Beschreibung der Episode
Was machen wir eigentlich genau, wenn wir grübeln? In der metakognitiven Therapie werden vier Strategien unterschieden:
1. Die übermäßige gedankliche Beschäftigung mit sich selbst oder der Vergangenheit (Warum-Fragen)
2. die übermäßige Beschäftigung mit Bedrohungen oder der Zukunft (Was ist, wenn-Fragen)
3. der Stimmungscheck und
4. allerlei wenig hilfreiche Bewältigungsversuche
Beim Stimmungscheck richten wir unsere Aufmerksamkeit nach innen, um verdächtige Gefühle und Empfindungen (Angst, Niedergeschlagenheit, Anspannung) zu identifizieren und dann gegenzusteuern. Faktisch funktioniert diese Aufmerksamkeit aber wie eine Lupe und macht das Gefühl größer, als es eigentlich ist. Innenschau deckt nicht einfach auf, was eh schon da war, sondern produziert die Probleme erst, nach denen wir ursprünglich Ausschau gehalten haben.
Wer viel sucht, der findet viel, deshalb führt diese gewohnheitsmäßige Innenschau immer häufiger zu dem Eindruck, dass unsere Gefühle aus ihrem fragilen inneren Gleichgewicht gebracht wurden und wir nun alles daran setzen müssen, uns zu regulieren. Tatsächlich sind Gefühle aber wie die Atmung: Wenn wir nichts tun, regulieren sie sich von selbst.
Viel Spaß! 🚀🚀🚀
Handout PDF: drive.google.com/drive/folders/1OizbSXYUOGatEFEq7cPWj9b5hSCU0RBe?usp=sharing
Handout Website: therapieaufdenpunkt.com/gr%C3%BCbeln/gr%C3%BCbeln-und-wie-man-damit-aufh%C3%B6rt
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Pia Callesen - Lebe mehr, grüble weniger: beltz.de/sachbuecher-ratgeber/aengste-depression/lebe-mehr-grueble-weniger/BEL86582
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Inhalt:
0:00 Einleitung
1:20 1. Grübeln (im engeren Sinne)
9:25 2. Sich Sorgen machen
14:22 3. Stimmungs-Check
25:23 4. Unangemessene Bewältigungsversuche
30:52 Dosis macht das Gift
39:40 5 ungünstige metakognitive Überzeugungen