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77- #16: Das Septembertestament – Kritik im Luther-Style17.04., 06:0017.04.2022, 06:0000:28:40
Ein letztes Mal blicken wir in die Umbruchzeit vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit – der Fokus liegt in dieser Folge vor allem auf den polemischen Schriften dieser Zeit, die im Kontext des Buchdrucks entstanden sind: Flugschriften, Karikaturen und so weiter ... nicht nur Martin Luther machte sich dabei den Buchdruck zunutze, um seine Kirchenkritik zu verbreiten, auch die Kirche legte mit einem Shitstorm gegen den Mönch los. Nicht zuletzt Luthers Bibelübersetzung reiht sich hier ein: Doch ist es nicht die Übersetzung, die Aufsehen erregte, sondern die darin erschienenen 21 Holzschnitte – die alles andere als papstfreundlich waren. Die Darstellung des Papstes als Drache oder als Hure von Babylon sind nur zwei Beispiele aus dem sogenannten Septembertestament aus dem Jahr 1522. Und was das vor allem zeigt, ist die Macht des Buchdrucks zur schnellen und massiven Verbreitung von Meinung und Kritik, was im Mittelalter mit Handschriften so wohl nie möglich gewesen wäre und somit die Abgrenzung zwischen mittelalterlichen Handschriften und dem Buchdruck aufzeigt. Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode VD 16: Datenbank für Drucke des 16. Jahrhunderts Septembertestament (1522) Dezembertestament (1522) Literatur Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik, (89), Tübingen 1989. Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik (100), Tübingen 1990. Schmidt, Philipp: Die Illustration der Lutherbibel 1522-1700. Ein Stück abendländische Kultur- und Kirchengeschichte. Mit Verzeichnissen der Bibeln, Bilder und Künstler. 400 Abbildungen, Basel 1962. Volz, Hans: Martin Luthers deutsche Bibel. Entstehung und Geschichte der Lutherbibel, eingeleitet von Friedrich Wilhelm Kantzenbach, herausgegeben von Henning Wendland, Hamburg 1978.
- #15: Der Theuerdank: Der letzte Ritter zwischen Tradition und neuer Technologie03.04., 04:0003.04.2022, 04:0000:28:44
In der vorletzten Folge aus der kleinen Frühe-Neuzeit-Miniserie schauen wir uns ein weiteres Werk an, das wie das Ambraser Heldenbuch (Folge 14) auch vom charaktervollen Habsburger Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegeben wurde: Den Theuerdank. Bei dem komischen Namen handelt es sich um den Protagonisten der Geschichte – und zwar die gar nicht mal sooo fiktive Figur des Ritters Theuerdank. Denn die Geschichte des Helden ist angelehnt an eine reale Figur und deren Erlebnisse. Dreimal dürft ihr raten, welche ... Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Digitalisat Theuerdank Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Kaiser Maximilian I.: Theuerdank 1517. Nachwort von Horst Appuhn. Faksimile der 1. Ausgabe von 1517. Dortmund 1979. Miedema, Nine: Das Ambraser Heldenbuch und der Theuerdank. Mittelalterliche Epik und ihre Wiederverwendung am Hof Maximilians I. In: Building the Past. Konstruktion der eigenen Vergangenheit, hrsg. von Rudolf Suntrup und Jan R. Veenstra. Frankfurt am Main [u.a.] 2006, S. 85-106. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.
- #14 1/2: Corona-Edition und Nasenbärchen20.03., 05:0020.03.2022, 05:0000:02:53
Im Hause Irmimi ist seit ein paar Tagen Corona und Quarantäne angesagt – weswegen ich die geplante Folge zum Theuerdank nicht wirklich gut und in voller Kraft recherchieren und aufbereiten konnte mangels Konzentration, mangels Stimme und weil ich einfach klinge wie ein Nasenbärchen :) Aber ich will euch natürlich nicht alleine lassen: deswegen bekommt ihr passend zur Situation ein paar Podcast-Empfehlungen mit, die sich mit Krankheiten, Pandemien o. Ä. beschäftigen und sehr hörenswert sind! Ihr könnt die Zeit bis zur neuen Folge natürlich auch mit meinem Newsletter totschlagen ;) Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und ich hoffe, dass ich euch bald wieder mit einer neuen Irmimi-Folge versorgen kann :) Eure Katrin Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Empfehlungen: Pest, Pocken, Spanische Grippe. Eine kurze Geschichte der Seuchen (Déjà-vu Geschichte Podcast) Die Spanische Grippe (GAG) Die große Pest von Marseille (His2Go) Digitale Museen: Kultur in Zeiten von Corona (Epochentrotter)
- #14: Das Ambraser Heldenbuch: ein wunderschöner Widerspruch?06.03., 06:0006.03.2022, 06:0000:28:07
Der zweite Teil des kleinen Frühe Neuzeit Specials behandelt einen wunderschönen – und vor allem riesigen! – Prachtkodex: Das Ambraser Heldenbuch. Mit stolzen 460 x 360 mm ist die von Maximilian I. in Auftrag gegebene Handschrift nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ziemlich widersprüchliches Werk! Diese Widersprüchlichkeit spiegelt sich in der äußeren Gestalt, aber auch in Inhalt und Entstehungsgeschichte wieder und repräsentiert somit wunderbar auch die Zeit, in der sie entstanden ist: in der Umbruchszeit vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Doch auch die Person Maximilians sticht mit seiner "besonderen" Person hervor. In dieser Folge schauen wir uns also Maximilian I. und seine Zeit und vor allem das Ambraser Heldenbuch an! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Digitalisat vom Ambraser Heldenbuch Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Mario Klarer, Kaiser Maximilian I. und das Ambraser Heldenbuch, Wien 2019. Müller, Jan-Dirk: Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I., in: Joachim Bumke, Thomas Cramer, Klaus Grubmüller u.a. (Hrsg.): Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur Band 2, München 1982. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.
- #13: Viva la Medienrevolution? Vom Neben- und Miteinander von Handschrift und Druck20.02., 06:0020.02.2022, 06:0000:45:27
Der Buchdruck wird oft als regelrechte Medienrevolution dargestellt. Natürlich brachte dieser nachhaltig Veränderungen mit sich, die bis heute wirken. Doch warum de Begriff schwierig ist, und warum und wie Handschriften und Druck noch lange nebeneinander existierten, habe ich in meiner ersten Kooperationsfolge gemeinsam mit Historiker Ralf Grabuschnig vom Déjà-vu Geschichte Podcast diskutiert. Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Ralfs Podcast Déjà-vu Geschichte Ralfs Geschichtsclub Plattform Geschichtspodcasts.de Literatur Augustyn, Wolfgang: Zur Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck in Deutschland. Versuch einer Skizze aus kunsthistorischer Sicht, in: Klaus Grubmüller, Gerd Dicke (Hrsg.): Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck, Wiesbaden 2003, S. 5-47. Giesecke, Michael: Der Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, Frankfurt am Main 1991. Janzin, Marion: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte, Hannover 1995. Raible, Wolfgang: Die Semiotik der Textgestalt. Erscheinungsformen und Folgen eines kulturellen Evolutionsprozesses, Heidelberg 1991. Rautenberg, Ursula: Medienkonkurrenz und Medienmischung. Zur Gleichzeitigkeit von Handschrift und Druck im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Köln, in: Klaus Grubmüller, Gerd Dicke (Hrsg.): Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck, Wiesbaden 2003, S. 165-202. Schanze, Frieder: Der Buchdruck eine Medienrevolution?, in: Walter Haug (Hrsg.): Mittelalter und frühe Neuzeit. Übergänge, Umbrüche und Neuansätze (Fortuna vitrea 16), Tübingen 1999, S. 286-311. Schnell, Rüdiger: Handschrift und Druck. Zur funktionalen Differenzierung im 15. und 16. Jahrhundert, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der Literatur 32 (2007), S. 66-111.
- #12: Grammatik die Erste! Die isländische Fyrsta málfrœðiritgerðin als erste Beschäftigung mit volkssprachiger Grammatik06.02., 05:0006.02.2022, 05:0000:28:43
Back to the north! Und dort, um genau zu sein auf Island, gab es im 12. Jahrhundert den sogenannten "Ersten Grammatiker" und den ersten grammatischen Traktat. Obwohl es (auch volkssprachige) Grammatiken schon sehr früh in der Antike und auch im Frühmittelalter gab (man denke an den römischen Grammatiker rund Rhetoriker Donatus), beschäftigten sich diese aber vor allem mit der lateinischen Sprache. Was mit dem Ersten Grammatischen Traktat (Fyrsta málfrœðiritgerðin) dann passierte, war erstmals eine extrem umfangreiche Beschäftigung mit der Volkssprache in der Volkssprache in dem sonst so lateindominierten Europa. Zum Vergleich: in Deutschland erschien etwas Vergleichbares erst im 16. Jahrhundert mit der "Teutschen Grammatica" vol Valentin Ickelsamer. Und was diesen Traktat so außergewöhnlich ist und was für eine Rolle er auch für das moderne Isländisch spielt, erfährst du in Folge 12! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Codex Wormianus, AM 242 fol. Teutsche Grammatica
- #11: Zentrale Randphänomene – Mittelalterliche Glossen als Wissensvermittler23.01., 04:1523.01.2022, 04:1500:34:13
Gloooooooossen (mit langem Oooooo ;) ) sind ganz tolle Helferlein, um sich einem fremden bzw. fremdsprachigen Text anzunähern. Bereits in der Spätantike gab es den Prozess der Glossierung, wurde dann ab dem Frühmittelalter weitergeführt und findet sogar den Weg in frühe Drucke im 15. Jahrhundert. Glossierungen sind dabei Anmerkungen in oder an einem Haupttext. Es handelt sich um Kommentare und Anmerkungen oder auch Erklärungen einzelner Wörter und unterstützt eben dabei, sich Texte erschließen zu können. Dabei gibt es verschiedene Arten von Glossen: Welche das sind, erfahrt ihr in der Folge! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode DFG-Projekt "BStK Online – Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften Regula S. Benedicti, Cod. Sang. 916 Prisciani grammatica, Cod. Sang. 904 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alderik Henk Blom
- #10: Das Íslendingabók – von selbstbewussten Autoren und isländischer Geschichtsschreibung09.01., 03:0009.01.2022, 03:0000:31:50
Das Íslendingabók aus dem 12. Jahrhundert von Ari Þorgilsson beschreibt Islands Geschichte von der Landnahme im Jahr 874 bis ins Jahr 1118. Das Besondere: Es wurde nicht etwa wie zu der Zeit üblich auf Latein geschrieben, sondern in der Volkssprache, womit Ari schon früh zu einer isländischen Identität beitrug. Auch zeichnet sich Ari als Autor insofern als besonders aus, als er entgegen mittelalterlicher Tradition nicht mit einem Demutstopos um sich wirft, mit dem vor allem Gott als Urheber hervorgehoben wird, sondern tritt als selbstbewusster Autor und Urheber seines Werkes auf. Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Isländische Datenbank zu historischen Dokumenten (Handrit.is) Zur genealogischen Datenbank Islands Literatur Gropper, Stefanie: Es sannliga es sagt : die Íslendinggabók des Ari Þorgilsson inn fróði, in: Alessia Bauer und Alexandra Pesch: Beiträge zur europäischen Altertumskunde und mediävistischen Literaturwissenschaft (Festschrift für Wilhelm Heizmann), 2018, S. 67-80. Wamhoff, Laura Sonja: Isländische Erinnerungskultur 1100-1300: Altnordische Historiographie und kulturelles Gedächtnis, Tübingen 2016.
- #9: Yay, Schriftlichkeit! Handschriften und die karolingische Bildungsreform06.12., 04:4506.12.2021, 04:4500:33:53
In Folge 9 geht es um den Beginn der Schriftlichkeit, wie wir sie aus dem Mittelalter kennen ;) Wann hat man also angefangen, Handschriften so zu produzieren, wie wir sie kennen? Karl der Große spielt hier eine wesentliche Rolle, vor allem im Zuge seiner sogenannten karolingischen Bildungsreform, die auch heute noch spürbar ist. Dazu hat er sogar eine eigene Schriftart kreieren lassen, die das Lesen erleichtern und Kultur und Bildung umfassend fördern sollte. Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Die Folge von Déjá-vu-Geschichte (Ralf Grabuschnig) über Nikolaus von Myra Interview des Goethe Instituts mit Historiker Johannes Fried Zu meinem Instagram-Kanal Zum Instagram-Kanal von Björn Hennecke (Der Geschichtsler) Literatur: Brunner, Horst: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Stuttgart: Reclam 1996. S. 23-29. Brunhölzl, Franz: Von Cassiodor bis zum Ausklang der karolingischen Erneuerung, in: Franz Brunhölzl (Hrsg.): Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters, erster Band, München 1996.
- #8: Wat steht da? Keine Angst vor Mittelhochdeutsch!22.11., 03:0022.11.2021, 03:0000:36:54
In Folge 8 geht es um keine bestimmte Handschrift oder um eine bestimmte Story einer Handschrift – aber um die Sprache, die in den Dingern steckt! Editionen, Kommentare und Fachliteratur machen uns zum Glück die Inhalte mittelalterlicher Handschriften zugänglich, damit wir leicht verstehen können, was da überhaupt drin steht! Doch ist es nicht auch spannend, sich mal selbst mit der mittelhochdeutschen Sprache und dem Geschriebenen in den Handschriften auseinandersetzen? Ich sage: Jau! Denn Mittelhochdeutsch wirkt zwar wie eine Fremdsprache, doch ist sie einem vertrauter als man so meint – wenn man sich drauf einlässt ;) Ich möchte euch in der Folge also dazu einladen, die Scheu abzulegen. Es handelt sich dabei nicht um einen Grammatik-Exkurs für das Mittelhochdeutsche, sondern vielmehr mehr um den Spaß, sich selbst an Handschriften zu wagen und diese vermeintlich fremde Sprache nicht als Hindernis oder Ausrede zu nehmen ;) Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Handschriftenbeschreibung der Handschrift C des Nibelungenliedes Digitalisat (Handschrift C Nibelungenlied) als Übung :) YouTube-Kanal "Hartmanns Aue" zu mittelhochdeutscher Grammatik etc. Literatur Wegera, Klaus-Peter u.a.: Mittelhochdeutsch als fremde Sprache: Eine Einführung für das Studium der germanistischen Mediävistik. Wegera, Klaus-Peter u.a.: Deutsch diachron: Eine Einführung in den Sprachwandel des Deutschen. Hennig, Beate: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch.
- #7: Verkehrte Welt – Fastnachtspiele im Spätmittelalter09.11., 03:0009.11.2021, 03:0000:33:35
In Folge 7 geht es passend zum Karnevalsbeginn diese Woche also um Fastnachtspiele des 15. und 16. Jahrhunderts! Als Mittelalter-Podcast schauen wir uns dabei das 15. Jahrhundert etwas genauer an, als konkretes Beispiel dann "Das Eggenziehen". Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Handschrift Mscr. M 50, Dresden Landesbibliothek mit den Spielen von Hans Rosenplüt Digitalisat Literatur: Fastnachtspiele des 15. und 16. Jahrhundert. Hrsg. von Dieter Wuttke. 4., bibliographisch ergänzte Auflage. Stuttgart 1989. Fastnachtspiele. Weltliches Schauspiel in literarischen und kulturellen Kontexten. Hrsg. von Klaus Ridder, Tübingen 2009.
- #6: Ein echtes Nekronomikon? Warum und wie man sich Dämonen zunutze machen kann!20.10., 00:0520.10.2021, 00:0500:31:06
Um fliegende Throne, Leichenhosen und dienende Dämonen geht es in diesem frühzeitigen Irmimi-Halloween-Special! Und hier erzähle ich dir etwas über das echte Nekronomikon! Das was? Naja, fast ... zumindest gibt es etwas Ähnliches wie ein Totenbuch, das im Mittelalter (15. Jhd.) entstanden ist: eine Handschrift mit dem nicht ganz gruseligen Titel "CLM 849". Und was es mit dieser spannenden Handschrift auf sich hat und wie man es schafft, die "Liebe" einer Frau zu gewinnen, erfährst du in dieser Folge! Hast du Lust, meinen Newsletter zu abonnieren? Hier geht es zu meinem Newsletter (mit Bonusfolge!) Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Die Handschrift CLM 849 im Handschriftencensus Zum Digitalisat der CLM 849 Icelandic Museum of Sorcery & Witchcraft Literatur Kieckhefer, Richard: Forbidden Rites: A Necromancer’s Manual of the Fifteenth Century, Pennsylvania 1998. Kieckhefer, Richard: Magie im Mittelalter, München 1992.
- #5: Legenda aurea – warum es sich lohnt, kein:e Otto Normalreligiöse:r zu sein! ;)06.10., 08:1806.10.2021, 08:1800:30:57
Heilige spielen auch heute noch eine große Rolle; ihre Bräuche haben immer noch ihren Platz in unserem Alltag: Der Heilige Christophorus schützt uns beim Autofahren, die Heilige Barbara ist die Patronin der Bergleute. Im Mittelalter ist dann eine umfassende Sammlung über die Geschichten dieser Heiligen entstanden – die Legenda aurea, die sogar mehr gelesen wurde als die Bibel! Doch was macht eine:n Heilige:n aus? Wie hebt man sich von „normalen“ Religiösen Menschen ab? Das schauen wir uns in Folge 5 mal genauer an! Melde dich hier für meinen Newsletter an. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Zum Digitalisat Bild heiliger Paulus Überlieferung im Handschriftencensus Literatur: Angenendt, Arnold: Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter, in: Lothar Gall (Hrsg.): Enzyklopädie Deutscher Geschichte (68), München 2004.
- #4: Immer kritisch bleiben – die Vita Karoli Magni als Beispiel für Quellenkritik22.09., 08:1122.09.2021, 08:1100:31:16
Quellenkritik und kritisches Denken sind wertvolle Werkzeuge – nicht nur für die Quellenarbeit im Geschichtsstudium, sondern für alles und vor allem für jede:n! Zumindest sollte es die Möglichkeit für jede:n geben, dieses Handwerk so früh wie möglich zu erlernen. In dieser Folge möchte ich daher anhand der Vita Karoli Magni aus dem 9. Jahrhundert zeigen, warum das Hinterfragen von Informationen so unglaublich wichtig ist und wieso es auch und gerade heutzutage so unfassbar relevant ist! Melde dich hier für meinen Newsletter an. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Mimikama (Verein mit dem Ziel der Aufklärung über Internetmissbrauch) Test zur Medienkompetenz Handschriftenbestand Vita Karoli Magni Quellen/Literatur Einhard: Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen. Lateinisch/Deutsch Übers., Anm. und Nachw. von Evelyn Scherabon Firchow. Begriff/Fun Fact zur Folge Was ist eine Vita? Eine Vita ist eine Lebensbeschreibung antiker und mittelalterlicher Persönlichkeiten und Heiliger.
- #3: Sittenverfall und mystische Nonnen – die Bursfelder Reform und der Handschriftenbestand des Klosters Ebstorf08.09., 08:1408.09.2021, 08:1400:31:50
In dieser Folge sind wir mal nicht im frühen Mittelalter unterwegs, sondern ein paar Jahrhunderte später im 15. Jahrhundert! Die Bursfelder Reform erreichte hier viele Klöster – auch das Nonnenkloster Ebstorf. Im Rahmen dieser Reform ist unter anderem dort ein Handschriftenbestand entstanden, der uns Einblicke in die äußere, aber auch innere Lebenswelt der Nonnen gibt! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Handschriftenbestand Kloster Ebstorf Podcast über das päpstliche Schisma (Ab Minute 12:45; Déjà-vu-Geschichte-Podcast von Ralf Grabuschnig) Benediktinerregel (deutsch)
- #2: Sächsisches Taufgelöbnis – fast freiwillig zwangsgetauft25.08., 07:5925.08.2021, 07:5900:37:36
In dieser Folge befinden wir uns wieder im Frühmittelalter. Um genau zu sein, im 8. Jahrhundert, inmitten der Sachsenkriege: Diesmal geht es um einen hartnäckigen Völkerverband, einen "not amused" Kaiser und um einen wunderschönen Text, der für nicht so wunderschöne Zwecke genutzt wurde! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Zum Digitalisat
- #1: Der Abrogans – von unpraktischen Wörterbüchern und früher Sprachreflexion09.08., 12:0309.08.2021, 12:0300:24:41
Der Abrogans – was klingt wie ein Disney-Bösewicht ist in Wahrheit die älteste erhaltene deutsche Handschrift aus dem Frühmittelalter. Er ist ein Zeugnis für frühe Sprachreflexion und zeigt, dass wir uns nicht nur heute bewusst mit unserer Sprache auseinandersetzen! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Digitalisat: https://handschriftencensus.de/3692
Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! IRMIMI erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!