Es ist 1996: Porsche-Klassenfahrt nach Polen. Die non approved Folge
Beschreibung der Episode
Folge 96. Also reisen wir natürlich erst einmal zurück ins Jahr 1996.
Fettes Brot erklärt uns, dass die Freundin weg ist, Sascha macht seinen 125er Führerschein und entdeckt mit einer alten Honda CB 125 zum ersten Mal diese besondere Form von Freiheit, bei der man einfach sagt: Ich bin in vier Stunden wieder da.
Und dann war man vier Stunden weg.
Kein Standort teilen. Kein „Wo bist du?“. Kein Handy, das im Minutentakt vibriert. Dafür 11 kW, ungefähr 1.300 Mark Kaufpreis und das sichere Gefühl, mit 16 Jahren gerade die halbe Welt erobert zu haben.
Hannes hatte damals statt Motorrad ein sündhaft teures Mountainbike. Ost West Verständigung auf Maschinenhort Art.
30 Jahre später beginnt bei ihm gerade die nächste Generation Mobilität. Nathan besteht die Theorieprüfung mit null Fehlern und während der Sohn erstaunlich entspannt bleibt, steht der Vater auf dem DEKRA Gelände kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Danach folgen die ersten Fahrübungen auf abgesperrtem Gelände. Mit Schaltung natürlich. Noch ist schließlich nicht alles verloren.
Wir sprechen außerdem über SLK, Boxster, Alarm für Cobra 11, Command & Conquer, Duke Nukem, leere iPads beim Schornsteinfeger und darüber, warum ein Satz wie „Geht nicht, mein iPad ist leer“ eigentlich für erstaunlich viele Lebenssituationen geeignet ist.
Und dann geht es endlich nach Polen.
Non Approved.
Vier Tage, ein komplett belegtes Hotel und eine Horde Porsche Fahrer, die sich irgendwo zwischen Klassentreffen, Familienurlaub und kontrolliertem Wahnsinn bewegt.
Schon die gemeinsame Anreise macht Hannes glücklich. Dann stehen morgens im ersten Licht weit über hundert Porsche nass vom Tau auf einer Wiese, über ihnen Lichterketten, daneben Kaffee, Zigaretten und Menschen, die man teilweise ein Jahr lang nicht gesehen hat und trotzdem sofort wieder das Gefühl hat, gestern erst gemeinsam an der Bar gesessen zu haben.
Natürlich wird auch gefahren. Durch Polen, zur Rennstrecke, auf einen Ponyhof, in dessen Reithalle plötzlich eine komplette Porsche Meute steht, während die Maschinenhort 90er Playlist läuft. Und überall wieder diese Erfahrung, die Hannes an Polen so liebt: Menschen stehen am Straßenrand, winken, filmen, zeigen Daumen hoch und freuen sich einfach über Autos.
Zwischendurch muss Hannes noch eine Aufgabe übernehmen, auf die er ungefähr so gut vorbereitet ist wie wir auf diesen Podcast: eine Versteigerung moderieren.
Also macht er das, was er am besten kann.
Mit maximaler Überzeugung völligen Unsinn erzählen.
Funktioniert erstaunlich gut. Für acht Kunstwerke und Porsche Skulpturen kommen am Ende rund 7.500 Euro für einen guten Zweck zusammen. Selbst der Versteigerungshammer findet noch einen neuen Besitzer.
Und dann war da noch eine Rechnung offen.
Seit Jahren behauptet Schinki, dass er eine echte Prinzenrolle mit verbundenen Augen selbstverständlich von den günstigen Alternativen unterscheiden könne.
Drei Kekse. Drei Kandidaten. Augen zu.
Schinki entscheidet sich für Aldi.
Vier Jahre Diskussion beendet.
Mehr Genugtuung kann ein Mann für wenige Euro kaum kaufen.
Bei all dem Unsinn gibt es aber auch diese Momente, die hängen bleiben. Eine Videobotschaft von Janni, der diesmal nicht dabei sein konnte. Ein junger Hörer, der Hannes einfach am Buffet anspricht und sich für den Podcast bedankt. Und einige Nachrichten von Menschen, die uns erzählen, dass Maschinenhort gerade dann gut tut, wenn das Leben selbst nicht besonders leicht ist.
Vielleicht ist genau das inzwischen ein ziemlich wichtiger Teil dieses Podcasts geworden.
Eine Stunde pro Woche wie an der Tankstelle mit Freunden stehen. Über Autos reden. Über vollkommen belanglose Dinge lachen. Abschweifen. Wieder zurückkommen. Und für einen Moment den Rest draußen lassen.
1996, erste Freiheit auf zwei Rädern, 150 Porsche in Polen, ein Keksduell mit historischem Ausgang und zwei Männer, die immer noch nicht wissen, wann man eigentlich einen Podcast beenden sollte.
Viel Spaß mit der neuen Folge Maschinenhort.