Podcast

Ö1 Journal-Panorama

ORF Ö1

News

80 Episoden · neueste 13.10.

Episoden

80
  1. Iran: Ein halbes Jahr Krieg und kein Ende in Sicht
    01.09., 20:0000:29:50

    Am 28. Februar 2026 schlug die erste US-Rakete in Teheran ein. Kurz darauf waren der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere hochrangige Vertreter der Islamischen Republik tot. Der Krieg geht weiter, Ende August kam es wieder zu Kampfhandlungen, die Straße von Hormus ist nach wie vor weitgehend blockiert. In einem jüngst angekündigten Wirtschaftskrieg will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Während das iranische Regime sich neu aufgestellt hat und der militärischen Übermacht der USA und Israels bisher geschickt standhält, hat sich die ohnehin schon miserable wirtschaftliche Situation der Iranerinnen und Iraner in den vergangenen Monaten noch weiter verschlechtert. Genau dagegen und auch gegen das gesamte Regime haben vor Kriegsbeginn Massenproteste stattgefunden. Viele wurden bei deren brutaler Niederschlagung getötet, noch mehr verletzt. Die Repressionen des Regimes haben seither noch zugenommen. Eine Reportage aus dem Iran.

  2. Kokain: Weißes Gift auf dem Vormarsch
    31.08., 20:0000:29:57

    Der Kokainkonsum steigt in Österreich seit Jahren kontinuierlich an. Längst ist das aus den Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs gewonnene Rauschmittel in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Galt es früher als Droge der „Reichen und Schönen“, wird es heute quer durch alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten geschnupft, geraucht oder gespritzt. Der Kokain-Boom ist darauf zurückzuführen, dass der europäische Markt regelrecht überschwemmt wird; der Reinheitsgrad ist gestiegen, der Preis trotzdem gesunken. Kokain erzeugt einen schnellen, intensiven Rausch, der jedoch mit massiven gesundheitlichen Risiken und schweren psychischen Abstürzen verbunden sein kann. Wie gerät man in die Abhängigkeit, und wie schwer ist es, sich daraus wieder zu befreien? Welche gesundheitlichen Folgen hat Kokainkonsum, und was können Polizei und Gesellschaft tun? Die Sendung wurde im Juni 2026 erstmals ausgestrahlt.

  3. Geheimniskrämerei im Amt? Informationsfreiheit in Deutschland und Österreich
    26.08., 20:0000:29:52

    In Deutschland plant die Regierung Verschärfungen bzw. Verschlechterungen des Informationsfreiheitsgesetzes. Abfragen von Bürger:innen bei Behörden sollen teurer werden, außerdem viel mehr Akten und Behördenvorgänge als bisher als sicherheitsrelevant eingestuft und daher unzugänglich werden. Opposition, Journalist:innen und besorgte Bürger fürchten eine Abschaffung der Informationsfreiheit. In Österreich hingegen ist erst vor einem Jahr das Informationsfreiheitsgesetz in Kraft getreten, das Amtsgeheimnis wurde weitgehend abgeschafft. Was hat sich seither geändert, hat sich das neue Gesetz bewährt? Haben "Querulanten" die Behörden mit einer Anfrageflut überschüttet, oder läuft alles in geordneten Bahnen? Dazu ein Gespräch mit: Reinhard Haider, Amtsleiter der Markgemeinde Kremsmünster Mathias Huter, Forum Informationsfreiheit

  4. Deutschland: Existenzkampf der Nordseefischer
    25.08., 20:0000:29:37

    Tourist:innen lieben sie: die bunt bemalten Krabbenkutter in den kleinen Häfen der deutschen Nordseeküste. Doch das idyllische Bild täuscht: Die Kutterfischerei steckt in einer schweren strukturellen Krise. Hauptproblem sind schrumpfende Fanggebiete, weil tausende Windräder in der Nordsee entstehen und weitere Meeresflächen unter Naturschutz gestellt werden sollen. Hinzu kommen stark gestiegene Dieselpreise, Nachwuchsmangel und der Klimawandel: Die Nordsee erwärmt sich, beliebte Speisefischarten wie der Kabeljau wandern ab. Welche Auswege gibt es? Wie anpassungswillig sind die Fischer? Und warum entscheiden sich junge Menschen trotz aller Widrigkeiten für den Beruf ihrer Väter und Großväter?

  5. Explosive Altlasten: Welche Kriegsrelikte der Hitzesommer zu Tage fördert
    24.08., 20:0000:29:20

    Die Brände im Föhrenwald im südlichen Niederösterreich haben das Augenmerk auf gefährliche Relikte des Zweiten Weltkrieges gelenkt. Munition aus einer NS-Fabrik belastet im Raum Wiener Neustadt bis heute den Waldboden. Durch die Hitze des Sommers wurde sie zum Brandbeschleuniger. Aber auch anderswo hat der heurige, besonders heiße und trockene Sommer Weltkriegsrelikte zum Vorschein gebracht, etwa Munition im Nussensee in Oberösterreich. Waffen und Gerätschaften tauchen zuhauf aus der Donau und anderen Flüssen auf. Der Entminungsdienst des Bundesheeres hat alle Hände voll zu tun. Eine Bestandsaufnahme, dazu ein Gespräch mit dem Leiter des Entminungsdienstes, Wolfgang Korner.

  6. Amatrice zehn Jahre nach dem Beben
    20.08., 20:0000:29:54

    Am 24. August 2016 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6,2 die Gemeinde Amatrice im Apennin in Italien. Mehr als 300 Menschen starben, darunter viele Kinder. Zehn Jahre später ist der historische Ortskern noch immer Sperrzone – Zona Rossa. Nur der Kirchturm steht noch, die Turmuhr ist stehen geblieben und zeigt immer noch die Uhrzeit des Bebens an. Rundherum wird gebaut, vielleicht zu imposant und monumental für ein 2000-Einwohner Dorf mitten im italienischen Apennin. Nicht alle in Amatrice sind einverstanden, wie und für wen wieder aufgebaut wird und wer davon profitiert. Wie geht es Amatrice zehn Jahre nach dem Erdbeben – was ist aus den Überlebenden und dem Wiederaufbau geworden? Eine Geschichte über Trauer, Wut und Resilienz einer Gemeinschaft, die zwischen Stillstand und Neubeginn steht.

  7. Afghanistan: Die vergessene Tragödie der Frauen und Mädchen
    19.08., 20:0000:35:50

    Vor fünf Jahren haben die Taliban die Hauptstadt Kabul und damit die Macht in Afghanistan zurückerobert. Seither haben die radikalislamischen Herrscher die Gesellschaft nach ihren harten Regeln umgebaut, und vor allem für Mädchen und Frauen bedeutet das den Verlust von Perspektiven und Freiheit: Afghanistan ist das einzige Land, in dem Mädchen nur sechs Jahre in die Schule gehen dürfen, jegliche weitere Ausbildung bleibt ihnen verwehrt. Frauen dürfen nur in Ausnahmefällen arbeiten, auf die Straße dürfen sie nur in männlicher Begleitung und streng verhüllt, oft sind sie von medizinischer Versorgung ausgeschlossen. NGOs und Menschenrechtsaktivistinnen sprechen immer öfter von Geschlechterapartheid. Welche Formen des Widerstandes gegen das Unrechtsregime gibt es in Afghanistan? Was bringen die geheimen Untergrundschulen für Mädchen? Ein Journal Panorama-Sommergespräch mit der gebürtigen Afghanin und Integrationsreferentin der Stadt Graz Masomah Regl.

  8. Wenn Kinder schwer zu tragen haben
    17.08., 20:0000:29:35

    In Österreich lebt rund jedes dritte Kind im Volksschulalter mit Übergewicht oder Adipositas; bei den 10- bis 19-Jährigen ist es ungefähr jeder/ jede vierte. Ursachen sind oft unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel, aber auch psychische Belastungen und genetische Faktoren können eine Rolle spielen. Die Folgen von früher Adipositas sind für Körper und Seele gravierend und belasten die Betroffenen oft ein ganzes Leben lang. Adipositas ist eine Krankheit - frühe Unterstützung ist entscheidend. Wir beleuchten die Rolle der Eltern bei kindlicher Adipositas. Wann sollen sie eingreifen - und wie helfen, ohne zu beschämen? .

  9. Sonnenfinsternis, Perseiden-Schwarm und Co: Wieso Himmelsphänomene faszinieren
    12.08., 20:0000:32:49

    Am 12. August findet über Europa eine seltenes Himmelsphänomen statt. In Spanien ist eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten, in Österreich zumindest eine teilweise. Wer sich noch an die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 erinnert, weiß um die Faszination solcher Ereignisses. Auch wenn heute längst bekannt ist, wie derartige Phänomene entstehen und sie präzise vorhergesagt werden können, bleiben sie erstaunliche Schauspiele. Kann die Wissenschaft auch heute noch aus einer Sonnenfinsternis Erkenntnisse erzielen? Was macht gute Wissenschaftsvermittlung aus? Und kann der astronomische Blick in den Himmel die Sicht auf unseren verletzlichen blauen Planeten verändern? Der Astrophysiker und Leiter des Planetariums Wien Michael Feuchtinger ist bei Helene Seelmann zu einem Journal Panorama Sommergespräch zu Gast.

  10. Menschen mit Behinderung in der Gedenkarbeit
    10.08., 20:0000:30:00

    Neben anderen Opfergruppen wurden im NS-Reich auch Menschen mit Behinderung verfolgt und vernichtet. Im Rahmen der sogenannten "Aktion T4" wurden zwischen Jänner 1940 und August 1941 rund 70.000 Menschen ermordet. Das Renaissanceschloss Hartheim in Oberösterreich war eine von sechs NS-Tötungsanstalten. Hier wurden rund 18.000 Menschen mit Behinderung ermordet, später auch Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. In der Erinnerungsarbeit fand die Perspektive von Menschen mit Behinderung jedoch jahrzehntelang kaum Berücksichtigung. Neuerdings aber bemüht man sich, sie in die Vermittlungsarbeit einzubinden.

  11. Krieg und Umweltzerstörung: Sommergespräch mit Verena Winiwarter
    05.08., 20:0000:36:04

    In der Ukraine, im Iran, in Nahost sieht man sehr deutlich, was Krieg nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur antut: Brennende Ölraffinerien, verschmutztes Wasser, Überreste von Drohnen, Giftmüll und auch Bombenkrater machen ganze Landstriche fast unbewohnbar und unbebaubar. Aber schon in der Antike haben kriegerische Handlungen das Gesicht der Umwelt stark verändert, etwa durch das großflächige Abholzen von Wäldern. Durch die modernen Kriege gerät auch der Klimaschutz immer mehr unter Druck. Die Chemikerin und Historikerin Verena Winiwarter ist bei Astrid Plank in einem "Journal-Panorama"-Sommergespräch zu Gast. Service

  12. Geheilt, aber nicht gesund: Das Leben junger Menschen nach Krebs
    03.08., 20:0000:29:48

    Die Diagnose „Krebs“ ist gerade für junge Menschen besonders beängstigend. Jedes Jahr wird in Österreich rund 320 Mal bei unter 18-Jährigen die Krankheit festgestellt. 80 Prozent der jungen Patient:innen überleben, die Lebensspanne danach wurde bisher zu wenig beachtet. Denn etwa zwei Drittel dieser Survivors- so nennen sich Menschen, die den Krebs hinter sich haben - leiden unter Spätfolgen, verursacht durch den Krebs selbst oder durch die Behandlung. Auf ihr Recht auf adäquate gesundheitliche Versorgung, gesellschaftliche Teilhabe, auf Integration am Arbeitsmarkt und auf ein selbstbestimmtes Leben will der Internationale Kinderkrebstag am 15. Februar hinweisen. Es gibt zahlreiche Organisationen und Initiativen, die diese Menschen engagiert unterstützen. Was noch fehlt, ist ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft für die Bedürfnisse dieser jungen Menschen. Denn viele von ihnen sind zwar geheilt, aber nicht gesund. Die Sendung wurde im Februar 2026 erstmals ausgestrahlt.

  13. Verschwörungstheorien: Harmloses Geschwurbel oder Ende der Demokratie?
    29.07., 20:0000:35:46

    Seit 9/11 und mehr noch seit der Corona-Pandemie finden sie immer mehr Anhänger, spalten die Gesellschaft und stellen Erkenntnisse der Wissenschaft zunehmend in Frage: Verschwörungstheorien und Verschwörungserzählungen. Diese gehen davon aus, dass hinter allen komplexen Ereignissen und Krisen Mächtige stehen, die einen geheimen Plan zu ihrem eigenen Nutzen und zum Schaden der Allgemeinheit verfolgen. Mit US-Präsident Donald Trump ist gar ein führender Konspirationist mächtigster Mann der Welt. Andererseits: Verschwörungstheorien hat es immer schon gegeben; erst seit den 1950er-Jahren waren sie im Westen stigmatisiert. Glaubt man Experten, sind Verschwörungstheorien eher Symptom als Ursache von Missständen. Wie alarmiert muss man angesichts dieser Entwicklung sein? Was kann man dagegen tun? Ein Sommergespräch, das Elisa Vass mit dem Amerikanisten und Experten für Verschwörungstheorien Michael Butter geführt hat.

  14. Graffiti: Ist das Kunst oder kann das weg?
    27.07., 20:0000:30:03

    Für jene meist jungen Menschen, die mit Spraydose oder Farbtopf und Pinsel durch die Städte ziehen und ihre Spuren auf Wänden, Waggons, Garagentoren, Sitzmöbeln und Mistkübeln hinterlassen, sind ihre Werke Kunst - oder zumindest ein legitimes Ausdrucksmittel einer Jugendkultur. Andere sprechen von Vandalismus und Schmierereien. Tatsächlich fallen Graffiti auf nicht freigegebenen Flächen unter Sachbeschädigung und sind daher eine Straftat.

  15. "Brate, was laberst du?" - Matej Jakic über die Bedeutung von Jugendsprache
    22.07., 20:0000:29:50

    „Bin Straßenbahn, wallah“ – Unter diesem Titel hat Matej Jakic heuer ein Wörterbuch über Ethnolekt und Jugendsprache veröffentlicht. „Heute voll Dark Mode“, „Die hat krasse Attitude“, „Heute Eis auf dein Nacken“ sind nur einige Beispiele, wie die Jugendsprache klingt. Matej Jakic ist in Wien-Favoriten aufgewachsen und hat von unterschiedlichen Kulturen beeinflusste Sprache von klein auf mitbekommen. Während seines Studiums für Deutsch-Lehramt hat er dann den Gebrauch von „Ethnolekt“ im Rahmen seiner Masterarbeit erforscht. Nicht nur Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch Jugendliche, deren Erstsprache Deutsch ist, bauen Elemente in ihre Alltagssprache ein. Als Deutsch-Lehrer an einer Wiener Mittelschule ist Matej Jakic täglich mit Jugendsprache konfrontiert und kann ihr viele positive Seiten abgewinnen. Matej Jakic ist bei Monika Feldner-Zimmermann Gast im Journal Panorama-Sommergespräch.

  16. Uganda setzt auf E-Mobilität
    21.07., 20:0000:29:54

    Das ostafrikanische Land will in schnellen Schritten auf E-Transport umsteigen Äthiopien liegt bei der E-Revolution in Afrika vorne. Aber auch Uganda treibt nun die Umstellung - dank grünen Stroms vom Nil - massiv voran- Ab 2030 dürfen keine Verbrennermotoren mehr importiert werden. Im öffentlichen Verkehr in der Hauptstadt Kampala sind immer mehr E-Busse unterwegs.

  17. Kontaminiertes Erbe: Wie soll mit NS-belasteten Gebäuden umgegangen werden?
    20.07., 20:0000:29:55

    Heute sind sie oft unauffällige Amtsgebäude wie Bezirksgerichte, Polizeistationen oder Büros von Ministerien, an denen man achtlos vorbeigeht. In der Zeit des Nationalsozialismus haben sie aber häufig eine zentrale Rolle gespielt. Menschen wurden in diesen Gebäuden gefangen gehalten, gefoltert oder aus ihnen vertrieben und in Konzentrationslager gebracht. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) lässt nun einen Teil ihrer Gebäude historisch aufarbeiten. Fast alle der vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung untersuchten Gebäude sind NS-kontaminiert, die oft schreckliche Geschichte hinter den Fassaden soll nun öffentlich gemacht werden. Weitere NS-belastete Bauten stehen im Blickpunkt: In Braunau am Inn wird im Hitler-Geburtshaus demnächst eine Polizeistation eröffnet. Und wie soll mit dem „Hitler-Balkon“ am Wiener Heldenplatz umgegangen werden? Der Beitrag wurde im März 2026 erstmals ausgestrahlt.

  18. Die Flamingo-Revolution in Albanien
    16.07., 20:0000:30:01

    Nach Serbien ist Albanien das zweite Land auf dem Balkan mit einer Dauer-Protestbewegung. Seit dem 23. Mai kommt es in der Hauptstadt Tirana täglich zu Massenprotesten. Der Protest nennt sich „Flamingo-Revolution“, denn der Auslöser ist eine mögliche Zerstörung eines Natur- und Vogelschutzgebietes an der albanischen Küste zugunsten eines Luxus-Tourismusresorts, das ausgerechnet Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bauen will. Anders als früher stehen sich nicht die Lager der als korrupt geltenden Politiker Edi Rama (Regierungschef) und Sali Berisha (Ex-Regierungschef) gegenüber. Die Zivilgesellschaft ist aufgestanden - und wendet sich ganz allgemein gegen Korruption und das oligarchische System des Landes.

  19. Journal Panorama-Sommergespräch mit Generalmajor Sylvia Sperandio
    15.07., 20:0000:29:58

    Sie war 1998 eine der ersten Soldatinnen beim österreichischen Bundesheer. Seit 2017 leitet sie dort als erste Frau das medizinische Gesundheitswesen. Und sie ist als Generalmajor die ranghöchste Frau im Bundesheer: Sylvia Sperandio. Angesichts der veränderten geopolitischen Lage gewinnt auch in Österreich das Thema Landesverteidigung wieder an Bedeutung, was nicht zuletzt am gestiegenen Heeresbudget abzulesen ist. Davon profitiert auch das medizinische Gesundheitswesen. Sylvia Sperandio spricht mit Helene Seelmann über ihre Vorbildfunktion für Frauen im Heer, Zielstrebigkeit und Karriereplanung, Sicherheit, die nicht selbstverständlich ist, Veränderungen im militärischen Umgangston, über die Wirkung von Uniformen und warum Dienstgrade beim Bundesheer nicht gegendert werden.

  20. Die neue Türkei: 10 Jahre nach dem gescheiterten Putsch
    14.07., 20:0000:29:53

    Seit dem gescheiterten Putschversuch am 15. Juli 2016 hat sich die Türkei grundlegend verändert. Die Regierung machte die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen verantwortlich, deren Anhänger zuvor in Justiz, Polizei, Militär, Bildungssystem und Bürokratie aufgestiegen waren – die größte Säuberungswelle in der Geschichte der Republik begann. Zehntausende wurden verhaftet und mehr als hunderttausend Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert. Gülen-nahe Schulen, Universitäten, Medienhäuser, Unternehmen und Vereine wurden geschlossen oder unter staatliche Verwaltung gestellt, viele Anhänger flohen ins Ausland. Gleichzeitig wurde das politische System zu einem Präsidialsystem mit deutlich erweiterten Befugnissen für Recep Tayyip Erdogan umgebaut, die politische Kontrolle über Justiz, Medien und staatliche Institutionen verstärkt. Viele sehen in der Türkei mittlerweile eine Autokratie.

In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar: Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte "Journal-Panorama"-Sendungen.