
Bela Bartok: 3. Klavierkonzert - sanftes Vermächtnis
Beschreibung der Episode
Béla Bartók weiß, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Im New Yorker Exil schreibt er für seine Frau sein 3. Klavierkonzert – und hinterlässt keine düstere Abschiedsmusik, sondern ein Werk voller Witz, Wärme und Hoffnung.
Béla Bartók ist schwer krank, lebt fern von seiner ungarischen Heimat und kämpft mit Geldsorgen. Trotzdem klingt sein 3. Klavierkonzert erstaunlich hell. Er schreibt es 1945 für seine Frau Ditta: ein Werk, mit dem sie nach seinem Tod auftreten und ihren Lebensunterhalt verdienen kann. Aber Bartók liefert keine gefällige Gebrauchsmusik. Aus einer winzigen rhythmischen Idee wächst ein erster Satz voller Witz und ungarischer Farben. Im „Adagio religioso“ wird es persönlicher: Bartók erinnert an Beethovens „Heiligen Dankgesang“, lässt das Klavier zuerst einsam singen – und führt es dann mit dem Orchester zusammen. Nur die letzten 17 Takte kann er selbst nicht mehr instrumentieren ...
Wenn dir die Musik von Béla Bartók gefällt, solltest du unbedingt auch sein „Konzert für Orchester“ hören – oder Beethovens Streichquartett op. 132: Dessen „Heiligen Dankgesang eines Genesenen“ klingt im zweiten Satz von Bartóks Konzert nach. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.
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In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 3, Sz. 119
Philippe Entremont, Klavier
New York Philharmonic
Leonard Bernstein, Leitung
(CBS / Sony Classical)
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Team hinter dieser Folge:
Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR