netzwerken. Das bringt neben den vielen praktischen Vorteilen etliche Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich, die vor allem junge Menschen betreffen. In unserer Folge besprechen wir, was das für die psychotherapeutische Praxis bedeutet. Zur miniKIM-Studie 2023 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs): https://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2023/ Zur JIM-Studie: https://www.mpfs.de/studien/jim-studie/2023/
- In der Krise17.05., 11:3017.05.2024, 11:3000:39:14
Im Gespräch: Dr. Laura Holzner und Sebastian Bowe (soulspace) Was tun, wenn es plötzlich nicht mehr weitergeht? Krisen sind fester Bestandteil des Lebens. Häufig fallen sie uns gar nicht so sehr auf, weil uns schnell einfällt, wie wir mit ihnen umgehen und eine passende Veränderung herbeiführen können. Es gibt aber auch Krisen, mit denen wir nicht ohne Weiteres zurecht kommen, psychische Krisen. Teilweise markieren sie den Beginn einer psychischen Erkrankung, genauso gut kann es aber auch aus schlimmeren Krisenerfahrungen einen Weg hinaus geben. Soulspace Berlin arbeitet mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Krisen geraten, häufig zum ersten Mal. Was die Herausforderungen in einer Krisensituation sind, wie ein Umgang aussehen kann und was besonders wichtig ist, lässt sich mit einem näheren Blick auf die Erfahrungen junger Menschen am besten verstehen. Seid ihr in einer Krise? Bitte zögert nicht, euch Hilfe zu holen. Die Telefonseelsorge erreicht ihr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (telefonseelsorge.de). Angebote für junge Menschen fasst das Portal JUNIK zusammen unter junik-berlin.de. Die Website von Soulspace findet ihr unter soulspace-berlin.de.
- Träume sind Schäume22.03., 09:0022.03.2024, 09:0000:47:54
Im Gespräch: Prof. Dr. Tamara Fischmann Alle Menschen träumen. Da sind sich Wissenschaftler:innen inzwischen weitestgehend einig. Nur nicht alle Menschen können sich an ihre Träume erinnern. Welche Bedeutung wir einem Traum beimessen, hängt von der Perspektive ab, die wir ihm gegenüber einnehmen. Handelt es sich um wichtige Meilensteine auf dem „Königsweg ins Unbewusste“ oder bloß um sinnloses neuronales Feuerwerk? Dieser Frage gehen Dr. Marie-Luise Alder und Dr. Jenny Kaiser in unserer Folge nach. Im Gespräch mit Prof. Dr. Tamara Fischmann lernen wir auch, wie wir uns besser an unsere Träume erinnern können.
- Kinder haften für ihre Eltern15.12., 11:3015.12.2023, 11:3000:53:33
Im Gespräch: Dr. Gabriele Koch und Dr. Can Kuseyri Geht es um Kinder, kommen häufig Fragen auf, wie: Was können Eltern richtig oder falsch machen? Wie sollten sie mit ihren Kindern umgehen? Die Kinder selbst zu fragen, ist auch heute noch eher eine Seltenheit. Das, obwohl für den Kinderschutz und die Kinderrechte in den letzten Jahrzehnten viel passiert ist. Das war nicht immer so. Wir sprechen darüber, wie es ist Kind zu sein, wie Kinder mitgestalten und mitentscheiden – und wo wir heute stehen in Bezug auf die Position von Kindern in der Gesellschaft.
- Glück macht doof17.11., 11:3017.11.2023, 11:3000:48:57
Im Gespräch: Prof. Dr. Nadja Meisterhans Unabhängig davon, wie wir uns zu Glücksbegriffen, Glücksversprechen oder Glücksempfinden positionieren, sind wir in westlichen Gesellschaften zwangsläufig damit konfrontiert. An vielen Stellen wird uns der Weg zum Glück nahegelegt, als Ziel angeboten. Ob indirekt durch bestimmte Produkte, durch Tipps für "glücklich machende" Verhaltensweisen oder sogar in Form von Life Coaches, die uns vermeintlich individuell dazu verhelfen, dass wir mehr Glück erleben. Lassen wir uns darauf ein, geht es um wohlige Gefühle. Was dadurch aus dem Blick gerät: Glücksversprechen sind zumeist manipulativ, Glück soll uns verkauft werden, wir sollen abgelenkt werden. Daher kann Glück auch doof machen. Mit Nadja Meisterhans versuchen wir, diese Seite des Glücks genauer zu verstehen. Quellenangaben zu den Zitaten: 5 daily habits to preserve and protect your mental health (toolsfromtherapy): https://vm.tiktok.com/ZGJoB7D6u/ 10 Dinge, die sofort einen positiven Effekt auf dein Leben haben werden (denis.hapily): https://vm.tiktok.com/ZGJoSjhAR/ What actually is a Life Coach? (coachingbyaw): https://vm.tiktok.com/ZGJoBEPQE/
- Ich hasse Veränderungen20.10., 11:3020.10.2023, 11:3000:53:39
Im Gespräch: Regina Fronhoffs und Prof. Dr. Leonie Kampe Hasst du Veränderungen oder gefällt es dir ganz gut, wenn immer mal wieder etwas anders ist? Viele Menschen tun sich schwer, vor allem, wenn etwas grundlegend anders werden soll. Das Arbeitsleben ist dafür ein häufiges Beispiel, aber auch Schicksalsschläge führen zu oft weitreichenden Veränderungen. Insofern lassen sich unterschiedliche Formen von Veränderungen unterscheiden. Es gibt allerdings Aspekte, die jede Form von Veränderung mit sich bringt, die sich verstehen lassen und denen wir uns in dieser Folge widmen. Das betrifft nicht zuletzt den psychotherapeutischen Kontext, in dem Veränderung einer der zentralen Faktoren ist.
- Probleme der Psychoanalyse16.06., 11:3016.06.2023, 11:3000:48:15
Im Gespräch: Alma Schlegel und Prof. Dr. Michael B. Buchholz Ausgrenzung, Hierarchie, Traditionalismus und eine immer wieder skeptische Haltung gegenüber empirischer Psychotherapieforschung. Das sind problematische Aspekte, die in der Psychoanalyse schon seit Jahrzehnten eine Rolle spielen. Gleichzeitig wird die Stimme der Psychoanalyse in der Öffentlichkeit immer leiser und es ist eine Verdrängung aus der Universitätswelt zu beobachten. Wir hören uns an, wo es in der psychoanalytischen Welt Probleme gibt, woran das liegt und wie es weitergehen kann.
- Gesellschaft macht Psyche19.05., 11:0019.05.2023, 11:0001:05:19
Im Gespräch: Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani Wir wagen in dieser Folge einen Perspektivwechsel und betreten das Feld der Soziologie. Zusammen mit Aladin El-Mafaalani blicken wir auf den Zusammenhang zwischen der psychischen Realität jedes Einzelnen und den sozialen Verhältnissen, in denen wir leben. Welche gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen sind es, die sich positiv oder negativ auf psychisches Wohlbefinden auswirken? In welche übergeordneten Zusammenhänge lassen sie sich einordnen? Und welche Rolle spielt die Macht dabei?
- Therapeuten in Therapie14.04., 11:3014.04.2023, 11:3000:47:37
Im Gespräch: Dr. Marie-Luise Alder Was ist, wenn ein:e Psychotherapeut:in selbst eine Psychotherapie benötigt? Steht damit ihre Professionalität infrage? Mit dem Thema sprechen wir tatsächlich ein Tabu an, das auch mit der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu tun hat. Wir hören uns an, wie zu beurteilen ist, wenn Behandler:innen sich in Psychotherapie begeben. Dazu beginnen wir schon beim Studium und sprechen vor allem über die Ausbildung und wie die Erfahrung der Patientenperspektive dabei eine wichtige Rolle spielt.
- Wir behandeln die Falschen17.03., 11:3017.03.2023, 11:3000:45:27
Im Gespräch: Prof. Dr. Dorothea von Haebler Wer sich traut, Unterstützung bei psychischen Problemen zu suchen, landet häufig auf einer von vielen endlosen Wartelisten. Einen Psychotherapieplatz zu bekommen ist aktuell und auch schon seit langer Zeit gar nicht so einfach. Auf diesen Listen landet aber ohnehin nur, wer die Möglichkeit kennt, eine Psychotherapie zu machen – und dann auch noch weiß, wie man an einen Behandlungsplatz kommt. Behandeln wir also möglicherweise die Falschen? Bekommen diejenigen gar keine Behandlung, die sie am dringendsten benötigen? Sicher ist: Das Behandlungssystem muss weiterentwickelt und verbessert werden. Hier geht es zum Audiobeitrag mit Thomas Bock zum Thema Entstigmatisierung und Behandlung von Psychosen: https://ipuberlin.podigee.io/39-entstigmatisierung-psychose. Hast du mit psychischen Problemen zu kämpfen oder geht es dir zurzeit sehr schlecht? Dann bitten wir dich, unbedingt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Weißt du nicht, an wen du dich wenden kannst, ist die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) immer eine gute erste Anlaufstelle. Ein psychotherapeutisches Erstgespräch bekommst du mit gesetzlicher Versicherung von der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung vermittelt, unter der deutschlandweit einheitlichen Telefonnummer 116117. Bist du unter 25 Jahren alt, kannst du dich auch an krisenchat.de wenden. Die Krisenberatung ist 24 Stunden per WhatsApp erreichbar.