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Kernkompetenz Pferd - Pferdegesundheit mit Tierärztin Dr. Veronika Klein

Fachtierärztin für Pferde Dr. Veronika Klein

Education · Health & Fitness · Leisure

212 Episoden · neueste 11.10.

Häufig erwähnt

Episoden

212
  1. Pferdemensch oder Mensch mit Pferd - Teil 1
    02.05., 09:3000:16:03

    Teste dein Fachwissen Hier geht es zum Test: Bist du ein Pferdemensch? In dieser Folge besprechen wir einige Lösungen zu den Fragen des Tests und was für einen Mehrwert es für dich hat, wenn du dieses Wissen besitzt! Podcastfolge zum Hufrollen-Syndrom: HIER

  2. Borreliose beim Pferd
    09.04., 06:0000:17:02

    Ein kontrovers diskutiertes Thema in der Pferdewelt Consensus Statement Borreliose beim Pferd ** Webinar am 26.April 2020 ** Thema: Frühjahrsputz - Anweiden, Entwurmen, Fellwechsel und Aufbautraining - was ist jetzt zu beachten? Mehr Informationen zur Anmeldung erhältst du rechtzeitig über den Newsletter -> hier geht es zur Anmeldung

  3. Kernkompetenz Pferd zu Gast bei Business mit Pferd
    26.03., 19:1100:43:33

    Digitalisierung im Pferdebereich Mehr Informationen zu Business mit Pferd erhältst du hier: LINK Alles zum Onlinekurs "Projekt: gesundes Pferd" findest du hier: LINK (bis zum 30. März noch erhältlich)

  4. Welcher Pferdetyp begleitet dich?
    15.03., 15:0600:15:23

    TCM-Pferdetypen (traditionelle chinesische Medizin) Onlinekurs: "Projekt: gesundes Pferd" Webinar zur 4.-Phase Rehabilitation nach Krankheit: kostenlose Anmeldung: HIER Was für 2 Fragen müssen im Onlinekurs beantwortet werden für dich? Gestalte den Kurs aktiv mit, schreib mir eine E-Mail: veronika@kernkompetenz-pferd.de

  5. Achtsamkeit für dein Pferd - Trust Technique mit Mindful Mona
    09.02., 16:3000:27:44

    "Egal was deine Frage ist, Vertrauen ist meine Antwort! Und der Schlüssel – Achtsamkeit" Internetseite: Mindful Mona Auf Mona´s Seite findest du eine kleine Sammlung an Meditationen für dich und dein Pferd Ankunft im Stall Heuraufenmeditation Viel Spaß beim Reinhören!

  6. Entwurmung deines Pferdes
    26.01., 18:3000:19:33

    immer, nie, nur nach Kotprobe,... Zum Wurmkurs HIER

  7. Bodenarbeit - gesunderhaltendes Training
    22.01., 07:0000:27:35

    Gesundheitsförderung über das Training weitere Informationen zu Karolina Kardel und 360° Pferd findest du hier: 360° Pferd Am 2.02.2020 gebe ich wieder ein Webinar zur Gesundheitsförderung - für alle Newsletter-Abonnenten ist die Teilnahme kostenlos Hier kannst du dich dafür anmelden: Newsletter

  8. Rückblick 2019
    30.12., 07:0000:15:18

    Die Podcastfolge mit euch als Produzenten! >> Anmeldung zum Newsletter Natürlich geht es nächstes Jahr weiter - der Onlinekurs öffnet seine Tore wieder im April, der Podcast kommt weiterhin zweimal im Monat raus und im Newsletter erfährst du einmal im Monat Gesundheitstipp und alle Termine zu Vorträgen, Seminaren und Webinare 2020.

  9. Aufruf: Gib dem Podcast deine Stimme!
    20.12., 19:2900:04:09

    Rückblick 2019: Sei dabei und teile deine Aha-Momente mit uns! Schick mir eine Nachricht über: E-Mail: veronika@kernkompetenz-pferd.de über Instagram über Facebook über WhatsApp

  10. Der Sattel - ein Einflussfaktor auf die Pferdegesundheit
    16.12., 07:0000:30:44

    Interview mit Sattlerin Jana - Lucia Hodick Hier findest du den Link zur Sattlerei in der Jana tätig ist: Sattlerei Schmautz Moritzburg Kontakt: moritzburg@schmautz-bautzen.de Dir hat das Interview gefallen und du kennst andere Pferdemenschen, die von dem Wissen ebenfalls profitieren würden? Dann teile diese Folge doch gerne mit deinen Freunden und Bekannten!!

  11. Interview mit Gina von Business mit Pferd
    09.12., 07:3000:26:36

    Du bist Selbstständig im Pferdebereich? Dann ist die Folge für dich! Anzeige: Kostenloses Booklet: Profitables Pferdebusiness Homepage: https://www.business-mit-pferd.de

  12. Das 4.Phasen-Modell für mehr Pferdegesundheit
    26.11., 07:0000:20:32

    mit Strategie und Plan vorgehen! In Gesundheitsfragen sichere und souveräne Entscheidungen für dein Pferd treffen! Handlungsfähig im Ernstfall bleiben (Kolik, Verletzung), statt hilflos in der Situation zu erstarren. Als Fachtierärztin für Pferde gebe ich dir Wissen direkt aus der Praxis weiter Mehr Informationen zum Onlinekurs findest du HIER

  13. Hufgeschwür
    15.11., 12:2500:16:12

    Immer wieder Hufgeschwüre - was tun? Mehr zum 4.Phasen-Modell, dem umfassenden Konzept, das dir hilft mit Strategie zu mehr Pferdegesundheit zu gelangen erhältst du hier: auf Instagram auf Facebook

  14. Überbeine beim Pferd
    05.11., 10:3300:13:07

    Problem oder harmlos? Webinar-Zugang in der Facebook-Gruppe: Projekt gesundes Pferd Onlinekurs-Start Ende November! Trag dich in den Newsletter ein und verpasse den Start nicht.

  15. Schlundverstopfung beim Pferd
    23.10., 10:1500:13:57

    Die häufigste Speiseröhren-Erkrankung bei Pferden. Die Schlundverstopfung ist die häufigste Speiseröhren-Erkrankung beim Pferd. Es handelt sich dabei um eine Passagestörung, die teilweise und vollständig auftreten kann. Mehr zu Symptomen, Therapie und Ursachen in dieser Folge! Link zur Videoserie - Projekt: gesundes Pferd

  16. Ergotherapie bei Pferden
    26.09., 19:2400:22:40

    Interview mit Ruth und Yvonne von der PFERGO Akademie Internetseite von PFERGO Onlinekurs zur Ergotherapie beim Pferd Fachbuch "Ergotherapie für Pferde"

  17. Gesundheitscheck 2.Teil
    10.09., 18:1600:20:41

    Abtasten und die Vitalwerte Im Notfall dein Pferd schnell und souverän untersuchen, den Tierarzt rechtzeitig rufen und die geeigneten Erste Hilfe Maßnahmen durchführen – das ist das Ziel! Besorg dir das ebook “Erste Hilfe am Pferd”, bearbeiten, ausdrucken und in den Spind legen! So hast du es immer griffbereit für den Fall, der hoffentlich nicht eintritt! Aber haben ist ja bekanntlich besser, als brauchen! ebook "Erste Hilfe am Pferd"

  18. Gesundheitscheck Pferd
    05.09., 11:3300:12:31

    Einen Gesundheitscheck sollte jeder Pferdebesitzer selber an seinem Pferd durchführen können. Ein einfacher Gesundheitscheck des Pferdes sollte täglich vor dem Reiten durchgeführt werden, dies kann mit ein wenig Übung von jedem Pferdebesitzer erlernt werden. Das frühe Erkennen von Warnhinweisen und geringgradigen Krankheitssymptomen schützt das Pferd vor ernsthaften Erkrankungen. So werden Folgeschäden und lange Auszeiten aufgrund von massiven Schäden verhindert. Das erspart dem Pferd Schmerzen und Stress und den Pferdebesitzer Zeit, Geld und Nerven. Mehr dazu im Blogpost lesen: https://kernkompetenz-pferd.de/gesundheitscheck-pferd/

  19. PA, die periodische Augenentzündung
    05.08., 09:2300:16:15

    geschwollenes Auge, Augenausfluss und gerötete Bindehäute - harmlos oder Verdacht auf eine PA (ERU)? PA = periodische Augenentzündung Der medizinische Begriff für die periodische Augenentzündung lautet Equine rezidivierende Uveitis, kurz ERU und stellt eine wiederkehrende Entzündung der Gefäßhaut im Auge dar. Die Gefäßhaut besteht aus der Iris, dem Ziliarkörper und der Aderhaut und bildet die mittlere Gewebeschicht im Auge. Die Entzündung tritt entweder wiederkehrend in Schüben auf oder schleichend schlechter werdend, dann ist sie besonders tückisch. Unbemerkt und unbehandelt zerstört sie nämlich Strukturen im Auge und führt zur Erblindung. Die Entzündung kann einseitig, aber auch beidseitig auftreten. Wenn bereits ein Auge entzündet ist, liegt das Risiko, dass das andere Auge auch erkrankt bei 30% bis 35%. Untersuchungen geben eine Häufigkeit der Krankheit von 8% bis 12% in der Pferdepopulation an und es stellt weltweit die häufigste Ursache für Erblindung von Pferden dar. Früher wurde die Erkrankung auch Mondblindheit genannt und gehörte zu den Hauptmängeln in der Kaiserlichen Verordnung von 1899, vielleicht kommt der Begriff dir bekannter vor aus den Unterlagen deiner Reitabzeichenprüfung. Ursachen einer periodischen Augenentzündung Die Ursachen der Entzündung sind immer noch nicht vollständig geklärt, die heute wissenschaftlich akzeptierte Hypothese nimmt eine immunassoziierte Erkrankung mit verschiedensten Ursachen an. Die je nach geographischer Lage unterschiedlich sind. Diskutiert werden Leptospiren, Streptokokken, Virusinfektionen, allergische Reaktionen, Autointoxikationen, Autoimmunkomplex-Erkrankungen und auch erbliche Dispositionen. In der USA handelt es sich meist um eine Autoimmunreaktion, dagegen ist in Europa bei den meisten Fälle eine Leptospiren-Infektionen mitbeteiligt. Die Leptospiren-Infektion kann ohne Symptome (inapparent) verlaufen und erst Monate bis Jahre später eine Entzündung im Auge auslösen. Leptospiren sind Bakterien und kommen weltweit vor, deren Hauptwirte Nagetiere sind, wie Ratten oder Mäuse. Die Bakterien werden bei kranken Tieren mit dem Urin ausgeschieden und so stellen verunreinigte Futtermittel und Wasser die Hauptquelle für Infektionen dar sowie feuchte Böden oder Gewässer. Die Bakterien sind temperaturabhängig und kommen daher vermehrt im Sommer und Herbst vor. Aufgenommen werden sie durch Schleimhäute und verletzte Haut. Verschiedene Faktoren können die Erkrankung auch triggern, wie Stress durch Transport, Turnier oder Stallwechsel. Allerdings kommen fast alle Pferde mit Leptospiren in Kontakt während ihres Lebens, eine ERU/PA entsteht daraus aber bei Weiten nicht bei jedem Pferd! Wie gesagt die Inzidenz der ERU/PA liegt nur bei 8% bis 12% in der Pferdepopulation. Die Infektion mit Leptospiren kann mit verschiedenen Maßnahmen versucht werden zu verhindern. Mäuse und Ratten müssen systematisch bekämpft werden in den Ställen, die Futterkammer sauber und aufgeräumt halten, keine offenen Futtersäcke rumstehen lassen und feuchte Stellen trockenlegen. Wasser zum Tränken sollte sauber und fließend sein oder wenn es aus Eimern angeboten wird auf der Wiese regelmäßig erneuert werden. Eine Impfung gegen Leptospiren existiert noch nicht, jedoch kann im Einzelfall aus den bestandsspezifischen Leptospiren eine Vakzine (Impfung) nach der Anzüchtung hergestellt werden. Diese wirkt dann aber nur für diese Leptospiren-Serogruppe und die Serogruppen sind von Stall zu Stall unterschiedlich. Hat das Pferd eine ERU/PA sollte Stress und weitere Situationen vermieden werden, die das Immunsystem schwächen. Zusammenfassend sind die genauen Vorgänge bei der Entstehung neuer Entzündungsschüben bisher leider immer noch unbekannt. Die ERU kann sehr unterschiedlich verlaufen. Manchmal zwinkern die Pferde nur etwas mehr und der Entzündungsschub bleibt unbemerkt, andere zeigen starke Symptome und sind sehr schmerzhaft. Augenerkrankungen sind grundsätzlich sehr schmerzhaft – die Pferde zeigen häufig ein Schmerzgesicht. Dabei sind die Ohren nach hinten gerichtet und die Nüstern werden krausgezogen sowie das Maul fest zusammengekniffen. gesundes Auge: trocken, glänzend, offen, Pupille geöffnet krankes Auge: geschwollen, zwinkern, Augenausfluss Typische Symptome am Auge sind: Lidschwellung Tränenfluss gerötete Bindehaut graue-rauchige Hornhauttrübung verengte Pupille (Schmerzanzeichen) häufiges zwinkern bis Auge zukneifen (Schmerzanzeichen) Fibrinfäden in der vorderen Augenkammer (weiße Fäden schwimmen im vorderen Teil des Auges) schmerzbedingter Enophthalmus: das Auge wird tiefer in die Augenhöhle reingezogen, sodass das Auge kleiner erscheint die Wimpern stehen senkrecht (Schmerzanzeichen,) im gesunden Zustand stehen die Wimpern waagerecht bis leicht schräg nach unten vom Kopf Bei immer wiederkehrenden Schüben wird das Auge stark zerstört und der Augapfel schrumpft zusammen, die Hornhaut trübt sich und selbst wenn das Auge vollständig zerstört ist, haben die Pferde immer wieder Entzündungsanzeichen und Schmerzen, dann bleibt als letzte Möglichkeit nur noch die Entfernung des Auges. Bleibt die Entzündung unbemerkt oder wird fälschlicherweise angenommen es handelt sich „nur“ um eine Bindehautentzündung, dann kann das Pferd unbemerkt erblinden. Dann zeigen sie Verhaltensänderungen und sind schreckhaft, haben Angst vor wechselnden Untergründen, verweigern beim Springen, sind in bestimmten Wendungen unwillig und halten den Kopf schräg. Wenn ein Pferd häufiger ein tränendes Auge über einen längeren Zeitraum zeigt, sollte das immer vom Tierarzt überprüft werden, ob noch weitere Veränderungen im Auge zu sehen sind. Hier sollte eine klinische Untersuchung durchgeführt werden, der Augenhintergrund beurteilt werden und eventuell ein Ultraschall vom Auge durchgeführt werden. Augenveränderungen sind sehr ernst zu nehmen und andere Therapeuten können zwar bei gestellter Diagnose unterstützend eingreifen, aber für eine sichere Diagnose sollte in jedem Fall ein Tierarzt das Auge untersuchen, ohne Ausnahme. Die PA ist die häufigste Erblindungsursache des Pferdes und eine Heilung ist bei geschädigtem Auge nicht mehr möglich, also sollte nicht gewartet werden bei Verdacht. Prognose und Therapie der PA Die Prognose der PA ist schlecht und eine Heilung ist leider wie gesagt nicht möglich. Die entstandene Zerstörung im Auge kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Mit einer Augen-OP ist der Prozess aber anzuhalten. Es gibt eine medikamentöse Behandlung und eine chirurgische Möglichkeit. Die medikamentöse Behandlung dient dazu die Entzündung zu bekämpfen und die Schmerzen zu lindern, allerdings ist diese Behandlung extrem zeitaufwändig und teuer und kann in den meisten Fällen weitere Schübe nicht verhindern, sondern nur den bestehenden abfangen. So kommt es zwar verzögert, aber trotzdem zum Erblinden der Pferde. Bei jedem neuen Schub muss die Therapie sofort wiederholt werden. Teilweise ist es nötig stündlich Augentropfen oder Salben einzubringen, auch nachts! Darüber hinaus lassen sich die Pferde das in der Regel nach einer gewissen Zeit nicht mehr gefallen und dann muss ein Augenkatheter eingesetzt werden, diese Maßnahmen sind nur in der Klinik möglich. Zu den angewendeten Medikamenten zählt das Atropin, das stellt die Pupille weit. Durch den Schmerz zieht sich die Pupille zusammen und leider kommt es dann häufig zu Verklebungen mit den Fibrinfäden (Entzündungsprodukte), sodass die Pupille danach nicht mehr geöffnet werden kann. Das schränkt die Sehfähigkeit immens ein. Zur Behandlung der Entzündung werden kortisonhaltige Augensalben eingesetzt (nur bei intakter Hornhaut!) und nichtsteroidale Entzündungshemmer, die wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Daneben kommen häufig noch weitere Therapieoptionen zum Einsatz: Akupunktur, Homöopathie, Tragen einer Fliegenmaske als Sonnen- und Windschutz und Eigenblutprodukte wie Serum-Augentropfen. Ist die Entzündung abgeklungen kann eine OP durchgeführt werden, wie gesagt die Medikamente verzögern nur das Erblinden, verhindern es aber in der Regel nicht! Auf der anderen Seite gibt es 2 chirurgische Möglichkeiten: Vitrektomie Diese OP wird bei einer PA durchgeführt, die durch Leptospiren ausgelöst wird. Bei der Virektomie wird der Inhalt des Glaskörpers ausgetauscht. Der Inhalt wird abgesaugt und mit ihm die Entzündungsprodukte und Bakterien, dadurch kann die Sehfähigkeit zum Teil sogar wieder verbessert werden. Einfach ausgedrückt wird der Inhalte des Auges ausgetauscht. Durch diese Spülung werden die Entzündung und die fortschreitende Zerstörung gestoppt und das Risiko, dass danach eine erneute Augenentzündung auftritt wird mit unter 5% angegeben. Ciclosporin-A Implantat Mit dieser OP wird die auftretende Autoimmunreaktion unterdrückt, dieses Verfahren ist also sinnvoll bei Pferden, bei denen der Leptospiren-Titer negativ ist. Hier handelt es sich dann um eine ausschließlich autoimmun bedingte Erkrankung, wie sie in der USA meist auftritt. Das Implantat wird ins Auge gesetzt und gibt dort kontinuierlich Medikamente ab, somit ist die Anwendung von Augensalbe nicht mehr nötig und weitere Entzündungen werden unterdrück. Hier wird eine sichere Abgabe des Wirkstoffs über 1 Jahr angegeben, bei vielen Pferden bleibt das Auge reizfrei, bei anderen muss das Implantat ausgewechselt werden nach einigen Jahren. Das Implantat ist allerdings für Pferde nicht zugelassen und fällt unter das Doping-Gesetz Bei Augen mit weitfortgeschrittener Zerstörung kann es nötig sein das Auge zu entfernen, um dem Pferd Linderung zu verschaffen. Fortbildung für dein Pferd So du hast heute etwas Neues gelernt? Spitze! Lerne Symptome frühzeitig zu erkennen, damit du rechtszeitig eingreifen kannst oder den Tierarzt rufen kannst, um Folgeschäden bei deinem Pferd zu verhindern – noch mehr Input? Kurse, Webinare und Onlinevorlesungen? Dann melde dich gerne zu meinem monatlichen Newsletter an – ich freue mich von dir zu hören und bis zum nächsten Mal, eure Veronika Anzeige: Lerne neben Pferdekrankheiten auch etwas über Pferdetraining bei der online Reitschule wehorse.

  20. Verhaltensstörungen beim Pferd
    23.07., 21:2100:14:02

    Verhaltensstörungen beim Pferd Hilfe mein Pferd koppt! Das ist leider nur eine von vielen Verhaltensstörungen beim Pferd, die sie zeigen bei unsachgemäßer Haltung, Fütterung, unangemessenen Training oder Umgang. Verhaltensstörungen beim Pferd Hilfe mein Pferd koppt! Das ist leider nur eine von vielen Verhaltensstörungen beim Pferd, die sie zeigen bei unsachgemäßer Haltung, Fütterung, unangemessenen Training oder Umgang. Wir haben in den letzten Wochen viel über Risikofaktoren gesprochen, die zu Krankheiten führen können. Auch Verhaltensstörungen sind Krankheiten, beim Menschen würde man von psychischen Problemen sprechen, die durch einen Psychiater und manchmal auch durch entsprechende Medikamente behandelt werden. Beispiele für Verhaltensstörungen Koppen Weben Stangenwetzen Boxenlaufen Lippen- und Zungenspiel Die Verhaltensmedizin ist in der Tiermedizin noch relativ unerforscht und steckt in den Kinderschuhen, aber sie gewinnt an Bedeutung und wird immer wichtiger. Leider gibt es nur sehr wenig Pferdetierärzte, die sich mit diesem Teilgebiet auseinander setzen. Komisch eigentlich, denn leider ist es in der Praxis ein großes Thema und Verhaltensstörungen sind weitverbreitet in der Pferdepopulation. Sie resultieren in der Regel aus Haltungs- oder Umgangsfehlern der Menschen. Wenn dein Pferd ein solches Verhalten zeigt stelle dir folgende Fragen: Absetzen als Fohlen? Aufzucht? Ausbildung? Reitweise? Haltung? Vorerkrankungen? Fütterung? Tagesablauf? Betreuungspersonen? Zusammen mit der klinischen Untersuchung lässt sich dann eine Diagnose stellen und daraus dann auch eine Prognose. Therapie: Setzt eine Veränderungen der Bedingungen und eine Verhaltensveränderungen der Pferdebesitzer voraus! Normalverhalten beim Pferd Normalverhalten: eigentlich so einfach und wir lernen es schon beim Basispass: das Pferd ist ein Lauftier (Weideschritt für 18 Stunden am Tag), ein Dauerfresser (dabei Nahrungsaufnahme), ein Herdentier (Sozialkontakte – Sicht-, Körperkontakt, stabile Herde), Fluchttier und hat ein starkes Erkundungsverhalten sowie einen hohen Bedarf an frischer Luft und Licht, da es ja ein Steppentier ist. Luft, Licht, Sozialkontakt Was passiert in Konfliktsituationen – was macht das Pferd im Normalfall dann? Dafür gibt es drei Verhaltensweise wie das Pferd reagiert in einer Konfliktsituation, das sind: ambivalentes Verhalten umorientiertes Verhalten Übersprungsverhalten 1.ambivalentes Verhalten Unter dem ambivalenten Verhalten versteht man ein Verhalten, dem gleichzeitig zwei verschiedenartige Bereitschaften zugrunde liegen zu reagieren, z.B. Erkundung und Flucht. Es besteht also ein Konflikt (Konfliktverhalten) zwischen verschiedenen Verhaltenstendenzen. Beispiel: Das Pferd erschrickt sich vor etwas auf dem Reitplatz und schwankt innerlich zwischen weglaufen und seiner Neugier das Objekt zu untersuchen. Sie sind also wankelmütig und sind in einem Zwiespalt. Und am Ende führen sie keins der Verhalten vollständig aus – flüchten also nicht, aber nähern sich auch nicht dem Objekt. 2.umorientertes Verhalten Bei dem umorientieren Verhalten wird ein Verhalten ausgelöst, aber gleichzeitig gehemmt, sodass das Verhalten auf ein Ausweichobjekt umgemünzt wird. Beispiel: Diese Verhalten sehen wir viel bei Probierhengsten – der Hengst wird von einer rossigen Stute stimuliert und zeigt sich Paarungsbereit, aber den eigentlichen Deckakt darf der Hengst nicht vollziehen. Denn im Anschluss wird er weggeführt und wieder in die Box gestellt. Daraus entsteht eine Konfliktsituation für den Hengst und er ist frustriert, das unterdrückte Verhalten schlägt nun um. Zum Beispiel in Aggression gegenüber anderen Pferden, sich selber, Menschen oder auf Objekten in seiner Umgebung. Einige Pferde fangen zum Beispiel an sich selber zu beißen und zu verletzen. Dann ist es höchste Zeit etwas zu unternehmen. 3.Übersprungsverhalten Als drittes haben wir noch das Übersprungsverhalten – ein spontan auftretendes nicht der Situation passendes Verhalten. Also ein Verhalten, das sonst in einer bestimmten Situatione ausgeführt wird und dort einen Sinn ergibt, da es zielgerichtet ist. Dieses Verhalten tritt nun plötzlich völlig außerhalb des Kontextes auf, wo es überhaupt keinen Sinn macht. Dazu zählt zum Beispiel das Kopfschlagen oder das Leerkauen, dieses Verhalten soll in der Konfliktsituation den Stress abbauen. Beispiel: Bei uns Menschen wäre das in einer Stresssituation am Kopf kratzen oder ins Gesicht fassen – beobachte bei der nächsten Fortbildung mal die Redner genauer am Anfang – sie sind aufgeregt und schwanken zwischen vor dem Publikum ihre Rede zu halten oder wegzulaufen – als nicht zielführende Reaktion kratzen sie sich am Kopf, zupfen an der Kleidung und so weiter, um den Stress in der Situation abzubauen. Problemverhalten beim Pferd Das sind nun alles Abweichungen vom Normalverhalten, wenn du die Anzeichen früh genug erkennst in der Konfliktsituation kannst du die Ursache abstellen und Schlimmeres verhindern. Geschieht das nicht, entsteht daraus leider ein Problemverhalten – das sich einteilt in ein unerwünschtes Verhalten und Verhaltensstörungen. Die Anpassungs- und Bewältigungsfähigkeit ist sehr unterschiedlich zwischen den Pferden und hängt sehr vom Interieur ab, also Charakter und Temperament. Wie schnell ein Pferd bei schlechter Haltung, Überforderung im Training und unfairen Umgang eine Verhaltensstörung entwickelt ist nicht vorherzusagen. Unerwünschtes Verhalten weicht vom Normalverhalten ab und stört den Menschen – Ursachen sind Überforderung, Angst und Schmerzen beim Reiten, schlechter Umgang, fehlerhafte Haltung und häufig auch Langeweile durch die eingeschränkten Möglichkeiten – es fehlt Sozialkontakt, Bewegung, Erkundungsgänge und Spielkamaraden. Aber auch abruptes Absetzen der Fohlen, isolierte Aufzucht, lange Boxenruhe und einschneidende Veränderungen tragen zu unerwünschten Verhalten und Verhaltensstörungen bei. Mehr zu artgerechter Haltung findest du in der Episode: Paddock Trail -> hier geht es zur Episode Du bist mehr an einer artgerechten und bedarfsgerechten Fütterung interessiert, dann höre doch in die Fütterungsserie rein -> hier geht es zur ersten Episode: Grundlagen Pferdefütterung unerwünschtes Verhalten Wenn das Pferd Schmerzen beim Reiten hat, möchte es diese Situation vermeiden, also lässt es sich zum Beispiel auf der Wiese nicht einfangen, schmeißt den Reiter durch steigen und bocken runter – klappt das, so hat das Pferd gelernt sich der unangenehmen Situation zu entziehen und wiederholt das Verhalten – Lernen durch Erfolg. Angst führt ebenfalls zu unerwünschten Verhalten für den Menschen, kopfloses Durchgehen, scheuen in der Ecke, Verladeprobleme, Kleben an anderen Pferden oder verweigern weg vom Stall zu gehen. Natürlich gehört hier auch die Angst vor dem Schmied oder dem Tierarzt dazu, das führt ja manchmal auch zu Fluchtverhalten beim erblicken der Person oder gar nur dem Auto des Tierarztes oder Schmiedes. Kann sich das Pferd nicht entziehen, kann der Fluchtinstinkt in den Kampfmodus umschlagen, die Pferde beisen, treten und drücken einen an die Wand. Manchmal richtet sich die Aggression auch gegen andere Pferde, das ist häufig auf Managementfehler zurückzuführen, da zu wenig Fressplätze oder Raum zur Verfügung steht. Diese unerwünschten Verhaltensweisen versuchen einer unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen, wenn dies alles nicht klappt tritt die erlernte Hilfslosigkeit ein. Ein soo trauriges Wort wie ich finde, die Pferde resignieren und werden teilnahmslos und ergeben sich ihrem Schicksal – Schmerz wird ertragen und die Pferde verfallen. Zum Schluss hier noch zwei unerwünschte Verhaltensweisen, die aus positiven Beweggründen entstehen. Bei jungen Pferden ist es zumal nämlich nicht immer durch Schmerz oder Angst ausgelöst, sondern sie leben ihr Spielverhalten am Menschen aus, da ihnen der Sozialkontakt zu Artgenossen fehlt. Die jungen Hüpfer wollen dann nur spielen, das ist aber für uns Menschen gefährlich und unerwünscht, wenn wir angesprungen werden, gebissen und geschubst werden. Ursache ist hier aber ja auch wieder der Mensch, der den Pferden versagt mit anderen Pferde Kontakt aufzunehmen. Ein ganz anderen Beweggrund steht hinter dem Scharren – hier wird nach Aufmerksamkeit gefragt und es ist egal ob ihr eurem Pferd dann ein Leckerchen gebt und es anbrüllt es sein zu lassen, beides stellt eine Belohnung da, denn das Pferd hat ja nun Aufmerksamkeit bekommen… Beseitigung des unerwünschten Verhaltens Die Beseitigung der unerwünschten Verhaltensweisen ist denke ich klar, Ursache finden und abstellen- daher ist es auch so immens wichtig zu Wissen wie artgerechte Fütterung, Haltung und Training aussieht, wie man mit den Pferden gesundheitsfördernd umgeht und erkennt was krank macht. Verhaltensstörungen beim Pferd Werden die Ursachen nämlich nicht abgestellt treten stereotype Verhaltensstörungen auf, dies sind krankhafte Störungen, die Pferde sind beeinträchtigt – ein Ergebnis aus chronischer Überforderung der Anpassungsfähigkeit der Pferde in den Punkten Umgang, Fütterung, Haltung und Ausbildung. Zu diesen Verhaltensstörungen zählen Koppen, Weben, Boxenlaufen und auch Zaunlaufen, die Pferde beißen sich selber, Stangenwetzen, Lippen und Zungenspiel und Holzwetzen. Leider kommt es im Verlauf zu strukturellen Veränderungen im Gehirn, sodass stark ausgeprägte und langbestehende Verhaltensstörungen später nicht mehr vollständig beseitigt werden können. Es sollte sich jeder klar machen, das Pferde mit Verhaltensstörungen leiden oder gelitten haben und das eine symptomatische Behandlung keine Lösung ist, sondern nur eine Beseitigung der Ursache in Frage kommt. Einen Kopperriemen anzubringen und das Pferd weiter in der Box stehen zu lassen für 23 Stunden ist aus meiner Sicht völlig falsch! Jedoch sollte auch jedem klar sein, dass selbst wenn alles optimiert worden ist, das Koppen meist nicht verschwindet aufgrund der strukturellen Veränderungen im Gehirn, das Pferd leidet dann nicht mehr, sondern kann entspannt leben, es kann nur leider die Verhaltensweise nicht mehr ablegen, da zu spät eingegriffen worden ist. Zusammenfassung Verhaltensstörungen beim Pferd Mein Anliegen mit dieser Episode ist ganz klar aufzuzeigen, das für eigentlich fast alle Verhaltensstörungen der Mensch verantwortlich ist durch Fehler im Umgang, Haltung, Training, Ausbildung, Aufzucht und so weiter – sei dir bewusst du trägst die Verantwortung für die Gesundheit deines Pferdes – daher lerne wie man mit Pferden gesundheitsfördernd umgeht, komme gerne dazu in meine Facebook Gruppe Projekt: gesundes Pferd, hier bekommst du noch mehr Input über die Gesundheitsförderung beim Pferd – damit Begriffe wie erlernte Hilfslosigkeit bald der Vergangenheit angehören. Sei wachsam, wenn dein Pferd etwas tut, was du nicht magst – du oder die bestehenden Umstände könnten der Grund sein. Und damit wünsche ich dir einen schönen Tag mit hoffentlich einem dir entgegenwiehernd und galoppierendem Pferd, das sich freut dich zu sehen! Anzeige: Wie funktioniert gesundheitsförderndes Training? Lerne mehr über Training bei meinem Partner wehorse. Hier kannst du direkt in die Episode reinhören:

Willkommen bei dem Podcast Kernkompetenz Pferd! Toll, dass du deine Zeit mit Fortbildung über Pferdegesundheit verbringst, hier möchte ich mein Anliege mit dir teilen: wir bauen deine Fachkompetenz aus! - #informierterPferdemensch - Meine Vision Die Welt für unsere Pferde zu einem besseren Ort zu gestalten - indem ich Reitern helfe ihre Herzenspferde nachhaltig gesund und glücklich zu erhalten! Meine Mission Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten zur Thematik Pferdegesundheit - einfach, sachlich und umsetzbar für jeden #besseralsgestern Mein Versprechen 🐴🎓🎤 #🐴 pferdegerecht - unabhängig von Methoden, Theorien und Lehren, sondern fürs Pferd #🎓 fundiertes Pferdewissen (Fachtierarzt für Pferde) - unaufgeregt, kompakt, verständlich und umsetzbar #🎤 zugänglich für jeden, von überall, zu jeder Zeit - Nutzung von moderne Medien in Zeiten der Digitalisierung