
Episoden
49- Sind Klima und Kapitalismus kompatibel, Ulrich Brand? 06.11., 06:0006.11.2025, 06:0000:53:21
Vom 10. bis 21. November 2025 findet die 30. Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém statt. Doch obwohl sich die ökologische Krise immer deutlicher zuspitzt, halten die Industrieländer Hilfszusagen für Klimaanpassung nicht ein. Das gilt auch für Deutschland, obwohl man sich hierzulande gerne für einen Vorreiter in Sachen Klimaschutz hält. Die Ampel-Regierung trat mit dem Versprechen an, Deutschland ökologisch zu modernisieren. Eine dekarbonisierte, high-tech Wirtschaft soll nicht nur das deutsche Exportmodell retten, sondern auch Kapitalismus und Klima miteinander versöhnen. Bundeskanzler Friedrich Merz setzt dagegen auf den Ausbau von Gaskraftwerken und erwägt eine Abkehr vom Verbrenner-Aus. Statt in den ökologischen Umbau investiert er lieber hunderte Milliarden Euro in die Aufrüstung der Bundeswehr. Das verschärft nicht nur die angespannte internationale Lage, sondern droht die Abhängigkeit von fossiler Energie auf Jahrzehnte zu zementieren. In der achten Folge unseres Podcast «Weltunordnung» spricht Felix Jaitner mit Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, über die ökologische Krise und ihre Auswirkungen. Wie verschärft sie Konflikte um die multipolare Weltordnung? Besteht ein Widerspruch zwischen ökologischer und sozialer Frage? Und was bedeutet Internationalismus im Zeitalter des Klimawandels? Shownotes: Brand, Ulrich/Wissen, Markus (2017): Die imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, Oekom Verlag. Brand, Ulrich/Wissen, Markus (2024): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven, Oekom Verlag. Die Buchvorstellung von “Kapitalismus am Limit” McKinsey & Company (2021): Net-Zero Deutschland. Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045, September. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2024): Habeck legt Konzept für grüne Leitmärkte vor, Pressemitteilung.
- Steht Syrien vor der nächsten Diktatur, Kristin Helberg?23.10., 06:0023.10.2025, 06:0000:56:56
Seit 1979 hatte die diktatorische Assad-Familie Syrien fest in der Hand. Die Revolution von 2011, die in einen brutalen Krieg Baschar al-Assads gegen oppositionelle Gruppen und seine eigene Bevölkerung mündete, galt als endgültig gescheitert. Im Dezember 2024 passierte dann etwas, mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte: Die islamistische HTS und verbündete Gruppen stürzten die Regierung Baschar al-Assads in nur elf Tagen, und ihr Anführer Ahmed al-Scharaa übernahm die Macht. Wie hat sich das Land seit dem Sturz verändert? Wer ist Ahmed al-Scharaa, und hat er seine Versprechen von Demokratieaufbau und Teilhabe der Minderheiten eingehalten – oder steht das Land gerade vor der nächsten Diktatur? Und welche politischen und wirtschaftlichen Interessen verfolgen die Türkei, die USA und Deutschland in Syrien? In der siebten Folge unseres Podcasts «Weltunordnung» spricht Pauline Jäckels mit Kristin Helberg, freie Journalistin und Politikwissenschaftlerin. Sie lebte sieben Jahre in Syrien, berichtete für deutschsprachige Medien und veröffentlichte drei Bücher und zahlreiche Artikel zum Syrien-Krieg. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- Was treibt Deutschland in Afrika, Frauke Banse?09.10., 06:0009.10.2025, 06:0000:50:20
In Afrika verschärft sich die imperiale Konkurrenz um Einfluss und Ressourcen. China und Russland fordern die ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien sowie der USA immer offener heraus. Ausgerechnet in dieser Situation entdeckt die deutsche Politik ihr Interesse für einen Kontinent, der in der medialen Berichterstattung kaum eine Rolle spielt. Bundeswehreinsätze wie in Mali oder Projekte zur Förderung von grünem Wasserstoff in Namibia zeigen: Auch Deutschland bemüht sich um mehr Einfluss – politisch, wirtschaftlich und militärisch. In der 6. Folge von «Weltunordnung» spricht Felix Jaitner mit Frauke Banse, Dozentin am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Kassel, über die deutsche Afrikapolitik. Welche Interessen verfolgt Deutschland in Afrika? Wie verschärft die imperiale Konkurrenz der Großmächte Konflikte auf dem Kontinent? Und inwieweit können afrikanische Länder von der erneuten geopolitischen Konkurrenz profitieren und eigene Entwicklungsprojekte vorantreiben? Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Frauke Banse (2024): Deutsche Afrikapolitik in geopolitischer Neujustierung, Bundeszentrale für Politische Bildung. Frauke Banse (2025): Die Geopolitik der neuen post-kolonialen Schuldenkrise, WSI-Mitteilungen, Ausgabe 03/2025, S. 195-202. Denis M. Tull (2022): Ad-hoc-Koalitionen in Europa. Der Sahel als Katalysator europäischer Sicherheitspolitik?, SWP-Studie 2022/S 08, doi:10.18449/2022S08.
- Geht der Westen unter, Daniel Marwecki?25.09., 05:0025.09.2025, 05:0000:48:31
Im Westen macht sich Endzeitstimmung breit: Ein Rechtsradikaler im weißen Haus baut jeden Tag ein bisschen weiter die US-Demokratie ab, die Allianz zwischen Europa und seinen Bündnispartnern gerät ins Wanken, die deutsche Wirtschaft stagniert – und das Erstarken rechtsextremer Kräfte scheint unaufhaltbar. Die alte Weltordnung bröckelt: Der Westen verliert seine Vormachtstellug und China nimmt eine immer dominantere Position ein. Erleben wir gerade den Abstieg oder gar Untergang des Westens? Darüber spricht Pauline Jäckels mit Politikwissenschaftler Daniel Marwecki. Es geht um die Frage, wie der Westen so mächtig werden konnte, warum er jetzt an Einfluss verliert - und welche Rolle Europa in der Welt nach dem Westen noch spielen kann. Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Daniel Marwecki. Die Welt nach dem Westen Oktober 2025, C.H. Links Verlag
- Will Russland Frieden, Alexey Yusupov? 11.09., 05:0011.09.2025, 05:0000:56:39
Der Krieg in der Ukraine geht bereits in sein viertes Jahr – doch seit dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gibt es neue Hoffnungen auf Friedensverhandlungen. In der vierten Folge unseres Podcast «Weltunordnung» spricht Felix Jaitner mit Alexey Yusupov, Leiter des Russlandprogramms der Friedrich-Ebert-Stiftung, über die Entwicklung in Russland. In einer multipolaren Welt beansprucht Russland einen Platz als anerkannte Großmacht, doch die sozialen Widersprüche im Land nehmen zu. Für die künftige Entwicklung des Landes wird es entscheidend, welche politische Kraft als erstes eine Gerechtigkeitsagenda entwickelt. Die Hoffnungen ruhen auf der Linken, doch mittlerweile hat auch die extreme Rechte die soziale Ungleichheit für sich entdeckt und droht die Kräfteverhältnisse weiter zu verschieben. «Weltunordnung» ist der neue Podcast zu internationaler Politik der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Hosts Pauline Jäckels und Felix Jaitner sprechen im Wechsel mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik. Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Mikhail Lobanov (2024): Eine Revolution in Russland ist möglich. Rosa-Luxemburg-Stiftung. David Ernesto Garcia Doell (2022): A fascist regime looms in Russia. Interview with Gregory Yudin. Analyse und Kritik. Zeitung für linke Debatte & Praxis. Mathias Brüggmann (2025): Der Rubel rollt nicht mehr. TAZ.
- Wer könnte Netanjahu Einhalt gebieten, Muriel Asseburg?28.08., 05:0028.08.2025, 05:0000:56:21
Trotz zunehmendem Druck von Innen und Außen gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Israelische Regierung ihre genozidale Kriegsführung im Gazastreifen beenden möchte. Ganz im Gegenteil: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wird für die Zwangsvertreibung der palästinensischen Bevölkerung international scharf kritisiert. Vorschläge für Waffenstillstandsverhandlungen mit der Hamas wurden bisher von israelischer Seite abgelehnt. In der dritten Folge unseres Podcasts “Weltunordnung” spricht Pauline Jäckels mit der Nahostexpertin Muriel Asseburg, über Netanjahus Pläne nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober? Was treibt ihn an, den Krieg weiterzuführen und wer könnte ihm und seiner Regierung Einhalt gebieten? Welche Rolle können Deutschland und die EU dabei spielen, Israel zu einem Ende seiner Besatzungspolitik und Vertreibungspläne zu bringen? Und aus welchen Gründen hat Deutschland das israelische Vorgehen bislang unterstützt? «Weltunordnung» ist der neue Podcast zu internationaler Politik der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Hosts Pauline Jäckels und Felix Jaitner sprechen im Wechsel mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik. Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Muriel Asseburg (2025): Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza – Hintergrund, Eskalation, Folgen. C.H. Beck Muriel Asseburg und Jan Busse (2016): Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven. C.H. Beck Dossier zum Krieg in Israel und Palästina Gegen die Logik der Gewalt
- Wie macht die EU ihre Wirtschaftspolitik, Angela Wigger?14.08., 05:0014.08.2025, 05:0000:49:32
Seien es immer höhere Rüstungsausgaben oder ungünstige Handelsabkommen – US-Präsident Donald Trump zwingt der EU erfolgreich seine Forderungen auf. Dabei hat die doch angekündigt, von den USA unabhängig werden zu wollen. In der zweiten Folge unseres Podcasts «Weltunordnung» spricht Felix Jaitner mit der Politikwissenschaftlerin Angela Wigger über das Konzept der «strategischen Autonomie». Durch milliardenschwere Investitionen in grüne Technologien und Rüstungsgüter will die EU nicht nur die wirtschaftliche Stagnation überwinden, sondern als eigenständiger Akteur auf der Weltbühne agieren. Kann das gelingen? Und wie können progressive Alternativen zu dieser Strategie aussehen? «Weltunordnung» ist der neue Podcast zu internationaler Politik der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Hosts Pauline Jäckels und Felix Jaitner sprechen im Wechsel mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik. Kontakt, Kritik, Feedback: weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Shownotes: Angela Wigger (2025): Finanzialisierung - die Achillesferse des European Green Deal. Luxemburg. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis. Angela Wigger (2024): The New EU Industrial Policy and the Hidden Costs of Crowding in Private Investors: An urgent call for the European Left to champion discussions about alternatives futures. transform!Europe. Stephan Kaufmann (2024): Die Weltordnung soll in der Zeitenwende rentabel werden. nd Anghel, Suzana (et al.) (2020) Auf dem Weg zu „strategischer Autonomie“. Die EU im sich Wandelnden geopolitischen Umfeld. Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlaments. Studie. PE 652.096.
- Wie geht friedensgeleitete Außenpolitik, Jan van Aken?24.07., 05:0024.07.2025, 05:0000:51:28
Kriege, Klimakrise, Konflikte im transatlantischen Lager – unsere Welt verändert sich rasant. Doch die deutsche Bundesregierung kennt darauf nur eine Antwort: Aufrüstung. In kürzester Zeit soll die Bundeswehr die größte konventionelle Streitmacht Europas werden. Stimmen, die für Frieden und Entspannungspolitik eintreten, haben es dagegen schwer. Wie stellen sich diese Herausforderungen aus linker Perspektive dar? In der ersten Folge unseres Podcasts «Weltunordnung» stellt sich Jan van Aken, Co-Vorsitzender der Linkspartei und Außenpolitikexperte, unseren Fragen. Ob Ukraine-Krieg, Gaza oder Deutschlands Rolle in der Welt – in diesem Podcast sprechen wir über Themen, die auch in der Linkspartei kontrovers diskutiert werden. Wir wollen wissen, wie eine linke Außenpolitik aussehen könnte, die konkrete Schritte zur Lösung dieser Konflikte bietet und den Weg in eine andere Welt möglich macht. Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter weltunordnung@rosalux.org Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #21: War starts here – Wie Deutschland Kriege befeuert22.11., 05:0022.11.2024, 05:0000:35:54
Welche Rolle spielen Rohstoffe bei Konflikten? Nicht nur Waffenexporte, sondern auch ungerechte Wirtschaftsbeziehungen sind Grund für Kriege weltweit. Die Ursachen liegen also direkt vor unserer Haustür. Die gute Nachricht: Mögliche Lösungen können also auch hier in Deutschland gefunden werden. In dieser Folge sprechen Jan und Linda darüber, was eine Bundesregierung tun könnte, um Konflikte weltweit zu lösen. Bisher agiert Deutschland eher widersprüchlich: So wurde zum Beispiel in Pakistan die zivile Krisenprävention unterstützt, aber gleichzeitig auch Waffen geliefert. Jan van Aken und Linda Peikert thematisieren den Handel mit Kakao, Diamanten und Coltan, ein Erz, welches für die Produktion von Handys notwendig ist, und wie diese Rohstoffe die Konflikte an der Elfenbeinküste, in Angola und dem Kongo befeuert haben und es immer noch tun. Dies ist die letzte Folge von dis:arm, den Grund dafür erfahrt ihr in der Folge. Quellen: Kakaobarometer von INKOTA zum kostenlosen Download Der Report von Global Witness (2022) «The ITSCI Laundromat» Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #20: Drohnen: Auf dem Weg zum automatisierten Krieg20.09., 05:0020.09.2024, 05:0000:37:45
In dieser Folge schauen wir uns die rasante Entwicklung bewaffneter Drohnen an, wie sie die heutige Kriegsführung verändert haben aber vor allem auch, warum Killerdrohnen keine Waffe wie jede andere sind, sondern eigentlich geächtet werden sollten. Einige der heutigen Drohnen sind bereits vollautonome Waffen, also Maschinen, die selbst über Leben und Tod entscheiden. Obwohl das eigentlich für jeden Menschen eine Horrorvorstellung sein sollte, stocken die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen über ein Verbot solcher autonomen Waffen und kommen nicht voran. Wir haben diese Folge auf dem «Rheinmetall Entwaffnen» Camp in Kiel Anfang September 2024 aufgezeichnet. Gesprochen haben wir mit: Matthias Monroy ist Journalist und begleitet seit über 20 Jahren den Einsatz und die Entwicklung von Drohnen mit einem kritischen Blick. Marius Pletsch ist einer der Bundessprecher:innen der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) und arbeitet im Netzwerk Friedenskooperative zu autonomen Waffen. Informationen zur Klage gegen die Beteiligung von Ramstein an Drohneneinsätzen finden sich hier. Die Publikation «Der lange Weg zur Drohnenmacht – Unbemannte Systeme bei der Bundeswehr» von Matthias Monroy könnt ihr kostenfrei auf unserer Website downloaden. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social, Twitter: jan_vanaken). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #19: Weltfriedenstag: Wie viel Hoffnung gibt es aktuell?30.08., 05:0030.08.2024, 05:0000:54:30
Der 1. September ist der Antikriegstag, in Erinnerung an den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Wir nehmen diesen Gedenktag zum Anlass, uns mit mehreren aktuellen Kriegen zu befassen und der Frage nachzugehen, welche Chancen es dort für eine Friedenslösung gibt. Dabei schauen wir jeweils auf eine frühere Folge von dis:arm zurück und reden mit Expert:innen darüber, was sich seitdem getan hat. Den Beginn macht der Sudan (dis:arm #3), dann folgen Ukraine (dis:arm #12), Iran (dis:arm #2) und der Krieg in Nahost (dis:arm #8, #9 und #13). Gesprochen haben wir in dieser Folge mit: Roman Deckert, der seit 1997 politisch zum Sudan arbeitet und heute als unabhängiger Analyst in Genf lebt. Bei Twitter heißt er @RomanDeckert. Connall Kearney arbeitet als Fotograf und Videojournalist und berichtet seit mehreren Jahren aus der Ukraine. Gilda Sahebi ist Ärztin, Journalistin und Publizistin. Sie hat unter anderem das Buch «Unser Schwert ist Liebe: Die feministische Revolte im Iran» geschrieben. Muriel Asseburg, die seit vielen Jahren in der Stiftung Wissenschaft und Politik als Senior Fellow in der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten arbeitet. Den RLS-Hintergrundartikel zur Siedlergewalt in den besetzten palästinensischen Gebieten findet ihr hier. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social, Twitter: jan_vanaken). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #18: Frieden nach dem Krieg? Zum Konzept Transitional Justice23.08., 05:0023.08.2024, 05:0000:35:36
Mit einem Friedensschluss ist ein Krieg noch lange nicht zu Ende. Nur allzu oft gärt der Hass weiter, auf allen Seiten gibt es Opfer, die auf Rache sinnen. Wie kann nach all dem Leid verhindert werden, dass nicht bald schon wieder ein neuer Krieg beginnt? Dazu gibt es das Konzept der Transitional Justice, am besten übersetzt mit Vergangenheitsarbeit oder Versöhnungsarbeit. Weltweit bekannt geworden ist es mit der Wahrheitskommission in Südafrika nach dem Ende der Apartheid in den 1990er Jahren. Wir werden uns ein paar aktuelle und sehr beeindruckende Beispiele aus Indonesien, Afghanistan und Gambia anschauen, in denen die Stimmen der Opfer großes Gewicht in der Aufarbeitung bekommen haben. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit folgenden Expertinnen: Lian Gogali, Gründerin und Leiterin des Instituts Mosintuwu, auf der indonesischen Insel Sulawesi. Natascha Zupan arbeitet bei der Berghof Foundation und leitet dort den «Global Learning Hub for Transitional Justice and Reconciliation». Eva Bitterlich ist die Afghanistan-Koordinatorin bei medico international. Das Buch von Jan heißt «Worte statt Waffen» und ist beim Ullstein-Verlag erschienen. Der Film über Lian Gogali heißt The Peace Agency und kann hier gesehen werden. Das Museum von AHRDO, Afghanistan Memory Home, kann hier online besucht werden. Das Dokument der Vereinten Nationen aus dem Oktober 2023 zur Transitional Justice-Strategie findet sich hier. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social, Twitter: jan_vanaken). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #17: Völkermord an den Êzîd*innen – Droht nach zehn Jahren ein Wiedererstarken des IS?22.07., 05:0022.07.2024, 05:0000:49:42
Vor ziemlich genau zehn Jahren, am 03. August 2014, hat der so genannte Islamische Staat (IS) die kurdische Region Shengal/Shingal im Irak überfallen, in der vor allem Êzîdinnen leben. Sie richteten ein grauenhaftes Massaker an, bis heute sind noch êzîdische Frauen in der Gewalt dieser jihadistischen Terrortruppe. Wir werfen einen Blick zurück, wollen aber auch über das Heute sprechen und über die Gefahr, dass der IS möglicherweise wieder erstarkt. Außerdem fragen wir uns, warum die Bundesregierung sich bis heute weigert, die deutschen Staatsbürger unter den IS-Kämpfern zurückzuholen und hier vor zu Gericht zu stellen. Und wir regen uns darüber auf, dass Deutschland angefangen hat, Êzîdinnen wieder abzuschieben. Unfassbar, trotz Völkermord, trotz der unsicheren Lage im Irak. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit: Berfin Hezil, êzîdische Journalistin, die in Deutschland aufgewachsen ist und 2014 die Gräueltaten des IS in Shengal dokumentiert hat. Jihan Alomar aus Shengal/Shingal, die 10 Jahre alt war, als der IS ihre Familienangehörigen tötet und zehn Monate in IS-Gefangenschaft verbringen musste. Maja Hess, Präsidentin von medico international Schweiz. Sie war zuletzt im November 2023 in Shengal. Zum Bildungs-Projekt der Kurdistanhilfe im Camp al Hol gibt es hier Informationen. Zur Geschichte von Leonora, die sich mit 15 Jahren aus einem Dorf in Sachsen-Anhalt dem IS anschloss, gibt es eine Doku der ARD. Die mobile Klinik in Shengal von medico international schweiz. Redaktionelle Anmerkung: Wir haben die Schreibweise „Shingal“ im Nachhinein ergänzt. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social, Twitter: jan_vanaken). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #16: Waffenexporte außer Kontrolle14.06., 10:5514.06.2024, 10:5500:49:46
Borussia Dortmund hat einen neuen Sponsor: Rheinmetall, die Rüstungsfirma, die auf einer Waffenmesse auch gern mal eine Laserkanone damit bewirbt, dass sie billiger tötet („Low cost to kill“). Und ganz aktuell hat ein Berliner Verwaltungsgericht über mögliche Waffenexporte nach Israel geurteilt. Für uns zwei Anlässe, uns den Alltag der deutschen Waffenexporte genauer anzuschauen und zu fragen, warum eigentlich fast jede Waffe aus Deutschland in fast jedes Land geliefert werden darf, ob nun Kriegs- und Krisengebiet oder nicht. Wir sprechen mit Jurist:innen über aktuelle Klagen gegen Waffenexporte nach Saudi-Arabien und Israel und machen ein paar sehr konkrete Vorschläge, wie das Geschäft mit dem Tod endlich mal gestoppt werden könnte. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit: Annabell Brüggemann ist Juristin und arbeitet beim ECCHR im Programmbereich Wirtschaft und Menschenrechte. Alexander Schwarz ist auch Jurist beim ECCHR und ist dort stellvertretender Leiter des Programmbereichs Völkerstraftaten. Ein Mitarbeiter der jemenitischen Menschenrechtsorganisation MWATANA, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden möchte. Weitere Infos: Die Broschüre der RLS zu Waffenexporten gibt es hier. Die Zusammenfassung des Heckler&Koch-Prozesses mit dem legendären Zitat des BMWi-Referatsleiters. Das Video zu Waffenexporten von der LINKEN-Bundestagsfraktion ist hier zu sehen. Der Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zu Waffenexporten nach Israel ist hier. Das ECCHR hat hier noch Hintergrundinformationen über die beiden Fälle zu Jemen und Israel zusammengestellt: Die tödliche Normalität von Rüstungsgeschäften Keine deutschen Waffen nach Israel Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social, Twitter: jan.aken). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #15: Wie realistisch ist ein Krieg zwischen China und Taiwan?21.05., 06:0021.05.2024, 06:0000:48:06
Regelmäßig hören wir von Luftraumverletzungen, Manöver und politischen Provokationen. Aber würde China die kleine Insel ernsthaft überfallen wollen? Dieser Frage nähern wir uns von zwei Seiten, mit einem Blick auf die Konkurrenz zwischen den beiden Supermächten, China und den USA, und auf den direkten Konflikt zwischen Taiwan und China. Darunter liegen sehr sensible Identitäts- und Nationalitätsfragen. Eine ganz besondere Rolle spielen Micro-Chips – vielleicht sogar als die etwas anderen Friedensengel. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit: Felix Lee arbeitet seit vielen Jahren als Journalist in Deutschland, unter anderem auch als China-Korrespondent für taz oder Funke Mediengruppe. Heute arbeitet er für den Informationsdienst China.Table. Stephan Thome lebt seit vielen Jahren in Taiwan und ist in Deutschland als Schriftsteller („Gott der Barbaren“, „Grenzgang“) bekannt. Mechtild Leutner war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Sinologie an der Freien Universtität Berlin. Canan Kus arbeitet im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Peking. Hier geht es zur Vorankündigung von Stephan Thomes Buch „Schmales Gewässer, gefährliche Strömung“ im Suhrkamp-Verlag. Die Micro-Chip-Folge des Podcasts „Wohlstand für Alle“. Der erwähnte Artikel im nd «China, Taiwan, USA: Ein schwieriges Dreiecksverhältnis» von Linda und Jan. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #14: Enorme Militärausgaben: Perspektiven für die Abrüstung22.04., 06:0022.04.2024, 06:0000:56:27
Die Militärausgaben weltweit sind so hoch wie nie, wir befinden uns in einem neuen Wettrüsten. Dazu liefert euch dis:arm heute hochaktuelle Zahlen zur militärischen Aufrüstung druckfrisch auf die Ohren: Wir schauen uns die globalen Ausgaben im letzten Jahr genauer an, die heute von den Friedensforscher:innen bei SIPRI veröffentlicht wurden. Bei so viel Aufrüstung braucht es aber Perspektiven: Deshalb sprechen wir im zweiten Teil über die notwendige Abrüstung. Wie hat das damals im Kalten Krieg eigentlich funktioniert? Wo sind die Grenzen der Abrüstung? Und was können wir eigentlich tun, um der Abrüstung neuen Schwung zu verleihen? Dafür lassen wir uns ermutigen von den großen Erfolgen der historischen Kampagnen zum Verbot der Landminen und der Atomwaffen. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit: Anne Jung von medico international; sie hat dort viele Jahre die Landminen-Kampagne geleitet. Florian Eblenkamp, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland und Advocacy Officer bei ICAN International. Der SIPRI-Bericht zu den globalen Militärausgaben 2023 findet sich hier. Auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung präsentieren wir Zahlen und Grafiken zu den Trends der globalen Militärausgaben und eine Kurzanalyse der SIPRI-Zahlen zu 2023: Droht ein neues Wettrüsten? Abrüstung in der Krise? Warum nur eine Bewegung von unten neuen Schwung in die Abrüstung bringen kann. Das Dossier „Die Waffen Nieder!“ der RLS: Dort finden sich auch die verschiedenen angesprochenen Publikationen zu Krieg & Frieden. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Bluesky: @vanaken.bsky.social). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #13: Internationale Gerichte15.03., 10:0915.03.2024, 10:0900:45:37
Keine Straflosigkeit für Niemand! Aktuell machen internationale Gerichte wieder Schlagzeilen. Südafrika klagt Israel vor dem Internationalen Gerichtshof. Der Vorwurf lautet: möglicher Genozid in Gaza. Auch die Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober haben sich an den Internationalen Strafgerichtshof gewendet, in der Hoffnung, dass die Hamas-Führer nicht straflos davonkommen. Wir schauen uns diese beiden Fälle an und nehmen sie zum Anlass, die Internationale Gerichtsbarkeit ein wenig zu beleuchten. Was kann sie und was kann sie nicht? Und wir fragen uns, was eigentlich Weltgerichtsbarkeit ist. Spoiler: ein großes Wort für eine wirklich kluge Sache. Unsere Gesprächspartnerinnen in dieser Folge: Andreas Schüller arbeitet seit 2009 beim ECCHR („European Center for Constitutional and Human Rights) in Berlin und leitet dort den Bereich Völkerstraftaten. Usche Merk arbeitet seit 1995 bei medico international in Frankfurt und betreut dort internationale Projekte, unter anderem in Südafrika. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Insta: jan.aken, Bluesky: @vanaken.bsky.social). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter. Das Interview von medico mit Andreas Schüller zum Südafrika-Verfahren vor dem IGH. Der Beitrag von Usche Merk zur Motivation von Südafrika für die Klage vor dem Internationalen Gerichtshof. Das Al-Khatib-Verfahren in Koblenz hat das ECCHR hier gut zusammengefasst. Interview über die Klage Südafrikas gegen Israel und die Bedeutung für afrikanische Staaten mit Henning Melber.
- dis:arm #12: Zwei Jahre Krieg, zwei Jahre feministischer Widerstand22.02., 13:4922.02.2024, 13:4900:48:07
Mit zwei Frauen aus Russland und der Ukraine wagen wir einen feministischen Blick auf das Leben im Krieg, auf das Erstarken der alten Rollenmuster, auf die soziale Situation in der Ukraine und in Russland. Und auf den Widerstand in Russland, der vor allem ein weiblicher ist, soweit er angesichts der Repression überhaupt noch möglich ist. „Women voices are always in the shadow“ sagt Nina Potarksa aus der Ukraine. Wir versuchen, ihre Stimmen ein wenig ans Licht der Öffentlichkeit zu holen. Unsere Gesprächspartnerinnen in dieser Folge: Nina Potarska ist Ukrainerin und lebt zur Zeit zwischen Kiew und Ottawa. Sie arbeitet seit 2017 für WILPF, die Women’s International League for Peace and Freedom und sie leitet das Center for Social and Labour Research, eine NGO in Kiew. Lüba Zakharov ist in Russland aufgewachsen und lebt jetzt in Deutschland. Sie ist seit der umfassenden russischen Invasion in der Ukraine in der Feminist Anti-War Resistance organisiert. Lüba findet ihr auf Instagram und Facebook. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Insta: jan.aken, Bluesky: @vanaken.bsky.social). dis:arm ist der Friedenspodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org WILPF findet ihr hier. Feminist Antiwar Resistance ist hier online (russisch) und das linke Newsportal aus Russland DOXA hier (auch russisch). Das angesprochene Buch von Felix Jaitner ("Russland: Ende einer Weltmacht") ist frisch im VSA-Verlag erschienen und gibt es als Download. Seine Studie zum gleichen Thema ist seit einigen Tagen auch online. Alle Infos zum dis:arm-Podcast findet ihr auf www.rosalux.de/disarm Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.
- dis:arm #11: Wer sind die Huthis im Jemen?06.02., 16:3506.02.2024, 16:3500:34:55
Und warum greifen sie Schiffe im Roten Meer an? Folge 11 des Friedenspodcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Linda Peikert und Jan van Aken Viele reiben sich verwundert die Augen: Da schafft es eine kleine Gruppe im Jemen, die internationale Schifffahrt extrem zu treffen. Die USA greifen sie massiv an – und sie machen einfach weiter. Wir schauen uns in dieser Folge an, wer die Huthis eigentlich sind und warum sie gerade diese Angriffe im Roten Meer durchführen. Dahinter steht offenbar gar nicht so sehr der Iran, sondern knallharte Machtüberlegungen und der Kampf um viel, sehr viel Geld. Die Huthis sind gerade dabei, den jemenitischen Bürgerkrieg auf der ganzen Linie für sich zu entscheiden. Und wir zeigen auch, warum der geplante Bundeswehreinsatz mit einer Fregatte im Roten Meer kompletter Unsinn ist. Gesprochen haben wir in dieser Folge mit unserer Kollegin Hana Pfennig, die jemenitische Wurzeln hat und aktuell in der Öffentlichkeitsabteilung der Rosa-Luxemburg-Stiftung arbeitet. Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Insta: jan.aken, Bluesky: @vanaken.bsky.social). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Interview mit Dr. Oliver Wils über die Rolle der Huthis im Palästinakonflikt Das Zitat von der Bundeszentrale für Politische Bildung finde sich in dieser kleinen Geschichte des Jemen. Die Karte von ACLED mit einer Übersicht dazu, welche Gebiete gerade im Jemen von welcher Gruppe kontrolliert werden
- dis:arm #10: Die Kriege der Türkei und der «goldene Apfel»18.01., 14:0418.01.2024, 14:0400:49:41
Folge 10 des Friedenspodcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Linda Peikert und Jan van Aken Die türkische Regierung ist aktiv in mehrere Kriege verwickelt, im Norden Syriens und Irak aber auch in Armenien oder Libyen. Wir gehen in dieser Folge der Frage nach, worin die aggressive Außenpolitik der heutigen Türkei begründet ist. Welche Rolle spielen die Bezüge auf das historische Osmanische Reich? Wie lässt sich der Spagat der Türkei erklären, die Mitglied der NATO ist und sich gleichzeitig über eine massive anti-westliche Propaganda profiliert? Spoiler: Es ist alles deutlich komplexer, als wir uns das immer so gedacht hatten… Ein spannender Ritt durch wirtschaftliche Interessen, historische Bezüge und regionale Machtpolitik. Unsere Gesprächspartnerinnen in dieser Folge: Rosa Burç ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin und eine der profiliertes Kennerinnen der türkischen Außenpolitik. Ruken Ahmed ist Sprecherin der demokratischen Frauenorganisation Kongra-Star in Nordostsyrien (Rojava). Margarete Wohan ist Redakteurin bei Deutschlandfunk Kultur und hat sich zuletzt intensiv mit Armenien befasst. Sehr hörenswert ist ihr Beitrag zum «Ende der Republik Bergkarabach». Wir, das sind Linda Peikert (Twitter/Insta/Bluesky: lindapeikert) und Jan van Aken (Insta: jan.aken, Bluesky: @vanaken.bsky.social). Feedback, Lob und Kritik erreichen uns unter disarm@rosalux.org. Das angesprochene Video mit Daphne Weber und Jan van Aken zu linker Sicherheitspolitik findet sich hier: youtube.com/watch?v=X2fQ7G7X898