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143- #145 Wenn Männer schweigen - Franziska Ferber07.10., 00:0107.10.2026, 00:0101:08:45Wird gerade ausgewertet
Was passiert mit Männern bei unerfülltem Kinderwunsch? Wie erleben sie Kinderwunschbehandlung, Abschied und ungewollte Kinderlosigkeit? Und was können wir tun, wenn wir als Paar völlig unterschiedlich trauern? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kinderwunschcoach Franziska Ferber von www.kindersehnsucht.de. - Hinweis: wir haben diese Folge aufgenommen, bevor die Folge mit Luisa und der konkreten Frage veröffentlicht wurde. Daher sind wir allgemein geblieben., Franziska hat einen Rundum-Überblick für euch. Denn während Frauen den Kinderwunsch durch Zyklus, Hormone, Untersuchungen und Behandlungen häufig sehr körperlich erleben, stehen Männer oft daneben. Sie trösten, machen Mut, übernehmen die Rolle des „Starken“ und funktionieren. Doch was passiert mit ihrer eigenen Trauer? Franziska warnt vor einem Wort ganz besonders: Schuld. Wenn die Kinderwunschdiagnostik eine Ursache bei einem der Partner findet, wird aus „Bei mir wurde etwas festgestellt“ schnell: Ich bin schuld. Ich habe versagt. Ich bin nicht gut genug. Und damit können sich viele Türen für ein gemeinsames Gespräch schließen. Wir sprechen darüber, warum Männer anders mit ungewollter Kinderlosigkeit umgehen können, warum nicht jeder über seine Gefühle sprechen muss – und warum wir vom Partner nicht verlangen können, den gleichen Weg der Verarbeitung zu gehen wie wir selbst. Und Franziska hat sehr konkrete Tipps für Paare. Wenn ihr über den Kinderwunsch nicht mehr miteinander sprechen könnt, dann sprecht über eure Zukunft: Wie wollen wir in einem Jahr leben? Wie in fünf Jahren? Was macht uns gemeinsam Freude? Und welche Dinge, die wir eigentlich mit unseren Kindern erleben wollten, können wir trotzdem in unser Leben holen? Es geht um Eigenverantwortung und Grenzen, um alte Rollenbilder und das Leistungsprinzip, um Männer, die lieber mit sich selbst ausmachen, was sie beschäftigt – und um Frauen, die lernen müssen, dass sie die Trauerarbeit ihres Partners nicht übernehmen können. Und um einen Gedanken, den Franziska allen mitgibt, die sich ein glückliches Leben ohne eigenes Kind noch überhaupt nicht vorstellen können: Fangt an. Auch wenn ihr noch nicht bereit seid. Und unbedingt bis zum Schluss hören: In den Outtakes lassen wir euch einen privaten Blick hinter die Kulissen werfen. 😉
- #144 Luisa lässt los - ihr Mann ist noch nicht so weit23.09., 00:0123.09.2026, 00:0101:01:55
„Ach, vier Wochen später bin ich schwanger.“ Davon war Luisa überzeugt, als sie und ihr Mann 2020 in ihre Kinderwunschreise starteten. Sie hatten geheiratet, wollten eine Familie gründen – und kannten schließlich sogar Freunde, bei denen eine Kinderwunschbehandlung funktioniert hatte. Also: ICSI machen, schwanger werden, fertig. Heute sagt Louisa: „Ich war total blauäugig.“ Es folgen Punktionen, Transfers, Medikamente, Untersuchungen und immer neue Hoffnungen. Beim ersten Transfer schaut Louisa auf die Zellen und denkt: „Das ist jetzt mein Kind.“ Doch sie wird nicht schwanger. Mit jedem Versuch wird die Belastung größer. Luisa kämpft mit Überstimulation, Wassereinlagerungen, Schüttelfrost, Knochenschmerzen und Erschöpfung. Und irgendwann kommt der Moment, in dem sie sich fragt: „WTF – was tue ich mir hier eigentlich an?“ Denn während beide ein Kind wollen, trägt vor allem sie die körperliche Last. Sie fährt 14- oder 15-mal jeweils anderthalb Stunden zur Klinik. Als schließlich auch die Behandlung in einer neuen Klinik keine Hoffnung bringt, ist für Luisa auch körperlich irgendwann klar: Meine Grenze ist erreicht. Doch genau dort beginnt ein Teil dieser Geschichte, über den wir beim unerfüllten Kinderwunsch viel zu selten sprechen. Denn während Luisa langsam trauert, verarbeitet und beginnt, sich ein erfülltes Leben ohne eigenes Kind vorzustellen, hält ihr Mann noch immer am Bild des gemeinsamen Kindes fest. Sie verabschieden sich – aber nicht im gleichen Tempo. Ihr Mann zieht sich zurück, spricht weder mit Luisa noch mit Freunden über das, was in ihm passiert. Ihr Mann stellt plötzlich alles infrage: den Hof, ihre Ehe, ihre gemeinsame Zukunft. Und trotzdem erkennt sie: Endlich spricht er. Und jetzt? Wir einigen uns, dass diese Folge eine Fortsetzung braucht, die genau an dem Punkt ansetzt. Ich möchte mit einer Expertin darüber sprechen, warum manche Männer nach dem Ende einer Kinderwunschbehandlung erst anfangen zu trauern, warum ihnen häufig die Worte dafür fehlen – und wie Paare verhindern können, sich beim Abschied voneinander zu entfernen.
- #143 Granocyte - Wegweiser mit Antonia09.09., 00:0109.09.2026, 00:0100:49:29
Drei Fehlgeburten, zahlreiche Kinderwunschbehandlungen – und das Wissen, dass die eigenen Versuche langsam dem Ende entgegengehen. Antonia kennt dieses Gefühl nur zu gut: „Mein Arzt ist immer positiv gestimmt. Ich bin langsam verzweifelt.“ Nach ihren Fehlgeburten versucht Antonia einen neuen Weg: Granocyte. Das Medikament soll das Immunsystem beeinflussen und wird in der Kinderwunschbehandlung teilweise eingesetzt, wenn immunologische Faktoren als mögliche Ursache für wiederholte Fehlgeburten oder ausbleibende Einnistung diskutiert werden. Antonia erzählt warum hat ihr Arzt Granocyte vorgeschlagen, wie läuft die Behandlung ab und wie spritzt man das Medikament überhaupt – und warum sind da zwei Nadeln in der Packung? Sie berichtet auch, wo sie das Medikament günstiger bekommt. Und Antonia sagt auch ganz klar auf die Frage, ob sie Granocyte anderen Betroffenen empfehlen würde: Es fehlen Erfahrungsberichte. Genau deshalb machen wir diese Folge. 🎧 Mehr zu immunologischen Faktoren und KIR-Genen hört ihr auch in Folge 130 mit Eva: hier klicken.
- #142 Eizellspende in Spanien - Melanies Reise zum Kind26.08., 00:0126.08.2026, 00:0100:42:24
Acht Inseminationen. Sechs IVF-Versuche. Immer weniger Eizellen. Und irgendwann dieser eine Satz, den sich niemand mit Kinderwunsch wünscht: Alle Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Melanie erzählt in dieser Folge von ihrem langen Weg durch die Kinderwunschbehandlung bis zu dem Moment, als nur noch eine einzige Eizelle gewonnen werden konnte. Als auch dieser letzte Versuch scheiterte, schien der Traum vom eigenen Kind endgültig vorbei. Doch dann eröffnete sich ein neuer Weg: die Eizellspende in Spanien. Wie findet man eine Klinik? Wie läuft die Behandlung dort ab? Warum fühlten sich Melanie und ihr Mann vom ersten Gespräch an so gut aufgehoben? Was bedeutet das sogenannte Phänotyp-Matching? Welche Untersuchungen werden zusätzlich durchgeführt? Wie spricht man mit dem eigenen Arzt in Deutschland oder verschweigt man lieber die Behanldung im Ausland, die in Deutschland gesetzlich verboten ist? Wie oft muss man tatsächlich nach Spanien reisen? Und mit welchen Kosten muss man rechnen? Eine Folge für alle, die sich fragen, wie eine Eizellspende in Spanien tatsächlich abläuft – und für alle, die wissen möchten, dass es manchmal doch noch einen neuen Weg gibt, wenn man glaubt, am Ende angekommen zu sein. Kontakt zu Melanie: über www.kinderwunschlosgluecklich.de
- #141 Der letzte Versuch - Stephanie prüft PID12.08., 00:0112.08.2026, 00:0100:52:52
Stephanie war bereits in Folge #111 von Kinderwunschlosglücklich zu Gast (Link siehe unten). Damals sagte sie einen Satz, der vielen Zuhörer:innen im Gedächtnis geblieben ist: „Ich möchte nicht die Happy End -Geschichte sein, falls es klappt!" Heute ist sie wieder da. Und sie erzählt eine Geschichte, die sie selbst nie erzählen wollte. Nach sechs Jahren Kinderwunschbehandlung, mehreren Fehlgeburten, biochemischen Schwangerschaften, einer leeren Fruchthülle und unzähligen Hoffnungen und Enttäuschungen wurde Stephanie schwanger. Doch diese Folge soll eben keine klassische Happy-End-Geschichte sein. Denn Stephanie erzählt offen, dass eine Schwangerschaft den Schmerz der vergangenen Jahre nicht einfach auslöscht. Sie spricht darüber, wie ihre Beziehung beinahe an der Kinderwunschzeit zerbrochen wäre, wie unterschiedlich sie und ihr Partner getrauert haben und warum sie rückblickend sagen kann: Es war ein sch*** Weg - denn der Preis war zu hoch. Besonders eindrücklich beschreibt sie den Moment, als ihr Partner innerlich bereits Abschied vom Kinderwunsch genommen hatte, während ihr Körper eine nicht intakte Schwangerschaft noch nicht loslassen konnte. Zwei Menschen, die gleichzeitig in völlig unterschiedlichen Phasen des Abschieds feststeckten. Als schließlich der letzte Versuch doch noch stattfand und der Schwangerschaftstest positiv war, war Stephanies erste Reaktion: „Es ist noch immer nicht vorbei.“ Stephanie erzählt außerdem von der außergewöhnlichen Begleitung durch ihre Kinderwunschärztin und gibt euch einen Überblick über die Möglichkeit einer Präimplantationsdiagnostik (PID) nach wiederholten Fehlgeburten. Bitte sagt Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch nicht, sie seien "schwanger geworden, weil sie losgelassen haben". Dieser Satz verletzt bis heute. Denn ihre Schwangerschaft ist nicht die Belohnung für sechs Jahre Leid. Der Weg bleibt schmerzhaft. Und genau deshalb möchte Stephanie, dass ihre Geschichte vollständig erzählt wird. Folge 111 mit Stephanie: hier klicken Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, die sich mehr Aufklärung und Sichtbarkeit rund um unerfüllten Kinderwunsch, wünschen.
- #140 Ehrenamtlich „Mama“ - Silke engagiert sich als aktive Patin29.07., 00:0129.07.2026, 00:0101:00:09
Nach Jahren im Kinderwunsch und dem Abschied von der Vorstellung eines eigenen Kindes hat Silke einen ganz besonderen Weg gefunden, Kinder in ihr Leben zu lassen: Sie engagiert sich ehrenamtlich als Patin für ein Mädchen aus Berlin. In dieser Folge erzählt sie, wie sie über ein Plakat auf das Patenschaftsprogramm aufmerksam wurde, warum sie sich parallel zum letzten Kryoversuch bereits mit Alternativen beschäftigt hat. Silke berichtet offen von ihrer Trauer nach dem unerfüllten Kinderwunsch und von der Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erhalten hat. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie eine Patenschaft entsteht, wie das Matching zwischen Familie und Paten abläuft und welche Rolle Vertrauen, Geduld und gegenseitiger Respekt auch mit den leiblichen Eltern dabei spielen. Heute verbringen Silke und ihr Mann jede Woche mehrere Stunden mit ihrem Patenkind. Einmal im Jahr gestalten sie gemeinsam ein Wünscheglas für die kommenden Monate. Dabei verschweigt Silke nicht die Herausforderungen: die anfängliche Nervosität, die Angst vor Zurückweisung oder Verlust, Loyalitätskonflikte gegenüber der Herkunftsfamilie und die Frage, ob man den Bedürfnissen eines Kindes wirklich gerecht wird. Besonders berührt hat mich ihr Blick auf die leiblichen Eltern (so wichtig!), die den Mut haben, Unterstützung zu suchen und anzunehmen und damit eine weitere Bezugsperson in das Leben ihrer Kinder zu lassen. Für Silke verdienen diese Familien großen Respekt. Wir sprechen außerdem darüber, warum eine Patenschaft kein Ersatz für ein eigenes Kind ist – und dennoch eine tiefe, bereichernde Beziehung entstehen kann. Darüber, wie sich ihr Verständnis für Elternschaft verändert hat und warum ihr Engagement ihr Leben auf eine Weise bereichert, die sie vorher nicht erwartet hätte. In dieser Folge erfährst du:• Wie eine ehrenamtliche Patenschaft funktioniert• Wie Familien und Patinnen zusammenfinden• Welche Voraussetzungen es für eine Patenschaft gibt• Wie Kinder in den Matching-Prozess einbezogen werden• Warum eine Patenschaft kein Kinderersatz ist Hilfreiche Links: AMSOC – Patenschaften in Berlin: https://www.amsoc-patenschaften.de Känguru – hilft und begleitet (Diakonie Berlin): https://www.diakonie-portal.de/ehrenamt/kaenguru-hilft-und-begleitet wellcome Berlin – praktische Hilfe für Familien: https://www.wellcome-online.de/hilfe-nach-der-geburt/deutschland/berlin/ Informationen zu Pflegefamilien und Adoption in Berlin: https://www.pflegekinder-berlin.de/vergleich-pflegefamilie-adoption/ Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, die nach neuen Wegen suchen, Kindern und Familien etwas von ihrer Zeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu schenken.
- #139 Wer kümmert sich um mich im Alter? Jennys Vorsorgetipps für Kinderlose15.07., 00:0115.07.2026, 00:0100:51:22
Was passiert eigentlich, wenn wir im Alter Hilfe brauchen – und keine Kinder oder nahen Angehörigen da sind, die sich kümmern können? Darüber spreche ich in dieser Folge von Kinderwunschlosglücklich mit Jenny, die beruflich in einer Betreuungsbehörde arbeitet. Täglich begegnet sie Menschen, die nicht rechtzeitig vorgesorgt haben und deren Angelegenheiten dann von Fremden geregelt werden müssen. Sie erklärt, wie gesetzliche Betreuung tatsächlich funktioniert, welche Missverständnisse es gibt und warum wir keine Angst davor haben müssen, Hilfe anzunehmen. Wir sprechen darüber, welche Möglichkeiten insbesondere kinderlose Menschen schon zwischen 30 und 50 haben, um ihre Selbstbestimmung zu sichern. Und Ängste vor Zwangsbetreuung zu nehmen, denn sie erklärt auch, warum niemand gezwungen werden kann, eine Betreuung zu übernehmen, weshalb das Amtsgericht Betreuungsvorschläge prüft und was passiert, wenn keinerlei Vorsorge getroffen wurde. Außerdem werfen wir einen Blick auf die emotionale Seite des Themas: Warum viele Menschen Hilfe so lange wie möglich vermeiden, weshalb das Annehmen von Unterstützung oft schwerfällt und was wir aus belastenden Lebenssituationen – auch im unerfüllten Kinderwunsch – über Selbstfürsorge lernen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie wir unser Leben schon heute leichter machen können. In dieser Folge erfährst du: • Wie gesetzliche Betreuung wirklich funktioniert • Was passiert, wenn niemand für dich Entscheidungen treffen kann • Warum eine Vorsorgevollmacht für Unverheiratete besonders wichtig ist • Wozu eine Betreuungsverfügung dient • Wie du deine Patientenverfügung sinnvoll hinterlegst • Warum Vorsorge bereits ab 30 Jahren sinnvoll sein kann • Weshalb Nachbarschaft und soziale Netzwerke im Alter so wertvoll sind • Wie du mehr Selbstbestimmung für deine Zukunft schaffen kannst Hilfreiche Links: • Vorsorgeregister: https://www.vorsorgeregister.de • Informationen zu Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung beim Bundesministerium der Justiz https://www.bmjv.de/DE/service/formulare/form_vorsorgevollmacht/form_vorsorgevollmacht_node.html Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung und wenn du sie mit Menschen teilst, für die dieses Thema ebenfalls wichtig sein könnte.
- #138 - Sophias Regenbogenkind und Hilfe für Sterneneltern01.07., 00:0101.07.2026, 00:0100:54:55
Sophia (37 Jahre) aus der Nähe von Oldenburg hat eine lange Kinderwunschreise hinter sich. In dieser Folge spricht sie offen über ihre stille Geburt in der 25. Schwangerschaftswoche, den Verlust ihres Sohnes und die Monate danach. Nur vier Monate später folgt der nächste Schock: eine Eileiterschwangerschaft, bei der ihr Eileiter platzt. Sophia verliert viel Blut und muss notoperiert werden – ein Moment, der über Leben und Tod entscheidet. Nach diesen Erfahrungen ist nichts mehr wie vorher. Der eigene Körper fühlt sich nicht mehr sicher an. Vertrauen geht verloren, Angst übernimmt. Es folgen zwei Jahre in der Kinderwunschklinik – ohne Erfolg. Und dann passiert das Unerwartete: Sophia wird auf natürlichem Weg schwanger. Doch statt Freude steht zunächst die Angst im Vordergrund. Die Sorge vor einer erneuten Eileiterschwangerschaft, vor einem weiteren Verlust oder einer erneuten stillen Geburt begleitet sie durch die Schwangerschaft. Selbst als ihre Tochter – ihr Regenbogenkind – geboren wird, ist nicht sofort alles gut. Sophia spricht ehrlich über Überforderung, Bindung, Ängste und die Zeit, die es braucht, um nach einer traumatischen Geburt und Verlust wieder anzukommen. Heute engagiert sie sich als Trauerbegleiterin für Sterneneltern und unterstützt Familien nach Verlust – unter anderem in der Selbsthilfegruppe 👉 Sterneneltern Achim e.V. Kontakt zu Sophia und zu mir über: www.kinderwunschlosgluecklich.de
- #137 Bea - Wassereinlagerungen nach Überstimulation durch IVF17.06., 00:0117.06.2026, 00:0100:39:46
Bea teilt in dieser Folge ihre intensive Erfahrung mit einer Überstimulation (OHSS – Ovarielles Hyperstimulationssyndrom) im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung. Nach unregelmäßigen Zyklen (50–135 Tage), ausbleibendem Eisprung und insgesamt 9 IVF-Behandlungen steht sie mitten in der künstlichen Befruchtung – als ihr Körper plötzlich heftig reagiert. Nach der Eizellenentnahme (Punktion) treten starke Wassereinlagerungen im Bauch, rasche Gewichtszunahme, Atemnot, Übelkeit und massive körperliche Einschränkungen auf. Innerhalb weniger Tage nimmt Bea bis zu 10 Kilo zu – ein klassischer, aber oft unterschätzter Verlauf einer mittelschweren Überstimulation. Diese Folge beleuchtet: typische und untypische OHSS Symptome (z. B. aufgeblähter Bauch, wenig Urin trotz viel Trinken, Druckgefühl im Oberbauch) Risiken wie Thrombose, Lungenembolie oder im Extremfall Nierenversagen warum eine Überstimulation auch ein Hinweis auf eine mögliche Einnistung sein kann wann du unbedingt ins Krankenhaus solltest und welche Tipps bei Wassereinlagerungen nach IVF helfen können Bea spricht offen über Unsicherheiten und ihren wichtigsten Lernmoment: früher auf den eigenen Körper hören und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Folge ist ein wichtiger Erfahrungsbericht für alle Frauen in der Kinderwunschreise, die sich mit IVF, ICSI, Hormonstimulation und möglichen Nebenwirkungen auseinandersetzen. Kontakt zu Bea oder mir: https://kinderwunschlosgluecklich.de/
- #136 Sandra lässt los und findet sich neu27.05., 00:0127.05.2026, 00:0100:42:01
Sandra ist 40 Jahre alt, lebt in Esslingen und spricht in dieser Folge zum ersten Mal öffentlich darüber, ungewollt kinderlos zu sein Nach mehreren Inseminationen (IUI) und dem bewussten Entschluss, keine weiteren Kinderwunschbehandlungen wie IVF zu gehen, trifft sie eine tiefgreifende Entscheidung: Sie lässt ihren Kinderwunsch los – und geht in eine radikale Form der Akzeptanz. Ein Prozess, der alles verändert. Sandra erzählt offen, wie schwer es ist, in einem Umfeld zu leben, in dem kaum über unerfüllten Kinderwunsch gesprochen wird. Statt Verständnis erlebt sie gut gemeinte, aber verletzende Ratschläge – von simplen Ernährungstipps bis hin zu Vorurteilen aufgrund ihrer Mehrgewichtigkeit oder Lebensstils. Mit einer Hashimoto-Diagnose, Erfahrungen mit unsensiblen Aussagen von Ärzten und gesellschaftlichem Druck findet sie Schritt für Schritt zurück zu sich selbst. Sie beginnt, neue Energie in andere Lebensbereiche zu lenken – und stellt sich die Frage: Was kommt jetzt? Heute spricht Sandra darüber, wie sich Kinderlosigkeit ohne Schwangerschaftserfahrung anfühlt warum sie sich bewusst gegen weitere Kinderwunschbehandlungen entschieden hat wie sie mit Vorurteilen (z. B. Gewicht, Lebensstil, Hunde statt Kinder) umgeht und warum Sichtbarkeit so wichtig ist Gleichzeitig baut sie sich ein neues Leben auf, unter anderem mit einem eigenen Projekt rund um Selbsthilfe für ungewollt Kinderlose sowie ein Hundetreff mit allerlei Angeboten 🐾 Kontakte: Hundetreff von Sandra: www.hejundwuff.de, Insta: @hej.und.wuff Hier gehts zur Folge mit Larissa, dem Expertin aus dem Team Martin Rütter, selbst mit unerfülltem Kinderwunsch unterwegs. Selbsthilfegruppe Esslingen (Start März 2026): https://menschenraum.com/
- #135 Sina- Wenn Freundschaften am Kinderwunsch zerbrechen14.05., 00:0114.05.2026, 00:0100:50:36
Mein neuer Gast Sina lebt in England und bringt eine Perspektive mit, über die viel zu selten gesprochen wird: Was passiert mit Freundschaften, wenn der Kinderwunsch zur Belastungsprobe wird? Nach mehreren Jahren Kinderwunsch, verschiedenen Behandlungen und vielen Rückschlägen wird schnell klar: Der Weg zum Wunschkind betrifft nicht nur das eigene Leben, sondern auch Beziehungen im Umfeld. Doch mindestens genauso schmerzhaft wie die medizinische Reise sind die zwischenmenschlichen Erfahrungen: Freundschaften, die sich verändern. Menschen, die nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Gut gemeinte Fragen, die sich leer anfühlen. Und Momente, in denen aus Nähe plötzlich Distanz wird. Als eine enge Freundin schwanger wird, kommt es zum Bruch. Vorwürfe, Unverständnis – und schließlich ein Kontaktabbruch. Auch innerhalb der Familie erlebt Sina schmerzhafte Distanz, etwa zu ihrer Schwägerin oder zeitweise zu ihrer eigenen Schwester. Gleichzeitig zeigt diese Folge auch, was helfen kann: ehrliche Gespräche, neue Verbindungen mit Menschen, die Ähnliches erleben, und die Erkenntnis, dass man nicht für alles verantwortlich ist. Heute ist Sina selbst Mutter – nach Kinderwunschbehandlung. Doch der Weg hat Spuren hinterlassen. Und plötzlich steht sie auf der anderen Seite: Wie sagt man Freunden, dass man schwanger ist, wenn sie selbst noch kämpfen? Eine Folge über Schmerz, Schuld, Neid – und darüber, warum Beziehungen im Kinderwunsch manchmal zerbrechen. Und was bleiben kann. Ein Shoutout an die Selbsthilfegruppe in Oldenburg gibt es auch noch und natürlich die Möglichkeit mit Sina oder mir Kontakt aufzunehmen, schreibt mir gern über: https://kinderwunschlosgluecklich.de/kontakt/
- #134 Angela- Verlassen im Kinderwunsch29.04., 00:0129.04.2026, 00:0100:49:45
Angela ist Modedesignerin mit Kinderwunsch. Mit Anfang 30 entscheidet sie sich gemeinsam mit ihrem Partner, eine Familie zu gründen. Doch während sie versuchen, schwanger zu werden, geraten andere Lebensbereiche ins Wanken: Jobverlust, Unsicherheiten – und schließlich die Trennung nach über 8,5 Jahren Beziehung. Besonders schmerzhaft: Dann erfährt Angela, dass ihr Ex-Partner mit einer anderen Frau ein Kind erwartet. Ein Moment, der alles verändert. Angela zieht für einen (beruflichen) Neuanfang nach Österreich. Ein Umfeld, in dem Kinder noch kein Thema sind – was ihr gleichzeitig Freiheit und neue Einsamkeit bringt. Sie beginnt, sich intensiv mit Möglichkeiten wie Social Freezing auseinanderzusetzen, reist dafür sogar in die Schweiz. Doch am Ende trifft sie eine Entscheidung: Sie spürt, dass dieser Weg nicht ihrer ist. Und stellt sich die große Frage: Will ich es vielleicht nicht genug? War ich IHM damals nicht genug? In dieser Folge spricht Angela offen über Zweifel, übergriffige Kommentare aus dem medizinischen Umfeld („Dann lassen Sie sich doch einfach schwängern“) und verletzende Alltagssätze. Sie erzählt, wie sie gelernt hat, ihre Grenzen zu setzen – auch indem sie sich bewusst aus Situationen zurückzieht, die ihr nicht guttun. Es geht um Eifersucht, um Schmerz, um das Gefühl, allein zu sein in einer Lebensphase, in der scheinbar alle anderen Familien gründen. Und darum, wie sie Schritt für Schritt ihren eigenen Umgang damit gefunden hat – auch mit professioneller Unterstützung. Heute ist Angela blickt Angela ambivalent auf das Thema Kinder. Und zum ersten Mal kann sie sich zwei Lebenswege vorstellen: mit und ohne Kind. Die Folge mit Anja zum bunten Weg findet ihr hier: #54 Anja und der bunte Weg Kontakt: www.kinderwunschlosgluecklich.de
- #133 Die Wahrheit hinter dem Kinderwagen - Miriams Wunsch als Mutter an uns15.04., 00:0115.04.2026, 00:0100:52:27
Miriam ist 27, kommt vom Bodensee und ist zweifache Mutter. In dieser Folge spricht sie ehrlich darüber, was oft unausgesprochen bleibt: Dass selbst dann, wenn das Wunschkind endlich da ist, nicht automatisch alles gut ist. Und: dass wir ungewollt Kinderlosen mit Müttern sehr viel mehr gemeinsamt haben, als wir glauben! Schon während ihrer Schwangerschaft begleiteten sie große Ängste – die Sorge, ihr Kind zu verlieren, war ständig präsent. Gleichzeitig wurde ihr bewusst, wie wenig selbstverständlich eine Schwangerschaft ist. Ein Erlebnis, das sie besonders geprägt hat: das Mitfühlen mit der Fehlgeburt einer fremden Frau – ein Moment, der ihre Dankbarkeit, aber auch ihre Sensibilität für andere Lebensrealitäten verstärkte. Nach außen wirkte Miriam wie eine glückliche Mutter mit Kinderwagen. Doch innerlich sah es ganz anders aus. Sie berichtet von einer traumatischen Geburt, in der sie sich nicht ernst genommen fühlte, von medizinischen Eingriffen, Angst um ihr Kind – und um sich selbst. Kommunikation fand kaum statt, Entscheidungen wurden über sie hinweg getroffen. Ein Gefühl von Kontrollverlust, das sie lange begleitet hat. Auch die Zeit danach war weit entfernt von den oft beschriebenen „magischen ersten Tagen“. Stattdessen: Einsamkeit, Unsicherheit und ein Baby, das viel schrie. Schlaflose Nächte, körperliche Erschöpfung und das Gefühl, etwas falsch zu machen. Gut gemeinte Ratschläge von außen verstärkten oft nur den Druck. Diese Folge ist ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit, mehr Empathie und mehr Verständnis füreinander. Denn egal ob mit oder ohne Kinder: Wir alle stoßen an unsere körperlichen und emotionalen Grenzen. Und alle Gefühle dürfen da sein. 📚 Buch-Hinweis: In der Folge sprechen wir auch über das Buch „So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen“ von Lena Högemann – mit vielen praktischen Checklisen, ehrlichen Erfahrungen und ein Appell zum Mut, im Kreißsaal seine Grenzen zu definieren - genau wie im Kinderwunsch auch!
- #132 Anna über Adenomyose, Endometriose und Überstimulation01.04., 00:0101.04.2026, 00:0100:39:27
Anna (35) lebt seit ihrer ersten Periode mit starken Schmerzen. Schmerzen, die immer wieder abgetan wurden als „normal“. Über zehn Jahre lang glaubte sie selbst, dass sie sich einfach durchbeißen müsse – nahm die Pille, funktionierte weiter und stellte ihre eigenen Grenzen hinten an. Erst viel später bekam das, was sie all die Jahre gespürt hatte, einen Namen: Adenomyose und Endometriose. Während Endometriose oft erst über eine Bauchspiegelung entdeckt wird, war bei Anna die Adenomyose bereits im Ultraschall sichtbar – eine Form der Endometriose in der Muskelwand der Gebärmutter. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Darmprobleme, Übelkeit, Nasenbluten: Ihr Körper sendete jahrelang deutliche Signale. Im Rahmen der Kinderwunschbehandlung bestätigte sich die Endometriose – allerdings weniger Herde als erwartet. Umso ernüchternder bei den starken Schmerzen. Die größere Herausforderung blieb die Adenomyose, die die Einnistung erschwert und für die es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt. Die radikale Option einer Gebärmutterentfernung kam für Anna nicht infrage: „Ich wollte an der Ursache arbeiten – nicht einen Teil von mir wegschneiden.“ Hinzu kamen zwei Fehlgeburten, eine bisher unentdeckte Gerinnungsstörung und eine dramatische Erfahrung während einer IVF-Behandlung: Anna entwickelte ein schweres Überstimulationssyndrom (OHSS Grad 4). 13 Liter Flüssigkeit im Körper, Wasser in der Lunge, Atemnot, Organversagen, Todesangst. Die IVF musste abgebrochen werden – es kam nie zum Transfer. Doch diese Folge ist nicht nur eine Geschichte von medizinischen Traumata. Sie ist auch eine Geschichte von Wandlung, Selbstfürsorge und neuen Wegen. Anna erzählt, wie ihr eine Doula half, ihre Fehlgeburten zu verarbeiten, warum der Satz „Du bist Mama – auch nach einer Fehlgeburt“ für sie heilsam war und wie sie gelernt hat, sich selbst wieder als ganzen Menschen zu sehen – nicht nur als Frau mit Kinderwunsch. Heute erlaubt sich Anna wieder Träume. Einen davon lebt sie bereits: Sie wurde zum Hebammenstudium zugelassen – ein lang gehegter Wunsch. Diese Folge macht Mut, dem eigenen Körper zuzuhören, sich Hilfe zu holen und das eigene Leben nicht auf „später“ zu verschieben. ✨ Denn wir sind mehr als unser Kinderwunsch!
- #131 Kraftquellen - Lena findet Stärken wenn alles schwer wird18.03., 00:0118.03.2026, 00:0100:50:13
Fünf Fehlgeburten, acht ICSI-Behandlungen mit drei Transferen, Lenas Kinderwunsch-Weg ist alles andere als ein leichter. Hinzu kommt durch die Kiwu-Zeit plötzlich die Diagnose Antiphospholipid-Syndrom (APS), eine Autoimmunerkrankung, die den Kinderwunsch zusätzlich erschwert. Sie erzählt davon, wie sie es schafft, immer wieder neue Kraft zu finden. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei ihr ganz persönlicher Safe Space. Hinzu teilt Lena ein ganz besonders berührendes, schmerzhaftes Schicksal: Sie spricht über den Verlust ihres tödlich verunglückten Bruders. Diese Erfahrung hat ihren Blick auf das Leben verändert und ihr geholfen, bewusster im Hier und Jetzt zu leben. Ein festes Ritual ist für sie bis heute geblieben: jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, die gut waren. Lena teilt offen, wie wertvoll professionelle Hilfe nach Fehlgeburten für sie und ihren Mann war. Gemeinsam haben sie gelernt, den Kinderwunsch nicht über ihre Beziehung zu stellen. Auch über soziale Medien spricht Lena ehrlich: Sie hat Kiwu-Influencern bewusst entfolgt – auch zeitweise diesem Podcast – um sich selbst zu schützen. Neid, Freude für andere, Abgrenzung und Freundschaften: für manche Menschen ist Social Media eine Kraftquelle – für andere nicht. Besonders danken wollen wir hier der ist sie für ihre Klinik Green IVF in Grevenbroich - ein Shoutout an ein Positivbeispiel. Kontakt zu Lena oder zu mir über: www.kinderwunschlosgluecklich.de
- #130 Immunologie und Kir-Gene - Evas Fehlgeburten hatten einen Grund04.03., 00:0104.03.2026, 00:0100:42:50
In dieser Folge spreche ich mit Eva (32), Tierärztin vom Niederrhein, über ein Thema, das für viele Frauen mit wiederholten Fehlgeburten eine entscheidende Rolle spielen kann – und dennoch oft nicht abgeklärt wird: Immunologie und KIR-Gene. Eva hatte innerhalb von zwei Jahren vier Fehlgeburten. Sie wurde immer wieder schwanger – konnte aber nie schwanger bleiben. Die Ärzte sagten: „Eine Fehlgeburt ist keine“, „Sie sind jung, da wird schon nichts sein“. Erst nach der dritten Fehlgeburt begann eine unvollständige Diagnostik. Hormone-Check? Angeblich unnötig. Immunologie? Abgelehnt. Überweisungen? Kaum zu bekommen. Eva aber blieb hartnäckig, auch als (Tier-)ärztin empfand sie die Diagnostik als unzureichend, die Aussagen der Ärzte zu dünn. Durch eigene Recherche stieß Eva auf das Thema KIR-Gene. Der Weg zur immunologischen Diagnostik war steinig: niemand wollte das Laborbudget einsetzen, Überweisungen wurden verweigert, sie musste kämpfen, insistieren und teils die Arztpraxis wechseln. Doch am Ende gab es endlich eine Erklärung – und einen Behandlungsplan. KIR-Gene steuern bestimmte Immunzellen (sogenannte natürliche Killerzellen) in der Gebärmutter. Diese Zellen sind eigentlich dafür da, eine Schwangerschaft zu schützen und den Aufbau der Plazenta zu unterstützen. Da ein Embryo zur Hälfte fremdes Erbgut trägt, braucht es ein gutes Gleichgewicht aus schützenden (aktivierenden) und bremsenden (hemmenden) KIR-Genen. Bei Eva fehlten jedoch zu viele der schützenden KIR-Gene, so konnte das Immunsystem den Embryo nicht ausreichend unterstützen. Hinweis: Keine Frau hat alle schützenden KIR-Gene, aber wenn mehrere fehlen, kann es schwierig werden, eine Schwangerschaft zu halten, es kommt zu häufigen Fehlgeburten. Für Eva war die Diagnose eine enorme Erleichterung: Endlich gab es einen Grund – und sie musste sich nicht „einfach nur entspannen“ oder "mal in den Urlaub fahren". Diese Folge ist ein eindringlicher Appell, aus Sicht einer Ärztin hat Eva folgende Wünsche an Kiwukliniken: Ärzte müssen auf dem aktuellen Stand bleiben, auch wenn Immunologie noch kein großes Feld ist Fortbildungen sind Pflicht – gerade im sensiblen Bereich Kinderwunsch Frauen müssen ernst genommen und unterstützt werden, schwanger zu bleiben, nicht nur schwanger zu werden Eine Folge über medizinische Lücken, emotionale Grenzerfahrungen – und darüber, wie wichtig Aufklärung, Eigeninitiative und ganzheitliche Diagnostik im Kinderwunsch sind.
- #129 Kinderwunsch und Kontoauszug - Finanzen im Kiwu mit Bianka18.02., 00:0118.02.2026, 00:0100:51:55
Viele denken: „Finanzielle Sorgen? Das passiert mir nicht. Ich schaff das schon irgendwie, und einen Partner hab ich ja auch noch. Wir teilen uns alles, auch das Geld und die Kiwu-Behandlung!" Bis der Kinderwunsch kommt – und plötzlich alles teurer wird, als man erwartet hat. In dieser Podcastfolge spreche ich mit Bianka Thielcke (41), Finanzberaterin für Frauen, über ein Thema, das im Kinderwunsch viel zu oft verdrängt wird: Geld, Kosten, Kassensturz. Gemeinsam schauen wir ehrlich auf die finanziellen Realitäten von Kinderwunschbehandlungen, Schwangerschaft, Kinderbetreuung und Partnerschaft– und darauf, warum Gefühle beim Thema Finanzen so eine große Rolle spielen. Bianka teilt nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch persönliche Erfahrungen: von der eigenen Finanz-Falle über hohe Rückzahlungen bis hin zu Solomüttern, die sich für ihre KiWu-Behandlung verschuldet haben. Wir sprechen darüber, warum das „dicke Ende“ oft erst nach der Behandlung kommt, weshalb finanzielle Vorbereitung kein Liebesentzug ist – und warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so entscheidend ist, um selbstbestimmte Entscheidungen für sich und das(zukünftige) Kind zu treffen. Diese Folge ist ein ehrlicher Weckruf: Wie viel Geld ist eigentlich „genug“ für ein Kind? Warum Emotionen und Schuldzuweisungen („Du willst es ja mehr“) gefährlich werden können Welche Strukturen du schon vor dem Kind aufsetzen kannst Warum Frauen viel besser mit Geld umgehen können, als sie glauben Und was finanzielle Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit wirklich bedeuten Biankas größter Wunsch: weniger Angst, weniger Respekt vor Finanzen – und endlich selbst anfangen. Mehr über Bianka Thiele und ihre Arbeit findest du hier: Eine Folge für alle mit Kinderwunsch die sich ehrlich, selbstbestimmt und ohne Tabus mit Finanzen im Kinderwunsch und darüber auseinandersetzen wollen.
- #128 Wenn der Kinderwunsch zurückkommt - Sabrinas Ehrlichkeit04.02., 00:0104.02.2026, 00:0100:45:26
In dieser Folge spreche ich mit Sabrina, 37 Jahre alt, Hebamme aus dem Rheintal in der Schweiz. Für sie war schon immer klar: eines Tages werde ich Mutter. Doch als sie mit 31 Jahren den Mann ihres Lebens kennenlernte, stellte sich heraus – er wollte partout keine Kinder. Sabrina erzählt, wie sie versuchte, Hoffnung in die Beziehung und in seine Meinungsänderung zu legen, wie schmerzhaft die Erkenntnis war, dass es keinen Kompromiss geben konnte, und warum sie in der Paartherapie Tränen über Tränen vergoss. Offen spricht sie darüber, wie ihre Herkunft, ihr Rollenbild und ihr Umfeld ihren Kinderwunsch geprägt haben, und weshalb Ehrlichkeit für sie immer an erster Stelle stand – auch wenn es weh tat. Und dann kam plötzlich die Wendung und ein Schock... Klickt rein! Kontakt zu Sabrina und zu mir über: www.kinderwunschlosgluecklich.de Liebe Grüße Susanne
- #127 Neues Netzwerk für Betroffene - Ulla sorgt für Sichtbarkeit21.01., 00:0121.01.2026, 00:0100:45:34
„Ich dachte, ich setze die Verhütung ab und werde schwanger.“ – Mit dieser naiven Hoffnung startete Ulla und ihr Partner in ihren Kinderwunsch. Doch nach einer Fehlgeburt, mehreren Behandlungen und dem letzten Versuch 2022 stand sie vor der Frage: "Wie geht das denn jetzt eigentlich– dieses kinderlos sein?" Wir sprechen darüber, warum es so schwer ist, sich im laufenden Kinderwunsch zu öffnen, warum manchmal eine Umarmung mehr hilft als ein Ratschlag – und wie man es schafft, Prioritäten zu verschieben und ein anderes Leben anzunehmen. Ulla engagiert sich bundesweit für bessere Bedingungen für ungewollt Kinderlose, will Betroffene in Forschung, Politik und Versorgungsstrukturen einbinden und fordert faire Behandlungszuschüsse jenseits veralteter Familienbilder. Ihre Vision: Ein bundesweites Netzwerk, in dem Betroffene voneinander lernen und gemeinsam eine starke Stimme entwickeln. Und: sie sucht noch Mitmacher/innen! 📌Ihr wollt Ulla unterstützen, Kontakt oder euch erkundigen über UIK: UIK – Ungewollt kinderlos aktiv e.V.: https://uik-verein.de/ Kontakt zu mir : www.kinderwunschlosgluecklich.de Eure Susanne
- #126 Ernährungsumstellung und Kinderwunsch - Madeleine will gesund werden07.01., 00:0107.01.2026, 00:0100:53:38
Madeleine ist 32 Jahre alt und lebt seit ihrer Kindheit mit Hashimoto. Später kam die Diagnose PCO hinzu – eine Kombination, die den Kinderwunschweg alles andere als einfach machte. Nach einer Fehlgeburt, einer Eileiterschwangerschaft und mehreren IVF-Versuchen stand sie emotional und körperlich am Limit. Die Kinderwunschklinik? Wissenschaftlich top, aber ohne Raum für die Seele. Die psychische Komponente – völlig unterversorgt. Madeleine kämpft weiter, bis sie bei den Ernährungsdocs endlich das Gefühl bekommt: Hier geht es um mich! Eine radikale Ernährungsumstellung, viel antientzündliche Kost und die Unterstützung durch ihre Therapeutin verändern nicht nur Madeleines Gesundheit – sondern auch ihren Blick aufs Leben. Eigentlich war der Kinderwunsch längst losgelassen. Ein neuer Traum stand im Raum: Auswandern in die USA. Doch dann kam alles anders und ihr Leben geriet richtig aus den Fugen. Link zu Madelaines Beratung bei den Ernährungsdocs (NDR): https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjMzMzI1M19nYW56ZVNlbmR1bmc Kontakt zu Madeleine und zu mir: https://kinderwunschlosgluecklich.de/