Beschreibung der Episode
Die Online-Medien haben sich in den letzten 10 Jahren extrem verändert: Damals konnte man noch fast alles kostenlos lesen und finanziert wurde das ganze mehr oder weniger erfolgreich über Werbeeinnahmen. Seitdem haben aber fast alle großen Privatmedien Paywalls hochgezogen, die gefühlt von Monat zu Monat härter werden. Eine gängige These in der Branche ist: Wer Qualitätsjournalismus machen will, muss den primär von den Lesern finanzieren lassen.
Mein heutiger Gast ist da ganz anderer Meinung: Florian Harms ist Chefredakteur von t-online und Geschäftsführer der Ströer News Publishing GmbH, denn hinter t-online steckt mit Ströer einer der größten deutschen Werbevermarkter. Als Florian 2017 zu t-online kam hat er sich zum Ziel gesetzt, die Marke radikal neu aufzustellen und zu einem neuen Leitmedium zu machen.
Von Florian wollte ich wissen, wieso er glaubt, dass Werbung auch weiterhin eine gute Finanzierung für News ist, wie er mit der wachsendem Abhängigkeit von Google, Meta und Co umgeht, wie er den journalistischen Output mit KI steigern will und wie er mit Interessenskonflikten zwischen Werbekunden und Lesermarkt umgeht. Außerdem sprechen wir darüber, warum er seine Nächte opfert, um den täglichen Newsletter Tagesanbruch zu schreiben und warum er jetzt auch unter die Podcaster gegangen ist.
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