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- 24.12.202330 min
Ed Witten wird gerne als Einstein unserer Zeit bezeichnet. Er hat die Stringtheorie maßgeblich mit entwickelt. Sie soll die beiden großen Theoriegebäude der Physik – Relativitätstheorie und die Quantentheorie – miteinander verheiraten und gilt als Kandidat für eine Theorie für Alles. Das Problem: Die Stringtheorie sagt vorher, dass es nicht nur ein Universum gibt, sondern eine unvorstellbar große Zahl von Paralleluniversen, Multiversum genannt. Manche Kosmologen sehen in der Theorie sogar Hinweise auf Doppelgänger von uns Menschen. Im Interview mit ZEIT und ZEIT WISSEN erklärt Ed Witten, wie es zu der Vorhersage der vielen Universen kam und warum er mit dieser Vorstellung gerungen hat. Außerdem fragen wir ihn nach seiner Einschätzung zur Existenz von Doppelgängern in anderen Universen. ZEIT-Redakteur Ulrich Schnabel hat vor Jahren sowohl Ed Witten als auch den 2018 verstorbenen Stephen Hawking getroffen und erzählt von diesen Begegnungen. In seiner unmöglichen Kolumne geht Christoph Drösser der Frage nach, warum in fast allen Gesellschaften Religionen entstanden sind. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT WISSEN Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast Wir freuen uns über Feedback und Ideen an podcast@zeit-wissen.de. Die folgenden Kapitelmarken verschieben sich um etwa 45 Sekunden, falls der Podcast Werbung enthält. (00:00) Intro (01:50) Das Trauma, Ed Witten zu interviewen (05:10) Was Ed Witten von Stephen Hawking unterscheidet (07:00) Ed Witten als Einstein unserer Zeit (07:55) Das Multiversum im Hollywood-Film (11:40) Einsteins Traum (13:00) Stringtheorie für Dummies (15:45) Das Argument für Paralleluniversen (18:35) Occams Rasiermesser (21:28) Haben wir Doppelgänger in Parallelwelten? (23:30) So arbeitet Ed Witten (25:20) Christoph Drösser über den Ursprung von Religionen (29:13) Vorschau Shownotes Das ZEIT-Interview mit Ed Witten ist hier zu finden. Ed Witten hat bis zum 29. Juli unter @witten271 getwittert. Pressemitteilung der Joachim-Herz-Stiftung zur Verleihung des Hamburger Preises für Theoretische Physik an Ed Witten. Ulrich Schnabel schreibt über seine Begegnungen mit Ed Witten und Stephen Hawking in diesem ZEIT-Artikel. Tobias Hürter schreibt in der ZEIT über die Stringtheorie (2014). Tobias Hürter und Max Rauner erklären das Multiversum in ihrem Buch Die verrückte Welt der Paralleluniversen. Fotos: Roman Pawlowski für Die ZEIT [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Knapp 120 Jahre ist es her, dass Alois Alzheimer eine "eigenartige Erkrankung der Hirnrinde" beschrieb. Jahre, in denen die Medizin nie ein Mittel hatte, das gegen die Ursache der nach ihm benannten Alzheimer-Demenz hilft. Das wird sich nun ändern. Denn in Kürze dürfte die europäische Arzneimittelbehörde Ema Lecanemab, Handelsname Leqembi, zur Zulassung empfehlen. Was ist das für ein Mittel und wem kann es wirklich helfen? Was ist mit den Hirnblutungen, die viele der Probanden in der Zulassungsstudie betrafen? Und ist das Mittel vielleicht erst der Anfang einer Revolution? Darüber spricht Jakob Simmank in diesem Podcast mit Ingo Arzt, Redakteur im Gesundheitsressort. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. Weitere Links zur Folge: Einen ZEIT-Titel über die neuen Medikamente aus dem vergangenen Jahr lesen Sie hier. Im ZEIT-ONLINE-Interview erklärt Christian Haass, wieso die neuen Antikörper ein Durchbruch sind. Und hier erfahren Sie, was Demenz-Coaches machen und wieso sie für die Krankenhausbehandlung von Alzheimer-Kranken so wichtig sind. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 26.11.202330 min
80 Prozent der Deutschen haben irgendwann in ihrem Leben Probleme mit der Wirbelsäule. Eine regelrechte Rückenschmerzindustrie hält unzählige Angebote für sie bereit, von Spezialstühlen über Rücken-Check-ups bis hin zu Operationen. Manches davon ist Geld- und Zeitverschwendung. Im ZEIT-WISSEN-Podcast erklären Experten, was wirklich hilft – und wann eine Röntgenaufnahme sinnvoll ist (12:04). Außerdem besucht ZEIT WISSEN eine Schule für Schlangenmenschen und fragt, ob auch sie Rückenschmerzen haben und wie sie es schaffen, ihre Wirbelsäule so extrem zu verbiegen. (08:27) Plus: Warum haben Menschen in manchen Kulturen keine Rückenschmerzen? Christoph Drösser geht dieser Frage in seiner unmöglichen Kolumne auf den Grund. (24:38) Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT WISSEN Magazins erhalten Sie unter http://www.zeit.de/wissen-podcast Wir freuen uns über Feedback und Ideen an podcast@zeit-wissen.de. (00:00 - 01:59) Intro (02:00 - 03:53) So viele Arbeitnehmer*innen haben Rückenschmerzen (03:54 - 08:26) Was passiert bei einem BackCheck? (08:27 - 12:03) Haben Schlangenmenschen Rückenschmerzen? (12:04 - 17:29) Bewegung: Das Wundermittel gegen Rückenschmerzen? (17:30 - 21:36) Der häufigste Grund für Rückenschmerzen (21:37 - 24:37) Warum Röntgen nicht immer sinnvoll ist (24:38 - 28:39) Warum haben andere Kulturen weniger Rückenschmerzen? (28:46 - 29:38) Mehr Wissen Shownotes 2022 gründete Nicole Gerstner die Schule für Kontorsion Intentional Movement Acadamy (IMA). Es gibt Kursangebote zu Stretching, Kontorsion, Akrobatik und Luftartistik. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten hat sich unter anderem damit beschäftigt, wie viel die Versorgung von Patient*innen mit Rückenschmerzen und deren Fehlzeiten kostet. Der BackCheck ermittelt Kraftwerte und erstellt mittels einer Software einen individuellen Trainingsplan. Wir haben den BackCheck beim Unternehmen Gesundheit in Bewegung (GiB) getestet. Dieser Fachartikel von 2008 berichtet über die Untersuchung der Rücken von fünf Frauen, die in der Zirkusschule der Mongolei (in Ulaanbaatar) ausgebildet worden sind. Dieser Artikel von Cochrane fasst Studien zur Einnahme von Schmerzmitteln und ihren Nebenwirkungen zusammen. In diesem Artikel von Cochrane geht es um die Frage, welche Art von Bewegung gegen Rückenschmerzen hilft. Dieser Artikel der Bertelsmann Stiftung beziffert den Anstieg der Wirbelsäulen-Operationen in den vergangenen 15 Jahren. Das "Deutsche Ärzteblatt" beschäftigt sich mit den Ursachen von Rückenschmerzen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie beschreibt in ihren Leitlinien, wann Rückenoperationen sinnvoll sind. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Das Risiko an Krebs zu erkranken, Herzinfarkte und andere Erkrankungen werden stark von einem unaufhaltsamen Faktor beeinflusst: dem Älterwerden. Wer lange gesund bleiben will, sollte also vor allem versuchen, diesen Prozess zu bremsen. Aber wie? Glaubt man dem Harvard-Genetiker und Altersforscher David Sinclair, dann hilft vor allem eines: seltener zu essen. In einer neuen Folge des ZEIT-WISSEN-Podcasts klären Jakob Simmank und Linda Fischer, was hinter dem Intervallfasten-Hype steckt. Kann es helfen, 16 Stunden am Tag nichts zu essen – also zwischen 20 Uhr abends und 12 Uhr mittags keine Kalorien zu sich zu nehmen, weder Chips noch Bier am Abend und nicht einmal Milch in den Kaffee am Morgen? Jakob Simmank hat mit Morten Scheibye-Knudsen vom Center for Healthy Aging in Kopenhagen gesprochen, der eine der wenigen klinischen Studien zum Thema leitet, mit dem Naturheilkundler Andreas Michalsen sowie dem Altersforscher Valter Longo, die seit Jahrzehnten zum Fasten forschen. Und in der unmöglichen Kolumne geht Christoph Drösser der Frage nach, ob Menschen, die moderat Alkohol trinken, wirklich länger leben (14:41). Shownotes Ein ZEIT-Dossier zum Thema Intervallfasten lesen Sie [hier](https://www.zeit.de/2023/31/intervallfasten-ernaehrung-gesundheit-alterung-wissen-podcast-2). Einen ausführlichen Text über die Suche nach der perfekten Diät, erschienen in ZEIT WISSEN, lesen Sie [hier](https://www.zeit.de/zeit-wissen/2023/02/diaet-ernaehrung-abnehmen-wissenschaft). Was gesunde Ernährung genau ausmacht, erklärt Ernährungswissenschaftler Martin Smollich im [ausführlichen Interview mit ZEIT ONLINE](https://www.zeit.de/gesundheit/zeit-doctor/2023-05/gesunde-ernaehrung-fleisch-verzicht-zucker-salz-krebs-erkrankungen). Wir freuen uns wie immer über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. (00:00-02:43) Intro (02:44-06:36) Was ist Altern überhaupt? (06:37-09:44) Wie Fasten wirkt (09:45-12:10) Fasten verjüngt – bisher vor allem Tiere (12:11-14:40) Wie man das Fasten beim Menschen erforscht (14:41-18:56) Die unmögliche Kolumnne: Leben moderate Trinker länger? (18:57-26:01) Frühstück oder nicht: Die beste Art zu fasten (26:02-26:49) Mehr Wissen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 29.10.202328 min
Rauchen ist tödlich, das wissen alle. Wer lange raucht, stirbt häufig an Herzinfarkt, Lungenkrebs oder anderen Herz- oder Lungenleiden. Unser Gesundheitsredakteur Tom Kattwinkel ist einer Theorie nachgegangen, die unter seinen rauchenden Freunden verbreitet war: Mit 30 aufhören, dann geht das noch gut. Ein Blick in Studien hat gezeigt, da ist tatsächlich was dran. Wer jung ist, raucht häufig nicht mehr, sondern nutzt Vapes oder Tabakerhitzer. Für solche neueren Produkte gibt es zwar noch nicht die Langzeitdaten, die so klar den Schaden von normalen Zigaretten zeigen. Doch für deren Wirkung im Körper haben Mediziner bereits klare Hinweise gefunden (19:59). Christoph Drösser fragt sich in seiner Kolumne, warum manche Menschen eher nikotinabhängig werden als andere (23:13). Shownotes: Mit 30 höre ich auf. Der Text von unserem Gesundheitsredakteur Tom Kattwinkel auf ZEIT ONLINE. Der Tabakatlas, herausgegeben vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Studie: Raucher haben ein dreifach erhöhtes Sterberisiko. Studie: Wer zwischen dem 25. und 35. Geburtstag aufhört, lebt zehn Jahre länger als langjährige Raucher – zumindest statistisch. Studie: Nach einem Rauchstopp nimmt die Zahl der Mutationen im Erbgut von Lungenzellen ab. Vier junge Raucher erzählen, warum sie angefangen haben. Niko Kappel hat zugehört. Studie: Das US-Krebsforschungszentrum NCI trug in einem weltweit viel beachteten Bericht alle bekannten Beweise für die Wirkung von Werbung auf das Rauchverhalten zusammen. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
In der Geschichte von Peter Anema und Erik Hulsegge gibt es viele Verlierer. Die beiden sind Zwillingsbrüder, wurden aber nach der Geburt getrennt und zur Adoption freigegeben. Mit 17 begegnen sie einander zum ersten Mal, mit 33 treffen sie ihre leibliche Mutter. Schuldgefühle, Trauer und Traumata brechen auf. In dieser Familientragödie gibt es aber auch eine Gewinnerin: die Wissenschaft. Forschungsteams studieren an getrennt aufgewachsenen Zwillingen den Einfluss von Genen auf das menschliche Verhalten. Trotz der vielen Jahre, die manche eineiigen Zwillinge in getrennten Umwelten gelebt haben, haben sie oft verblüffende Ähnlichkeiten – bis hin zu ausgefallenen Marotten. Im @zeitwissen-Gespräch erzählen Erik und Peter, wie der Zufall sie zusammengeführt hat. Führende Zwillingsforscherinnen und -forscher erklären, warum selbst eine Eigenschaft wie Religiosität in den Genen stecken kann – und was Eltern aus den Erkenntnissen für die Erziehung ihrer Kinder ableiten können. Plus: In seiner unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser, warum der Anteil der Zwillinge in der Bevölkerung von Land zu Land so unterschiedlich ist (22:45). Shownotes: Welchen Anteil haben die Gene, welchen Anteil hat die Umwelt? Seit 1960 haben Zwillingsstudien diese Fragen für rund 18.000 Persönlichkeitsmerkmale und Krankheiten untersucht. Diese interaktive Website macht die Forschungsergebnisse zugänglich. Es ist hilfreich, das Erklärvideo anzuschauen. Nancy Segal hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über ihre Forschung und über außergewöhnliche Zwillingsschicksale geschrieben. Ein guter Ausgangspunkt ist ihre Website. Das Team der University of Minnesota, das mehr als hundert getrennt aufgewachsener Zwillinge untersucht hat, fasst seine Forschungsergebnisse unter anderem in diesem Science-Artikel zusammen. Zu “Was wir nicht erklären können”: Die aktuellste Studie über die Zahl der Zwillingsgeburten stammt von 2021, sie wurde in der Zeitschrift Human Reproduction veröffentlicht. Ein interessanter Artikel, wie die hohe Zwillingsquote die Kultur der Yoruba in Nigeria prägt, erschien 2002 in Twin Research. Die Entdeckung zweier Gene, die die Wahrscheinlichkeit von Zwillingsgeburten erhöhen, wurde 2016 im American Journal on Human Genetics vermeldet. Kennen Sie Zwillinge, die getrennt aufgewachsen sind, oder sind Sie selbst betroffen? Schreiben Sie an max.rauner@zeit.de Max Rauner dankt Myrthe Buitenhuis für die Vermittlung des Kontakts zu Erik und Peter. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT WISSEN Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast Wir freuen uns über Feedback und Ideen an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Kapitel (00:00 - 03:13) Die Mutter weint und weint und weint (03:13 - 06:44) “Wir waren das Produkt einer außerehelichen Beziehung” (06:44 - 08:49) Der Zufall führt sie nach 17 Jahren zusammen (08:49 - 12:45) Was macht die Zwillingsforschung? (12:45 - 19:00) Religiosität steckt in den Genen (19:00 - 20:55) Aggressivität ist erblich (20:55 - 22:45) Noch ein Wiedersehen mit der Mutter (22:45 - 26:45) Beeinflusst die Ernährung Zwillingsgeburten? (26:45 - 28:00) Themen im ZEIT WISSEN Magazin ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 01.10.202328 min
In einer Tongrube im Allgäu entdeckt ein Forschungsteam 21 Knochen, die von einem Vorfahren des Homo sapiens stammen. Die Forschenden taufen ihn “Udo”. Sein Körperbau bringt die bisherige Erzählung von der Evolution des aufrechten Gangs durcheinander. Mithilfe von Citizen Scientists suchen sie jetzt nach weiteren Knochen, um mehr über Udos Alltag zu erfahren. ZEIT-WISSEN-Redakteurin Hella Kemper hat mitgegraben – und auch etwas entdeckt. Im zweiten Beitrag spulen wir ein paar Millionen Jahre vor, in die Jungsteinzeit: Jäger und Sammler werden sesshaft und fackeln für Viehhaltung und Landwirtschaft ganze Wälder ab. Ruß und Feinstaub legen sich über Europa wie ein Sonnenschirm und kühlen die Erde, während Treibhausgase bereits vor 8.000 Jahren zur globalen Erwärmung beitragen. Obwohl damals viel weniger Menschen lebten, hatte ihr Verhalten eine ähnliche Wirkung aufs globale Klima wie die Industrialisierung – mit einem entscheidenden Unterschied (14:50). Außerdem: Warum sind die Neandertaler ausgestorben? Christoph Drösser diskutiert ein rätselhaftes Szenario. (23:25) Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-WISSEN-Magazins erhalten Sie unter http://www.zeit.de/wissen-podcast. Wir freuen uns über Feedback und Ideen an podcast@zeit-wissen.de. Shownotes: Die Ausstellung Light my Fire – Mensch macht Feuer ist im Archäologischen Museum zu sehen. In dem Buch –Feuer fangen– beschreibt Richard Wrangham, "wie uns das Kochen zum Menschen machte" (DVA). Drei Forschungsarbeiten zum Einfluss der Steinzeitmenschen auf das Klima: Kaplan, Jed O. et al. (2016): The biogeophysical climatic impacts of anthropogenic land use change during the Holocene. Climate of the Past. 12. 923-941. Tallavaara, Miika et al. (2015): Human population dynamics in Europe over the Last Glacial Maximum. Kaplan, Jed O. et al. (2016): Large Scale Anthropogenic Reduction of Forest Cover in Last Glacial Maximum Europe. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 17.09.202325 min
Eis kann in den Bergen Felswände stabil halten. Am Nordpol schafft es einzigartige Ökosysteme und macht aus dem Boden einen riesigen Kohlenstoffspeicher. In der neuen Folge des ZEIT-WISSEN-Podcasts_ Woher weißt du das?_ geht es um das vermeintlich ewige Eis. Was passiert, wenn dieses Eis gar nicht mehr ewig ist, sondern durch die globale Erwärmung auftaut? Linda Fischer spricht mit Max Rauner über ihre Recherche im Schweizer Dorf Kandersteg, das bedroht ist, weil ein Berggipfel ins Tal rutschen könnte. Außerdem geht es um die Frage, was tauender Permafrost eigentlich für den Planeten bedeutet. In der unmöglichen Kolumne sucht Christoph Drösser nach einer Erklärung dafür, warum der Wind in unseren Breiten immer schwächer zu wehen scheint (20:21). Shownotes: Eine Reportage über das Dorf Kandersteg von Linda Fischer Ein Fachartikel zum Risikomanagement am "Spitze Stei" (Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen: Hählen et al., 2022) Das ewige Eis in Hessen, erklärt auf einer Informationsseite des Kultur- und Geschichtsvereins Frickhofen e. V.. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 03.09.202323 min
15 Prozent der Deutschen sind tätowiert, bei den unter 34-Jährigen sogar 30 Prozent. Kann man von den Tattoos auf die Persönlichkeit oder die Biografie eines Menschen schließen? Wie haben sich Tattoo-Motive im Laufe der Zeit verändert? Und was sagt uns eigentlich ein Arschgeweih? Die Psychologie sucht nach Zusammenhängen von Tattoos und Persönlichkeitsmerkmalen. Die Semiotik versucht die Symbole zu entschlüsseln. Und die Kunstgeschichte hat den Tattoo-Künstler in Hamburg St. Pauli aufgespürt, der das Tätowieren in Deutschland populär gemacht hat. Eine Reportage zwischen Tattoo-Studio und Psychologieseminar. Außerdem: Warum bleibt Tattoo-Tinte so lange unter der Haut, ohne vom Körper abgebaut zu werden? Christoph Drösser berichtet über den Stand der Forschung (17:30). Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT WISSEN Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast Wir freuen uns über Feedback und Ideen an podcast@zeit-wissen.de Shownotes: Das Buch des Soziologen Chris Martin über die Bedeutung von Tattoos: The Social Semiotics of Tattoos Erich Kastens Fachartikel über die Beweggründe, sich tätowieren zu lassen, [ist hier zu finden].(https://www.researchgate.net/publication/344451195_Large_Tattoos_and_Personality_Which_Women_are_at_Risk). [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
In Deutschland hat sich die Lebenserwartung verglichen mit vor 100 Jahren verdoppelt. Unter Männern liegt sie derzeit bei knapp 79 Jahren, unter Frauen bei etwas mehr als 83 Jahren. Was wäre, wenn wir einmal alle 120 Jahre alt werden könnten – so wie die Supercentenarians, die wenigen Superalten, die die 110-Jahre-Marke knacken? Forschende sind auf der Suche nach allen möglichen Stellschrauben, um das Alter von Menschen zu verlängern. In der neuen Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts spricht unser Host Linda Fischer mit ihrem Kollegen Jens Lubbadeh über Ideen zur Lebensverlängerung. Was für Ansätze hat die Wissenschaft, dass Menschen älter werden als bisher? Fest steht: Die Gene und Ernährung machen einen Unterschied. Doch darüber hinaus: Ist die sogenannte Vampirkur (14:03) eine Option? Transfusionen mit dem Blut von jungen Mäusen hatte in Experimenten eine verjüngende Wirkung auf alte Tiere. Nun suchen Wissenschaftlerinnen auch im Blut junger Menschen nach diesen Jungbrunnenstoffen. Wer sie findet, dem winken Ruhm und Reichtum. Und was ist mit der Yamanaka-Kur? 2007 entdeckte der Japaner Shinya Yamanaka, dass man Körperzellen in ihren embryonalen Urzustand zurückversetzen kann – mit nur vier Proteinen. Kann man damit vielleicht auch ganze Körper verjüngen? (19:41). Außerdem: Christoph Drösser geht in seiner unmöglichen Kolumne der Frage nach, wie alt Menschen wohl maximal werden könnten (23:40). Shownotes: Das Buch von Thomas Ramge: "Wollt ihr ewig leben?", Reclam-Verlag "Schaffen wir es, 400 Jahre lang neugierig zu bleiben?" – Jens Lubbadeh hat Thomas Ramge für ZEIT ONLINE interviewt. Neben Vampir- und Yamanaka-Kur – Welche Strategien verfolgen Forscher noch, um das Alter aufzuhalten? Übersichtsartikel von Jens Lubbadeh auf ZEIT ONLINE. Mehr über die Vampirkur, Tony Wyss-Corays Forschung und die Ware Blut kann man in diesem ZEIT-WISSEN-Text erfahren. Ein Artikel über die Xenotransplantationen zur Verjüngung von Männern, die Serge Voronoff in den Zwanzigerjahren vorgenommen hat (Baylor University Medical Center Proceedings: Cooper, 2017). Die Parabiose-Experimente noch einmal genauer dargestellt. Die Geschichte über die Entstehung der Horvath-Clock können Sie hier nachlesen (englisch). ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 06.08.202326 min
Warten ist lästig, und das wird sich auch nie ändern? Falsch. Manche Menschen warten sogar mit Genuss. Andere kennen Tricks, mit denen die Wartezeit verfliegt. Geduld ist eine Zutat für gutes Essen. Denn Zeit fügt einem Lebensmittel vieles hinzu, etwa: Aufmerksamkeit, eine Prise Demut und Vorfreude. Beim Räuchern ist das zum Beispiel so. Hella Kemper hat es im Schwarzwald bei Räuchermeister Michael Wickert gelernt. Sie hat Holz gekauft und Späne. Hat dann eine Forelle über Nacht in Salzlake eingelegt. Dann hat sie ein Feuer entfacht und gewartet, bis die Glut genau richtig war – dann kam der Fisch in den Ofen und der Rauch konnte sich an die Arbeit machen. Eine Mahlzeit, so viele Stunden. Für sie war das Warten auf den ersten Bissen eine Freude. Dabei ist sie sonst eher ungeduldig. Außerdem (15:50) hat Sarah Bayerschmidt mit Experten gesprochen, die ihr von den Freuden des Wartens erzählt haben. Ein Betriebswissenschaftler und ein Psychologe haben ihr verraten, wie man so wenig wie möglich davon merkt. Und Christoph Drösser geht in seiner unmöglichen Kolumne (21:10) der Frage nach: Warum erscheint uns die Hinfahrt zu einem Urlaubsziel viel länger als die Heimreise? Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-WISSEN-Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. Shownotes: Der MPI-Physiker Thomas Vilgis hat zusammen mit dem Koch Rolf Caviezel ein Buch über Koch- und Gartechniken geschrieben, in dem er erklärt, was beim Räuchern physikalisch und chemisch geschieht. Vilgis ist auch Herausgeber der Zeitschrift Culinaire (Zeitschrift für Kultur und Wissenschaft des Essens), die sich in Ausgabe 13 mit dem Räuchern befasst. Michael Wickert hat seine Räucherei Glut & Späne 2012 in Berlin gegründet, inzwischen befindet sie sich in Freiamt im Schwarzwald, dort kann man freitags und samstags in der ehemaligen Metzgerei Räucherfisch kaufen. Zusammen mit der Fotografin Daniela Haug hat er Das Fischräucherbuch mit vielen Fotos, Rezepten, Anleitungen und Tipps zum Räuchern herausgegeben. Danke an Kai Sieverding von audiofühl für seine Unterstützung! Kapitel: (00:00 - 15:49) Wir räuchern und genießen jede Minute! (15:50 - 21:09) So kann man das Warten besser machen (21:10 - 24:54) Wie lange noch? Von der Zeitwahrnehmung bei Urlaubsreisen (24:55 - 25:55) Das steht im ZEIT-WISSEN-Magazin ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz in den vergangenen Jahrzehnten waren riesig. Mit ChatGPT kann jeder ausprobieren, was Computer mittlerweile leisten. Das Tool hat das Abitur in Bayern bestanden, schreibt sinnvolle E-Mails, hilft beim Programmieren und kann sogar – auch wenn das natürlich eine Geschmacksfrage ist – lustige Witze erzählen: Warum hat der Mathematiker Probleme mit seinem Garten? Weil er ständig Wurzeln zieht! Auffällig dabei: Die Witze fangen eigentlich immer mit "Warum" an. Woran liegt das? In der neuen Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts spricht unsere Host Linda Fischer mit ihrer Kollegin Elena Erdmann darüber, wie die Technologie hinter ChatGPT funktioniert. Dass das Programm nicht schreibt, sondern rechnet, dass es manchmal seltsam gewichtet und Ressentiments wiederholt. Wir erklären, welche faszinierenden Erkenntnisse sich daraus über die Texte von ChatGPT ableiten lassen. Dabei geht es auch darum, was das Tool nicht kann und welche Risiken durch künstliche Intelligenz gerade unter Fachleuten diskutiert werden (26:03). Außerdem: Christoph Drösser geht in seiner unmöglichen Kolumne (34:11) der Frage nach, warum es Kindern so leicht fällt, sprechen zu lernen. Weitere Links und Quellenhinweise: ChatGPT selbst ausprobieren: https://openai.com/blog/chatgpt Wie intelligent ist ChatGPT-4? Eva Wolfangel hat sich die Frage auf ZEIT ONLINE gestellt. Was passiert, wenn sich ChatGPT wie ein Psychotherapeut benimmt. Ein Artikel von Jakob Simmank auf ZEIT ONLINE. Jakob von Lindern und Jochen Wegener haben mit Sam Altman, dem CEO von OpenAI, gesprochen. So lernte Künstliche Intelligenz 2015, Videospiele zu spielen. Das berühmte Paper, in dem Transformer-Modelle vorgestellt wurden – die Technologie, die auch bei ChatGPT verwendet wird: Attention is all you need (Vasvani et al.) Auch Künstliche Intelligenz hat Vorurteile, das zeigte 2016 das Paper Man is to computer programmer as woman is to homemaker (Bolukbasi et al.). Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Ampeln sind oft doof, doch woanders lernen sie jeden Tag dazu – und alle müssen weniger warten. Außerdem im bunten Wissenspodcast: Sehen wir alle dieselben Farben? Ampeln nerven. Gefühlt sind sie ewig rot, und nur die anderen haben immer Grün. Die Wissenschaft sagt: Wer jeden Tag fünf Minuten an einer Verkehrsampel wartet und 80 Jahre alt wird, steht im Leben 100 Tage vor Rot. Im niederländischen Deventer machen sie das viel besser – mit Algorithmen. Die Ampeln dort zählen zum Beispiel Autos und können klug auf die Verkehrssituation reagieren. Die Wartezeit für Menschen auf dem Rad oder zu Fuß ist so um bis zu 40 Prozent gesunken, die für Autos um 18 Prozent. Max Rauner hat sich in Deventer umgeschaut, mit den Verantwortlichen geredet – und erzählt davon, wie es ist, mit einem Knopfdruck für sich selbst alle Ampeln auf Grün zu schalten. Außerdem (15:11): Woher kommen die Farben, die wir mit den Parteien in Deutschland verbinden? Ein Spoiler: Rot war schon in der Jungsteinzeit mit Macht verbunden. Und das Braun der Nationalsozialisten war eher ein Zufall. Und Christoph Drösser geht in seiner unmöglichen Kolumne (21:58) der Frage nach: Warum nehmen wir Farben bei unterschiedlicher Beleuchtung gleich wahr? Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de Kapitel: (00:00–15:10) Die klügsten Ampel der Welt (15:11–21:57) Woher kommen die Farben der Parteien? (21:58–26:09) Das ist Weiß! Nein, das ist Hellblau! (26:10–27:00) Das steht im ZEIT-WISSEN-Magazin. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 25.06.202334 min
Hitze kann unerträglich werden, lebensgefährlich. Wie Menschen damit umgehen, die dort leben, wo es kaum auszuhalten ist. Und was sich in deutschen Städten ändern muss. Mehrere Tausend Menschen sterben in Deutschland im Schnitt jedes Jahr an Hitze. Ganze Weltregionen könnten durch den Klimawandel phasenweise zu warm zum Leben werden. Wann genau stoßen Menschen an ihre Grenzen und was hilft? Antworten auf diese Fragen gibt es im neuen ZEIT-Wissen-Podcast. Klimawissenschaftler Fahad Saeed aus Pakistan, einem der Länder, das weltweit am stärksten unter der Hitze leidet, erzählt von den enormen Belastungen und den ökonomischen Schäden. Nachhaltigkeitsexpertin Aleksandra Kazmierczak erklärt, wie wir in Zukunft Städte bauen müssen und wie wir dabei zum Beispiel Flusswasser nutzen können. Elisabeth Olfermann von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) beschreibt, wie sich Pflegeheime auf Hitzewellen vorbereiten. Und in der unmöglichen Kolumne geht Christoph Drösser der Frage nach, warum Hitze Menschen aggressiv macht (23:10). Shownotes: Was den Hitzeschutz angeht, tut sich endlich etwas in Deutschland, [schreiben die Kollegen der ZEIT hier](https://www.zeit.de/2023/26/hitzeschutz-plan-sommer-klimawandel-gesundheit). Wo die Welt unbewohnbar, weil zu heiß werden könnte, zeigt [diese ZEIT-ONLINE-Visualisierung](https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-06/klimawandel-erderwaermung-klima-daten-hitze-unbewohnbar). Wie Sie die Hitze überstehen, [lesen Sie in diesem ZEIT-ONLINE-Artikel](https://www.zeit.de/gesundheit/zeit-doctor/2022-08/hitze-schutz-gesundheit-tipps). Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de (00:00–02:43) Intro (02:44–06:36) Was ist Altern überhaupt? (06:37-09:44) Wie Fasten wirkt (09:45–12:10) Fasten verjüngt – bisher vor allem Tiere (12:11–14:40) Wie man das Fasten beim Menschen erforscht (14:41-18:56) Die unmögliche Kolumnne: Leben moderate Trinker länger? (18:57–26:01 Frühstück oder nicht: Die beste Art zu fasten (26:02–26:49) Mehr Wissen ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 11.06.202328 min
Menschen mit Aphantasie sind auf dem inneren Auge blind. Schizophrene Menschen hören Stimmen. Betroffene erzählen, wie man damit lebt. Psychologinnen erklären die Folgen. Innere Stimmen (00:00): Die meisten Menschen haben eine innere Stimme und können diese von echten Stimmen unterscheiden. Menschen mit Schizophrenie fällt diese Unterscheidung oft schwer. Sie hören die innere Stimme, als wäre sie eine echte Person. Im ZEIT-WISSEN-Podcast erzählt jemand, der seit vielen Jahren von seinen inneren Stimmen beschimpft wird, aus seinem Alltag. Und die Psychologieprofessorin Tania Lincoln erklärt einen neuen Therapieansatz, der die Stimmen beim Wort nimmt. Innere Bilder (10:45): Tagträume und Kopfkino sind für viele Menschen selbstverständlich. Die inneren Bilder entstehen wie von selbst, wenn die Gedanken schweifen oder das Gehirn Erinnerungen abruft. Doch es gibt auch Menschen, die keine inneren Bilder sehen. Die Wissenschaft spricht von Aphantasie – und versucht, dem Phänomen mit ausgeklügelten Experimenten auf die Spur zu kommen. Eine Betroffene berichtet von ihrer Aphantasie. Und die Psychologieprofessorin Elena Azañón erklärt, welche Auswirkungen die Aphantasie auf Kreativität und Erinnerungsvermögen hat. Und Christoph Drösser geht in seiner unmöglichen Kolumne (23:30) der Frage nach, warum Menschen in der Stadt häufiger psychisch krank sind als auf dem Land. Shownotes: "Deine Innere Stimme" ist die Titelgeschichte des aktuellen ZEIT-WISSEN-Magazins (03/23) und Auftakt einer dreiteiligen Serie. Das Heft ist am Kiosk oder unter zeit.de/wissen-podcast erhältlich oder nach dem 20. Juni unter zeit.de/zw-archiv Am Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg erforscht eine Arbeitsgruppe die Aphantasie und sucht noch Proband*innen. Literatur und Studien zur inneren Stimme sind in den Quellen zum ZEIT-WISSEN-Artikel verlinkt. Die Relating-Therapie der Universität Hamburg wird hier erklärt. Das Atelier Freistil, wo Martin Kraft arbeitet: atelier-freistil.de Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-WISSEN-Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de Kapitel: (00:00–07:00) Martin Kraft hört Stimmen (07:00–10:45) Neue Therapiemöglichkeiten (10:45–18:10) Auf dem inneren Auge blind (18:10–20:13) Stört Aphantasie die Kreativität? (20:13–23:30) Wie erinnern sich Aphantasiker? (23:30–28:13) Warum sind Städter neurotischer? ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 28.05.202333 min
Menschen, die sich das Diabetes-Mittel Ozempic spritzen, haben kaum Appetit und nehmen ab. Wie fühlt sich das an? Und was macht es mit der Gesellschaft? Sogar Elon Musk nimmt sie: Ozempic, die Spritze, die beim Abnehmen hilft. Das Mittel wurde eigentlich gegen Diabetes entwickelt und imitiert die Wirkung eines Darmhormons, das den Blutzucker senkt. Es macht uns satt und lässt den Appetit vergehen. Studien zeigen, dass Menschen, die es nehmen, rund 15 Prozent ihres Körpergewichts verlieren – deutlich mehr als bei Diäten und anderen Gewichtsreduktionsprogrammen. Wird die Spritze also zum neuen Wundermittel im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit? In der neuen ZEIT WISSEN-Podcast erzählt ZEIT-Redakteurin Elisabeth Raether, wie es sich anfühlt, das Mittel auszuprobieren und plötzlich gar nicht mehr ans Essen zu denken. In einem weiteren Beitrag erklärt der Genetiker Giles Yeo, worauf Unterschiede im Körpergewicht denn nun zurückzuführen sind: auf Gene, die den Appetit regulieren, oder auf solche, den den Stoffwechsel von Menschen bremsen oder ankurbeln (22:46). Und in seiner unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser, wie Magenoperationen, die schwerst Übergewichtigen beim Abnehmen helfen, überhaupt funktionieren (27:41). Korrektur: Anders als im Podcast erklärt, ist Ozempic in Deutschland bisher nicht zur Behandlung von Adipositas zugelassen (Stand 1. Juni 2023). Zugelassen ist hierzulande das Medikament Wegovy. Es enthält den gleichen Wirkstoff aber in anderer Dosierung. Shownotes: Elisabeth Raethers Selbstversuch aus der ZEIT lesen Sie hier. Wie genau Mittel wie Ozempic wirken, eben unter anderem im Gehirn, und welche Risiken von ihnen ausgehen, lesen Sie in diesem ZEIT ONLINE-Artikel. Einen ausführlichen Text darüber, warum manche Diäten wirken, andere hingegen nicht, erschienen im Magazin ZEIT WISSEN, lesen Sie hier. Was die Wissenschaft über die Wirkung von Magen-OPs fürs Abnehmen weiß, steht in dieser Übersichtsarbeit. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-Wissensmagazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. (00:00 - 01:30) Intro (01:31 - 05:25) Vorgeschichte des Selbstversuchs (05:25 - 10:37) Wie es sich anfühlt, Ozempic zu nehmen (10:37 - 14:14) Wirkweise des Mittels (14:14 - 19:48) Bedenken (19:48 - 21:30) Wie wir über dass Abnehmen sprechen (21:30 - 22:41) Das Mittel absetzen (22:41 - 27:40) Wie Gene unser Gewicht bestimmen (27:40 - 31:44) Die unmögliche Kolumne (31:44 - 32:39) mehr Wissen ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Hitze, Marathon, Weltall: Der Körper ist für Extreme nicht gemacht. Kann man trainieren, eigene Grenzen zu verschieben? Antworten vom Physiologen Hanns-Christian Gunga Wie würden wir eine Reise zum Mars überstehen? Wie gesund ist Extremsport? Und können wir das Schwitzen trainieren, um Hitzewellen besser auszuhalten? Hanns-Christian Gunga erforscht die Überlebenschancen des Menschen unter Extrembedingungen. Die physiologischen Limits des Homo sapiens sind eng gesteckt, aber einige können wir beeinflussen. Die Highlights aus dem @zeitwissen-Gespräch mit Hanns-Christian Gunga beim ZEIT ONLINE Podcast-Festival am 30. April in Berlin. (4:05) Und: Christoph Drösser über die Frage, wie ein Langzeitaufenthalt im Weltraum den Körper verändert (00:01) Shownotes: Im aktuellen ZEIT Wissensmagazin (03/23) stellen wir eine Sehnsucht auf den Prüfstand: Wie viel Natur hält der Mensch aus? Außerdem rekonstruieren wir den Boston-Marathon am 19. April 1967. Kathrine Switzer ging als erste Frau an den Start. Was dann passierte, veränderte die Sportwelt. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT Wissensmagazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast. Überleben in einem eiskalten Fluss, der Fall Anna Bågenholm: Resuscitation from accidental hypothermia of 13·7°C with circulatory arrest Die Studie über Bergarbeiter in der chilenischen Hochebene gibt es hier. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt schickt weibliche Messpuppen zur NASA-Mission Artemis. Die Bücher von Hanns-Christian Gunga heißen “Am Tag zu heiß und nachts zu hell” und “Extrem. Was unser Körper zu leisten vermag”. Sein neues Buch “Tödliche Hitze” erscheint am 30. Juni 2023 bei Bastei Lübbe. Preise zu gewinnen – Die Umfrage zum ZEIT WISSEN-Podcast: zeit.de/wissen-umfrage Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit.de (00:00 - 04:05) Überleben im Weltall (04:05 - 06:58) Extremhitze (06:58 - 15:45) Ist Schwitzen trainierbar? (15:45 - 18:24) Extremkälte (18:24 - 19:44) Extreme Höhe (19:44 - 21:17) Extremsport (21:17 - 25:07) Schwerelosigkeit ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 30.04.202333 min
Sexleben in der Natur ist diverser, als Sie denken: Geckos und Fledermäuse bestäuben Blüten, manche Pflanze macht es sich selbst. Und das Beste: Sie erzeugen unser Essen. Shownotes: Umfrage: Wir wollen von den Leserinnen des Magazins und den Hörern des Podcasts wissen, wie ZEIT Wissen ihnen gefällt. Zu welchen Themen würden sie gern mehr lesen? Was können wir noch besser machen? Hier geht’s zur Befragung. Von den 1.400 weltweit angebauten Nutzpflanzen müssen 75 bis 80 Prozent von Tieren bestäubt werden, schreibt unter anderem der US Forest Service. Die australische Warzige Hammerorchidee (Drakaea livida), die mit ihrer Blüte eine Wespe nachahmt, ist auf Youtube zu sehen. Die BBC-Serie The Green Planet zeigt Wickelbären beim Bestäuben sowie besagte Mimikry-Orchidee in Wespengestalt. Auf Deutsch läuft Unser Grüner Planet im ZDF in der Serie Terra X. Die Lamar-Universität hat Fakten zum Wickelbär (Potos flavus) zusammengestellt. War Biene oder Blüte zuerst da? Dazu eine Studie in Current Biology: Cappellari et al., 2013 und mehr im Magazin Scientific American. Eine Studie zur Wirtschaftsleistung der Insekten erschien in Ecological Economics: Lippert et al., 2021. Ein Buchtipp: Das große Insektensterben von Andreas Segerer und Eva Rosenkranz, Ökom-Verlag, 2018. Der Fledermauszoo "Noctalis" in Bad Segeberg findet sich übrigens hier. Ein Artikel zu den Folgen des Klimawandels für Bestäuber und andere Arten von Linda Fischer und Elena Erdmann. Lesen Sie, wie Kolibris den Schwebflug lernten. Außerdem alles rund um das Bienensterben den Artenschutz. Und natürlich das Video, wie ein Kohlweißling auf der Balkonpflanze unserer Wissen-Vizeressortleiterin Eier ablegt. In diesem Video können Sie Bienen beim Washboarding anschauen. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. Alle Folgen und Quellen des ZEIT-Wissen-Podcasts sind auf dieser Seite gesammelt. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
- 16.04.202330 min
David Peterson und Jessie Sams erfinden Sprachen für Hollywood-Blockbuster. Gitta spricht Esperanto, seit sie drei ist. Gunter Senft lernt vom Aussterben bedrohte Sprachen. Ein polyglotter Podcast über das faszinierendste Werkzeug der Menschheit Die berühmte Romanreihe "Der Herr der Ringe" gäbe es nicht, wäre der Autor J. R. R. Tolkien nicht auch Sprachenerfinder gewesen. Das Buch schrieb er nur, damit seine Elbensprachen zum Leben erweckt wurde. Heute sind Sprachenerfinder vor allem in Hollywood gefragt. Im @zeitwissen-Podcast berichten Jessie Sams und David Peterson von ihrem ungewöhnlichen Beruf. Eine ihrer Kunstsprachen wird in der Fantasyserie "Game of Thrones" gesprochen. Außerdem erklärt die zehnjährige Gitta, was sie an Esperanto liebt (8:51). Im zweiten Beitrag geht es um die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen, wenn sie eine Sprache lernen (14:16). Um die Eigenschaften von Supersprachen. Und um Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind. Hören Sie die Originalaufnahme einer solchen Sprache, die es vielleicht bald nicht mehr gibt. In seiner unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser, wie Sprache überhaupt entstanden ist. Shownotes Im nächsten ZEIT-WISSEN-Magazin, das am 25. April erscheint, stellen wir einen Wörtererfinder vor – und den Begründer von Esperanto. Dass hinter Game of Thrones viel Wissenschaft steckt, ist nachzulesen in Die Wissenschaft von Game of Thrones von Jean-Sébastian Steyer, erschienen im März 2023 bei wgb Theiss. Die Berliner Esperanto-Gruppe ist Teil des Ortsverbandes Berlin des Deutschen Esperanto-Bunds. Das Sprachenarchiv vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen enthält verschiedene Materialien, darunter Audio- und Video-Sprachkorpusdaten von Sprachen auf der ganzen Welt, Fotografien, Notizen und andere Informationen, die zur Dokumentation und Beschreibung von Sprachen und deren Verwendung erforderlich sind. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-WISSEN-Magazins erhalten Sie unter zeit.de/wissen-podcast. Dort sehen Sie auch die Topstorys der aktuellen Ausgabe. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de (00:00 - 01:24) Intro (01:24 - 05:34) Sprachen erfinden (05:34 - 08:51) Klingonisch (08:51 - 14:16) Esperanto (14:16 - 18:48) Sprachen lernen (18:48 - 21:18) Arabisch (21:18 - 23:34) Sprachen sterben (23:34 - 24:43) Sprachen retten (24:43 - 28:59) Die unmögliche Kolumne (28:59 - 29:54) mehr Wissen ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
Nicht nur Scheiße: Längst suchen Wissenschaftler im Abwasser nach Krankheitserregern wie Corona oder Polio und Antibiotikaresistenzen. Das soll Leben retten. Millionen Deutsche starrten über Monate und Jahre auf die Corona-Zahlen. Dabei waren die stets unvollständig und gaben die Ausbreitung des Virus zeitverzögert wieder. Und vor allem kennt die Wissenschaft längst elegantere und weniger aufwändige Wege, um kurz bevorstehende Wellen einer Virusepidemie zu erkennen oder neue Varianten zu identifizieren. Der Schlüssel liegt in der braunen Brühe, die täglich durch die Rohre der Kanalisation rauscht. Abwasser ist für die Wissenschaft Gold wert. In dieser Folge des ZEIT WISSEN-Podcast spricht Jakob Simmank mit dem Molekularbiologen Emanuel Wyler, der am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin forscht. Es geht darum, wie Forscher das Abwasser geschickt durchleuchten, um ein Frühwarnsystem für ansteckende Krankheiten, aber auch die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln. Ganz entscheidend dafür ist ein Virus, das rote Paprika befällt. Außerdem in dieser Folge: Christoph Drösser fragt in seiner Kolumne, warum warmes Wasser schneller gefriert als kaltes (25:20). Shownotes Einen Artikel über den noch immer schleppenden Ausbau der Abwasserüberwachung aus der ZEIT lesen Sie hier. Das Pandemieradar des Robert Koch-Instituts zeigt inzwischen auch Auswertungen des Abwassers. Die US-amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC hat den Polio-Fall in New York hier rekonstruiert. Eine kostenlose Probeausgabe des ZEIT-WISSEN-Magazins erhalten Sie unter www.zeit.de/wissen-podcast. Wir freuen uns über Kritik, Lob und Themenwünsche an podcast@zeit-wissen.de. ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.