
Episoden
471- Entführung, Geheimdienste, Millionen – der Fall Block (m. Christopher Piltz)08.10., 00:0108.10.2026, 00:0100:57:16
.tmi - too much information mit Thilo Mischke In der heutigen Folge spricht Thilo mit dem SPIEGEL-Journalisten Christopher Piltz über den Fall Block. Christopher Piltz verfolgt den Prozess gegen Christina Block seit anderthalb Jahren für den SPIEGEL – direkt aus dem Gerichtssaal. Gemeinsam mit einem Kollegen begleitet er den Fall außerdem in seinem Podcast „Der Fall Block“. Im Gespräch erklärt Christopher, was in der Silvesternacht 2023/24 passiert ist, wie die Kinder von Christina Block nach Deutschland gebracht wurden und welche Rolle private Sicherheitsfirmen, ehemalige Geheimdienstmitarbeiter und ein internationales Netzwerk dabei gespielt haben. Doch der Fall ist längst größer als die Entführung der Kinder. Es geht um einen eskalierenden Familienkonflikt, viel Geld, private Sicherheitsdienste und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn sie glauben, im Recht zu sein. Und während der Prozess weiterläuft, kommt immer wieder Neues ans Licht – zuletzt die Verhaftung des ehemaligen BND-Präsidenten August Hanning. Was steckt hinter den Verbindungen? Und was könnte in diesem Fall noch ans Licht kommen? Ein Gespräch über einen Fall, der immer neue Fragen aufwirft.
- Buchklub: Die Zweitgrößte Liebe von Ruth Maria Thomas03.10., 00:0103.10.2026, 00:0101:01:53
.tmi - too much information mit Thilo Mischke Heute gibt es wieder neuen Buchclub! Wie gewohnt mit Thilo, Coco und Luca – und dieses Mal sprechen wir über ein echtes Hype-Buch: „Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth Maria Thomas. Das Buch war wochenlang auf der Bestsellerliste und an ihm kam man in den letzten Monaten eigentlich kaum vorbei. Zum Plot: Michelle und Henry kommen aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten: Sie ist in eher ärmlichen Verhältnissen in Ostdeutschland aufgewachsen, er stammt aus einer wohlhabenden westdeutschen Familie. Als die beiden sich verlieben, wird schnell klar: Geld, Herkunft und soziale Sicherheit sind in einer Liebesbeziehung nicht einfach wegzudenken. Wir sprechen darüber, wie viel Geld mit Liebe zu tun hat, ob eine Beziehung zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Klassen auf Augenhöhe funktionieren kann und warum die Perspektive, aus der man ein Buch liest, dabei eine so große Rolle spielt. Und natürlich stellen wir uns die große Frage: Kann Liebe soziale Unterschiede wirklich überwinden? Außerdem geht es um die Bedeutung des Titels, um die Frage, warum diese Liebe vielleicht gerade deshalb die „zweitgrößte“ ist – und darum, was Sicherheit, Unabhängigkeit und Zukunftsängste mit einer Beziehung machen. Buchclub geht in die nächste Runde! 📖 Nächste Woche könnt ihr natürlich wieder abstimmen, welches Buch wir im Oktober gemeinsam lesen.
- Der Strandkorb-Effekt: Wie die CDU den Kampf um Social Media verliert (m. Steffen Haug)01.10., 00:0101.10.2026, 00:0100:55:15
.tmi - too much information mit Thilo Mischke Thilo spricht mit dem Journalisten Steffen Haug über die zweite Staffel von „Inside CDU“ und die öffentliche Resonanz auf die Doku. Im Gespräch geht es darum, wie ein zurückgeschickter Strandkorb im Zusammenhang mit Philipp Amthor zum prägnanten Bild für die Debatte wurde – und wie Ausschnitte und Reaktionen in sozialen Medien die Wahrnehmung einer politischen Dokumentation prägen können. Haug ordnet die Kommunikationsstrategien der CDU im Umgang mit der AfD ein. Er spricht über die Ansätze, die AfD durch Regierungshandeln zurückzudrängen oder ihr inhaltlich zu begegnen, und darüber, warum er beide im Wahljahr als nicht erfolgreich bewertet. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang der CDU mit sozialen Medien: Die Partei sei dort inzwischen stärker präsent, müsse aber laut Haug noch an Know-how, Timing und Authentizität arbeiten. Außerdem geht es um die unterschiedlichen politischen Bedingungen in Ost- und Westdeutschland, um innerparteiliche Debatten über mögliche Kooperationen und um jüngere CDU-Akteure. Zum Ende des Gesprächs spricht Haug über den Zugang zu Friedrich Merz während der Dreharbeiten, die Rolle von Hauptstadtjournalismus und sein Verständnis journalistischer Arbeit.
- Was bedeuten die Debatten zur Linkspartei? (mit M. Lautwein)24.09., 18:4924.09.2026, 18:4900:49:58
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Thilo spricht in dieser Folge mit Martin Lautwein – den ihr schon öfter bei uns im Podcast gehört habt. Gemeinsam ordnen die beiden die aktuelle politische Lage ein. Dabei geht es vor allem um die Berliner Linke, ihren Wahlerfolg und die Debatten, die sich daran anschließen. Und weil es um politische Einordnung geht, geht es in dieser Folge ausdrücklich auch viel um Meinung und unterschiedliche Bewertungen. Die beiden sprechen über Antisemitismus und Israelkritik, den Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung der Berliner Linken, Gaza und die deutsche Staatsräson. Außerdem geht es um die Frage, wo die Grenze zwischen legitimer Kritik an Israel und Antisemitismus verläuft. Zum Schluss geht es um den Linken-Politiker Ferat Koçak und seine Kontakte zum Umfeld der Remmo-Familie – und um die Frage, wie Parteien mit Kritik aus den eigenen Reihen umgehen sollten. Eine Folge über die Berliner Politik nach der Wahl, aber vor allem auch über unterschiedliche politische Perspektiven und Bewertungen.
- Wer kontrolliert eigentlich die KI? (m. Khesrau Behroz)17.09., 00:0117.09.2026, 00:0100:44:50
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Heute spricht Thilo mit dem Journalisten und Podcaster Keshrau Behroz über eine Frage, die gerade ziemlich unheimlich wird: Wie mächtig sind künstliche Intelligenzen eigentlich schon – und wer kontrolliert sie? Khesrau hat mit „I’m Sorry Dave“ einen neuen Podcast gestartet, der sich genau damit beschäftigt. Im Gespräch erzählt er von einem KI-Experiment, bei dem autonome KI-Agenten aus einer eigentlich abgeschotteten Testumgebung ausbrachen, sich untereinander organisierten und schließlich eigenständig einen Hackerangriff ausführten. Was bedeutet es, wenn KI nicht mehr nur auf unsere Befehle reagiert, sondern selbst Entscheidungen trifft? Thilo und Khesrau sprechen darüber, ob wir gerade einen technologischen Umbruch erleben, der schneller ist als unsere Gesellschaft und Politik hinterherkommen können. Wann muss KI reguliert werden? Wer soll das überhaupt tun? Und was passiert, wenn Deutschland und Europa bei diesen Entscheidungen nicht mit am Tisch sitzen? Und dann wird es persönlich: Warum fühlt sich die Kommunikation mit KI manchmal fast wie eine Beziehung an? Warum lassen wir uns so leicht von ihrer Freundlichkeit und vermeintlichen Empathie einfangen? Und wenn KI uns immer mehr Arbeit abnimmt – was machen wir eigentlich mit der ganzen gewonnenen Zeit? Eine Folge über technologische Faszination, Kontrollverlust, Regulierung und die ziemlich große Frage: Wie viel Autonomie wollen wir eigentlich an Maschinen abgeben?
- Sachsen-Anhalt und die AfD: Bricht die Brandmauer? (m. Alexander Prinz)10.09., 00:0110.09.2026, 00:0100:54:58
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke In dieser Folge sprechen Thilo Mischke und Alexander Prinz über die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt, den Wahlerfolg der AfD und die Frage, warum traditionelle Parteien Teile ihrer früheren Wählerschaft nicht mehr erreichen. Dabei geht es um den Verlust sozialer Bindungen, politische Orientierungslosigkeit und ein schwindendes Gefühl gesellschaftlicher Teilhabe. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation der AfD. Thilo und Alexander diskutieren, wie die Partei Social Media früh als dauerhafte Infrastruktur für Mobilisierung und Sichtbarkeit genutzt hat – während andere Parteien digitale Reichweite lange unterschätzten. Welche Rolle spielen Wiedererkennbarkeit, persönliche Präsenz und Authentizität, wenn politische Inhalte zunehmend über Personen und Alltagssprache vermittelt werden? Außerdem geht es um die sogenannte Brandmauer, die Gefahr einer Normalisierung rechtsextremer und autoritärer Positionen sowie um die unterschiedlichen Motive von AfD-Wählerinnen und -Wählern. Zum Schluss sprechen die beiden darüber, wie stark politische Wirkung heute von Auftreten, Sprache und persönlichem Eindruck abhängt – und was etablierte Parteien daraus für ihre Kommunikation lernen müssen.
- Buchklub: Unsere Bücher des Sommers – und was ihr jetzt unbedingt lesen solltet!05.09., 00:0105.09.2026, 00:0101:06:31
Alles Muss raus - mit Thilo Mischke Der Sommer neigt sich dem Ende zu, der Herbst steht vor der Tür – und wir nehmen das zum Anlass, noch einmal auf unseren Lesesommer zurückzublicken. Luca, Thilo und Coco sprechen über die Bücher, die sie in den vergangenen Monaten gelesen haben, über große Überraschungen, persönliche Highlights und Bücher, die sie so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Mit dabei: Anton und Alma von Dana Vowinckel, Fiasco von Tony Tulathimutte oder das neue Buch von Caroline Wahl, – und natürlich jede Menge Gedanken dazu, was ein gutes Buch eigentlich ausmacht. Außerdem klären wir die große Frage: Muss Literatur eigentlich „hochliterarisch“ sein, um gut zu sein? Oder gilt am Ende einfach: Bücher sind cool. Lesen ist cool. Und weil wir uns natürlich nicht nur einigen können, gibt es auch unsere persönlichen Kategorien: Sommer-Highlight, das Buch, das im Kopf bleibt – und der Flop des Sommers. Und was kommt als Nächstes? Ende September geht es dann endlich um unser nächstes Buchklub-Buch: Ruth Maria Thomas’ „Die zweitgrößte Liebe“. Bis dahin freuen wir uns sehr auf eure Meinungen, Gedanken und Empfehlungen – schreibt uns gern auf Instagram oder über Patreon. Wir freuen uns auf euch! <3
- Ankündigung: Aus „Alles muss raus“ wird .tmi03.09., 22:3603.09.2026, 22:3600:20:08
.tmi - too much information mit Thilo Mischke Aus „Alles muss raus“ wird .tmi. In dieser Sonderfolge sprechen Thilo, Jelle, Luca und Marlon darüber, was hinter dem neuen Namen steckt, was sich verändern wird – und was genauso bleibt, wie ihr es kennt. Unter .tmi wollen wir künftig all das zusammenbringen, was bisher auf verschiedenen Kanälen und Plattformen stattgefunden hat. Der Podcast bleibt das Herzstück, ergänzt durch Videopodcasts, Reportagen, Social-Media-Formate und den .tmi Buchclub. Dabei geht es nicht darum, jede Schlagzeile abzubilden, sondern die Geschichten zu erzählen, die dahinter beginnen. Außerdem geben wir Einblicke in unsere redaktionellen Pläne, sprechen über kommende Recherchen und erklären, warum das Team hinter .tmi künftig sichtbarer werden soll. Vieles ist bereits entschieden, anderes befindet sich noch im Experimentierstadium – und genau dabei möchten wir euch mitnehmen.
- „Der Osten ist wie eine Sondermülldeponie für schlechte Gefühle in Deutschland.“ (m. Wiebke Hollersen)03.09., 00:0103.09.2026, 00:0100:46:49
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen deutlich vorn. Doch reichen rund 40 Prozent tatsächlich für eine Regierungsmehrheit – und könnte Ulrich Siegmund Ministerpräsident werden? Thilo Mischke spricht mit der Journalistin Wiebke über mögliche Koalitionen, die Fünfprozenthürde und das schwierige Verhältnis der CDU zu AfD und Linkspartei. Außerdem geht es um die Medienstrategie der AfD, den Umgang mit rechtsextremen Akteuren und die Frage, ob die bundesweite Aufmerksamkeit der Bedeutung dieser Wahl gerecht wird. Warum wird Ostdeutschland vor Wahlen immer wieder zur Projektionsfläche? Berichten Medien ausreichend über den Alltag und die politischen Probleme vor Ort? Und was müssen die demokratischen Parteien verändern, wenn sie Menschen auch außerhalb von Wahlkämpfen erreichen wollen? Am Wahlsonntag begleiten Thilo und Wiebke die Ergebnisse ab 17:30 Uhr live auf Instagram und Patreon. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus" werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
- "Du bist den Leuten nicht so wichtig, wie du denkst" (m. Ricarda Lang)27.08., 00:0127.08.2026, 00:0101:22:53
Alles Muss raus - mit Thilo Mischke Ricarda Lang geht eigentlich nie ohne Kopfhörer laufen – und ohne feste Meinung erst recht nicht. Für diese Folge macht sie beide Ausnahmen: ein lockerer Lauf durch Berlin, dazu ein Gespräch, das bei Strava-Scham beginnt und bei der Frage endet, ob man Menschen verzeihen kann, die einen für das eigene Parteibuch hassen. Die Ex-Grünen-Vorsitzende erzählt, wie sie erst mit Anfang 30 zum Laufen kam – nach einer Schulzeit, die ihr das Gefühl gab, für Sport nicht gemacht zu sein – und warum genau dieses späte Anfangen sie gelassener gegenüber Körperscham und Fitnessstudio-Angst gemacht hat. Von dort aus wird es politisch: über toxische Männlichkeit und „Looksmaxxing", die Frage, warum junge Männer nach rechts abwandern, den Unterschied zwischen Wählern und Mandatsträgern der AfD, das Trauma des Ost-West-Arbeitsplatzverlusts nach der Wende – und darüber, warum sie sich bewusst dafür entschieden hat, niemanden im Aufzug zu ignorieren, aber trotzdem klare Grenzen zu ziehen. Dazwischen: Vermögenssteuer, Kompetenzsimulation, ihr Rücktritt vom Parteivorsitz, ein Bekenntnis zu Herr der Ringe – und der Traum von einem Halbmarathon durchs Auenland.
- "Wir haben es verlernt, nah bei den Menschen zu sein" (m. Ministerpräsident Sven Schulze)20.08., 12:0020.08.2026, 12:0000:38:18
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Warum erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt so viele Menschen – und weshalb gelingt das den etablierten Parteien immer weniger? Auf seiner Reise durch Sachsen-Anhalt trifft Thilo Mischke den CDU-Politiker und Ministerpräsidenten Sven Schulze. Im Gespräch geht es um verlorenes Vertrauen, politische Versäumnisse und die Frage, ob die CDU zu lange an einem Wahlkampf aus einer anderen Zeit festgehalten hat. Schulze räumt ein, dass seine Partei wieder näher an die Menschen heranrücken muss – auch dort, wo Gespräche unbequem werden und keine einfachen Lösungen existieren. Die beiden sprechen über den Einfluss sozialer Medien, die emotionale Strategie der AfD und einen Wahlkampf zwischen realistischen Versprechen und zugespitzten Botschaften. Kann Sachpolitik gegen Angst, Wut und Zukunftsunsicherheit bestehen? Braucht die CDU eine neue Identität? Und wie will Schulze verhindern, dass Sachsen-Anhalt zum politischen Experimentierfeld für AfD und BSW wird? Ein Gespräch über die Zukunft Ostdeutschlands, die Grenzen politischer Kommunikation und die entscheidende Frage: Wie lässt sich verlorenes Vertrauen zurückgewinnen? Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus" werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
- „Ich habe selber mal AfD gewählt" (m. Hannes Kreschel)19.08., 18:0019.08.2026, 18:0000:48:42
Alles Muss raus - mit Thilo Mischke Thilo spricht in dieser Folge mit Hannes Kreschel - er ist aufgewachsen in Sachsen-Anhalt und politischer Content Creator. Mit seinen Videos und Gesprächen setzt er sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Dafür geht er unter anderem auf Demonstrationen und AfD-Veranstaltungen, spricht mit den Menschen vor Ort und konfrontiert sie mit ihren Aussagen. Im Gespräch geht es um Ostdeutschland, politische Identität und die Frage, warum die AfD gerade dort so erfolgreich ist. Hannes erzählt auch von seiner eigenen politischen Entwicklung: Mit 16 wählte er die AfD aus Protest – später führten Gespräche und neue Perspektiven dazu, dass er seine Haltung änderte. Außerdem sprechen Thilo und Hannes über TikTok, Instagram und YouTube, über die Grenzen zwischen Journalismus und Aktivismus und darüber, wie man Menschen erreicht, die sich bisher kaum für Politik interessieren. Eine Folge über Sachsen-Anhalt, Social Media, politische Kommunikation und die Frage, wie demokratischer Diskurs heute funktionieren kann. Hast du Fragen, Feedback oder Anmerkungen? Schreib uns eine Nachricht an amr@pqpp2.de oder auf Instagram: https://www.instagram.com/allesmussraus_podcast/ und wenn du möchtest unterstütze unsere Arbeit auf Patreon: https://www.patreon.com/c/AllesMussRaus?l=de Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/allesmussrauspodcast Du möchtest in „Alles Muss Raus" werben? Dann hier* entlang: https://podstars.de/kontakt/?utm_source=podcast&utm_campaign=shownotes_alles-muss-raus
- Sachsen-Anhalt - das Experimentierlabor der AfD (m. Der Dunkle Parabelritter)18.08., 18:0018.08.2026, 18:0000:50:39
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt tatsächlich an die Macht kommt – und was kann der Rest Deutschlands daraus lernen? Am letzten Tag seiner Reise trifft Thilo Mischke Alexander Prinz, bekannt als „Der Dunkle Parabelritter“. Er lebt in Sachsen-Anhalt, beschäftigt sich seit Jahren mit ostdeutscher Identität und politischer Radikalisierung und beobachtet den Aufstieg der AfD aus nächster Nähe. Die beiden sprechen über ein Bundesland, auf das kurz vor der Landtagswahl plötzlich wieder ganz Deutschland schaut. Warum ist die AfD gerade im ländlichen Raum so stark? Welche Rolle spielen wirtschaftlicher Strukturwandel, die Erfahrungen der Nachwendezeit und das Gefühl fehlender Perspektiven? Und warum wollen gleichzeitig so viele Menschen auf keinen Fall ihre Heimat verlassen? Alexander befürchtet, Sachsen-Anhalt könnte zum „Experimentierlabor“ für die AfD werden: ein Ort, an dem sich erstmals zeigen könnte, was passiert, wenn die Partei tatsächlich politische Verantwortung übernimmt. Was würde das für Bildung, Medien und Pressefreiheit bedeuten? Und wäre ein solches Experiment eine Warnung für den Rest Deutschlands – oder der Beginn einer Entwicklung, die sich anschließend kaum noch aufhalten lässt? Doch es geht auch um die Verantwortung von Medien. Haben Journalistinnen und Journalisten zu einem Bild vom Osten beigetragen, das Sachsen-Anhalt auf AfD, Rechtsextremismus und Frust reduziert? Alexander beschreibt, wie sich seine eigene ostdeutsche Identität erst ab 2015 stärker entwickelt hat – auch als Reaktion auf die Berichterstattung über Pegida und „den Osten“. Und immer wieder kommen die beiden auf eine Frage zurück: Wie erreicht man Menschen, die sich von Politik und Medien längst verabschiedet haben? Alexander plädiert dafür, AfD-Wähler nicht zu Feinden zu erklären, sondern verstehen zu wollen, woher ihre Wut und Enttäuschung kommen – ohne deshalb ihre politischen Positionen zu übernehmen. Ein Gespräch über AfD und Landtagswahl, Heimat und Nachwendezeit, die Fehler der Medien und darüber, warum Zuhören nicht dasselbe ist wie Zustimmen. Und über die Hoffnung, dass Sachsen-Anhalt nicht nur als politisches Warnsignal gesehen wird, sondern auch als eine Heimat, auf die Menschen stolz sein können.
- Kann eine Katze Sachsen-Anhalt versöhnen? (m. Christoph und Cosimo Sannahcat)17.08., 18:0017.08.2026, 18:0000:26:01
Alles Mus Raus - mit Thilo Mischke Was erzählt eine Katze mit fast 400.000 Instagram-Followern über die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt? Mehr, als man zunächst denken würde. Thilo Mischke trifft Christoph und seinen Kater Cosimo in Lutherstadt Wittenberg. Cosimo ist eine Savannah-Katze, fährt auf Christophs Schulter Fahrrad und ist in der Stadt längst eine kleine Berühmtheit. Wo die beiden auftauchen, bleiben Menschen stehen, machen Fotos – und freuen sich. Doch Sachsen-Anhalt steht vor der Landtagswahl. Und so wird aus einem Spaziergang mit Katze schnell ein Gespräch über die Stimmung im Land. Christoph hat lange als Gerüstbauer gearbeitet und erzählt von steigenden Preisen, harter Arbeit und dem Gefühl, dass vom eigenen Lohn immer weniger übrig bleibt. Politik sei ständig Thema, meistens verbunden mit Unzufriedenheit. Er selbst geht trotzdem nicht mehr wählen. Ein Grund dafür ist für Christoph das Internet. Er sagt, es falle ihm immer schwerer zu erkennen, welche Informationen wahr und welche falsch sind. Gleichzeitig erlebt er als Content Creator selbst, welche Inhalte soziale Netzwerke belohnen: Ein Video, in dem Cosimo ihn beißen will, erreicht Millionen Menschen. Die liebevoll produzierten Gute-Laune-Videos laufen deutlich schlechter. Was bedeutet das für einen Wahlkampf, der zunehmend auch in sozialen Medien stattfindet? Warum funktionieren Wut, Provokation und Zuspitzung so gut? Und haben manche Parteien diese Mechanismen besser verstanden als andere? Thilo und Christoph sprechen über Nichtwählen und Politikverdrossenheit, über die AfD, die Polarisierung zwischen „links“ und „rechts“ und über den Blick auf Sachsen-Anhalt. Denn während im politischen Diskurs häufig das Bild eines Landes in der Krise entsteht, erlebt Christoph seine Heimat ganz anders: Wittenberg habe sich seit den 90er-Jahren stark verändert, die Stadt sei saniert, es gebe Arbeit und viel, das gut funktioniere. Wie passen diese beiden Bilder zusammen? Und was sagt es über die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wenn jemand unzufrieden mit der Politik ist – aber keiner Partei mehr genug vertraut, um überhaupt wählen zu gehen? Ein Spaziergang durch Wittenberg über Politikfrust, Algorithmen und die Frage, warum eine Katze manchmal leichter Menschen zusammenbringt als Politik.
- Sollte man die AfD mit Humor nehmen? (m. Hendrik Brehmer)16.08., 18:0016.08.2026, 18:0001:04:03
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Thilo Mischke trifft den Comedian Hendrik Brehmer, der aus Sachsen-Anhalt stammt und heute in Berlin lebt. Beim Minigolf sprechen die beiden darüber, warum die AfD gerade im Osten so erfolgreich ist, wie rechte Positionen gesellschaftlich normaler werden und warum die üblichen Erklärungen über „den Osten“ oft zu kurz greifen. Dabei wird das Gespräch schnell persönlich: Brehmer erzählt von seiner Kindheit in Halberstadt, von Mobbing, seiner Familie und davon, dass auch in seinem eigenen Umfeld Menschen AfD wählen. Es geht um die Frage, wie man mit Menschen redet, die man liebt, deren politische Ansichten man aber fundamental ablehnt – und was passiert, wenn man nach Jahren des Streitens irgendwann einfach keine Kraft mehr für dieselben Diskussionen hat. Im Zentrum steht schließlich die Rolle von Humor. Was bringen Witze gegen rechts, wenn darüber vor allem Menschen lachen, die ohnehin derselben Meinung sind? Verstärken politische Jokes auf Social Media womöglich sogar die Polarisierung? Und wie macht man Comedy über Menschen mit rechten Ansichten, ohne ihre Positionen zu verharmlosen – aber auch ohne sie nur als Karikaturen darzustellen? Brehmer beschreibt Humor als Möglichkeit, Schmerz, Widersprüche und die eigene Sozialisation zu verarbeiten. Gleichzeitig stellt er infrage, ob klassische „Jokes gegen rechts“ überhaupt Menschen außerhalb der eigenen politischen Bubble erreichen. Aus dem Gespräch entsteht deshalb eine Idee: Comedy dort auszuprobieren, wo AfD-Wähler tatsächlich im Publikum sitzen. Nicht um ihnen zu erklären, dass sie falsch liegen, sondern um über gemeinsames Lachen vielleicht wieder einen Raum für Zuhören und Selbstreflexion zu schaffen. Ein Gespräch über Sachsen-Anhalt, ostdeutsche Erfahrungen, Familie, politische Bubbles und die Frage: Können wir Menschen wieder erreichen, bevor wir versuchen, sie zu überzeugen?
- Habe ich Matthias Lieschke (AfD) falsch interviewt? (m. Wiebke Hollersen)14.08., 16:0014.08.2026, 16:0000:53:58
Alles Muss raus - mit Thilo Mischke Nach seiner Reise durch Sachsen-Anhalt trifft Thilo Mischke die Journalistin Wiebke Hollersen. Sie hat alle Folgen der Reise gehört – und einiges daran zu kritisieren. Im Zentrum steht Thilos Gespräch mit dem AfD-Politiker Matthias Lieschke. War Thilo zu voreingenommen? Hat er zu sehr versucht, seinen Gesprächspartner mit dessen Partei zu konfrontieren, statt herauszufinden, warum er überhaupt Teil dieser Partei ist? Und was passiert mit einem Interview, wenn ein Politiker von Beginn an spürt, wie der Journalist ihm gegenübersteht? Thilo und Wiebke sprechen offen über journalistische Haltung, Fehler und die Grenzen politischer Interviews. Es geht um die Frage, ob Journalistinnen und Journalisten ihre Gesprächspartner überzeugen oder „entlarven“ wollen sollten – oder ob ihre eigentliche Aufgabe darin besteht, so lange nachzufragen, bis das Publikum selbst verstehen kann, wie ein Mensch denkt. Dabei diskutieren die beiden auch konkrete Fehler und Zuspitzungen aus Thilos Gespräch mit Lieschke: etwa beim Frauenbild der AfD, bei Schwangerschaftsabbrüchen und beim Homeschooling. Wie präzise muss Kritik sein, damit sie funktioniert? Und verliert Journalismus an Glaubwürdigkeit, wenn er Positionen des Gegenübers stärker zuspitzt, als dessen Programm sie tatsächlich formuliert? Anhand eines aktuellen Spiegel-Covers über AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund geht es schließlich um die Medien insgesamt: Was bewirken Schlagzeilen wie „der gefährlichste Mann Deutschlands“? Warnen sie vor politischen Entwicklungen – oder liefern sie Politikern genau das Material, mit dem diese sich gegenüber ihren Anhängern inszenieren können? Und dann ist da noch der Blick auf Sachsen-Anhalt. Warum wird der Erfolg der AfD so häufig als spezifisch ostdeutsches Problem erzählt, obwohl rechtspopulistische Parteien international erfolgreich sind und die AfD auch im Westen Deutschlands hohe Ergebnisse erzielt? Welche Rolle spielen soziale und demografische Strukturen – und was übersehen wir, wenn wir politische Entwicklungen vor allem mit „dem Osten“ erklären? Ein selbstkritisches Gespräch über Haltung und Neugier, über AfD und Medien – und darüber, welchen Journalismus es braucht, wenn politische Gräben immer größer werden.
- Frühstück mit Landfrauen: „Wer Kinder hat, ist aufgeschmissen“13.08., 18:0013.08.2026, 18:0000:39:57
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Thilo Mischke sitzt an der Elbe und frühstückt mit den Landfrauen. Was als Gespräch über Handarbeit, Gemeinschaft und die Frage beginnt, was Landfrauen eigentlich machen, wird schnell zu einer Reise durch ostdeutsche Biografien und die Gegenwart Sachsen-Anhalts. Die Frauen erzählen von ihrem Leben in der DDR, von Arbeit und Gleichberechtigung, von der Wende und davon, was sich seitdem verbessert hat – aber auch davon, wo sie sich bis heute missverstanden fühlen. Es geht um Bildung und fehlenden Nachwuchs, um Ehrenamt, politische Resignation und die Erfahrung, dass sich Politik gerade in kleinen Orten oft weit weg anfühlt. Natürlich geht es auch um die AfD und ihre hohen Umfragewerte. Die Landfrauen sprechen über Protest, Frust und darüber, warum sie sich den Erfolg der Partei selbst nicht vollständig erklären können. Gleichzeitig wehren sie sich gegen ein Bild von Sachsen-Anhalt, das das Bundesland auf Rechtsextremismus und politische Unzufriedenheit reduziert. Auch beim Thema Migration wird es persönlich: Die Frauen erzählen von ihrem eigenen Engagement für Geflüchtete, von Hilfsbereitschaft, aber auch von Enttäuschung und Resignation. Dabei wird deutlich, wie kompliziert Erfahrungen werden, sobald man sie nicht mehr in politische Lager sortiert. Und immer wieder geht es um Ost und West. Wie viel dieser Trennung steckt 35 Jahre nach der Wiedervereinigung noch in den Köpfen? Was geht verloren, wenn über „die Ostdeutschen“ gesprochen wird, als wären Millionen Menschen eine homogene Gruppe? Und warum fällt ein differenzierter Blick auf die DDR und die Nachwendezeit bis heute so schwer? Ein Gespräch über Heimat und Vorurteile, über das Älterwerden und die nächste Generation – und über ein Sachsen-Anhalt, das viel mehr ist als seine aktuellen Umfragewerte.
- Hat die SPD versagt? (Alexander Riedle) [REUPLOAD]13.08., 13:2313.08.2026, 13:2300:34:30
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Thilo Mischke trifft Alexander Riedle, SPD-Politiker aus Sachsen-Anhalt, der im ländlichen Raum Haustürwahlkampf macht. Dort erlebt er Frust, Gleichgültigkeit und Ablehnung – aber auch Menschen, die sagen: Gut, dass überhaupt mal jemand vorbeikommt. Im Gespräch geht es um eine Partei, die aus Riedles Sicht zu akademisch geworden ist, den Kontakt zu Teilen ihrer traditionellen Wählerschaft verloren hat und gerade auf dem Land zu wenig präsent ist. Warum gelingt es der SPD nicht mehr, Themen wie Arbeit, soziale Sicherheit, Wohnen oder Familie so zu vermitteln, dass Menschen sich darin wiederfinden? Dabei steht immer wieder die AfD im Raum: als Partei, die mit klaren Bildern, zugespitzten Botschaften und starken Gefühlen arbeitet. Muss die SPD deshalb selbst populistischer werden? Kann demokratische Politik einfacher und emotionaler kommunizieren, ohne unseriös zu werden?
- "Ich hadere nicht mit der AfD" (m. Matthias Lieschke) 12.08., 00:1612.08.2026, 00:1600:23:53
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Was passiert mit Demokratie, wenn Kompromisse nicht mehr als notwendiger Teil politischer Aushandlung verstanden werden? Thilo Mischke trifft Matthias Lieschke, Unternehmer, Kommunalpolitiker und AfD-Mitglied. Zunächst geht es um die Themen, mit denen Lieschke vor Ort Wahlkampf macht: Mittelstand, Bürokratie, fehlende Auszubildende, Handwerk und die Frage, was Politik in den Dörfern konkret verändern kann. Lieschke sagt, er wolle sich nicht in eine politische Schublade stecken lassen – und zugleich, dass er mit der AfD nicht hadere. Im weiteren Verlauf wird das Gespräch grundsätzlicher. Es geht um die AfD als Partei, um politische Kompromisse, öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Familienpolitik, Gleichberechtigung und die Frage, wie weit ein Politiker für Positionen seiner Partei mitverantwortlich ist, auch wenn sie nicht zu seinem eigenen Fachgebiet gehören. Besonders zugespitzt wird die Debatte beim Thema Konsens: Lieschke erklärt, bei einer eigenen Mehrheit gebe es „keine Kompromisse“ und man könne sich den Konsens sparen. Redaktionelle Einordnung: Im Gespräch fasst Thilo einige Positionen der AfD bewusst zugespitzt zusammen. Nicht jede Formulierung ist dabei eine wörtliche Wiedergabe des Parteiprogramms. Das betrifft insbesondere Schwangerschaftsabbruch, Familienpolitik und die sogenannte Demokratie- und Patriotismuserklärung. Letztere bezieht sich im Programm auf Vereine, die staatliche Förderung erhalten wollen – nicht pauschal auf jeden neu gegründeten Verein. Auch beim Thema Schwangerschaftsabbruch geht die Programmatik nicht so weit wie ein generelles Verbot, sondern sieht unter anderem den Verbleib der Regelung im Strafrecht und Änderungen bei Beratung und Schutz des ungeborenen Lebens vor. Am Ende bleibt eine Frage, die über dieses einzelne Gespräch hinausgeht: Wie reden wir miteinander, wenn schon die Vorstellung davon auseinandergeht, wie viel Konsens eine Demokratie braucht?
- Mit dem Camper nach Sachsen-Anhalt11.08., 12:4111.08.2026, 12:4100:33:04
Alles Muss Raus - mit Thilo Mischke Auf dem Weg nach Sachsen-Anhalt: Thilo, Jelle und Marlon starten ihre Reise durch ein Bundesland, das sie besser verstehen wollen. Kurz vor der Landtagswahl fragen sie sich: Wie ist die Stimmung vor Ort, warum ist die AfD so stark – und welche politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen stecken dahinter? Zum Auftakt sprechen die drei über ihre eigenen Vorurteile und Perspektiven, das AfD-Wahlprogramm und die Frage, wie Journalismus mit Polarisierung umgehen sollte. Außerdem geht es um die ersten geplanten Begegnungen: mit AfD-Politiker Matthias Lieschke und Comedian Hendrik Bremer. Drei Tage Sachsen-Anhalt – zwischen Politik, persönlichen Geschichten, Campingplatz und dem Versuch, miteinander ins Gespräch zu kommen.