Krawalle & Liebe

#6: SPECIAL zum Feministischen Kampftag (2/5) – Die 1. Feminismus-Welle

07.03., 05:3000:09:08
Beschreibung der Episode
»Krawalle & Liebe«-SPEZIAL: FEMINISMUS-INFO-HAPPEN TO GO! Folge 2: Die Ziele und Errungenschaften der 1. Feminismus-Welle – von der Französischen Revolution bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Morgen ist Internationaler Frauenkampftag! Deshalb gedenken wir in diesem Spezial all denen, die überhaupt erst die Grundlage für unsere heutigen Privilegien und Kämpfe gelegt haben: die Vorkämpfer*innen der 1. Welle des Feminismus. Und genau darum geht es in der heutigen Folge des »Krawalle & Liebe«-Spezials. Doch Sabrina geht noch ein Stück weiter in der Geschichte zurück, denn alles begann mit der Französischen Revolution. Das Ironische: Obwohl die Revolution die Menschen gleicher machen sollte, wurden die Rechte von Frauen weiter zurückgedrängt. Einzelne feministische Kämpferinnen wie Olymp de Gouges forderten damals die Gleichstellung von Mann und Frau – und wurden für ihre revolutionären Gedanken im Zweifel geköpft. Das Problem: Es gab für Frauen keine Möglichkeit, sich zu organisieren – und so sollte es noch Jahrzehnte bis zu einer echten Frauenbewegung dauern. Erst rund 50 Jahre beginnen Frauen, sich zusammenzuschließen. Während die Frauenbewegung in den USA von Anfang an im Spannungsfeld von Feminismus und Rassismus stand, kämpften die europäischen Frauen um Luise Otto-Peters für bessere Bildung und das Recht auf Arbeit. Doch eines der zentralen Anliegen aller Frauenrechtler:innen auf der ganzen Welt: das Frauenwahlrecht. Einen gewaltigen Fortschritt erlangten dabei die Sufragetten, die zunächst nur demonstrierten, bald schon aber Landsitze anzündeten und Bombenanschläge verübten, um sich Gehör zu verschaffen. Die Frauenbewegung wurde lauter, radikaler – und zeigte Wirkung. In Deutschland kämpfte vor allem Clara Zetkin für das Recht zum Wählen und gründete den ersten Internationalen Frauentag. Eine Million Frauen gingen am 8. März 1911 weltweit auf die Straße. Mit Erfolg: Das Frauenwahlrecht setzte sich durch. In Deutschland durften die Frauen 1919 zum ersten Mal wählen und gewählt werden. Zwei Weltkriege und viele Aufs und Abs aus Erfolgen und Niederlagen später stand es 1949 schließlich auch im deutschen Grundgesetz geschrieben: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Doch wie gleichberechtigt waren sie im Alltag wirklich? Viel Spaß beim Hören und geht morgen mit uns auf die Straße! Feedback zur Folge könnt ihr den beiden gerne auf Dianas Kanälen dalassen: www.instagram.com/punkrockana www.facebook.de/D.Ringelsiep Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, »Dossier Frauenbewegung«, 8.9.2008, https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/frauenbewegung/ Henning von Bargen, »Von Welle zu Welle«, Heinrich Böll Stiftung – Böll.Thema »Demokratie braucht Feminismus«, Ausgabe 2, 2018 https://www.boell.de/de/2018/07/03/von-welle-zu-welle Friedrich-Ebert-Stiftung, »Feminismus und Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland«, chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=60183&token=92f38026af5375b81447d5a36099373a72d25389 Vero Ventils, »Kleine Geschichte des Feminismus«, 8.10.2016, https://innenansicht-magazin.de/2016/10/08/kleine-geschichte-des-feminismus-teil-1-die-aufklaerung/