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Sprachpfade

Anton und Jakob

Education · Science

52 Episoden · neueste 24.07.

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Episoden

52
  1. 4.4 Die Urheimat der Indo-Europäer*innen ENTHÜLLT??? Spoiler: nein.
    06.06., 06:0001:10:30

    Die deutsche Sprache stammt zusammen mit dem Englischen oder Schwedischen von Germanischen ab. Das Germanische stammt aber selbst wiederum vom Indoeuropäischen (früher: Indogermanischen) ab. Die indoeruopäischen Sprachen zusammen bilden eine riesige Sprachfamilie, die sich über weite Teile der Welt erstreckt (ursprünglich eben von Indien bis Europa). Doch woher stamm das Indoeuropäische ursprünglich? Irgendwo muss das alles ja mal angefangen haben. Neuere Untersuchungen liefern nun weitere Anhaltspunkte, doch des Rätsels Lösung ist noch nicht in Sicht. Ihr erfahrt in dieser Folge, was das Urindoeuropäische mit Grabhügeln und mit DNA-Sequenzen zu tun hat, wie biologische Methoden auch in der Linguistik angewendet werden können und warum Wissenschaft letztlich immer nur auf Annahmen beruht. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Literatur: Heggarty, Paul und 32 weitere Autor*innen (2023): „Language trees with sampled ancestors support a hybrid model for the origin of Indo-European languages“, in: Science 381, DOI: 10.1126/science.abg0818. (Die Studie, die Jakob ausführlicher vorstellt und in der der rekonstruierte Abstammungbaum der indoeuropäischen Sprachfamilie ist.) Lazaridis, Iosif und 93 weitere Autor*innen (2025): „The Genetic Origin of the Indo-Europeans“, in: Nature 639, S. 132-142, DOI: 10.1038/s41586-024-08531-5. (Die Studie, die Jakob weniger ausführlich vorstellt.) ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  2. 4.3 „Bitte, Danke, Algorithmus?“ – Kann künstliche Intelligenz Höflichkeit erkennen?
    23.05., 06:0001:21:19

    Gehörst du auch zu den Menschen, die nach jeder ChatGPT-Anfrage erstmal "bitte" und "danke" sagen und sich vielleicht fragen, ob das überhaupt notwendig ist? In dieser Folge tauchen wir ein in dieses spannende Thema an der Schnittstelle zwischen Technik, Pragmatik und Gesellschaft: Wie gut kann künstliche Intelligenz Höflichkeit erkennen – und vielleicht sogar selbst höflich agieren? Dafür schauen wir in die Höflichkeitsforschung und klären zunächst, was Höflichkeit eigentlich ist. Mit der Theorie von Penelope Brown und Stephen Levinson schauen wir uns im Detail an, wie wir höflich kommunizieren und warum wir dafür manchmal einen Umweg der Kommunikation wählen. Abschließend schauen wir uns zwei aktuelle Studien genauer an, die untersucht haben, ob und wie KI Höflichkeit verstehen und selbst produzieren kann. Das Ergebnis ist spannend, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt... Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Grundlagenliteratur: Ehrhardt, Claus (2018): Höflichkeit. In Frank Liedtke & Astrid Tuchen (Hrsg.), Handbuch Pragmatik, 282–292. Stuttgart: J.B. Metzler. doi:10.1007/978-3-476-04624-6_28. Brown, Penelope & Stephen C. Levinson (2007): Gesichtsbedrohende Akte. In Steffen K. Herrmann, Sybille Krämer & Hannes Kuch (Hrsg.), Verletzende Worte. Die Grammatik sprachlicher Missachtung, 59–88. Bielefeld: transcript Verlag. doi:10.1515/9783839405659-003. Dynel, Marta. 2023. Lessons in linguistics with ChatGPT: Metapragmatics, metacommunication, metadiscourse and metalanguage in human-AI interactions. Language & Communication 93. 107–124. https://doi.org/10.1016/j.langcom.2023.09.002. Studien: Andersson, Marta & Dan McIntyre. 2025. Can ChatGPT recognize impoliteness? An exploratory study of the pragmatic awareness of a large language model. Journal of Pragmatics 239. 16–36. https://doi.org/10.1016/j.pragma.2025.02.001. Lee, Soo-Hwan & Shaonan Wang. 2023. Do language models know how to be polite? Society for Computation in Linguistics. University of Massachusetts Amherst Libraries 6(1). https://doi.org/10.7275/8621-5w02. --- weitere Links: Chomsky, Noam, Ian Roberts & Jeffrey Watumull. 2023. Opinion | Noam Chomsky: The False Promise of ChatGPT. The New York Times, sec. Opinion. https://www.nytimes.com/2023/03/08/opinion/noam-chomsky-chatgpt-ai.html. Zugriff am 04.05.2025. Marino, Andru. 2025. Oh no, I turned everything into an AI podcast. The Verge. https://www.theverge.com/video/663196/oh-no-i-turned-everything-into-an-ai-podcast. Zugriff am 11.05.2025. Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  3. 4.2 Die letzten Worte des G.J.C.
    09.05., 06:0001:07:34

    In dieser True Crime-History-Sprachwissenschafts-Crossover-Folge besprechen wir einen Mord. Den Mord an einem Diktator, der mit Kalkül und Charisma die Alleinherrschaft an sich gerissen hat: Gaius Julius Caesar. Er war Feldherr, Schrifsteller, Frauenheld und der Totengräber der römischen Republik. Um seine letzten Worte ranken sich nicht erst seit Shakespeares "Auch du, Brutus?" Mythen. Nach einem kurzen Profiling unseres Opfers und der Täter schildern wir den Tathergang. Danach geht es ums Wort: Was sagte Caesar als letztes? Zu wem sprach er? Und vor allem: in welcher Sprache? Um unsere Fragen zu beantworten, bitten wir drei Zeugen zur Befragung, die uns auch bereitwillig Informationen geben, sich jedoch leider widersprechen. Es beginnt ein zähes Ringen darum, was Wahrheit und was Fiktion einzelner ist. Werden unsere zwei unerschrockenen Detektive Anton und Jakob den Fall klären können oder werden Caesars letzt Worte für immer hinter dem Schleier des Vergessens verborgen bleiben? Ein Fall von Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Weiterführende Literatur: Martin Jehne (2024): Caesar, 6. durchgesehene und aktualisierte Auflage, München: C.H. Beck. Michael Sommer (2024): Mordsache Caesar. Die letzten Tage des Diktators, München: C.H. Beck. Ioannis Ziogas (2016): „Famous Last Words. Caesar’s Prophecy on the Ides of March“, in: Antichthon 50, S. 134-153. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Historische Quellen (für alle, die es genau wissen wollen) Textstelle bei Sueton, De vita Caesarum, Buch Divus Iulius, Kap. 82 (Suet. Iul. 82), in: Perseus Digital Library, URL: https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Suet.+Jul.+82&fromdoc=Perseus%3Atext%3A1999.02.0061 Textstelle bei Cassius Dio, Ῥωμαϊκὴ ἱστορία, Buch 44, Kap. 19 (Cass. Dio 44,19), in: Perseus Digital Library, URL: https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=44.19&fromdoc=Perseus%3Atext%3A2008.01.0593 Textstelle bei Plutarch, Caesar, Kap. 66, Abschnitt 5 (Plut. Caes. 66.5), URL: https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Plut.+Caes.+66.5&fromdoc=Perseus%3Atext%3A2008.01.0130 Das berühmte Zitat „Et tu, Brute?“ in William Shakespeare: „The tragedy of Julius Caesar“, Akt 3, Szene 1, Zeile 85, URL: https://www.folger.edu/explore/shakespeares-works/julius-caesar/read/ (Tolle) Produktionen, die wir erwähnt haben Das erwähnte Video zum römischen Namenssystem: Kaptorga – Visual History: „IT'S A JOKE NAME, SIR! Warum der Name von Russel Crowe in Gladiator nicht funktioniert“, URL: https://www.youtube.com/watch?v=kDCLD431juw Die erwähnte Genremix-Folge zur Ermordung Caesars: Tatort Geschichte – True Crime meets History: „Verrat im Senat. Caesar und die ‘Iden des März’“, URL: https://www.br.de/mediathek/podcast/tatort-geschichte-true-crime-meets-history/verrat-im-senat-caesar-und-die-iden-des-maerz/2100878 (in der Folge ein Interview mit Michael Sommer zu seinem Buch, siehe oben) ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  4. 4.1 Spezial: Trier in Sachsen? Über die Wahrnehmung von Dialekten (mit Simon Oppermann)
    25.04., 07:0001:20:42

    Wir sind wieder zurück mit einer neuen Staffel und starten gleich mit einer Spezialfolge: Denn heute erklärt nicht der eine dem anderen ein spannendes Thema aus der Sprachwissenschaft, sondern unser Spezialgast und "Phonetiker und Variationslinguist unseres Vertrauens" Simon Oppermann. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Leipzig und nimmt uns in dieser Folge mit auf einen spannenden Pfad durch den Dschungel der sogenannten Wahrnehmungsdialektologie. Die ist ein Teilbereich der Sprachwissenschaft, der sich unter anderem damit beschäftigt, wie Menschen Dialekte räumlich zuordnen. Simon klärt anhand von echten Forschungsdaten und authentischen Sprachbeispielen auf, wie und warum wir manchen Dialekten ganz bestimmte Eigenschaften zuordnen und auch, wie Stereotype unsere Einschätzung von Dialekten prägen. Ein spannendes Thema mit einem sehr spannenden Gast! Ein Podcast von Anton und Jakob. - https://www.instagram.com/sprachpfade Mit Simon Oppermann. Danke für deine wunderbare Vorbereitung und das tolle Gespräch! ___ Die von Simon verwendete Literatur: Kehrein, Roland. 2012. Wen man nicht alles für einen Sachsen hält?! Oder: Zur Aktivierung von Sprachraumkonzepten durch Vorleseaussprache. In Rainer Hünecke & Karlheinz Jakob (Hg.), Die obersächsische Sprachlandschaft in Geschichte und Gegenwart, 223–263. Heidelberg: Winter. Purschke, Christoph. 2011. Regionalsprache und Hörerurteil: Grundzüge einer perzeptiven Variationslinguistik. Stuttgart: Steiner. Sauer, Verena & Toke Hoffmeister. 2022. Wahrnehmungsdialektologie: Eine Einführung. Berlin & Boston: De Gruyter. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Vielen Dank an die Verantwortlichen des REDE-Projekts (DSA, Akademieprojekt „Regionalsprache.de“), die uns erlaubt haben, Teile der im Projekt erhobenen Tonaufnahmen zu nutzen. Die in der Folge verwendeten Aufnahmen waren im Einzelnen: Gräfenhain (Thüringisch): GTH_MITTEL1_Nordwind (00:03–00:28) Gera (Übergangsgebiet): G_MITTEL1_Nordwind (00:01–00:21) Dresden (Obersächsisch): DD_MITTEL6_Nordwind (00:00–00:26) Schönaich (Schwäbisch): BB_MITTEL1_Nordwind (00:00–00:23) Trier (Moselfränkisch): TR_MITTEL1_Nordwind (00:03–00:26) Alle Aufnahmen sind mit der Kennung der Aufnahme (z.B. GTH_MITTEL1_Nordwind) auffindbar im Audiodaten-Katalog des Projektes hier: https://www.regionalsprache.de/Audio/Catalogue.aspx Weitere Angaben zum Projekt: Schmidt, Jürgen Erich / Herrgen, Joachim / Kehrein, Roland / Lameli, Alfred / Fischer, Hanna (Hg.): Regionalsprache.de (REDE III). Forschungsplattform zu den modernen Regionalsprachen des Deutschen. Bearbeitet von Robert Engsterhold, Marina Frank, Heiko Girnth, Simon Kasper, Juliane Limper, Salome Lipfert, Georg Oberdorfer, Tillmann Pistor, Anna Wolańska. Unter Mitarbeit von Dennis Beitel, Lisa Dücker, Lea Fischbach, Milena Gropp, Heiko Kammers, Maria Luisa Krapp, Vanessa Lang, Salome Lipfert, Nathalie Mederake, Jeffrey Pheiff, Bernd Vielsmeier. Studentische Hilfskräfte. Marburg: Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas. 2020ff. ___ Außerdem: Hier gehts zur Dialektkarte von Wiesinger, die in der Folge erwähnt wurde: https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_German_dialects_(according_to_Wiesinger_&_K%C3%B6nig).png ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  5. 3.7 Minderheitensprachen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (zum internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar 2025)
    18.02., 06:0001:11:02

    Anlässlich des Silberjubiläums des internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar 2025 geht es in dieser letzten Folge der dritten Staffel um all diejenigen Muttersprache im deutschsprachigen Raum, die nicht Deutsch sind. Das Deutsche ist zwar die meistgesprochene Erstsprache im Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz, aber ganz sicher nicht die einzige. In dieser Folge klären wir, was eine Minderheitensprache ausmacht, wie sie im DACH-Raum geschützt werden und welche Minderheitensprachen es überhaupt gibt. Ihr werdet erstaunt sein über die linguistische Diversität mitten in Europa. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Literatur: Dagmar Richter (2008): „‘Ansprüche’ der Mehrheit auf Einsprachigkeit im Spannungsfeld des Minderheitenschutzes. Nationale und internationale Rechtslage“, in: Georges Lüdi, Kurt Seelmann, Beat Sitter-Liver (Hg.): Sprachenvielfalt und Kulturfrieden. Sprachminderheit, Einsprachigkeit, Mehrsprachigkeit. Probleme und Chancen sprachlicher Vielfalt, Fribourg, S. 253-293. Peter Sandrini (2019): Translationspolitik für Regional- und Minderheitensprachen. Unter besonderer Berücksichtigung einer Strategie der Offenheit (Arbeiten zur Theorie und Praxis des Übersetzens und Dolmetschens 99), Berlin. Links: UNESCO-Seite des internationalen Tags der Muttersprache: https://www.unesco.org/en/days/mother-language Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen: https://www.coe.int/de/web/european-charter-regional-or-minority-languages Mitteilung der Schweizer Verwaltung zu Bemühungen des Minderheitensprachenschutzes: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-85325.html Broschüre des deutschen Innenministeriums zu Minderheitensprachen in Deutschland: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/heimat-integration/nationale-minderheiten/BMI24036-minderheiten-und-regionalsprachen-5-auflage.html Meldung im deutschen Bundestag, warum die Jenischen nicht als Minderheit in Deutschland anerkannt sind bzw. das Jenische nicht als Minderheitensprache anerkannt ist: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-969712 ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  6. 3.6 Butter bei die Fische: Redewendungen und Phraseologismen
    02.02., 07:0000:59:21

    Stehst du manchmal auch auf dem Schlauch und weißt nicht, was jemand mit „den Nagel auf den Kopf treffen" oder "auf dem Holzweg sein" meint? In dieser Folge tauchen wir in die Materie ein und erforschen, was Phraseme und Phraseologie sind, wie sie funktionieren und warum sie ein so wichtiger Bestandteil unserer Sprache sind. Dabei untersuchen wir die wissenschaftlichen Merkmale an konkreten Beispielen und entdecken, dass Phraseme nicht nur die uns bekannten Sprichwörter und Redewendungen sind, sondern eine ganze Welt von relativ festen Ausdrücken. Klickt rein und seid gespannt auf neue Einblicke, die wir auf den Phrasem–Sprachpfaden entdecken. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Grundlagenliteratur: Burger, Harald. 2015. Phraseologie: Eine Einführung am Beispiel des Deutschen. 4. neu bearbeitete Edition. Berlin: Erich Schmidt Verlag. Donalies, Elke. 2009. Basiswissen Deutsche Phraseologie (UTB Sprachwissenschaft 3193). Tübingen Basel: A. Francke Verlag. Neuhaus, Laura & Bibliographisches Institut (Hrsg.). 2020. Duden – Redewendungen. Band 11. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Duden Verlag. --- weitere Links: Eine Sammlung mit Erklärungen verschiedener Redewendungen: https://www.geo.de/geolino/redewendungen/. Ein Beitrag von Hendrik Heinze zu schiefen Sprichwörtern: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/sozusagen/sozusagen-das-erste-schwein-werfen-schiefe-sprichwoerter-100.html. Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  7. 3.5 Das schreckliche Deutsche
    18.01., 13:0001:06:25

    In dieser Folge geht es um die Schrecken der deutschen Sprache, die sich erst so richtig offenbaren, wenn man sich in die Perspektive des Fremdsprachenlernens begibt. Deutsch als Erst- oder Zweitsprache von Kindesbeinen an sprechen - schön und gut. Aber habt ihr mal drüber nachgedacht, wie es ist, Deutsch als Fremdsprache zu lernen? Mark Twain hat es versucht und ist dabei (im Großen und Ganzen) gescheitert. All sein Frust über seine zum Scheitern veruteilten Versuche, Deutsch zu lernen, bricht sich Bahn in seinem Essay "The Awful German Language" (Die schreckliche deutsche Sprache). Mit scharfem Witz und beißendem Humor führt er durch das Schreckenskabinett, dass das Deutsche für die gewillten Lerner*innen bereit hält. Auch nach über 140 Jahren kann man sich bei manchen Passagen das Lachen einfach nicht verkneifen. Wir besprechen Twains Essay und ordnen es linguistisch ein. Wir finden heraus, dass das Deutsche eigentlich gar nicht so schrecklich ist und dass Mark Twain tatsächlich "der treueste Freund der deutschen Sprache" war. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Texstversionen: Mark Twain: The Awful German Language, online auf der Website der Georgetown University in Washington, D.C.: https://faculty.georgetown.edu/jod/texts/twain.german.html Mark Twain: The Awful German Language, online als Public-Domain-Hörbuch auf LibriVox (eine von mehreren Versionen des Hörbuchs auf LibriVox): https://librivox.org/the-awful-german-language-by-mark-twain-v-3/ Der Text ist außerdem bei mehreren deutschsprachigen Verlagen mit deutscher Übersetzung erschienen - einfach mal in der lokalen Bibliothek nachfragen. Zusatzliteratur: Mark Twain (2010): The Awful German Language, mit einem Grußwort von US-Botschafter Philip D. Murphy und einem Essay von Prof. Holger Kersten, herausgegeben von der US-Botschaft Berlin (darin enthalten sind ebenfalls der englische Originaltext und kurze weitere Texte von und über Mark Twain, zum Beispiel das Essay „Mark Twain, ‚der treueste Freund der deutschen Sprache‘ von Holger Kersten): die US-Botschaft scheint die Broschüre nicht mehr zum Download anzubieten, aber wenn man "awful german language pdf" googelt, ist die Broschüre auf der Seite des DAAD weiterhin downloadbar. Norbert Hedderich (2003): Mark Twain and „The Awful German Language“, in: Die Unterrichtspraxis / Teaching German 36.1, S. 28-33. ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  8. 3.4. Der Mythos Jugendsprache und das Jugendwort des Jahres 2024
    02.01., 11:0001:07:00

    In dieser Folge erkunden wir die kreative und dynamische Welt der Jugendsprache! Gemeinsam schauen wir uns an, wie Jugendliche Sprache nutzen, um sich abzugrenzen, Trends zu setzen und ihre Lebenswelt auszudrücken. Wir gehen der Frage nach, was Jugendsprache aus sprachwissenschaftlicher Perspektive eigentlich ist, welche typischen Merkmale sie aufweist, und zeigen anhand spannender Beispiele, wie lebendig und kreativ die Sprache junger Menschen sein kann. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf das Jugendwort des Jahres 2024 und blicken zurück auf die Jugendwörter der vergangenen Jahre. Dabei fragen wir uns, wie es manche Begriffe geschafft haben, zum Jugendwort des Jahres zu werden, obwohl sie vielen von uns gar nicht aufgefallen sind. Freut euch auf spannende Einblicke, lustige Begriffe und vielleicht den ein oder anderen Aha-Moment. Viel Spaß beim Zuhören – oder wie wir’s auch sagen könnten: “Let’s go, das wird richtig lit!” Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: Grundlagenliteratur: Bahlo, Nils, Tabea Becker, Zeynep Kalkavan-Aydın, Netaya Lotze, Konstanze Marx, Christian Schwarz & Yazgül Șimșek. 2019. Jugendsprache: Eine Einführung. Stuttgart: J.B. Metzler. Neuland, Eva. 2018. Jugendsprache. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Tübingen: A. Francke Verlag. Vertiefung: Hofmann, Ute. 2018. Fragestellungen zur Interaktion von Sprachwandel und Sprachvarietäten. In Arne Ziegler (Hrsg.), Jugendsprachen/Youth Languages, 67–84. Berlin/Boston: De Gruyter. Und generell das Handbuch zu Jugendsprachen: Ziegler, Arne (Hrsg.). 2018. Jugendsprachen/Youth Languages: Aktuelle Perspektiven internationaler Forschung/Current Perspectives of International Research. Berlin/Boston: De Gruyter. --- weitere Links: Arnulf Deppermann über Jugendsprache (2015):https://www.youtube.com/watch?v=V_26w8nw-3o. Zuletzt aufgerufen am 15.12.2024. Vorlesung von Alexander Lasch zu Jugendsprachen in der Reihe Basiswissen Sprachwissenschaft II (2024): https://www.youtube.com/watch?v=mg8VRp_9AvQ. Zuletzt aufgerufen am 15.12.2024. Meldung der Tagesschau zum Jugendwort des Jahres 2024: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/jugendwort-des-jahres-104.html. Zuletzt aufgerufen am 15.12.2024. Meldung von Langenscheidt zum Jugendwort des Jahres 2024: https://www.langenscheidt.com/presse/jugendwort-des-jahres-2024-aura-hat-gewonnen?srsltid=AfmBOorE0tLDL31K13-sY6uISgRnmOz-8FdFc0Vk8QlQHwaMAgJ5xg5p. Zuletzt aufgerufen am 15.12.2024. Meldung zum Jugendwort des Jahres 2016 von dpa auf TAZ: https://taz.de/Das-Jugendwort-des-Jahres/!5358851/. Zuletzt aufgerufen am 15.12.2024. Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  9. 3.3 Die vielen Seiten des Hochdeutschen
    18.12., 07:0001:04:33

    In dieser Folge erklärt Jakob, warum Hochdeutsch sowohl unsere (meistens geschriebene) Standardsprache als auch manche Dialekte im deutschen Sprachraum bezeichnet. So ist zum Beispiel das, was täglich in den Nachrichten gesprochen wird, hochdeutsch, aber auch die schweizerdeutschen, schwäbischen, badischen, bairisch-österreichischen und fränkischen, sächsischen, kölschen und auch berlinerischen und andere Dialekte sind hochdeutsch. Wie kommt es zu dieser Doppelbedeutung des Wortes hochdeutsch? Im Sauseschritt schreiten wir einmal die Geschichte ab, in der sich die deutsche Standardsprache herausgebildet hat, um so offenzulegen, was denn unsere (hochdeutschen) Dialekte mit dem Standard zu tun haben. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ “Map of German dialects (according to Wiesinger & König)” von Vlaemink, Lizenzart: CC BY-SA 4.0, URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_German_dialects_(according_to_Wiesinger_%26_K%C3%B6nig).png, zuletzt abgerufen am 17.12.2024. Karte des deutschen Sprachraums mit Einteilung in das Niederdeutsche (blau), das Mitteldeutsche (gelb) und das Oberdeutsche (orange). Mitteldeutsch und Oberdeutsch zusammen sind dann Hochdeutsch. Das Dunkelrote ganz im Norden ist das Friesische und das lilane im Westen eigentlich schon niederländische Varietäten (in dieser Einteilung). __ Vielen Dank an die Verantwortlichen des REDE-Projekts, die uns erlaubt haben Teile der im Projekt erhobenen Tonaufnahmen zu nutzen. Die in der Folge verwendeten Aufnahmen waren im Einzelnen: Bairisch (Trostberg): TS_ALT1_WS_Dialekt (00:07-00:12) Fränkisch (Bamberg): BA_ALT_WS_Dialekt (00:06-00:10) Schwäbisch (Ulm): UL_ALT1_WS_Dialekt (00:41-00:43 und 00:46-00:48) Sächsisch (Dresden): DD_ALT_WS_Dialekt (00:02-00:07) Alle Aufnahmen sind mit der Kennung der Aufnahme (z.B. BA_ALT_WS_Dialekt) auffindbar im Audiodaten-Katalog des Projektes hier: https://www.regionalsprache.de/Audio/Catalogue.aspx Weitere Angaben zum Projekt: Schmidt, Jürgen Erich / Herrgen, Joachim / Kehrein, Roland / Lameli, Alfred / Fischer, Hanna (Hrsg.): Regionalsprache.de (REDE III). Forschungsplattform zu den modernen Regionalsprachen des Deutschen. Bearbeitet von Robert Engsterhold, Marina Frank, Heiko Girnth, Simon Kasper, Juliane Limper, Salome Lipfert, Georg Oberdorfer, Tillmann Pistor, Anna Wolańska. Unter Mitarbeit von Dennis Beitel, Lisa Dücker, Lea Fischbach, Milena Gropp, Heiko Kammers, Maria Luisa Krapp, Vanessa Lang, Salome Lipfert, Nathalie Mederake, Jeffrey Pheiff, Bernd Vielsmeier. Studentische Hilfskräfte. Marburg: Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas. 2020ff. Link zur Projektplattform: https://www.regionalsprache.de/ ___ Weiterführende Literatur: Ulrich Ammon (1986): „Explikation der Begriffe ‚Standardvarietät‘ und ‚Standardsprache‘ auf normtheoretischer Grundlage“, in: Günter Holtus / Edgar Radtke (Hg.): Sprachlicher Substandard 1, Tübingen, S. 1-63. Ulrich Ammon (Hg.), Hans Bickel (Hg.), Alexandra N. Lenz (Hg.), Juliane Fink, Andreas Gellan, Lorenz Hofer, Karina Schneider-Wiejowski und Sandra Suter (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen, unt. Mitarb. v. Jakob Ebner, Manfred M. Glauninger, Andrea Kleene sowie Matej Ďurčo, Sara Hägi, Jörg Klinner, Ioan Lăzărescu, Marie-Anne Morand, Gudrun Salamon, Joachim Steffen, Heidy Suter und Bertold Wöss, 2. völl. neubearb. u. erw. Aufl., Berlin/Boston. Vor allem Kap. 4 „Die Voll-, Halb- und Viertelzentren des Deutschen“, S. XXXIX-LXIII. Werner Besch (2003): „Entstehung und Ausformung der neuhochdeutschen Schriftsprache/Standardsprache“, in: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung, 3. Teilband (Handbücher für Sprach- und Kommunikationswissenschaft 2.3), hrsg. v. Werner Besch, Anne Betten, Oskar Reichmann und Stefan Sonderegger, 2. vollst. neu bearb. u. erw. Aufl., Berlin/New York, S. 2252-2296. Ludwig Eichinger (2015): „Normierung und Standardisierung der deutschen Sprache. Eine lange Geschichte kurz erzählt“, in: Sprache als Brücke der Kulturen. Sprachpolitik und Sprachwirklichkeit in Deutschland und China, Beijing, S. 168-184. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  10. 3.2 Spezial: Gendern ist nicht gleich Gendern (mit Lena Völkening)
    04.12., 07:3001:28:25

    In dieser speziellen Spezialfolge haben wir eine Spezialistin als Gästin im digitalen Raum: Lena Völkening ist Sprachwissenschaftlerin an der Uni Oldenburg und hat sich für uns durch den linguistischen Forschungsdschungel geschlagen und wir durften ihr auf Schritt und Tritt folgen. Sie zeigt trickreich auf, was Gendern in unseren Köpfen macht, und stößt uns dabei beinahe spielerisch auf unsere eigenen internalisierten Stereotype. Es stellt sich dabei heraus, dass Gendern nicht gleich Gendern ist, sondern sich der gewünschte Effekt in unseren Köpfen nur bei manchen Formen einstellt. Lena erklärt uns auch, warum Gendern eigentlich auch gar nicht gendergerecht ist, aber wieso es sich trotzdem lohnen kann. Eine faktenbasierte Streiftour durch die kognitive Genderlinguistik und die (vorläufige) Antwort auf die Frage: Was sagt die Sprachwissenschaft eigentlich zum Gendern? Direkt von Sprachwissenschaftler*innen zu euch. Ein Podcast von Anton und Jakob. - https://www.instagram.com/sprachpfade Mit Lena Völkening. Danke für deine wunderbare Vorbereitung und das tolle Gespräch! Lenas Buch ist unten in der Literatur angegeben. ___ Von Lena erwähnte Experimente: Elke Heise (2000): Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen, in: Sprache und Kognition 19 (1-2), 3–13. --> Versuchspersonen sollten Geschichten schreiben und den Protagonist*innen Namen geben. Lisa Irmen (2007): “What’s in a (Role) Name? Formal and Conceptual Aspects of Comprehending Personal Nouns, in: Journal of Psycholinguistic Research 36 (6), 431–456. --> Eye Tracking-Studie mit Satzpaaren. Andreas Klein (2022): „Wohin mit Epikoina? – Überlegungen zur Grammatik und Pragmatik geschlechtsindefiniter Personenbezeichnungen“, in: Gabriele Diewald & Damaris Nübling (Hgg.), Genus – Sexus – Gender, Berlin & Boston, 135–189. --> Mehr männliche Vornamen für Menschen als für Personen. Karin Kusterle (2011): Die Macht von Sprachformen. Der Zusammenhang von Sprache, Denken und Genderwahrnehmung, Frankfurt. --> Versuchspersonen sollten sich Vornamen für Hilfskräfte, Studierende, Jugendliche usw. ausdenken. Heiko Motschenbacher (2010): „Female-as-Norm (FAN). A typology of females and feminines”, in: Markus Bieswanger, Heiko Motschenbacher & Susanne Mühleisen (Hgg.), Language in its socio-cultural context, Bern, 35–67. --> Als wie „weiblich“ und „männlich“ bewerten Versuchspersonen Neutralformen wie Sträfling, Flüchtling und Bedienung? ___ Weitere erwähnte Literatur: Fabian Bross (2023): „Von biertrinkenden Studierenden, schlafenden Lachenden und gendersensibler Sprache. Zur Interpretation der Gleichzeitigkeit nominalisierter Partizipien“, in: Sprachreport 39 (3), 40-44. Helga Kotthoff & Damaris Nübling (2024): Genderlinguistik. Eine Einführung in Sprache, Gespräch und Geschlecht. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Unter Mitarbeit von Claudia Schmidt. Tübingen. George Lakoff & Elisabeth Wehling (2008): Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht, 3. Auflage, Heidelberg. Luise Pusch (1988): „Die Kätzin, die Rättin und die Feminismaus“, in: Women in German Yearbook 4, 15-16. Lena Völkening (2022): Gendern. Warum wir die Flexibilität des Sprachsystems nutzen sollten, Münster. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  11. 3.1 Die kyrillische Schrift und ihr Einfluss auf die russische Sprache
    20.11., 09:3000:57:00

    In dieser ersten Folge der dritten Staffel werfen wir einen genaueren Blick auf das kyrillische Schriftsystem, seine Geschichte und seinen prägenden Einfluss auf die moderne russische Sprache. Wir sprechen über die historischen Ursprünge des Schriftsystems, seine Entwicklung über die Jahrhunderte und die Rolle, die das Kirchenslawische und die orthodoxe Kirche in diesem Prozess gespielt haben. Außerdem gehen wir der Frage nach, warum andere ostslawische Sprachen auch Elemente des uns bekannten lateinischen Alphabets enthalten. Begleite uns auf eine Reise durch Geschichte, Sprache und Kultur. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: Trunte, Nicolina. 2003. Altkirchenslavisch. 5. Auflage. München: Sagner. Zybatow, Lew N. 2000. Sprachwandel in der Slavia. Die slavischen Sprachen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! --- weitere Links: Issatschenko, Alexander. 1975. Mythen und Tatsachen über die Entstehung der Russischen Literatursprache. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Zugriff über: http://www.kroraina.com/slav/issatschenko_1975.htm#3 (18.11.2024). Eine kurze Geschichte der russischen Sprache (Video auf Russisch): https://www.youtube.com/watch?v=vDSn1HWY8J8&t=220s Übersicht zur Russischen Sprache und zur Rolle des kyrillischen Alphabets: https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Sprache. Kritische Reflexion zur russischen Sprache: https://www.dekoder.org/de/gnose/ostslawische-sprachen-geschichte-entwicklung. Übersicht phonologischer Besonderheiten des Russischen: https://research.uni-leipzig.de/agintern/phonetik/Downloads/Russisch.pdf. HINWEIS: Wir haben in dieser Folge Seiten aus der Wikipedia verlinkt. Das bedeutet nicht, dass wir jeder einzelnen Information jedes einzelnen Artikels der Wikipedia trauen. Die hier verlinkten Artikel besitzen aber trotz anführbarer Kritik eine gewisse Qualität und eignen sich deshalb als Ausgangspunkt, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Falls ihr mit unseren Einschätzungen nicht übereinstimmt, meldet euch gerne. Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  12. 2.10 Jiddisch: Vom Soziolekt zur Weltsprache
    28.08., 06:0000:58:52

    In unserer neuesten Podcastfolge geht es um die jiddische Sprache. Wir erkunden ihre Ursprünge im mittelalterlichen Heiligen Römischen Reich und tauchen dabei in die jüdische Geschichte Europas ein. Wir erfahren, wie sich das Jiddische im Laufe der Jahrhunderte von dort in Osteuropa ausgebreitet hat. Dabei beleuchten wir die einzigartigen kulturellen und linguistischen Einflüsse, die das Jiddische zu einer der interessantesten Sprachen der Welt machen und warum das Jiddische weder ein deutscher Dialekt noch eine einfach Schwestersprache des Deutschen ist. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Weiterführende Literatur: Marion Aptroot und Roland Gruschka (2010): Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache, München. Neil G. Jacobs (2005): Yiddish. A linguistic introduction, Cambridge / New York. Neil G. Jacobs (2012): „What’s the difference between Hebrew and Yiddish?“, in: E.M. Rockerson und Barry Hilton (Hrsg.): The 5-Minute Linguist. Bite-sized Essays on language and Languages, 2. Aufl., Sheffield / Bristol (CT), S. 257-261. Dov-Ber Kerler (1999): The Origins of Modern Literary Yiddish, Oxford. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Links: YIVO (New York): http://www.yivo.org/ Moses-Mendelssohn Zentrum (Potsdam): https://www.mmz-potsdam.de/ ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Titelgrafik und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  13. 2.9 Was uns Worte wirklich verkaufen – Framing im Kapitalismus
    14.08., 06:0001:06:23

    Heute geht‘s ums Geld – zumindest in Ansätzen. Denn in der aktuellen Folge „Sprachpfade“ richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Sprache, die aus dem kapitalistischen Denken entstanden ist und dieses Denken tagtäglich stützt. Dabei gehen wir der Frage nach, wie die Sprache des Kapitalismus unsere Wahrnehmung und unsere Entscheidungen beeinflusst. Um sich unserem Ziel anzunähern, betrachten wir das Konzept der Framesemantik genauer. Mit der Framesemantik wollen wir verstehen, wie Begriffe verwendet werden, um wirtschaftliche Narrative zu formen und Machtstrukturen zu festigen. In Anlehnung an das erst kürzlich erschienene Buch „Die Sprache des Kapitalismus“ von Daniel Stähr und Simon Sahner schauen wir uns bestimmte Wörter und Phrasen gezielt an, um das kapitalistische Framing im Detail zu untersuchen. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: Das Hauptwerk für diese Podcastfolge: Sahner, Simon & Daniel Stähr (2024): Die Sprache des Kapitalismus. Frankfurt am Main: S. Fischer. zusätzliche Literatur: Wehling, Elisabeth (2016): Politisches Framing: wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht (Edition Medienpraxis 14). Köln: Herbert von Halem Verlag. wissenschaftliche Literatur: Busse, Dietrich (2012): Frame-Semantik: ein Kompendium. De Gruyter. Ziem, Alexander (2008): Frames und sprachliches Wissen: kognitive Aspekte der semantischen Kompetenz (Sprache und Wissen, 2). Berlin: de Gruyter. Ziem, Alexander, Lars Inderelst & Detmer Wulf (Hrsg.) (2021): Frames interdisziplinär: Modelle, Anwendungsfelder, Methoden. De Gruyter. Ziem, Alexander & Alexander Lasch (2013): Konstruktionsgrammatik: Konzepte und Grundlagen gebrauchsbasierter Ansätze (Germanistische Arbeitshefte 44). Berlin; Boston: De Gruyter. --- weitere Links: Zur Definition des Begriffes „Framing“: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/296348/framing/ Zur Rezension des Buches „Die Sprache des Kapitalismus“: https://www.deutschlandfunk.de/simon-sahner-daniel-staehr-die-sprache-des-kapitalismus-dlf-aa894516-100.html Zum Interview der Autoren im „Fluter“: https://www.fluter.de/kapitalismus-sprache-wirtschaft-interview-sahner-staehr Zum FrameNet – dem Framewörterbuch: http://framenet.icsi.berkeley.edu --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  14. 2.8 Genus und Sexus - sprachliches und außersprachliches Geschlecht
    31.07., 06:0000:59:48

    Heute geht es einerseits um das Genus, das sprachliche Geschlecht, das aber natürlich eigentlich gar kein Geschlecht ist. Woher kommt es und warum und wozu haben wir es im Deutschen? Andererseits geht es um den Sexus, das außersprachliche, realweltliche Geschlecht einer Person oder eines Tieres (egal, ob biologisch, sozial, psychologisch oder juristisch). Vor allem aber geht es um den Zusammenhang zwischen Genus und Sexus: mit der grammatischen Kategorie Genus kann man nämlich ganz einfach das Geschlecht einer Person oder eines Tieres ausdrücken. Und wir lernen, dass selbst, wenn man zum "falschen" Genus greift, das etwas über das Geschlecht einer Person aussagen kann. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Weiterführende Literatur: Greville G. Corbett (1991): Gender, Cambridge. Charles F. Hockett (1958): A course in Modern Linguistics, New York. (Zitat zur Definition von Genus auf S. 231). Klaus-Michael Köpcke und David Zubin (1996): „Prinzipien der Genuszuweisung im Deutschen“, in: Deutsch – typologisch, hrsg. v. Ewald Lang und Gisela Zifonun, Berlin/New York, S. 473-491. Elisabeth Leiss (2005): „Derivation als Grammatikalisierungsbrücke für den Aufbau von Genusdifferenzierungen im Deutschen“, in: Grammatikalisierung im Deutschen, hrsg. v. Torsten Leuschner, Tanja Mortelmans und Sarah De Groodt, Berlin/New York, S. 11-30. (Zitat zum parasitären Sexus auf S. 25). Damaris Nübling (2020): Genus und Geschlecht. Zum Zusammenhang von grammatischer, biologischer und sozialer Kategorisierung, Mainz/Stuttgart. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! --- Der World Atlas of Language Structures (kurz: WALS): Matthew S. Dryer, Matthew und Martin Haspelmath (Hrsg.) (2013): World Atlas of Language Structure Online (v2020.3). Zenodo: https://doi.org/10.5281/zenodo.7385533, URL: https://wals.info/. Daraus die beiden Karten ("Features"), die Jakob in der Folge erwähnt: 30A: Number of Genders (von Greville G. Corbett) 31A: Sex-based and Non-sex-based Gender Systems (von Greville G. Corbett) --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger: https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  15. 2.7 Ein Pinguin, der fliegen wollte – die Prototypentheorie und die Folgen für die Sprachwissenschaft
    17.07., 06:0000:45:54

    In dieser Episode Sprachpfade tauchen wir in die faszinierende Welt der Prototypensemantik ein, einem Konzept der Kognitions- und Sprachwissenschaft, das aufzeigt, wie wir Menschen Kategorien bilden und verstehen. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf einem ungewöhnlichen Beispiel: dem Pinguin. Obwohl der Pinguin biologisch gesehen ein Vogel ist, entspricht er nicht dem typischen Bild eines Vogels, das viele von uns im Kopf haben. Warum fällt es uns schwer, den Pinguin als prototypischen Vogel zu sehen? Und was sagt uns das über die Art und Weise, wie wir Kategorien in unserem Geist organisieren? Gemeinsam erkunden wir die Grundlagen der Prototypentheorie, diskutieren, wie Prototypen gebildet werden und warum einige Mitglieder einer Kategorie als "besseres" Beispiel wahrgenommen werden als andere. Wir beleuchten, wie diese Theorie in verschiedenen Kulturen angewendet wird und welche Implikationen sie für unser Verständnis von Sprache und Denken hat. Außerdem schauen wir uns die experimentellen Klassiker an, die als empirische Belege für die Prototypentheorie gelten. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: Busse, Dietrich. 2009. Semantik (UTB Sprachwissenschaft 3280). Paderborn: Fink. Sebastian Löbner. 2015. Semantik. Eine Einführung. Berlin / Boston: de Gruyter. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Schwarz-Friesel, Monika. 2008. Einführung in die kognitive Linguistik (UTB Sprachwissenschaft 1636). 3., vollst. überarb. und erw. Aufl. Tübingen Basel: Francke. --- weitere Links: Lasch, Alexander: https://youtu.be/MFzUw7MRjIY?si=qXdEbQrLwBLSGy4s Willich, Alexander: https://www.youtube.com/watch?v=fBbSGjkaXEA --- Hier der Link zu der erwähnten Masterarbeit und der berühmten Fußnote (Nr. 26): https://www.linguist.de/overberg/sem.html --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  16. 2.6 Sprache vs. Dialekt: Was ist der Unterschied?
    03.07., 06:0000:45:05

    Kennt ihr den Unterschied zwischen einer Sprache und einem Dialekt? Die Antwort ist eigentlich ganz kurz. Aber sie hinterlässt, wie so viele andere Antworten, die uns das Leben gibt, mehr Fragezeichen als zuvor. Wir geben in dieser Folge nicht nur die verboten kurze Antwort auf die Frage nach dem Unterschied zwischen Dialekt und Sprache, sondern wir besprechen gleich auch noch mit dazu, warum die Antwort so verflixt kurz ist. Wir hören dazu eines der größten Zitate der Linguistik überhaupt, wie Luxemburg seine eigene Sprache bekam (und das obwohl es keine Marine hat) und warum Sprache sich in einem Kontinuum befindet. Wir hassen es, euch auf die Folter zu spannen, deswegen hört doch einfach schnell rein! Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: G. Tucker Childs (2012): „What’s the difference between dialects and languages?”, in: The 5-minute linguist. Bite sized Essays on Language and Languages, herausgegeben von E. M. Rickerson und Barry Hilton, 2. Aufl., Sheffield / Bristol (CT), S. 21-25. Heinrich Löffler (2003): Dialektologie. Eine Einführung, Tübingen. Carsten Sinner (2014): Varietätenlinguistik. Eine Einführung, Tübingen. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! --- Karte: Das kontinentalwestgermanische Dialektkontinuum (dort fälschlicherweise bezeichnet als "Deutsche Dialekte"!) --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com --- Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  17. 2.5 Kleines Wörtchen – große Wirkung: Modalpartikeln und ihre Bedeutung für die Alltagskommunikation
    19.06., 06:0000:47:36

    Heute mal Lust auf eine neue Folge Sprachpfade? Denn in der neuesten Folge geht es ja um kleine Wörtchen mit großer Bedeutung für die mündliche Kommunikation – die Modalpartikeln eben! In dieser Episode schauen wir uns die Feinheiten der deutschen Sprache an und erkunden, wie Modalpartikeln wie 'doch', 'ja', 'mal', 'eben' und viele andere unser tägliches Gespräch beeinflussen und bereichern. Wir erklären, was Modalpartikeln sind und wie sie verwendet werden, um Nuancen, Emotionen und soziale Hinweise in Gesprächen zu vermitteln. Außerdem beleuchten wir, warum diese kleinen, oft unscheinbaren Wörter so wichtig sind und wie sie das Verständnis und die Dynamik von Unterhaltungen prägen. Folge dem Link zur neuesten Folge und entdecke die unsichtbaren Helfer der deutschen Sprache, die dich bei der Kommunikation unterstützen werden. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Literatur: Ballweg, Joachim. 2009. C14. Modalpartikel. In Ludger Hoffmann (ed.), Handbuch der deutschen Wortarten, 547–554. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110217087.547. Jany, Berit. 2022. „Das kann ja jeder sagen“: Neue Einsichten und Ansätze zur Vermittlung der Modalpartikeln im DaF-Unterricht. Linguistische Treffen in Wrocław. Oficyna Wydawnicza ATUT – Wrocławskie Wydawnictwo Oświatowe (21). 101–115. https://doi.org/10.23817/lingtreff.21-6. Müller, Sonja. 2014. Modalpartikeln (Kurze Einführungen in Die Germanistische Linguistik, Band 17). Universitätsverlag Winter. --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com

  18. 2.4 Von künstlichen Sprachen und einem hoffenden Doktor
    05.06., 06:0000:59:08

    In unserer neuesten Podcastfolge tauchen wir tief in das faszinierende Universum der Kunstsprachen ein. Kunstsprachen? Ganz genau! Diese von Menschen konstruierten Sprachen sind nicht nur eine Spielerei von Sprachliebhaber*innen oder Fantasy- und Science-Fiction-Fans, sondern tragen oft tiefgründige kulturelle und politische Visionen in sich und erfüllen teilweise ganz praktische Zwecke. In dieser Folge richten wir unser besonderes Augenmerk auf Esperanto – die wohl erfolgreichste Plansprache der Welt. Erfahre die spannende Geschichte hinter Esperanto: Von der Vision eines idealistischen Doktors über den knapp verpassten Aufstieg zur Weltsprache bis hin zur modernen und lebendigen Sprachgemeinschaft, die heute weltweit existiert. Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade --- Weiterführende Literatur: Detlev Blanke (1985): Internationale Plansprachen. Eine Einführung (Sammlung Akademie-Verlag 34), Berlin [ND 2021]. Detlev Blanke & Sabine Fiedler & Humphrey Tonkin (Hg.) (2018): International Planned Languages, New York. Arika Okrent (2009): In the land of invented languages. A celebration of linguistic creativity, madness, and genius, New York. --> Darin zum Esperanto die Kapitel 8-12. Mark Rosenfelder (2010): The Language Construction Kit, Chicago. --> Für die, die Lust bekommen haben, selbst eine Sprache zu erfinden und ganz nebenbei einen einfachen und spaßigen Einstieg in die Sprachwissenschaft bekommen möchten. Ludwik Lejzer Zamenhof als Doktoro Esperanto (1887): Internationale Sprache. Vorrede und vollständiges Lehrbuch, Warschau. --> als Faksimile hier frei zugänglich: https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&aid=100078 Ludwik Lejzer Zamenhof (1905): Fundamento de Esperanto, [o.O.]. --> der Kodex des Esperanto, also der Text, der die grundsätzliches Regeln der Sprache festlegt und das erste Wörterbuch liefert; seitdem in zahllosen Sprachen übersetzt und in zahllosen Auflagen erschienen; online hier: https://www.akademio-de-esperanto.org/fundamento/index.html --- Fürs kleine Lesen: Arika Okrent & E.M. Rickerson (2012): „Whatever happened to Esperanto?“, in: E.M. Rickerson & Barry Hilton (Hg.): The 5-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 2. Aufl., Sheffield / Bristol (CT). Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! --- Zum Reinnerden: Die Verse aus dem Ringgedicht: Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul. ‚Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden’ Der Gruß am Ende in Tolkiens Quenya=Elbisch (mit Audio): Elen síla lúmenn’omentiëlvo ‚Ein Stern scheint auf die Stunde unserer Begegnung‘ Die ersten Sätze des Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Esperanto (mit Audio): Ĉiuj homoj estas denaske liberaj kaj egalaj laŭ digno kaj rajtoj. Ili posedas racion kaj konsciencon, kaj devus konduti unu al la alia en spirito de frateco. ‚Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.‘ Voynich Manuskript: https://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript HINWEIS: Wir haben in dieser Folge Seiten aus der Wikipedia verlinkt. Das bedeutet nicht, dass wir jeder einzelnen Information jedes einzelnen Artikels der Wikipedia trauen. Die hier verlinkten Artikel besitzen aber trotz anführbarer Kritik eine gewisse Qualität und eignen sich deshalb als Ausgangspunkt, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Falls ihr mit unseren Einschätzungen nicht übereinstimmt, meldet euch gerne. --- Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com

  19. 2.3 Der Eurovision Song Contest – mit der „richtigen Sprache“ zum Sieg!?
    22.05., 06:0000:55:03

    „Twelve points go to …. Sprachpfade!?” In dieser Folge nehmen wir die Sprache des Eurovision Song Contests (ESC) unter die Lupe! 🎙️✨ Dabei besprechen wir, welche Rolle die Sprache eines Beitrages beim ESC spielt und wie die Sprachwahl mit kulturellen und sozialen Botschaften in den Liedern zusammenhängt. Dafür blicken wir zurück auf die Geschichte des ESCs und schauen uns an, wie sich die sprachliche und thematische Vielfalt des Festivals entwickelt hat und welche Rolle die Sprache eines Beitrages für den Sieg beim Grand Prix spielt. So viel können wir aber schon verraten: Die Geheimformel zum Sieg steckt nicht zwingend in der Musik! Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Hier geht’s zur offiziellen Spotify-Playlist zu der Folge: Spotify Weiterführende Literatur: Barbeau, Emmalee C. 2022. English language dominance in the Eurovision Song Contest: a sociolinguistic analysis. Masterarbeit an der Vytautas Magnus Universität. Zugriff am 21.05.2024 unter: https://hdl.handle.net/20.500.12259/239549. Johnson, Emily D. 2014. A New Song for a New Motherland: Eurovision and the Rhetoric of Post-Soviet National Identity. The Russian Review 73(1). 24–46. https://doi.org/10.1111/russ.10718. Motschenbacher, Heiko. 2016. Language, normativity and Europeanisation: discursive evidence from the Eurovision song contest (Postdisciplinary Studies in Discourse). London: Palgrave Macmillan. Motschenbacher, Heiko. 2016. A Corpus Linguistic Study of the Situatedness of English Pop Song Lyrics. Corpora: Corpus-Based Language Learning, Language Processing and Linguistics. Edinburgh University Press 11(1). 1–28. https://doi.org/10.3366/cor.2016.0083. Wolther, Irving. 2012. More than just music: the seven dimensions of the Eurovision Song Contest. Popular Music 31(1). 165–171. https://doi.org/10.1017/S0261143011000511. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Links: Charpentier, Marc-Antoine "Te Deum", H. 146: https://musopen.org/music/29025-te-deum-h-146/ Hier ein Link zur sprachlichen Analyse der Beiträge aus diesem Jahr: https://www.johnthego.com/2024/03/30/languages-eurovision-song-contest-2024/#:~:text=Which%20countries%20are%20singing%20in,entering%20in%20their%20native%20languages Außerdem gibt es bei Wikipedia einen guten Überblick über die Sprachen beim ESC: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_languages_in_the_Eurovision_Song_Contest (vor allem die englischsprachige Seite ist informativ). Besonders wertvoll ist dieser Überblick zur sprachlichen Vielfalt des ESCs: https://eurovisionworld.com/esc/an-exploration-of-language Zur Geschichte des Wettbewerbs eignen sich folgende Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest https://www.eurovision.de/geschichte/index.html https://eurovision.tv/history/origins-of-eurovision HINWEIS: Wir haben in dieser Folge Seiten aus der Wikipedia verlinkt. Das bedeutet nicht, dass wir jeder einzelnen Information jedes einzelnen Artikels der Wikipedia trauen. Die hier verlinkten Artikel besitzen aber trotz anführbarer Kritik eine gewisse Qualität und eignen sich deshalb als Ausgangspunkt, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Falls ihr mit unseren Einschätzungen nicht übereinstimmt, meldet euch gerne. ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach eine Mail oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com Artwork und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

  20. 2.2 Wie sprechen wir?
    08.05., 06:0001:01:46

    Jeden Tag sprechen wir. Aber wie eigentlich? Mit dem Mund, klar. Aber wie genau? Diese Folge beantwortet diese Frage. Doch zuerst müssen wir uns ein paar Grundsatzfragen stellen: Woraus besteht gesprochene Sprache eigentlich? Warum gibt es gleich zwei linguistische Teildisziplinen von Sprachlauten? Warum ist ein /r/ im Deutschen nicht gleich ein [r]? und aus wie vielen Lauten besteht das Deutsche eigentlich? Danach geht es endlich ans Eingemachte: Wir folgen der Luft, die maßgeblich am Sprechen beteiligt ist, von der Lunge bis zu den Lippen und lernen dabei, warum man flüsternd nicht singen kann. Ganz nebenbei werden wir noch zu Mundraumanatom*innen. Außerdem lernen wir endlich den echten Unterschied (eigentlich ja: die echten Unterschiede!) zwischen Konsonanten und Vokalen. Mithilfe eines phonetischen Zaubertricks* kann Jakob am Ende sogar Russisch sprechen und Anton übersetzt. *Nur eine rhetorische Figur - alles wissenschaftlich hier! Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Weiterführende Literatur: Felicitas Kleber (2023): Phonetik und Phonologie. Ein Lehr- und Arbeitsbuch, Tübingen. (Daraus das Zitat über die Phonologie) Klaus J. Kohler (1995): Einführung in die Phonetik des Deutschen, 2. Auflage, Berlin. (Daraus das Zitat über die Phonetik) Bernd Pompino-Marschall (2009): Einführung in die Phonetik, 3. durchgesehene Auflage, Berlin / New York. (Daraus der russischer IPA-Text von Äsops Fabel "Die Sonne und der Wind") Fürs kleine Lesen: Peter Ladefoged (2012): „How are the sounds of language made?“, in: E.M. Rickerson / Barry Hilton (Hg.): The 5-Minute Linguist. Bite-sized Essays on Language and Languages, 2. Auflage, Sheffield / Bristol. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Links: Simple UPSID interface der Goethe-Universität Frankfurt (die Seite hat kein gutes Design, aber sie birgt viele interessante Fakten): http://web.phonetik.uni-frankfurt.de/upsid.html Dort findet ihr auch das gesamte Phoneminventar des Deutschen. Die UPSID benutzt übrigens nicht das IPA als phonetische Lautschrift. Das IPA (International Phonetic Alphabet) der IPA (International Phonetic Association) zum freien Download: https://www.internationalphoneticassociation.org/content/full-ipa-chart Es gibt außerdem eine sehr gut kuratierte Wikipedia-Seite, die alle IPA-Zeichen listet, erklärt, Beispiele nennt und zu deren eigenen Wikipediaseiten mit weiteren Infos verlinkt (auch mit Audios!): https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen Außerdem ein Überblick über Klicklaute (mit Audios): https://de.wikipedia.org/wiki/Klick_(Phonetik) Zuletzt, für einen sehr knappen aber ausführlichen Überlick: https://de.wikipedia.org/wiki/Artikulation_(Linguistik) HINWEIS: Wir haben in dieser Folge viele Seiten der Wikipedia verlinkt. Das bedeutet nicht, dass wir jeder einzelnen Information jedes einzelnen Artikels der Wikipedia trauen. Die hier verlinkten Artikel besitzen aber trotz anführbarer Kritik eine gewisse Qualität und eignen sich deshalb als Ausgangspunkt, um sich mit dem Thema zu beschäftigen (für Literatur über Klicks aber bitte lieber die englische Version des Artikels verwenden). Nicht alle Wikipediaartikel sind so qualitativ! Auch wenn sich ein Blick in die Wikipedia immer lohnt, ist es stets ratsam, Informationen doppelt zu checken. Diesen Doppelcheck können wir (im Rahmen unserer immer nur begrenzten Möglichkeiten) für die angegeben Wikipediaseiten gewährleisten. Wenn ihre vom phonologisch-phonetischen Fach seid und mit unseren Einschätzungen nicht übereinstimmt, meldet euch gerne! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach eine Mail oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com Artwork und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6

Wir sind zwei sprechbegeisterte Sprachwissenschaftler und tagtäglich wandeln wir auf den Pfaden der Sprache: Wir erkunden, legen frei und manchmal verirren wir uns. Da der Weg das Ziel ist, wagen wir uns in alle Winkel der Sprachwissenschaft. Von unseren wechselseitigen Ausflügen erzählt alle zwei Wochen der eine dem anderen - und ihr könnt mitkommen. Ein Podcast von Anton und Jakob.