Beschreibung der Episode
Wir leben in einer Zeit, in der wir oft das Gefühl haben, uns selbst schon heute vollständig kennen zu müssen, bevor wir überhaupt die Erfahrungen machen können, durch die wir uns selbst kennenlernen. Als hätten wir etwas falsch gemacht, wenn wir unsere Boundaries noch nicht perfekt gestatet haben, nicht die richtige Regulationsübung gemacht haben oder noch nicht so richtig wissen, was wir eigentlich wollen.
In unserer Kultur sind wir so sehr darauf fokussiert, uns gut zu fühlen und das „richtige“ Leben zu führen, dass jeder Moment, in dem es uns nicht gut geht, zu einem Moment des Scheiterns wird. Wir fragen uns, was wir hätten anders machen müssen, anstatt die Kapazität dafür zu entwicklen uns darin zu halten, dass das Leben manchmal einfach etwas mit uns macht.
In dieser Folge spreche ich darüber, was passiert, wenn wir aufhören, jede Erfahrung danach zu bewerten, ob sie „richtig“ für uns war. Darüber, dass Erschöpfung, Enttäuschung oder unangenehme Gefühle nicht automatisch bedeuten, dass wir etwas falsch gemacht haben. Und darüber, wie wir das Leben wieder mehr reinlassen können, ohne vorher schon wissen zu müssen, was es mit uns machen wird.
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