
Beschreibung der Episode
"Arrival" machte ABBA zu Weltstars
ABBA – bestehend aus den beiden damaligen Paaren Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus sowie Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad – hatten 1974 mit "Waterloo" den Eurovision Song Contest in Brighton gewonnen. Als sie im August 1975 mit den Arbeiten an "Arrival" begannen, konnten sie mit Songs wie "Mamma Mia" und "SOS" bereits weitere internationale Erfolge feiern.
Die Aufnahmen zu "Arrival" dauerten für ABBA ungewöhnlich lange, unter anderem weil die Bandmitglieder zunehmend private Verpflichtungen hatten. Doch das Warten sollte sich lohnen: Am 11. Oktober 1976 veröffentlichte ABBA schließlich ein Album, das sich weltweit millionenfach verkaufte und zu den erfolgreichsten ihrer Karriere zählt.
Mit "Arrival" bewies die Band, dass sie längst auch auf dem internationalen Musikmarkt angekommen war. Gleichzeitig behauptete sie sich in einer Zeit, in der so unterschiedliche Genres wie Disco, Rock und Punk die Musikwelt der 1970er-Jahre prägten.
Dabei hatte ABBA einen entscheidenden Vorteil: Die Band entwickelte einen unverwechselbaren Sound, indem sie ganz unterschiedliche musikalische Einflüsse miteinander verband. Elemente skandinavischer Volksmusik und Folklore trafen auf europäische Klassik, Musical und Disco. So gelang es ABBA, einen eigenständigen europäischen Popsound zu entwickeln und sich auf dem stark US-amerikanisch geprägten internationalen Musikmarkt zu etablieren.
Das ist die Blaupause für Popmusik. Mit ABBA wird Popmusik zur Kunstform.In "Dancing Queen" steckt der unverwechselbare ABBA-Sound "Dancing Queen" ist nicht nur einer der bekanntesten Songs von ABBA, sondern wahrscheinlich auch einer der bekanntesten Popsongs überhaupt. Selbst wer ABBA nicht regelmäßig hört, wird den Hit bestimmt schon nach wenigen Sekunden am ikonischen Piano-Intro erkennen. Der Song ist dabei äußerst raffiniert produziert. Durch die Arrangement-Technik "Wall of Sound" entsteht durch die Überlagerung verschiedener Instrumente und Klangschichten ein besonders dichter, voller Sound. Hinzu kommt der Wechsel zwischen eher einstimmigen Passagen in den Strophen und dem mehrstimmigen Gesang von Agnetha und Anni-Frid im Refrain. Dieses Zusammenspiel entwickelte sich daraufhin zu einem Markenzeichen von ABBA. Ebenfalls typisch für ABBA und in "Dancing Queen" besonders gut zu hören, sind die instrumentalen Einschübe in den Gesangspausen. Sobald die Stimmen aussetzen, übernehmen etwa Piano oder Streicher und füllen die entstandenen Lücken. So bleibt das Arrangement ständig in Bewegung und schafft gleichzeitig eingängige musikalische Motive, die dem Song seinen hohen Wiedererkennungswert verleihen. Ein ABBA-Song über das Ende einer Liebe Kaum ein ABBA-Song scheint im Rückblick so gut zur Beziehungsgeschichte der beiden Paare innerhalb der Band zu passen wie "Knowing Me, Knowing You". Der Song erzählt vom Ende einer Beziehung. Beim Schreiben stellte sich Björn Ulvaeus ein leeres Haus vor, in dem noch die Erinnerungen an eine vergangene Beziehung nachhallen. Eine besondere Bedeutung erhielt der Song erst im Nachhinein, denn beide ABBA-Ehen zerbrachen in den folgenden Jahren.Quelle: Stephan Fahrig, Musikredakteur über ABBA und "Arrival"
["Arrival"] zeigt, wie klug Popmusik komponiert werden kann.Wie "Arrival" die Popmusik bis heute prägt Mit "Arrival" prägten ABBA die Popmusik nachhaltig und wurden zum Vorbild für zahlreiche nachfolgende Künstlerinnen und Künstler. Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig bringt die Bedeutung der Band auf den Punkt: "Sie setzen damit Schweden auf die musikalische Landkarte dieser Welt." Damit schrieb ABBA nicht nur ein Stück Popmusikgeschichte, sondern ebnete auch den Weg für den internationalen Erfolg weiterer schwedischer Acts wie Roxette, Ace of Base oder später Avicii. Doch ihr Einfluss reicht weit über Schweden hinaus: Auch internationale Popstars wie Britney Spears, Katy Perry, Taylor Swift oder The Weeknd zeigen, wie präsent ABBAs musikalisches Erbe bis heute geblieben ist. Über diese Songs vom Album "Arrival" sprechen wir im PodcastQuelle: Katharina Heinius, Musikredakteurin über "Arrival"
- (21:10) – "When I Kissed The Teacher"
- (28:22) – "Dancing Queen"
- (59:00) – "Fernando"
- (01:13:26) – "Knowing Me, Knowing You"
- (01:22:25) – "Money, Money, Money"
- (09:13) – "Waterloo" von ABBA
- (09:43) – "S.O.S." von ABBA
- (09:54) – "Mamma Mia" von ABBA
- (10:28) – "Fernando" von Anni-Frid Lyngstad
- (23:25) – "Det Där Med Kärlek" von Benny Andersson und Björn Ulvaeus
- (26:42) – "Don't Stand So Close To Me" von The Police
- (27:30) – "Hot For Teacher" von Van Halen
- (32:07) – "Nina, The Pretty Ballerina" von ABBA
- (33:43) – "Rock Your Baby" von George McCrae
- (34:06) – "Iko Iko" von James Crawford
- (01:26:42) – "Sandwich" von Benny Andersson und Björn Ulvaeus
- Buchtipp: "Fernando and the Flute" von Philip Tagg. Was euch in diesem musikwissenschaftlichen Standardwerk erwartet, erfahrt ihr hier
- Das Video zu "When I Kissed The Teacher" auf Youtube
- Das Video zu "Dancing Queen" auf Youtube
- Das Video zu "Knowing Me Knowing You" auf Youtube
- Das Video zu "Fernando" auf Youtube
- Das Video zu "Money, Money, Money" auf Youtube
- Die ABBA-Doku auf Arte: "ABBA: Das größte Pop-Phänomen der Welt"
- Björn im Interview mit Rick Beato auf Youtube
- ARD Podcast-Tipp: "Zwischen Hamburg und Haiti"