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222- SC193 SoilTalk: Solaranlage oder Bodenplage???23.05., 09:3923.05.2026, 09:3900:50:26
Die Chancen und Hürden für das Bodenleben direkt unter großflächigen Solaranlagen Sind Solaranlagen förderlich oder hinderlich für das Bodenleben, das sich unter ihnen abspielt? Max begibt sich mit Christoph auf die Suche nach den harten Fakten zu diesem heilen Thema. Tatsächlich ist die Ökosystem-Regenerierung des Bodens unter Solaranlagen möglich. Die dafür wichtigen Hürden und Chancen werden in dieser Folge ans Licht gebracht. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Solaranlage oder Bodenplage??? Der Aufhänger für Max‘ Recherche war ein Paper zur Rückkehr seltener Pflanzen aus der Boden-Saatbank in Nevada, das ihm ein wenig. Die deutsche Studie zur (oberflächlichen) Artenvielfalt unter Solarzellen seht ihr hier Die Französischen Studien zu dem Einfluss auf Bodenparamater ist hier verlinkt, die studie zu regenrationsmaßnahmen hier Die supercoole chinesische Metastudie zu Solaranlagen findet ihr hier
- SC192 SoilTalk: Die großen Fragen des Bodens 13.05., 00:0113.05.2026, 00:0101:00:38
Unerforschte Themengebiete der Bodenkunde In der dieswöchigen Folge gehen Kathrin und Christoph der Bodenprofilgrube so richtig auf den Grund und stellen sich den großen Fragen des Lebens – äh – des Bodens. Was haben wir in den letzten 100 Jahren über den Boden gelernt, und welche Fragen sollten wir uns heute noch genauer anschauen? www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Die großen Fragen des Bodens – unerforschte Themengebiete der Bodenkunde Das Paper der Woche von Kuzyakov et al. (2025) „Some new grand questions in soil biology and biochemistry” findet ihr hier. Unter anderem arbeiten wir heraus, dass der Begründer der Streptomycin-Isolation, Selman A. Waksman auch ein Wegbereiter früher fundamentaler Fragen der Bodenkunde war. Er erhielt 1952 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Ein Lichtblick für unser identifizertes Problem der Datenmassen: https://youtu.be/ex2sFye9t_0?si=1SDWQ68ia5bv1ql6
- SC191 SoilTalk: Pipi macht Langstrunk06.05., 00:0006.05.2026, 00:0000:58:59
Urin als Ausgangsstoff für Düngemittel Zweimal Pi macht Wuchskraft! Oder doch nicht?! Zeit, um sich einmal mit urinbasierten Düngemitteln zu beschäftigen! Kann Urin als Ausgangsstoff für die Düngemittelproduktion der Zukunft genutzt werden? Kathrin und Christoph steigen ein – widdewiddewitt! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Pipi macht Langstrunk Kein Thema braucht so dringend einen Einführungsblock, wie dieses! Aus diesem Grund befassen wir uns zunächst mit er Frage, was Urin eigentlich ist und welche Düngewirkung urinbasierte Dünger potenziell entfalten können. Wichtiger Hinweis: Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit Düngemitteln, die aus Urin hergestellt wurden. Von einer direkten Gabe von Urin als Düngemittel raten wir ausdrücklich ab! Es kursieren auf diversen Plattformen unterschiedliche Anleitungen, wie der Eigenurin in direkter oder verdünnter Form als Düngemittel verwendet werden kann. Diese bedürfen einer gründlichen Einzelfallprüfung! Mit der direkten und indirekten Anwendung von Urin als Düngemittel sind auch diverse Risiken verbunden, mehr dazu in der Folge. In einer Studie aus dem Jahr 2015 zeigen Bonvin und Kolleg*innen bereits, dass Urin eine potente Nährstoffquelle für Pflanzen ist und dass sich mit urinbasierten Düngemitteln, namentlich Struvit und nitrifiziertem Urinbasiertem Dünger (NUF) Pflanzen düngen lassen, in unterschiedlicher Qualität. Das Hauptpaper der Woche stammt von Benjamin Wilde und Kolleg*innen aus dem Jahr 2022 und wertet einen Düngeversuch in Südafrika auf zwei Ebenen aus – einerseits auf der Ebene der Nährstoffaufnahme urinbasierter Düngemittelnährstoffe in die Pflanze und zweitens auf einer soziologischen Perspektive in Form der Erfahrung und Akzeptanz der Anwender. Natürlich entlassen wir euch auch in dieser Folge wieder mit einer gewissen Perspektive auf die Zukunft dieses spannenden Forschungszweigs! Im brandaktuellen Review-Paper Human urine as a new-gen fertilizer for sustainable agriculture: a review towards a circular nutrient economy wird genau eine solche Zukunftsperspektive eröffnet.
- SC190 SoilTalk: Entschuldigen Sie - Ist das der Sonderzug mit Sensor?29.04., 00:0029.04.2026, 00:0000:56:31
Können Züge als fahrende Bodenfeuchtesensoren genutzt werden? Heute geht es um den spannenden Anlass, Züge als fahrende Bodenfeuchtesensoren zu verwenden. Dazu verwendet die vorgestellte Studie kosmische Strahlung, speziell Neutronen und kalibriert diese Messmethode zugleich. Julian und Christoph können sich vor Begeisterung kaum halten! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Nachlese In unserer Folge SC186 SoilTalk: Henne, Ei, Gley? haben wir darüber diskutiert, warum bei der Modellierung der Abhängigkeit der Landnutzung Parameter wie der Boden-pH und der Nährstoffgehalt keine Berücksichtigung fanden. Der Erstautor hat uns dazu eine Rückmeldung gegeben, die wir gerne besprechen! Thema: Züge als fahrende Bodenfeuchtesensoren In der Studie von Schrön et al. (2021) geht es um den Einsatz von Zügen als fahrende Bodenfeuchtesensoren. Dabei bedienen sich die Forschenden dem Ansatz des Cosmic-Ray Neutron-Sensing (CRNS). Grundannahme dieses Ansatzes ist, dass die im Boden reflektierten Neutronen der Kosmischen Strahlung einen direkten Zusammenhang mit der Bodenfeuchte im Umkreis besitzen. So reflektieren feuchte Flächen deutlich weniger Neutronen als trockene. Misst nun ein Sensor die Zahl der reflektierten Neutronen, kann – eine Kalibration vorausgesetzt – passiv und berührungslos die Bodenfeuchte hergeleitet werden. Der Ansatz wurde erstmals von Zreda et al. (2008) präsentiert und nachfolgend in unterschiedlichsten Studien umgesetzt. Inzwischen liegt mit einer Folgestudie von Altdorff et al. (2023) auch ein Langzeitdatensatz des zuggebundenen Einsatzes von CRNS in Deutschland vor. Die Methode besitzt das Potenzial, die räumliche Lücke zwischen Fernerkundungsdaten und Feldmessung zu schließen, gleichzeitig ist sie wartungsarm und kann niedrigschwellig in bestehender beweglicher Infrastruktur verbaut werden – wie beispielsweise in Zügen. Vortrag BahnMining - Pünktlichkeit ist eine Zier (David Kriesel) Chronotains https://bahn.bet/
- SC189 SoilTalk: Compaction Hangover22.04., 00:0022.04.2026, 00:0000:56:22
Wie sich ein Boden nach Schadverdichtung erholt (oder auch nicht) Auch ein Boden hat mal einen Kater - nach Schadverdichtungen muss er sich mühsam wieder zu alter Leistungsfähigkeit kämpfen. Christoph beleuchtet in dieser Folge mit Laura, welche Bodeneigenschaften sich nach einer Verdichtung wiederherstellen und welche möglicherweise langfristig verändert bleiben. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Thema: Compaction Hangover In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem Paper Soil structure recovery following compaction: Short-term evolution of soil physical properties in a loamy soil in dem der „Kater“ eines Bodens nach einer bewusst herbeigeführten Schadverdichtung beobachtet wird. Die Autor*innen beschreiben, wie sich ein Boden innerhalb von zwei Jahren nach dem Verdichtungsereingnis wieder erholt, oder auch nicht. Einen gut verständlichen Überblick dazu, was Bodenverdichtung überhaupt ist, welche Folgen sie für Porenraum, Wasseraufnahme, Durchlüftung und Wurzelwachstum hat und warum nasse Böden besonders gefährdet sind, findet ihr bei der University of Minnesota Extension. Wer Bodenverdichtung einmal praxisnah im Profil beurteilen möchte, findet bei AHDB eine sehr gute Einführung in die visuelle Bodenstrukturansprache (VESS). Dort wird gezeigt, woran man kompakte, plattige und porenarme Horizonte erkennt und wie man den Boden im Feld systematisch bewertet. Eine kompakte Übersicht zu typischen Symptomen von Verdichtung durch Maschinen – etwa horizontales Wurzelwachstum, schlechte Drainage, plattige Aggregate und Wasserstau über dichten Horizonten – gibt es ebenfalls bei AHDB: https://ahdb.org.uk/knowledge-library/soil-compaction-from-machinery Für Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Praxis lohnt sich ein Blick auf Teagasc. Dort werden Vorbeugung und Sanierung übersichtlich erklärt: nasse Böden möglichst nicht befahren, Bodenleben fördern, bei Bedarf sehr vorsichtig mechanisch lockern und die Grenzen von Unterbodenlockerung realistisch einschätzen. Für die Baupraxis selbst ist das Zusatzpaper zu den Schutzmaßnahmen geeignet: Keller und Kolleg*innen zeigen dort mit Feldmessungen und Modellierung, wie stark Sandtracks, Holzmatratzen und Composite Mats die Bodenspannung reduzieren können – inklusive sehr anschaulicher Abbildungen zum Versuchsaufbau und zur Wirkung von Materialdicke und Materialsteifigkeit: The benefit of using access materials for soil stress reduction depends on the material’s properties and vehicle mean ground pressure In diesem YouTube-Video sieht man einen einfachen und genialen Versuchsaufbau, mit dem die physikalische Einwirkung von Schwerlast auf den Boden untersucht werden kann.
- SC188 SoilTalk: Die Dotterweich-Chronik II - Platos Tektonik15.04., 00:0015.04.2026, 00:0000:57:45
Bodenerosion durch Landwirtschaftspraktiken im antiken Griechenland und deren Wahrnehmung durch Zeitzeugen. Die Dotterweich-Chronik geht in die zweite Runde! Dieses Mal wagen wir uns an den Anfang der Menschheitsgechichte und schauen uns an, wie Landwirtschaftspraktiken im antiken Griechenland den Boden prägten, und was von der Erosion heute noch zu sehen ist. Lasst euch verzaubern von der Lyrik der alten Meister, und lauscht einer griechischen Tragödie über den Verlust eines reichen Ackerlandes! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Die Dotterweich-Chronik II - Platos Tektonik Der Review-Artikel von Markus Dotterweich in 2013, bleibt eine Fixierung des Soilcasts, weil er uns einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der menscheninduzierten Bodenerosion ermöglicht. Dieses Mal ist das Kapitel über das antike Griechenland an der Reihe. Dabei beschäftigen wir uns mit der menschengetriebenen Bodenerosion des Mittelmeerraums seit der Antike, wie es von den Zeitzeugen damals wahrgenommen wurde, und wie es die Landschaft noch bis heute prägt. Dabei kann es sein, dass es in der digitalen Bodengrube ein wenig poetisch wird ;) Podcast Fall of Civilizations Podcast Geschichten aus der Geschichte Gute Zusammenfassung der Kritias von Ralph Kaspers auf YouTube Frischeste deutsche Übersetzung der Kritias die ich auf die Schnelle finden konnte von 1857 (Warnung, sehr altbacken) Kurze Übersicht über die Antike Periode Griechenlands: https://ancient-greece.org/history/history-of-greece-classical-greece/ Heutiger stand der Bodenerosion Griechenland https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S016719872030502X
- SC187 SoilTalk: Pferdeäppel auf Abwegen01.04., 00:0001.04.2026, 00:0000:52:30
Nährstoffauswaschungen von Pferdepaddocks Pferdeäpfel sind ein beliebter Dünger im Garten. Bleiben sie im Pferdeauslauf liegen könnten sie aber auch die Frischwasserqualität beeinflussen. Deshalb klärt Laura in dieser Folge Christoph auf, warum abäppeln wichtig ist und was bei der Düngung mit Pferdeäpfeln zu beachten ist. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch Christoph hat seinen Inspirator Florian Freistetter getroffen. Wer schon immer mal wissen wollte, woher die Inspiration für unsere Lehrbuchfolgen kommt, dem seien Florians Sternengeschichten ans Herz gelegt! Thema: Pferdeäppel auf Abwegen Teaser zur Folge (YouTube) Für prachtvolle Rosen und den eigenen Gemüseanbau kann sich Pferdemist als sehr guter Dünger erweisen. Speziell Pferdeäpfel, also die Exkremente von Pferden, haben einen hohen Nährstoffgehalt der langfristig wirkt. Zudem bestehen sie aus unverdauten Pflanzenfasern, die den Humusaufbau fördern und die Bodenstruktur verbessern können. Wie er am besten angewendet wird und was dabei zu beachten ist ist im Internet gut nachzulesen. Doch birgt die Ausbringung von Pferdemist auch Risiken für das Frischwasser durch Auswaschung der Nährstoffe? Die schwedische Studie Losses of phosphorus, potassium and nitrogen from horse manure left on the ground befasst sich mit dem Thema wie stark und schnell die Nährstoffe aus Pferdeäpfeln ausgewaschen werden und gibt Empfehlungen für die Reinigung von Pferdeausläufen zur Verminderung dieser.
- SC186 SoilTalk: Henne, Ei, Gley?25.03., 00:0025.03.2026, 00:0001:02:59
Wovon hängt ab, ob Grünlandbewirtschaftung oder Ackerbau betrieben wird? Heute geht es um die ganz grundlegende Frage, welche Steuerfaktoren darüber entscheiden, welche landwirtschaftliche Nutzungsform vorherrschend ist. Böden sind es laut der vorgestellten Studie nur mittelbar – aber: stimmt das so überhaupt? www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch Im WDR 3 Kulturfeature Der Sound der Erde – Eine Expedition in den Boden wird ein akustischer Blick in den Boden geworfen. Neben landwirtschaftlicher, künstlerischer und wissenschaftlicher Anwendung der Bodenakustik spielt auch unser Host Christoph eine Rolle. Hört gerne rein! Thema: Henne, Ei, Gley? In der Studie von Emde et al. (2026) geht es um die Frage, welche Faktoren steuern, ob in der Landwirtschaft dominant Ackerbau oder Grünland vorherrscht, oder ein Wechsel zwischen diesen Landnutzungsformen stattfand. Das Autorenteam argumentiert auf Basis unterschiedlicher Steuerfaktoren und Zeitreihen von Landnutzungsdaten, was maßgeblich die regionale Verteilung steuert. Ihr Urteil: Vor allem das hydrologische Regime, also Niederschläge und Tiefe des Grundwasserkörpers entscheidet über die dominante Landnutzung. Moderate bis niedrige Jahresniederschläge und ein tiefer Grundwasserspiegel sind demnach Hauptargumente für eine ackerbauliche Nutzung. Dies wird mit den entsprechenden Bodentypen (Luvisol/Cambisol) assoziiert. Auf nassen Flächen (Gleye, Fluvisole, Histosole) findet eher Grünlandnutzung statt. Der Einfluss der Bodenart kommt vor allem dort zum Tragen, wo ackerbauliche Nutzung vorherrscht, und ist für Grünland eher nachrangig. Bodentypen sind vor allem dann entscheidend, wenn Flächen betrachtet werden, die von Grünland in Ackerland umgewandelt wurden. Nicht erwähnt sind aber bodenchemische Einflussfaktoren, die wir beispielhaft durch eine Studie von Müller et al. (2021) anhand des Boden-pHs diskutieren. Begleitend wird zudem eine Studie von Stetter & Cronauer (2024) besprochen, die ebenfalls auf regionalisierte Kenndaten eingeht. Hier geht es um die Frage, wie Landwirte auf Basis von Bodeneigenschaften und Klima methodisch Anpassungsstrategien entwickeln – was sich ebenfalls auf die Landnutzung auswirken kann.
- SC185 SoilTalk: Stomata Wars18.03., 00:0018.03.2026, 00:0000:56:04
Welche Umweltfaktoren in Trockengebieten die Photosynthese limitieren Trockenstress ist für Pflanzen mehr als nur ein trockener Boden. Auch trockene Luft kann die Photosynthese ausbremsen, weil Pflanzen dann Wasser sparen müssen. In dieser Folge schauen wir erst auf Eddy-Flux-Türme und die Grundlagen der Pflanzenphysiologie — und dann auf eine Studie, die zeigt, wann eher die Bodenfeuchte und wann eher die atmosphärische Trockenheit zum entscheidenden Bremsfaktor wird. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Nachlese Markus Dotterweich hat sich bei uns gemeldet und ergänzt, dass man mit den Begriffen „wegerodieren“ oder „aberodieren“ eigentlich sofort in ein Grammatikkrankenhaus eingeliefert werden sollte. Er hat Recht und wir bessern uns! Thema: Stomata Wars Es gibt schon krasse Arten von Messeinrichtungen. Eine davon ist definitiv der Eddy Flux/ Eddy Covariance/ Eddy Correlation Tower. Diese Messeinrichtung erlaubt es, den turbulenten Austausch von gasförmigen Stoffen wie Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf auf der einen Seite und Strahlungsparametern auf der anderen Seite über lange Zeiträume zu erfassen. Ihr könnt in diesem YouTube-Video eine schön aufbereitete Erklärung für die Funktionsweise eines solchen Towers finden. Wir sprechen in der Folge auch über die Wasserleitung in Pflanzen. Bioakustische Messgeräte können mittlerweile die sogenannte Kavitation/ Emboliebildung im Leitgewebe hörbar machen. Eine gute Erklärung für diesen Effekt findet ihr zum Beispiel in diesem YouTube-Video. Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland einige Eddy Flux Tower, beispielhaft sei der Tower der Martin-Luther-Universiät Halle-Wittenberg erwähnt, dessen Daten im IN SITU.MLUGEO-Datenportal frei verfügbar sind. In der vorgestellten Studie hat man sich jedoch Daten des Verbunds FLUXNET befleißigt, die aus Trockengebieten auf unterschiedlichen Kontinenten stammen. Die Studie der Woche trägt den Titel When and where soil dryness matters to ecosystem photosynthesis und setzt sich mit der Frage auseinander, welche Umweltfaktoren die Photosynthese von Pflanzen in Trockengebieten am stärksten limitieren – die Bodenfeuchte oder die Trockenheit der Luft.
- SC184 SoilTalk: Die Dotterweich-Chronik11.03., 00:0011.03.2026, 00:0000:59:12
Ein Einblick in die Geschichte menscheninduzierter Bodenerosion Die Geschichte menscheninduzierter Bodenerosion erzählt uns nicht nur etwas über die Bewegung von Partikeln. Sie legt ferner ein Zeugnis über die dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte ab. Christoph und Kathrin nehmen in dieser Folge eine ganz neue Perspektive auf den Boden als Archiv unserer eigenen Geschichte ein. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch Die Journalistin Anna Goretzki hat es geschafft! Am 21. März 2026 kommt das Audio-Feature zu den Bodenmikrofonen auf WDR 3 raus und ist danach auch in der Mediathek verfügbar. Wir werden berichten! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Thema: Die Dotterweich-Chronik Bei der Dotterweich-Chronik handelt es sich nicht um eine chronologisch sortierte Liste aller Publikationen von Markus Dotterweich, diese findet ihr unter https://www.dotterweich.net/publikationen. Nein, vielmehr hat uns der Namensgeber dieser Folge im Jahr 2013 einen Review-Artikel geschenkt, durch den uns ein Einblick in die Geschichte der menscheninduzierten Bodenerosion ermöglicht wird. Da wir nicht in jedes Kapitel dieses Papers eintauchen können, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit der menschengetriebenen Bodenerosionsgeschichte auf dem nordamerikanischen Kontinent. Nachfolgend findet ihr einige ergänzende Links mit sehr guten Beschreibungen zu Landnutzungs- und Erosionsschutzpraktiken der indigenen Bevölkerung, die wir in der Folge besprechen: Indigene Landwirtschaft und Bodenschutz im Südwesten Nordamerikas Bandelier National Monument – “The Art of Dry Farming“: sehr gute Überblicksseite mit Fotos und Erklärungen zu Dry Farming, Pumice-Mulch, Check Dams, Grid/Waffle Gardens etc. • Mesa Verde – Farming Terrace Trail: kurze, klare Erklärung, wie Check Dams/Terrassen Wasser bremsen, Boden sammeln und Pflanzplätze schaffen. Indigene Landwirtschaft im Osten Nordamerikas: • USDA National Agricultural Library – “The Three Sisters of Indigenous American Agriculture” – eine kulturell übermittelte erzählung und zugleich eine Anbaupraktik indigener Völker, bei der drei Ackerkulturen nebeneinander angebaut werden • Geflochtenes Süßgras (Braiding Sweetgrass) von Robin Wall Kimmerer über die Weisheit der Pflanzen und die Verbindung von westlicher Wissenschaft und indigenem Wissen findet ihr hier
- SC183 SoilTalk: Bodenfunk04.03., 00:0004.03.2026, 00:0001:03:13
Der Vergleich von verschiedenen Messmethoden, um Baumwurzeln im Stadtböden zu kartieren Wurzelforschung könnte so leicht sein - wäre da nicht der ganze Boden im Weg! In der heutigen Folge verabschieden wir uns von der Bodengrube und steigen ein ins digitale Zeitalter, mittels zweier technischer Verfahren, um Wurzeln im Boden ausfindig zu machen. Seid gespannt, wie diese Verfahren funktionieren! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Nachlese In der Nachlese gehen wir auf eine tolle Hörermail von Markus ein zu Max‘ Folge SC177 SoilTalk: Bodenlockerung – Ja, natürlich!. Darin befassen wir uns unter anderem mit der Frage, ob die vorgestellten Methoden zur Bodenverbesserung der Menschheit schon lange bekannt sind. Turns out: ja, wahrscheinlich! Auch in Folge 25 des Soilcast besprechen wir verschiedene Bodenmanagementstrategien, die mitunter heute erst wiederentdeckt werden, aber ganz einfach nicht aufgeschrieben wurden. Außerdem stellen wir uns die Frage, ob Forschung ein Selbstzweck ist. Unsere Antwort: ja! So sehen das auch die Jungs von Methodisch Inkorrekt als Reaction auf eine aktuelle Merz-Rede. Thema: Bodenfunk Das Paper der Woche, „Comparing Interpolated Data of Sonic Tomograph and Ground Penetrating Radar to Characterize Tree Roots in Urban Environments”, wendet 2025 in Sao Paolo, Brazilian, die Methoden Schalltomographie (“Sonic Tomograhpy”), Bodenradar (“Ground Penetrating Radar”) an, zur Erkundung von Baumwurzeln im Städtischen Raum, und vergleicht diese miteinander qualitativ. Wenn ihr den Sonic Tomograph mal in Aktion sehen wollt, klickt gerne auf den Link. Ohne dafür Werbeeinnahmen zu erhalten, haben wir hier ein informatives Anwendungsvideo direkt vom Hersteller verlinkt. Davor hatten Forscher in 2020 schon positive Ergebnisse beim Einsetzen von Schalltomographie mit dem anschließendem Freigraben und 3D-scannen von Olivenbaumwurzeln, in „A sonic root detector for revealing tree coarse root distribution“.
- SC182 SoilTalk: Nährwert oder Mehrwert?28.02., 00:0028.02.2026, 00:0001:04:06
Nachhaltige Ernährungssysteme zwischen Gesundheit und planetaren Grenzen In dieser Folge verlassen Kathrin und Christoph die Bodenprofilgrube und richten den Blick auf das Weltgeschehen. Im Fokus steht die Planetary Health Diet und die Fragen: Welche planetaren Grenzen gelten für das Ernährungssystem, welche Lebensmittel sind nährstoffreich und zugleich umweltverträglich? www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Thema: Nährwert oder Mehrwert? – Nachhaltige Ernährungssysteme Das Paper der Woche von Kyttä et al. „Integrating nutrition into environmental impact assessments reveals limited sustainable food options within planetary boundaries” findet ihr hier. Eine gute Zusammenfassung zur Planetary Health Diet mit übersichtlichen Graphiken bietet der Bericht der EAT-Lancet Kommission von 2019. Wenn ihr euch grundlegens oder einführend mit der thematik der planetaren Belastungsgrenzen informieren wollt, sei euch dieser Wikipedia-Artikel empfohlen. Empfehlungen für eine gesunde und nachhaltige Ernährung in Deutschland des Bundeszentrums für Ernährung findet ihr hier.
- SC181 SoilTalk: Meth im Matsch18.02., 00:0018.02.2026, 00:0000:52:37
Drogenrückstände und ihr Verhalten im Boden Breaking Bad ist Fiktion – der Müll ist real: Wir schauen auf eine Feldstudie an einem sanierten Dumping-Standort in den Niederlanden. Was blieb nach einem Jahr noch in Wasser, Sediment und Boden nachweisbar – und warum bleibt Meth teils im Matsch hängen? www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Thema: Meth im Matsch Illegale Drogenküchen sind allgegenwärtig, in den Niederlanden und in Belgien häufen sie sich aber auffällig. In dieser Reportage von planet e. sieht man, wie Drogenfahnder gegen solche Drogenküchen vorgehen und welche Spuren durch sie hinterlassen werden. Natürlich wurde sich auch wissenschaftlich mit Drogenrückständen im Boden, im Grundwasser und in Oberflächengewässern befasst. Unsere Studie der Woche von Ter Laak & Emke (2023) ist kein klassisches Peer-Review-Paper, sondern ein wissenschaftlich fundierter Statusbericht. Zusätzlich greifen wir auf die Studie Adsorption and desorption characteristics of methamphetamine, 3,4-methylenedioxymethamphetamine, and pseudoephedrine in soils zurück und erklären exemplarisch am Beispiel von Metamphetamin, MDMA und Pseudoephedrin, wie organische Substanzen in Böden sorbieren. Entsprechend der Beschaffenheit der Oberflächen in Böden und der (organischen) Moleküle in der Bodenlösung, gibt es verschiedene Sorptionsmodelle. In diesem Wikipedia-Artikel ist eine illustrierte Erklärung für die Sorptionsisothermen des Freundlich- und des Langmuir-Modells enthalten. Will man etwas über das Umweltverhalten illegal produzierter Drogen und Nebenprodukte erfahren, so lohnt sih ein Blick in die Studie Biotic and abiotic degradation of illicit drugs, their precursor, and by-products in soil
- SC180 SoilTalk: Bodenlos - SLCH, die versteckte Gefahr11.02., 00:0011.02.2026, 00:0000:55:44
Wieviel Boden geht durch Ernte verloren? Heute geht es um einen selten betrachteten Teilaspekt der Bodenerosion, die SLCH: Soil Loss due to Crop Harvesting. Will heißen: Wieviel Boden geht auf einem Acker durch die Bearbeitung und die Ernte verloren? Grundsätzliche Faktoren der SLCH lassen sich plausibel ableiten, konkrete Daten gibt es aber wenige. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Thema: SLCH, die versteckte Gefahr In der Studie von Kuhwald et al. (2022) wird dem Phänomen der Bodenerosion durch Ernte (SLCH) nachgegangen. Im Reviewartikel werden alle bis dato bekannten Studien zum Bodenverlust kritisch beleuchtet. Denn: Dass Boden durch Ernte verloren geht, ist plausibel – die Datenlage aber nach wie vor dünn. Vor allem sind es Feldfrüchte, die in der Erde reifen, welche durch anhaftenden Boden besonders viel Material mitnehmen. Hierunter fallen beispielsweise Kartoffeln, Zuckerrüben oder Maniok. Die Autor*innen weisen 5 Hauptsteuerfaktoren aus: Klima, Boden, Feldfrucht, landwirtschaftliche Methodik und die Art der Erntepraxis. Studien aus dem gleichen Cluster geben durchaus beachtliche Erosionsraten heraus. Auch auf europäischer Ebene finden sich Arbeiten zur Thematik sowie ein interessanter Open Data Datensatz.
- SC179 SoilTalk: Der Kannibalen-Staub Chinas04.02., 00:0004.02.2026, 00:0000:48:28
Was Staub über vergangene Umweltbedingungen verrät Was ist äolischer Kannibalismus und kann Staub uns etwas über seine Herkunft und das Klima verraten? Laura und Christoph reisen zum chinesischen Lössplateau und gehen dieser Frage auf den Grund. Mit Hilfe von Klimaanzeigern und Altersdatierung wird ermittelt welche Rolle der Gelbe Fluss spielt. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Thema: Der Kannibalen-Staub Chinas Wenn ihr einen Eindruck vom Gelben Fluss haben möchtet, empfehlen wir euch die ARTE-Dokumentation Abenteuer Seidenstraße, speziell die Folge Lanzhou: Entlang des Gelben Flusses, die in der Mediathek verfügbar ist. Das chinesische Lössplateau ist die weltweit größte Region von Lössablagerungen. Es ist geprägt von Erosion und Ablagerungen, vor allem auch durch äolischem Flugstaub. Der Gelbe Fluss fließt durch das chinesische Lössplateau und ist gekennzeichnet durch hohe Sedimentfrachten, weshalb er auch seinen Namen erhalten hat. Wenn ihr einen Eindruck vom Gelben Fluss haben möchtet, empfehlen wir euch die ARTE-Dokumentation Abenteuer Seidenstraße, speziell die Folge Lanzhou: Entlang des Gelben Flusses, die in der Mediathek verfügbar ist. In dieser sehr dynamischen Region können die Lössablagerungen aber auch als Klimaarchive genutzt werden um damit Rückschlusse auf ihre Herkunft und das Klima während ihrer Ablagerung zu liefern. In der Studie Eolian cannibalism: Reworked loess and fluvial sediment as the main sources of the Chinese Loess Plateau wird mit Hilfe der Altersdatierung an Zirkonen bestimmt aus welcher Region der Löss des chinesischen Lössplateaus stammt. Das Ergebnis zeigt, dass die Lössablagerungen vor allem von recyceltem, also erneut umgelagertem Material geprägt sind. Der Großteil sind fluviale Sedimente des Gelben Flusses, welche erneut aufgenommen und wieder abgelagert wurden. Diese Erkenntnis ist sehr entscheidend für die Interpretation des Paläoklimas.
- SC178 SoilTalk: Weniger oder doch mehr Torf als gedacht28.01., 00:0028.01.2026, 00:0000:54:41
Moorböden als gesteuerte Kohlenstoffsenken Wie schnell wächst Torf wirklich? Eine europaweite Analyse von 28 Mooren zeigt, dass die Faustformel für die Torfakkumulationsrate nicht immer die Realität widerspiegelt und deutlich vom oft zitierten Durchschnitt abweicht. Was für die Torfakkumulation entscheidend ist, erklärt Lea in dieser Folge. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Der Bodenmikrofonverleih geht im Jahr 2026 in eine neue Runde! Es gibt mehr von allem – mehr Ausleihzeiträume, mehr Mikrofone und mehr technischen Support! Sichert euch jetzt euer Bodenmikrofon! Wie das geht, erfahrt ihr unter www.soilcast.de/bodenmikrofone! Vorgespräch Lea und Christoph waren beim Moor- und Torfkurs, der vom DUENE e.V. in Greifswald angeboten wird und können diesen Kurs nur wärmstens empfehlen. Der Kurs wird zweimal jährlich angeboten und umfasst die wichtigsten theoretischen Grundlagen der Moor- und Torfkunde und sehr viel praktische Übung am Mikroskop und im Gelände. Der DUENE e.V. ist gemeinsam mit der Succow-Stiftung und der Universität Greifswald Teil vom Greifswald Moor Centrum. Thema: Weniger oder doch mehr Torf als gedacht Moore zählen zu den Böden, über die viel gesprochen wird – vor allem im Zusammenhang mit Klimaschutz. Weniger bekannt ist jedoch, wie unterschiedlich Moore tatsächlich wachsen und welche Bedingungen langfristig darüber entscheiden, ob sich Torf aufbaut oder wieder abgebaut wird. In der Folge 178 vom Soilcast sprechen Lea-Marie Pollok und unser Host Christoph über eine europaweite Studie, die sich genau dieser Frage widmet: Wie schnell wachsen Moore wirklich – und wovon hängt die Torfakkumulationsrate über Jahrhunderte bis Jahrtausende ab? Grundlage ist eine Analyse von 28 Mooren in Europa, die zeigt, dass die Torfbildung stark variiert und deutlich vom oft zitierten Durchschnitt von etwa 1 mm pro Jahr abweicht. Die von uns angesprochene Köppen-Klassifikation ist eine Klassifikation der Landoberfläche der Erde auf Grundlage verschiedener klimatischer Parameter. Weitere Hintergrundinformationen zur Entstehung von Mooren findet ihr hier: hier bei YouTube.
- SC177 SoilTalk: Bodenlockerung? – Ja, natürlich!21.01., 00:0021.01.2026, 00:0000:53:15
Ein Vergleich verschiedener naturbasierter Lösungen zur Behandlung von verdichteten Grünflächen Bodenverdichtung ist ein altbekanntes Problem. Fußgänger, Fahrzeuge, Gärtnerei-Maschinen und Bauarbeiten haben dem öffentlichen Park im Fokus dieser Folge stark zu schaffen gemacht. Eine englische Studie sieht sich genauer an, ob sich die Natur selbst zur natürlichen Bodenlockerung eignet. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Die große Soilcast-Hörer*innenumfrage 2026 ist live! Bis zum Ende der Sommerpause könnt ihr uns über dieses Formular mitteilen, wer ihr seid, welche Hörgewohnheiten und inhaltlichen Vorlieben ihr habt und was euch am Soilcast gut und nicht so gut gefällt. Ein kleiner Bonus: im Rahmen dieser Umfrage könnt ihr auf freiwilliger Basis an einer Verlosung teilnehmen und eure ganz persönliche Soilcast-Folge gestalten! Wir freuen uns über eure Antworten und sind schon sehr gespannt! Thema: Bodenlockerung? – Ja, natürlich! Fußgänger, Mähmaschinen, Lastwägen, Fahrräder, etc, etc. - Ein hübscher Park lädt zum Verweilen ein und wird im Gegenzug über Zeit verdichtet. Ab einer kritischen Zunahme der Lagerungsdichte des Bodens sind Wasser- und Sauerstofftransport eingeschränkt und Wurzeln in ihrem Wachstum behindert. Technische Maßnahmen gibt es viele, vom Tiefenpflügen, über pneumatische Sanierung bis hin zum Auswechseln des Bodens. Ein Forscherteam in England hat sich zur Aufgabe gemacht, den Effekt von „natürlichen“ Alternativen zur Behandlung von Bodenverdichtung zu messen. Im Fokus standen „Nature Based Solutions (NBS)“ , welche sich an natürlichen Prozessen orientieren, meist billiger sind, und weitere Ökosystemdienstleistungen auf den Plan zu bringen. Verglichen wurden Vertical Mulching mit Kompost- und Pflanzenkohleapplikation, Holzschnipsel-Mulching, Kleeaussaat, und Wurm-Inokulation. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden unter anderem Wurzelwachstum, Lagerungsdichte, und biologische Aktivität des behandelten Bodens beobachtet und es wurde ein synergetisch positiver Effekt im Vergleich zu unbehandelten Böden gemessen. Diese Studie ist ein erster, wichtiger Ansatz eine Wissenslücke zu füllen, welche uns zum Erhalt von Stadtgrün lange Zeit entgangen ist. Paper der Woche: Evaluation of Nature-Based and Traditional Solutions for Urban Soil Decompaction
- SC176 SoilTalk: Kompost gut? Nicht immer alles gut.14.01., 00:0014.01.2026, 00:0001:01:24
Überdüngungsrisiko im Marktgarten In dieser Folge nimmt euch Kathrin mit zum Marktgarten, bespricht mit Christoph die Anwendung von Kompost, vor allem als 10-15 cm starke Kompostmulchschicht im Kontext konservierender Bodenbearbeitung, beleuchtet damit verbundene positive sowie negative Auswirkungen und gibt wichtige Praxistipps. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch Der taschenGARTEN ist ein politischer Gartenkalender und ein persönlicher Terminplaner, der euch hilft, eure Aktionen im Gartenjahr planvoll anzugehen. Neben gartenpraktischen Tipps enthält er auch immer viel Fachwissen, Faustregeln und natürlich Medienempfehlungen! Thema: Kompost gut? Nicht immer alles gut. - Überdüngungsrisiko im Marktgarten Im Paper der Woche wird die Praxis der Kompostmulchschicht genauer unter die Lupe genommen. Mithilfe einer Literaturstudie sowie Modellierungs- und Feldversuchen zeigen die Autor:innen, wo die Stärken liegen, und wo Risiken wie Überdüngung und erhöhte Stickstoffauswaschung auftreten können. Wer spezifische Kompostmengen praxisnah berechnen möchte, findet in zwei deutschsprachigen Quellen gute Orientierung: Das KTBL](https://www.ktbl.de/themen/kompostanwendung)) bündelt Empfehlungen zur Kompostanwendung, und die LWG Bayern](https://www.lwg.bayern.de/gartenbau/gemuesebau/248404/index.php)) liefert hilfreiche Hinweise zur Düngung im Gemüsebau – jeweils mit Blick auf Kulturart, Boden, Standort und Nährstoffbedarf.
- SC175 Interview: An die Schaufeln, fertig, los!24.12., 00:0024.12.2025, 00:0000:45:09
Bodenkunde und Begabungsförderung – wie geht das zusammen? An den Hector Kinderakademien wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Bodenkunde und Geomorphologie der Universität Tübingen der Kurs „An die Schaufeln, fertig, los!“ angeboten, der es hochbegabten Grundschulkindern ermöglicht, bodenkundliche Inhalte zu lernen. In diesem Interview besprechen wir, wie das gelingt, wie erfolgreich der Kurs ist und wie er angenommen wird. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: An die Schaufeln, fertig, los! Im Interview spricht unser Host Christoph mit Jennifer Raffler (PR-Referentin der Hector Kinderakademien am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung), Prof. Dr. Thomas Scholten (Arbeitsgruppenleiter Bodenkunde und Geomorphologie, Universität Tübingen) und PD Dr. Steffen Seitz (Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Bodenkunde und Geomorphologie, Universität Tübingen). Der Kurs „An die Schaufeln, fertig, los!„ ist ein Angebot der Hector Kinderakademien und richtet sich an begabte und hochbegabte Kinder im Grundschulalter. Er wurde in einer Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Begleitung der Hector Kinderakademien mit der Bodenkunde der Universität Tübingen entwickelt. Dabei floss nicht nur bodenkundliche Expertise in die Kursentwicklung ein, der Kurs wurde auch von der Doktorandin Julia Lange im Rahmen des interdisziplinären Forschungsnetzwerks LEAD unter soziologischen und lerntheoretischen Aspekten untersucht. Der Kurs verfolgt nicht nur das klassische Ziel der Wissensvermittlung. Kinder können im Rahmen des Kurses auch erleben, was Citizen Science ist und selbst Daten erheben, die anschließend wissenschaftlich geprüft und verwertet werden.
- SC174 SoilTalk: Rudolf dreht am Thermostat17.12., 00:0017.12.2025, 00:0000:58:11
Wie Rentiere den Permafrost beeinflussen Heute geht es ganz weihnachtlich in den hohen Norden: Die vorgestellte Studie untersucht, ob und wie Rentiere einen positiven Einfluss auf den Erhalt von Permafrostböden haben. Eine Intensivierung der Individuendichte kann tatsächlich zum Schutz des Permafrosts im Klimawandel beitragen. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Im Jahr 2026 möchten wir im Rahmen einer Hörer*innenumfrage mehr über euch und eure Hörgewohnheiten erfahren. Wir informieren im Feed und auf allen sozialen Medien! Thema: Rudolf dreht am Thermostat In der Studie von Beer et al. (2020) wird der Frage nachgegangen, ob und wie Rentiere einen Beitrag zum Schutz von Permafrostböden bieten können. Der Hintergrund ist, dass grasende Rentiere im Winter die Dicke der Schneedecke merklich reduzieren. Hierdurch wird die isolierende Wärmedecke der Schneeauflage gemindert. Folge ist, dass die – im „besten“ Falle schneefreien – Böden schneller und tiefgründiger frieren. Daher könnte ein Beitrag zum Permafrostschutz sein, mehr grasende Herden zu fördern. Ein Projekt, wie es beispielsweise in dem im Paper zitierten Pleistozän-Park angestoßen wird. Dieser Effekt kann aber natürlich nur dann greifen, wenn überhaupt entsprechend niedrige winterliche Temperaturen erreicht werden. Ebenfalls zu bedenken ist, dass die Zunahme der Rentierpopulation mitunter Folgen für den Nährstoffkreislauf und den Kohlenstoffkreislauf in Permafrostregionen haben kann.