
Episoden
1640- Missbrauch an US-Colleges: Fall der «Cornell 7» bringt #metoo zurück13.10., 02:3013.10.2026, 02:3000:14:10
Eine Studentin der Cornell University im US-Bundesstaat New York beschuldigt sieben Kommilitonen, sie während einer Party vor zwei Jahren stundenlang vergewaltigt zu haben. Die Studentin habe sich nicht wehren können, weil ihr zuvor Alkohol und Drogen verabreicht worden seien, so die Klageschrift. In der wird das Opfer - wie in den USA üblich - Jane Doe genannt. Seit der ersten Veröffentlichung des Falls im September diskutieren nicht nur Studierende an US-Colleges intensiv darüber, wie Hochschulen, Polizei und Politik mit sexualisierter Gewalt umgehen. Auch US-Präsident Donald Trump hat sich in die Debatte unter dem Hashtag #IAmJaneDoe eingeschaltet. NZZ-Korrespondentin Isabelle Jacobi erklärt in dieser Folge, ob die Debatte das Potential hat, für Trump zur sogenannten Oktober-Überraschung im aktuellen Zwischenwahlkampf zu werden. Gast: USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi Host: Lillybelle Eisele Redaktion und Produktion: Vera Pache, Dominik Schottner, Simon Schaffer Isabelles Artikel über die Vergewaltigungsvorwürfe an der Cornell University könnt ihr hier lesen. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Pest-Verdacht in Russland: Was geschah im Labor von Irkutsk?12.10., 02:3012.10.2026, 02:3000:14:01
Ein rätselhafter Todesfall in Sibirien sorgt für internationale Unruhe: Eine 28-jährige Laborantin stirbt an einer schweren Lungenentzündung. Da sie in einem Institut für Pesterreger arbeitete, keimt rasch die Vermutung auf, sie sei an der Lungenpest gestorben. Während in der Region sofort Wohnhäuser desinfiziert, Kontaktpersonen isoliert und Spitäler unter Quarantäne gestellt werden, spricht der Kreml von einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft. Die fehlende Transparenz sorgt für Spekulationen: Droht nach einem Laborunfall eine Epidemie? Oder experimentiert Russland im Pest-Labor gar an einer Biowaffe? Gast: Stephanie Lahrtz, Wissenschaftsredaktorin Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Weitere Informationen rund um die Pest findet ihr hier Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Wie der Tigray-Krieg erneut eskaliert09.10., 02:3009.10.2026, 02:3000:17:33
Samuel Misteli berichtet aus Nordäthiopien über das Leid der Zivilbevölkerung und die Gefahr einer regionalen Eskalation. In der nordäthiopischen Region Tigray ist erneut Krieg ausgebrochen. NZZ-Afrika-Korrespondent Samuel Misteli berichtet von seiner Reise kurz vor der Offensive: von Opfern eines Drohnenangriffs, kriegsmüden Kämpfern und drohendem Hunger. Er erklärt, warum der Frieden zwischen der Regionalführung und der äthiopischen Regierung scheiterte – und wie der Konflikt über Äthiopien hinaus eskalieren könnte. Gast: Samuel Misteli, NZZ-Korrespondent Afrika Host: Simon Schaffer Redaktion: Dominik Schottner Den ganzen Text von Samuel und weitere findest du hier bei der NZZ Quantensprung Live Podcast: Pioniergeist in den Alpen: Der Absturz der Dakota und die Evolution der modernen Flugrettung Datum: 26. Oktober 2026 Ort: Kaufleuten, Zürich Tickets und Infos bei NZZ Live Mails an quantensprung@nzz.ch Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Vom Ruhm zum Trauma: Britische Kriegsveteranen fühlen sich vergessen08.10., 02:3008.10.2026, 02:3000:17:24
Jeden Monat treffen sich ehemalige Soldaten im britischen Küstenstädtchen Clacton-on-Sea. Der Drill, die Kämpfe und die Ängste lassen sie nicht los, egal ob sie in Kenia, den Falkland-Inseln oder im Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren. Von der Politik und der Gesellschaft fühlen sie sich im Stich gelassen. Aber hier können sie sich mit ihresgleichen austauschen und für eine Weile die Sorgen hinter sich lassen. NZZ-Korrespondent David Signer erzählt von seinem Besuch bei den Veteranen an dem Ort, der nicht ganz zufällig auch eine Hochburg der rechtspopulistischen Partei "Reform UK" von Nigel Farage ist. Gast: Korrespondent David Signer Host: Dominik Schottner Redaktion und Produktion: Lillybelle Eisele, Marlen Oehler Die Reportage aus Clacton-on-Sea findet ihr hier auf der Website der NZZ. Das zum Lesen nötige Abo schenken wir dir als treuer Hörerin oder Hörer der NZZ-Podcasts für eine Woche - das Abo endet automatisch.
- Schülerproteste in Frankreich: Wenn Gewalt die einzige Sprache wird07.10., 02:3007.10.2026, 02:3000:13:16
In ganz Frankreich protestieren Schülerinnen und Schüler gegen die Zustände an ihren Schulen. Was mit friedlichen Blockaden begann, ist in regelrechte Strassenschlachten umgeschlagen. Hunderte Schulen sind geschlossen, während brennende Barrikaden und schwere Krawalle zu Festnahmen und Verletzten führten. Es sind die maroden Schulgebäude, fehlende Lehrer und Chancenungleichheit, die die Jugendlichen auf die Strassen treiben. Warum die Wut und der Frust in Gewalt umschlagen und welche Rolle die Politik dabei spielt, erklärt Frankreich-Korrespondent Daniel Steinvorth im Podcast "NZZ Akzent". Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Daniels Reportage findest du hier Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- KI-Massenüberwachung: Forscher überrascht, wie leicht das geht06.10., 02:3006.10.2026, 02:3000:11:32
Alles beginnt mit einem riesigen Datensatz. Genauer: mit den Standortdaten von über 800 000 Smartphones in der Schweiz. Der Schweizer Wissenschafter Oscar Thees erhält sie zugeschickt, ohne zu zahlen, von einem sogenannten Datenbroker. Thees ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Datenqualität und Anonymisierung der Fachhochschule Nordwestschweiz. Zusammen mit seinem Team fragt er sich daraufhin: Was wäre, wenn man solche Standortdaten genauer analysieren könnte? Sie bemerken aber schnell, dass das aus ethischen Gründen völlig unmöglich ist. Doch sie wollen unbedingt testen, ob die heutigen KI-Chatbots mit leicht verfremdeten Datensätzen Menschen identifizieren und mehr über ihr Leben, ihre Arbeitsplätze und Schlafenszeiten herausfinden können. «Mittlerweile muss Thees zugeben, dass die Ergebnisse ihn selbst überrascht und auch schockiert haben», sagt die Technologieredaktorin Gioia da Silva, die mit dem Wissenschafter über seine Studie gesprochen hat. In dieser Folge von «NZZ Akzent» erzählt sie, wie die Forscher zum Durchbruch kamen und zu welcher dramatischen Schlussfolgerung für uns alle sie das geführt hat. Gast: Gioia da Silva, Technologieredaktorin Host: Lillybelle Eisele Redaktion: Sarah Ziegler, Dominik Schottner, Simon Schaffer Gioias ganzer Text zur Studie, hier bei der NZZ. Du bist unter 30 und willst mehr NZZ? Dein U30-Abo für alle digitalen Inhalte der NZZ gibt es für dich besonders günstig.
- Wohnungsnot in Spanien: Das Drama um Maricarmen bringt die Regierung ins Wanken05.10., 02:3005.10.2026, 02:3000:16:10
Maricarmen ist 87 Jahre alt und lebt seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung in Madrid. Bis ein Immobilienfonds das Gebäude kauft, die Miete drastisch erhöht und eine Zwangsräumung erwirkt, weil Maricarmen nicht zahlen kann. Ihr Fall steht symbolisch für die massive Wohnungsnot in Spanien. Überall im Land fressen explodierende Mieten die Löhne auf. Fehlender Neubau und zahllose Touristenwohnungen befeuern die Mietenkrise. Die Wut der Bevölkerung entlädt sich in großen Protesten. Während die Menschen bezahlbaren Wohnraum fordern, scheitern die Gesetzespläne der Regierung krachend im Parlament. Nun steht sogar ein Generalstreik im Raum. NZZ-Korrespondent Florian Haupt berichtet aus Barcelona über die schwierige Lage. Gast: Florian Haupt, NZZ-Korrespondent für Spanien Host und Produktion: Sarah Ziegler Redaktion: Lillybelle Eisele, Dominik Schottner Bild: Susana Vera / REUTERS Florians Artikel und mehr Infos über ihn findest du bei der NZZ. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier.
- Kriegsfotograf Dominic Nahr: «Wir müssen zeigen, dass Leute sterben»03.10., 02:3003.10.2026, 02:3000:28:18
Wenn Dominic Nahr an einem neuen Ort ankommt, fängt er sofort an zu fotografieren. Die Kamera ist immer draussen. Die Leute sollen sehen, dass er Fotograf ist. «Ich merke schon, wer offen ist, fotografiert zu werden, und wer nicht.» Wie Menschen sich bewegten, wohin ihre Augen schauten – das alles verrate ihm, wer sie seien. Seit zwanzig Jahren ist Dominic Nahr als Fotograf in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs. Er wohnt in Zürich, steigt aber alle paar Wochen ins Flugzeug, um die NZZ-Korrespondentinnen und -Korrespondenten auf ihren Reportagen zu begleiten. Im Gespräch erzählt er, wie er es schafft, in intensiven Momenten wie Beerdigungen oder Fronteinsätzen zu funktionieren. Gast: Dominic Nahr, NZZ-Fotograf in Krisengebieten Host: Alice Grosjean Bild: Dominic Nahr Weiterführende Links Das Foto der Beerdigung in der Ukraine hier zum Anschauen Hier findet ihr alle NZZ-Artikel mit Fotografien von Dominic Video-Doku über Dominics Einsätze in der Ukraine Dominics eigene Website und sein Portfolio Fotobuch über die Menschen und den Krieg in der Ukraine, mit Fotos von Dominic Nahr und Artikeln von Ivo Mjinssen, stv. Chefredaktor der NZZ Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- In Japan verschwinden jedes Jahr Tausende Menschen spurlos – und freiwillig02.10., 02:3002.10.2026, 02:3000:15:19
Tausende Menschen verschwinden jedes Jahr in Japan freiwillig aus ihrem bisherigen Leben. Dieses Phänomen nennt sich Johatsu, zu deutsch: verdunsten. NZZ-Korrespondent Andreas Babst hat einen Mann namens Otha in Tokio am Tag seines Verschwindens und Neuanfangs begleitet. Warum Otha weg will und warum viele es ihm gleich tun, erfährst du in dieser Episode. Andreas erzählt ausserdem von einer Unternehmerin, die das Verschwindenlassen von Menschen zu ihrem Business gemacht hat. Gast: Andreas Babst, NZZ Südostasien-Korrespondent Host und Produktion: Lillybelle Eisele Redaktion: David Vogel Copyright Foto: Rebecca Conway Andreas Reportage findest du in der NZZ. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier.
- Abzug aus dem Irak: Was denken die Iraker heute über die amerikanische Besetzung?01.10., 02:3001.10.2026, 02:3000:16:36
23 Jahre nach der amerikanisch geführten Invasion haben die letzten US-Truppen den Irak verlassen. Der Nahost-Korrespondent Rewert Hoffer besuchte kurz vor dem endgültigen Abzug die ehemals umkämpfte Stadt Falluja, wo 2004 einige der heftigsten Häuserkämpfe seit dem Vietnamkrieg tobten, stehen dort Gräber, wo Kinder früher Fußball spielten. Während das Land heute zwar baulich wiederaufgebaut und vergleichsweise stabil wirkt, wachsen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die Sorgen vor der Zukunft. Besonders unter der sunnitischen Bevölkerung herrscht die Befürchtung, dass der Abzug der US-Soldaten ein Machtvakuum hinterlässt, in das der Nachbarstaat Iran sowie pro-iranische Milizen weiter vorstoßen könnten. Gast: Rewert Hoffer, NZZ-Korrespondent im Nahen Osten Host: Simon Schaffer Die ganze Reportage von Rewert, inklusive des Gesprächs mit dem ehemaligen Insassen von Abu Ghraib, Taleb Mejli, gibt es hier bei der NZZ zu lesen.
- Wahlsieg der Berliner Linken: Das steckt hinter den Antisemitismusvorwürfen30.09., 02:3030.09.2026, 02:3000:14:53
Die Linkspartei Berlin feiert einen historischen Wahlsieg. Doch der Weg in eine Regierungskoalition mit SPD und Grünen wird von massiven Vorwürfen überschattet: Es geht um Antisemitismus und eine gefährliche Nähe zu kriminellen Clans. Im Zentrum der Kritik steht unter anderem Ferhat Kocak, der durch Verbindungen ins radikale Palästina-Milieu auffällt. Gleichzeitig verändert ein massiver Zustrom junger Aktivisten die Partei fundamental. NZZ-Redaktor Nathan Giwerzew war bei der Wahlparty der Linken in Neukölln dabei, erzählt von seinen Eindrücken und analysiert die Haltung der Berliner Parteien. Gast: Nathan Giwerzew, NZZ-Redaktor in Berlin Host: Alice Grosjean Produktion: Vera Pache Redaktion: Lillybelle Eisele Copyright Foto: Mike Schmidt / Imago Nathans Analyse findest du in der NZZ. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier.
- Partys, Champagner und Geld: Ein Korruptionsskandal erschüttert Brasilien29.09., 02:3029.09.2026, 02:3000:17:17
Ein gigantischer Finanzskandal bringt die brasilianische Machtelite ins Wanken: Der Banker Daniel Vorcaro baute in Rekordzeit die Banco Master auf – gestützt auf ein korruptes Netzwerk aus Politikern, Richtern und Spitzenbeamten. Durch rauschende Luxuspartys, exklusive Geschenke und Bestechungsgelder sicherte er sich politischen Einfluss und kaufte gefällige Urteile. Doch kurz vor den Wahlen bricht das Kartenhaus zusammen. Südamerika-Korrespondent Alexander Busch analysiert in dieser Episode die Verstrickungen bis in die höchsten Zirkel der Machtelite und die Folgen für die Demokratie in Brasilien. Und das alles kurz vor den Präsidentschaftswahlen. Gast: Alexander Busch, Südamerika-Korrespondent Host: Marlen Oehler Redaktion: Lillybelle Eisele Alexander Buschs Artikel zum Fall Daniel Vorcaro findet Ihr hier. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus.
- Erbe des Fixpreis-Fliegers: Deshalb wird der F-35 für die Schweiz teurer als geplant28.09., 02:3028.09.2026, 02:3000:15:30
Das Werk, in dem der F-35 gebaut wird, gleicht einem Hochsicherheitsgefängnis: Um hereinzukommen muss USA-Korrespondentin Marie-Astrid Langer vorbei an bewaffneten Wachen und Checkpoints, um schliesslich noch alle technischen Geräte abzugeben - und sogar ihren Schmuck: "Die Befürchtung ist, dass sich ein kleines Teil ansonsten in diesen Kampfjet verirren könnte", erzählt sie in dieser Folge von NZZ Akzent. Der Besuch in der Fabrik zeigt, wieso die Schweiz nun mehr für den F-35 zahlt als gedacht. Es ist eben nicht nur der vermeintliche Fixpreis-Skandal, der die Schweiz seit einiger Zeit beschäftigt. Das Schweizer Verteidigungsministerium VBS hatte lange auf der Sichtweise bestanden, den Flieger zu einem Festpreis zu bekommen. Das aber geben die Verträge nicht her - mit der Folge, dass das bewilligte Geld nun nur noch für 30 statt 36 Jets reicht. Gast: Marie-Astrid Langer, NZZ-USA-Korrespondentin Host: Dominik Schottner Redaktion: Simon Schaffer, Lillybelle Eisele Die Reportage von Marie-Astrid Langer genau wie Analysen und weitere Berichte rund um das Rüstungsprojekt F-35 findet ihr hier auf nzz.ch Du bist unter 30 und willst mehr NZZ? Dein U30-Abo für alle digitalen Inhalte der NZZ gibt es für dich besonders günstig.
- Kosovo: Warum die Menschen seit über einer Woche protestieren25.09., 02:3025.09.2026, 02:3000:13:54
Am Mittwochabend versammeln sich Tausende Menschen im Zentrum von Pristina. Sie schwenken, Fahnen, zünden Pyros und rufen im Chor. Unter dem Motto «Nicht in meinem Namen» solidarisieren sich die Demonstrierenden mit ihrem Ex-Präsidenten Hashim Thaçi. Dieser wurde vergangene Woche von einem Sondertribunal in Den Haag für Kriegsverbrechen verurteilt. Die Strafe sieht 25 Jahre Haft vor. Viele Kosovaren sehen in Thaçi aber in erster den Anführer der Befreiungsbewegung UCK, die damals für die Unabhängigkeit von Serbien kämpfte. Hashim Thaçi sei im Kosovo noch immer ein Held, sagt Ausland-Redaktor Markus Ackeret: «Dass diese Lichtgestalt nun verurteilt wird, ist für sie nicht nachvollziehbar.» In Pristina hatten Tausende Menschen den Prozess aus Den Haag live verfolgt – die Empörung nach der Urteilsverkündung war gross. So gross, dass sich die Menschen seither bereits den neunten Tag in Folge zu abendlichen Kundgebungen treffen. In dieser Folge von «NZZ Akzent» analysiert Markus Ackeret, woher die Wut der Menschen kommt und was das für den Kosovo bedeutet. Gast: Markus Ackeret: Redaktor für Südosteuropa Host: Alice Grosjean Redaktion: Simon Schaffer Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem «NZZ Briefing». Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
- Warum Trump einen Deutschen zu einem der wichtigsten US-Diplomaten macht24.09., 02:3024.09.2026, 02:3000:14:42
Ein gebürtiger Deutscher soll für die USA einen der wichtigsten Diplomatenposten im Nahen Osten übernehmen: Der 48-jährige Jurist Dr. Nick Oberheiden wurde von Donald Trump als US-Botschafter in Ägypten nominiert. Aufgewachsen in Oberhausen, absolvierte Oberheiden sein Jurastudium in Deutschland und den USA, bevor er in Texas eine Kanzlei gründete. Dort spezialisierte er sich darauf, hochrangige Politiker und Führungskräfte zu vertreten, wodurch er ein einflussreiches Netzwerk in Washington knüpfte und das Vertrauen des US-Präsidenten gewann. Auch seine Wahlspenden an Donald Trump werden ihm wohl geholfen haben. Der NZZ-Redaktor Melchior Poppe erklärt im Gespräch mit Simon Schaffer, warum diese Personalie beispielhaft für den Wandel in der amerikanischen Diplomatie steht. Während Kairo traditionell von erfahrenen Karrierediplomaten besetzt wurde, setzt Trump verstärkt auf politische Vertraute und Wahlkampfspender. Gast: Melchior Poppe, NZZ Redaktor, Berlin Host: Simon Schaffer Redaktion: David Vogel Hier ist Melchiors ganzer Text zu Oberheiden bei der NZZ. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Kiew unter Dauerbeschuss: Wie die Menschen im Krieg weiterleben23.09., 02:3023.09.2026, 02:3000:16:07
Am vergangenen Donnerstag herrscht in Kiew Luftalarm – wieder einmal. Russische Geschosse und Drohnen gehen auf die ukrainische Hauptstadt nieder, rund zwanzig Menschen werden verletzt, viele Häuser beschädigt. Gleich danach beginnen die Kiewer aufzuräumen: Sie kehren Glasscherben zusammen, ersetzen die zerborstenen Fenster mit Spanplatten. Sie tun das routiniert, jeden Tag aufs Neue. Als ehemaliger Ukraine-Korrespondent war Mijnssen früher oft in der Ukraine unterwegs und ist nun nach eineinhalb Jahren das erste Mal zurückgekehrt und berichtet von seinen Eindrücken. Ständige Luftalarme, Angriffe auf Wohnhäuser, Schulen sowie zivile Infrastruktur bestimmen das Leben in der Hauptstadt. Trotz lückenhafter Luftabwehr versuchen die Menschen, ihren Alltag aufrechtzuerhalten. Zwischen Pragmatismus und spürbarer Erschöpfung wird deutlich, wie die ständige Bedrohung die Bevölkerung zermürbt, während die Fronten im Krieg weitgehend festgefahren bleiben. Heutiger Gast: Ivo Mijnssen, stv. Chefredaktor der NZZ, ehemaliger Ukraine-Korresppondent Host: Alice Grosjean Redaktion: Sarah Ziegler Bild: Dominic Narr Ivos Reportage in schriftlicher Form könnt ihr bei der NZZ nachlesen. Die komplette NZZ-Berichterstattung rund um den Krieg in der Ukraine findet ihr hier. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Streit um Falkland-Inseln: Deshalb mischt Trump jetzt mit22.09., 02:3022.09.2026, 02:3000:14:26
Grossbritannien und Argentinien streiten sich seit mehr als 200 Jahren um die Falkland-Inseln, die zwar sehr karg, aber inzwischen wegen grosser Öl- und Gasvorkommen wirtschaftlich interessant sind. Ist das der Grund, wieso sich US-Präsident Donald Trump kürzlich mit Aussagen, die Argentinien zu unterstützen scheinen, in den Konflikt eingemischt hat? Oder war es doch eher ein Denkzettel für Grossbritannien, weil das die USA nicht im Iran-Krieg unterstützt? NZZ-Redaktor Simon Hehli sagt in dieser Folge, der aktuelle Streit soll aus Sicht des argentinischen Präsidenten Javier Milei vor allem ablenken von dessen schlechten Umfragewerten. Und dafür eignen sich die in Argentinien "Malvinas" genannten Inseln perfekt. Auf die könnte sich ein Grossteil der Bevölkerung einigen. Gast: NZZ-Auslandredaktor Simon Hehli Host: Dominik Schottner Redaktion: Sarah Ziegler, Simon Schaffer Produktion: Vera Pache Simon Hehlis umfangreichen Hintergrund-Text zu den Falkland-Inseln könnt ihr hier nachlesen. Das dafür notwendige einwöchige Gratis-Probeabo bekommt ihr hier.
- Italien: Wird Giorgia Meloni von rechts überholt?21.09., 02:3021.09.2026, 02:3000:16:57
Der frühere General Roberto Vannacci sorgt in der italienischen Politik für erhebliche Unruhe. Mit seiner Partei Futura Nazionale positioniert er sich weiter rechts als Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Im Gespräch analysiert unser Korrespondent den Rechtsextremismus in Italien, warum Vannaccis Kurs und wie seine Nähe zu Russland der Regierung gefährlich werden könnte. Gast: Luzi Bernet, Italien-Korrespondent der NZZ Host: Alice Grosjean Produktion und Redaktion: Simon Schaffer und David Vogel Hier findest du Luzis Artikel über Vannacci und seine gesamte Berichterstattung aus Italien. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier.
- «Nicht nur Koalas und Haie sind hier von Interesse» – Australien-Korrespondentin Barbara Barkhausen19.09., 02:3019.09.2026, 02:3000:24:53
Seit über 20 Jahren berichtet die freie Korrespondentin Barbara Barkhausen aus Sydney über Down Under, Neuseeland und die Pazifikregion. Während früher oft skurrile Tiergeschichten und die heimische Fauna im Vordergrund standen, rücken heute zunehmend geopolitische Spannungen und der wachsende Einfluss Chinas in den Fokus der internationalen Berichterstattung. Neben dem Wandel in der Weltpolitik prägen der spürbare Klimawandel und weiterhin der Terroranschlag am Bondi Beach 2025 die Arbeit vor Ort. Auch wegen der Erkenntnisse über Antisemitismus in Australien. Barkhausen gibt zudem persönliche Einblicke in den Alltag auf dem Kontinent, spricht über die bemerkenswerte Hilfsbereitschaft der Menschen und erläutert, warum sie der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe in der heimischen Tierwelt besonders bewegt. Gast: Barbara Barkhausen, freie Korrespondentin Host: Simon Schaffer Mehr Texte von Barbara bei der NZZ. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.
- Russlands «Mutter Teresa» kritisiert den Krieg - und soll ins Gefängnis18.09., 02:3018.09.2026, 02:3000:17:09
Lida Moniawa gründete in Moskau das «Haus mit dem Leuchtturm», ein Kinderhospiz für schwerstkranke und todkranke Kinder. In Russland werden Menschen mit Behinderungen oft an den Rand gedrängt und unsichtbar gemacht. Lida aber kämpft für die Würde aller. Doch weil sie sich klar gegen den Krieg in der Ukraine aussprach, geriet die Aktivistin ins Visier der Justiz. Nun droht ihr eine jahrelange Haftstrafe und sie steht unter Hausarrest. NZZ-Redaktorin Inna Hartwich ordnet ein, was dieser Fall über das heutige Russland verrät. Gast: Inna, Hartwich, NZZ-Redaktorin Host: Simon Schaffer Innas Artikel über Lida Moniawa findest du in der NZZ. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier.