Wandel mit Wirkung

#156 - Felix Oldenburg - Klima, ist es ok ein Ars...loch zu sein?

31.03., 00:0000:53:19
Beschreibung der Episode

In dieser Folge meines Podcasts spreche ich mit Felix Oldenburg über eine provokante Frage: Warum fließt eigentlich so wenig Geld in Lösungen für den Klimawandel, obwohl unsere Gesellschaft so reich ist? Felix bringt eine überraschende Perspektive mit: Deutschland befindet sich wirtschaftlich in einem historischen Wohlstandsmoment. Jedes Jahr werden rund 400 Milliarden Euro vererbt, mehr als jemals zuvor. Und trotzdem entsteht gesellschaftlich oft das Gefühl, dass für Klimaschutz oder gesellschaftliche Transformation kein Geld vorhanden ist.

Im Gespräch wird deutlich, dass das Problem weniger im fehlenden Geld liegt, sondern vielmehr in den Strukturen, Regeln und kulturellen Narrativen rund um Vermögen. Felix beschreibt drei zentrale »Fesseln des Wohlstands«:

  • Ein großer Teil des Vermögens ist vererbtes Geld, das psychologisch als »Geld der nächsten Generation« wahrgenommen wird und deshalb nicht frei eingesetzt wird.
  • Vermögen ist häufig vertraglich oder institutionell gebunden, etwa durch Vermögensverwalter oder komplexe Familienstrukturen.
  • Stiftungen, die eigentlich gesellschaftlichen Nutzen schaffen sollten, binden Kapital oft langfristig und lassen nur kleine Teile der Erträge für gute Zwecke frei.

 

Wir sprechen auch darüber, warum gesellschaftliche Debatten über Reichtum häufig so konfrontativ sind, dass sie Engagement eher bremsen als fördern. Gleichzeitig diskutieren wir mögliche Lösungen: bessere Rahmenbedingungen für Impact Investing, eine Reform des Stiftungsrechts und neue digitale Instrumente, die Philanthropie einfacher und zugänglicher machen.

 

Meine Takeaways

  • 1. Geld ist nicht das eigentliche Problem. Deutschland ist so reich wie nie zuvor – aber große Teile des Vermögens sind strukturell gebunden oder kulturell blockiert.
  • 2. Die Regeln rund um Vermögen entscheiden darüber, was möglich ist. Stiftungsrecht, Vermögensstrukturen und Finanzprodukte bestimmen, ob Kapital tatsächlich für gesellschaftliche Lösungen mobilisiert werden kann.
  • 3. Die Zukunft hängt stärker von individuellem Engagement ab. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass Politik oder Institutionen automatisch Lösungen liefern. Immer mehr Menschen werden selbst aktiv – durch Spenden, Impact Investing oder gesellschaftliches Engagement.

 

Kapitel

03:00 – Die wahren Kosten des Nichtstuns

06:50 – Die »Fesseln des Wohlstands«

12:20 – Wann ist eigentlich »genug«?

15:30 – Reichtum, Moral und öffentliche Debatten

17:10 – Klimawandel, soziale Konflikte und Demokratie

19:00 – Steuerpolitik und große Vermögen

22:00 – Stiftung oder Steuersparmodell?

26:40 – Geld fürs Klima: Welche Anreize funktionieren wirklich?

31:30 – Die fehlende Mitte der Philanthropie

34:30 – Nachhaltigkeit im Rückwärtsgang?

36:00 – Kommt der »Backlash der Guten«?

38:15 – Warum jeder Einzelne heute mehr Einfluss hat als je zuvor

40:00 – Demokratie, Krisen und gesellschaftliche Verantwortung

44:10 – Schlußfragen

 

Empfehlungen

https://bcause.com/media

https://www.urgewald.org/

https://bcause.com/orgs/urgewald

https://bcause.com/orgs/germanzero

Buchempfehlung: https://www.ullstein.de/werke/der-gefesselte-wohlstand/hardcover/9783430212014

TedTalk: https://www.youtube.com/watch?v=zdYnTHIVL48

 

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Felix Oldenburg

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Wandel mit Wirkung

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Hinweis:

Diese Shownotes wurden mit KI-Unterstützung auf Basis des Gesprächs erstellt und von mir redaktionell geprüft und verantwortet.