Podcast

Handelsblatt Crime - spannende Streitfälle der deutschen Wirtschaft

Ina Karabasz, Solveig Gode, Sönke Iwersen

Business · News · True Crime

157 Episoden · neueste 04.10.

Häufig erwähnt

Episoden

157
  1. Der Mann hinter den Tesla-Files
    03.11., 04:0001:12:19

    Handelsblatt Crime Als er sich am 1. November 2018 seinen Mitarbeiterausweis umhing, ging für Lukasz Krupski ein Traum in Erfüllung. Der junge Mann war stolz, bei Tesla anzufangen. Stolz darauf, im norwegischen Drammen beim fortschrittlichsten Autobauer der Welt zu arbeiten. Krupski bezeichnete sich sogar selbst als „Tesla-Jünger“. Als Mitarbeiter Nummer 709279 wollte er Elon Musk helfen, die Welt zu verbessern. Heute ist Krupski in Ungnade gefallen. Tesla-Anwälte werfen ihm vor, geheime Dokumente aus dem Unternehmen geschleust zu haben. Musk hat eine ehemalige CIA-Agentin auf ihn angesetzt. Norwegische Behörden durchsuchten auf Drängen des US-Konzerns Krupskis Wohnung, beschlagnahmten seinen Computer, sein Telefon, seine Datenträger. Hintergrund sind die Tesla-Files. Das Handelsblatt wertete Krupskis Daten aus, enthüllte Probleme bei Teslas wichtigstem Projekt, dem Autopiloten. Die Redaktion berichtete über Konstruktionsschwierigkeiten beim neuen Cybertruck und wie nachlässig Tesla mit den Daten seiner Kunden und Mitarbeiter umgeht, darunter Gehälter, medizinische Angaben und Sozialversicherungsnummern. Tesla spricht von Datenklau, äußert sich ansonsten aber nicht zu Details. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Inside Tesla: Was die Geschichte eines Ex-Mitarbeiters über das System Elon Musk verrät "Mein Autopilot hat mich fast umgebracht“: Tesla-Files nähren Zweifel an Elon Musks Versprechen Tesla-Files: Wie es zu dem riesigen Datenleck kam Teslas Antwort an die Redaktion im Wortlaut Was Sie über die Recherchen zu den geheimen Tesla-Files wissen müssen Krupski blieb lange anonym. Nun geht er erstmals an die Öffentlichkeit. In diesem Podcast sprechen unsere Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Michael Verfürden darüber, was der Whistleblower hinter den Werksmauern von Tesla erlebte. Wie er 2019 eine Katastrophe verhinderte. Und wie sich Krupski damals direkt mit Elon Musk austauschte. Unsere erste Crime-Folge zu den Tesla-Files hören Sie hier. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Crime-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen

  2. Cum-Ex-Chefermittlern gewinnt Machtkampf –Ex-Wirecard-Aufsichtsräte belasten Braun
    22.10., 00:0000:40:58

    In dieser Episode von „Handelsblatt Crime“ geht es um aktuelle Entwicklungen in Sachen Cum-Ex und Wirecard, den derzeit spektakulärsten Wirtschaftskriminalfällen Deutschlands. Bei den Cum-Ex-Ermittlungen gibt es eine überraschende Wende: Der nordrhein-westfälische Justizminister Benjamin Limbach hat nach öffentlicher Kritik seine Entscheidung zur Entmachtung der Cum-Ex-Chefermittlerin Anne Brorhilker zurückgenommen. Die Chefermittlerin behält nun ihre Position und erhält sogar zusätzliches Personal. Die Investigativ-Reporter Volker Votsmeier und René Bender sprechen im Podcast über die Gründe für diese Kehrtwende und analysieren die Auswirkungen auf den Fortgang der Cum-Ex-Ermittlungen. Mehr zum Thema: NRW-Justizminister Benjamin Limbach wollte Staatsanwältin Anne Brorhilker entmachten. Nun gibt er die Pläne auf Der Streit um Entmachtung von Cum-Ex-Chefermittlerin eskaliert Wegen der Cum-Ex-Geschäfte seiner Bank M.M. Warburg muss sich derzeit deren langjähriger Chef Christian Olearius vor dem Landgericht Bonn verantworten. Olearius hat sich nun erstmals persönlich zu Wort gemeldet. Er weist die schweren Vorwürfe zurück – und inszeniert sich als Opfer. Mehr zum Thema: Ex-Warburg-Chef Olearius weist Vorwurf der schweren Steuerhinterziehung zurück Schwere Vorwürfe: Cum-Ex-Prozess gegen Christian Olearius beginnt Des Weiteren sprechen die Handelsblatt-Redakteure über den laufenden Prozess gegen den ehemaligen CEO von Wirecard, Markus Braun. Dabei geht es um die Aussagen von Aufsichtsratsmitgliedern, die von zunehmendem Misstrauen und Schockmomenten innerhalb des Unternehmens berichteten. Hören Sie auch, wie sich die Staatsanwaltschaft zu Brauns Aussagen geäußert hat. Thema ist auch der Fall des noch immer flüchtigen Jan Marsalek. Offenbar ist Marsalek in einem Spionageskandal verwickelt, zu dem gerade in London ein Prozess läuft. Mehr zum Thema: Wirecards Ex-Aufsichtsratschef erhebt schwere Vorwürfe gegen Markus Braun Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek gerät unter Spionageverdacht Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Crime-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen

  3. Eklat in der NRW-Justiz
    06.10., 14:5700:51:32

    Keine Staatsanwältin hat sich bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehern so verdient gemacht wie Anne Brorhilker. Vor zehn Jahren trieb sie die Aufklärung von sogenannten Cum-Ex-Geschäften bei der Staatsanwaltschaft Köln quasi im Alleingang voran. Inzwischen gibt es 120 Verfahren und 1700 Beschuldigte. Alle bereits erfolgten Anklagen endeten in Schuldsprüchen. NRW-Justizminister Benjamin Limbach scheint trotzdem nicht zufrieden mit der europaweit geachteten Oberstaatsanwältin. Er berief einen neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Köln und befürwortet dessen Pläne, Brorhilker zu entmachten. Sie soll die Hälfte ihres Personals an einen neuen Co-Chef abgeben, einen Mann, der keinerlei Erfahrung mit Cum-Ex-Geschäften hat. Die nordrhein-westfälische Politik und die Generalstaatsanwaltschaft Köln sehen Limbachs Pläne kritisch. Brorhilker wurde bei dem Umbau ihrer Abteilung nicht zurate gezogen. Unsere Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier sprechen in der neuen Folge Handelsblatt Crime darüber, wie der Steuerskandal womöglich zu einem Justizskandal werden könnte. Mehr zum Thema: Streit um Entmachtung von Cum-Ex-Chefermittlerin eskaliert Cum-Ex-Prozess gegen Christian Olearius beginnt Hamburger Politiker stellen NRW-Justizminister Ultimatum Schwere Vorwürfe gegen Ex-Freshfields-Partner Ermittlungen gegen 14 ehemalige WestLB-Vorstände Während Oberstaatsanwältin Brorhilker entmachtet werden soll, steht vor dem Landgericht Bonn der einst mächtige Hamburger Bankier Christian Olearius vor Gericht. Seine vier Verteidiger tun alles dafür, um die Staatsanwaltschaft Köln zu diskreditieren. Im diesem Podcast zeigen unsere Reporter die Schwachstellen ihrer Argumentation auf. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Crime-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Boomerang für die Innenministerin: Die Affäre um den geschassten BSI-Präsidenten verhagelt Nancy Faeser den Wahlkampf
    24.09., 00:0000:54:07

    Handelsblatt Crime Arne Schönbohm galt als oberster Cybersicherheitsexperte des Landes. Für Unternehmen, die Opfer von Hackerangriffen wurden, war der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik der Mann des Vertrauens. Bis Jan Böhmermann ihn in seiner Satiresendung mit russischen Nachrichtendiensten in Verbindung brachte. Die Vorwürfe kosteten Schönbohm am Ende seinen Posten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser enthob ihn im Oktober 2022 des Amtes. Rund ein Jahr später jedoch regt sich Kritik an den Methoden der Politikerin. Einige CDU-Bundestagsabgeordnete werfen der SPD-Ministerin sogar vor, sie habe Schönbohm vom Verfassungsschutz abhören lassen. Die Belege dafür fehlen jedoch. Lars-Marten Nagel und Michael Verfürden aus dem Handelsblatt Investigativ-Team berichten im Podcast über die Schönbohm-Affäre, die sich am Ende gegen Nancy Faeser zu wenden scheint. Sie rekonstruieren die Hintergründe der Demission Schönbohms, ordnen ein, wie viel Wahrheit in den Vorwürfen gegen die beiden Protagonisten jeweils steckt und analysieren die Mechanismen des Berliner Machtapparats. Mehr zum Thema: Wie Nancy Faeser BSI-Präsident Arne Schönbohm schasste Innenausschuss befragt Faeser zur Schönbohm-Affäre Deutschlands oberste Cybersicherheitsbehörde bekommt erstmals eine Chefin Der unsichtbare Krieg: Globale Hackerbanden bedrohen Deutschland – betroffene Firmen packen aus Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt Crime-Hörerin und Hörer: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Christian Olearius vor Gericht
    18.09., 17:0000:21:53

    Handelsblatt Crime vom 18.09.2023 Jahrzehntelang prägte Christian Olearius die M.M. Warburg und die Hansestadt Hamburg. Er führte die Traditionsbank erst als Vorstandsvorsitzender, dann aus dem Aufsichtsrat heraus und sprach auch als Gesellschafter. Olearius spendete für das Thalia Theater und die Elbphilharmonie – in Hamburg wurde ihm kein Termin abgeschlagen, auch nicht vom Bürgermeister. Heute begleitet ihn Handelsblatt Crime bei einem Termin vor Gericht. Olearius sitzt mit seinen vielen geschäftlichen und politischen Beziehungen auf der Anklagebank in Bonn, umringt von Anwälten und im Visier der Staatsanwaltschaft Köln. Er streitet alle Vorwürfe ab. Die Vorzeichen allerdings sind düster. Mitarbeiter seiner Bank sind bereits wegen Cum-Ex-Delikten verurteilt. Mit der Praxis, sich Steuern erstatten zu lassen, die man gar nicht gezahlt hatte, verdiente die M.M. Warburg dreistellige Millionenbeträge. Als das Finanzamt protestierte, schaltete Olearius Bürgermeister Olaf Scholz und Finanzsenator Peter Tschentscher ein. In dieser Sonderfolge von Handelsblatt Crime nehmen unsere Reporter Sie mit ins Landgericht Bonn – der zentralen Aufarbeitungsstätte im Cum-Ex-Skandal. Hören Sie Eindrücke aus dem Gerichtssaal und Zitate der Beteiligten und Beobachter in Deutschlands größter Steueraffäre. Mehr zum Thema: Cum-Ex-Prozess gegen Christian Olearius beginnt Ex-Warburg-Chef Olearius muss auf die Anklagebank Hamburger Politiker stellen NRW-Justizminister Ultimatum Schwere Vorwürfe gegen Ex-Freshfields-Partner Ermittlungen gegen 14 ehemalige WestLB-Vorstände Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Hamburg: Paradies für Steuerhinterzieher
    10.09., 00:0000:54:29

    Handelsblatt Crime vom 10.09.2023 Ein bisher geheim gehaltener Untersuchungsbericht der Kanzlei Clifford Chance nährt Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Staatsanwaltschaft Hamburg im Kampf gegen Steuerhinterzieher. Demnach verdiente die HSH Nordbank zwischen 2008 und 2011 mit illegalen Cum-Ex-Geschäften insgesamt 112 Millionen Euro an Steuern. Die ehemalige Landesbank wurde 2018 privatisiert und firmiert heute als Hamburg Commercial Bank. Ihre Cum-Ex-Altlasten wurden seitens der Staatsanwaltschaft Hamburg nie aufgeklärt. Der prominente Hamburger Strafrechtsanwalt Gerhard Strate erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörde: „Es ist unglaublich, dass es in dieser Sache nie ein Verfahren gab. Die gänzliche Tatenlosigkeit der Staatsanwaltschaft Hamburg in diesem Fall dürfte den Tatbestand der Strafvereitelung im Amt erfüllen.“ Strate liegt damit auf einer Linie mit dem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki. Der sagte schon vor Jahren, dass die Geschäfte der HSH Nordbank den objektiven und subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen würden – und zwar „ohne jeden Zweifel“. Dann allerdings ließ sich Kubicki von der Cum-Ex-Größe Hanno Berger mandatieren und änderte seine rechtliche Einschätzung erheblich. Der Bericht der Kanzlei Clifford Chance beschreibt detailliert, wie bei die Cum-Ex-Geschäfte bei der HSH Nordbank abliefen. Die Bank legte der Staatsanwaltschaft den Bericht vor. Die Ermittler konnten sich aber nur dazu aufraffen, einen „Beobachtungsvorgang anzulegen“, wie es die Behörde nennt. Geahndet wurde die offensichtliche schwere Steuerhinterziehung nicht. In der aktuellen Podcast-Crime-Folge spricht Moderatorin Lena Jesberg mit den Reportern Sönke Iwersen und Volker Votsmeier aus dem Investigativ-Team über diesen außergewöhnlichen Fall von Wirtschaftskriminalität: Eine Landesbank, die in Taschen ihrer eigenen Eigentümer greift. Eine Staatsanwaltschaft, die nicht ermitteln will, obwohl sie dazu von Gesetzes wegen verpflichtet gewesen wäre. Und viele Ex-Banker, gegen die doch noch ermittelt wird – dank einer Staatsanwaltschaft aus Nordrhein-Westfalen, die die Versäumnisse der Hamburger Kolleginnen und Kollegen wettzumachen versucht. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Die Hölle der Löwen: Wie das Handelshaus zweier TV-Investoren in die Pleite rutschte
    27.08., 00:0000:44:49

    Handelsblatt Crime vom 27.08.2023 Georg Kofler und Ralf Dümmel sind durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ bekannt geworden. Ihnen hat ein Millionenpublikum dabei zugeschaut, wie sie ihr Geld in vielversprechende Start-ups investierten. Von der TV-Prominenz profitierte auch ihre gemeinsame Aktiengesellschaft Social Chain. Im November 2021 war das Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde Euro wert. Der Aktienkurs lag bei über 50 Euro. Einige Beobachter betitelten das Papier als „Löwenaktie“ oder gar als neue „Volksaktie“. Doch rund zwei Jahre später ist von diesem Hype nicht mehr viel übrig. Die Social Chain AG ist insolvent und die Aktie ein Pennystock, also nur noch wenige Cents wert. Ex-CEO verschwieg mitteilungspflichtiges Großinvestment kurz vor der Insolvenz „Höhle der Löwen“-Firma Social Chain sucht neue Eigentümer Social Chain schiebt Pleite auf Lars Windhorst Pleite von „Höhle der Löwen“-Investor Social Chain Kapitalerhöhung bei Social Chain steht auf der Kippe Bafin entdeckt Fehlbuchungen in Millionenhöhe Kritik einstecken müssen auch Kofler und Dümmel selbst. In der neuen Folge von Handelsblatt Crime sprechen die Investigativreporter René Bender und Lars-Marten Nagel über die Vorwürfe gegen die beiden Investoren und schlüsseln den Insolvenzprozess auf. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Wie es zur Großrazzia bei der Adler Group kam
    13.08., 00:0000:36:07

    Handelsblatt Crime vom 13.08.2023 Eigentlich hatte die Adler Group bereits den „Weg in eine neue Normalität“ eingeschlagen. So sagte es noch Mitte Juni der Verwaltungsratschef des Immobilienkonzerns Stefan Kirsten. Ein hoffnungsfroher Ausblick für das Unternehmen, das eben erst eine mögliche Insolvenz abgewendet hatte. Doch die gute Stimmung hielt nicht lang an. Ende Juni erreichte die Dauerkrise des Luxemburger Konzerns mit einer Großrazzia einen neuen Höhepunkt. 175 Ermittler des Bundeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft durchsuchten europaweit Büros, Wohnungen und eine Rechtsanwaltskanzlei. Sie rückten wegen des Verdachts auf Untreue, Bilanzfälschung und Marktmanipulation aus – unter anderem auch in Köln, Berlin, Düsseldorf und Erftstadt. Immobilienkonzern Aggregate stellt sich hinter CEO Cevdet Caner Großrazzia bei Adler Real Estate wegen Verdachts der Marktmanipulation Adler-Gruppe schreibt 1,7 Milliarden Euro Verlust Überraschende Wende bei Adler-Gruppe: Rödl und Partner übernimmt Prüfung der Jahresabschlüsse In der neuen Folge Handelsblatt Crime geben die Investigativ-Reporter René Bender und Michael Verfürden Einblicke zu den Fahndungen und zeichnen ein Bild der insgesamt sieben Beschuldigten. Deutlich wird im Podcast aber auch: Die Krise ist für die Adler Group noch nicht ausgestanden. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Wie Marsaleks Brief den Wirecard-Prozess aufgewirbelt hat
    30.07., 00:0001:00:57

    Handelsblatt Crime vom 30.07.2023 Drei Jahre lang ist Jan Marsalek bereits untergetaucht. Fahnder suchen mit internationalem Haftbefehl weltweit nach dem früheren Wirecard-Vorstand, der als einer der Drahtzieher hinter dem spektakulärsten Bilanzskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte gilt. Jetzt hat sich Marsalek wie aus dem Nichts erstmals seit seiner Flucht zu Wort gemeldet. Über seinen Anwalt hat er ein achtseitiges Schreiben an das Landgericht München schicken lassen, wo derzeit der erste Strafprozess um den milliardenschweren Betrug stattfindet. Der Brief hat den Prozess kurzzeitig durcheinander gewirbelt. In dem Schreiben weist Marsalek in erster Linie die Kernthese der Ermittler zurück, dass bei Wirecard ein angeblich milliardenschweres Geschäft in Asien bloße Erfindung war. Er stützt damit die Argumentationslinie des früheren Wirecard-CEOs Markus Braun. Dessen Verteidiger sehen ihren Mandanten durch das Schreiben entsprechend entlastet. Die Investigativ-Reporter René Bender und Michael Verfürden recherchieren seit Jahren im Wirecard-Skandal. In der neuen Folge Handelsblatt Crime sprechen sie darüber, was die neuesten Entwicklungen für das Verfahren bedeuten und wie der Stand Dinge nach gut einem halben Jahr Prozessdauer ist. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  10. Was hat es mit dem Brief von Jan Marsalek auf sich?
    20.07., 13:4600:17:29

    Handelsblatt Crime vom 20.07.2023 Jan Marsalek hat seinen Anwalt einen Brief an das Landgericht in München verfassen lassen. Diese Nachricht überraschte am Dienstag die allermeisten: Der ehemalige Vorstand des Wirecard-Konzerns hatte sich 2020 abgesetzt, nachdem klar war, dass das Dax-Unternehmen in einem riesigen Bilanzskandal steckt. Seither wird er international gesucht. Nun äußert er sich in einem Brief zum laufenden Prozess in München. Dort steht gerade unter anderem der ehemalige Wirecard-CEO Markus Braun vor Gericht. In seinem Brief soll es um das sogenannte Drittpartnergeschäft des Konzerns gehen und die umstrittene Frage, ob es das überhaupt gegeben hat. Noch dauern die Recherchen des Handelsblatt-Investigativteams an. Doch weil mit einem Lebenszeichen von Jan Marsalek zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich kaum jemand gerechnet hat, möchten wir den Stand der Dinge in dieser Sonderfolge von Handelsblatt Crime kurz beschreiben und eine erste Einordnung geben. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. Wie ein Korruptionsbekämpfer selbst korrupt wurde: Der tiefe Fall eines Oberstaatsanwalts
    16.07., 00:0000:56:00

    Handelsblatt Crime vom 16.07.2023 Der Oberstaatsanwalt Alexander Badle hat sich einen Namen gemacht als einer der profiliertesten Korruptionsbekämpfer der Republik. Dabei war er selbst in höchstem Maße korrupt. Badle hat ein System geschaffen, das ihm mehr als ein Jahrzehnt lang ermöglichte Schmiergelder zu kassieren. Hinter seiner vermeintlich integren Fassade hielt er für die Vergabe von Gutachtenaufträgen die Hand auf und nahm hunderttausende Euro ein. Insgesamt verursachte der Spitzenbeamte der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen millionenschweren Schaden. Erst als ihn seine ehemalige Lebensgefährtin anzeigte, flog das Ganze auf. Die Ermittlungen offenbarten unter anderem, wie leicht die fehlende Kontrolle in den Behörden es Badle gemacht hatte. Anfang Mai 2023 hat das Landgericht Frankfurt Badle schließlich wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Spitzenbeamter der Frankfurter Staatsanwaltschaft verhaftet Mutmaßlich korrupter Frankfurter Oberstaatsanwalt muss erneut in Untersuchungshaft Sechs Jahre Haft für korrupten Oberstaatsanwalt aus Hessen Die Investigativ-Reporter René Bender und Volker Votsmeier kennen Alexander Badle seit vielen Jahren. Sie hatten bei Recherchen immer wieder mit ihm zu tun. Im Podcast sprechen sie darüber wie sie den Oberstaatsanwalt erlebten und wie sie den Skandal bewerten. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  12. Wie drei Tonnen Gold verschwanden: Der PIM-Gold-Skandal
    02.07., 00:0000:45:16

    Handelsblatt Crime vom 02.07.2023 Fast drei Tonnen Gold, ein Gegenwert von über 150 Millionen Euro – einfach verschwunden. Das Edelmetall hätte eigentlich im Auftrag seiner Eigentümer sicher hinter verschlossenen Tresortüren bei der PIM Gold GmbH in Heusenstamm bei Frankfurt liegen sollen. Doch als die Polizei im Herbst 2019 nachschaute, war nichts zu finden. Zurückbleiben über 7.500 betrogene Privatanleger. Die Geschichte von PIM Gold beginnt mit einem hitzigen Streit zwischen zwei Goldhändlern und endet nach einer Razzia sowie umfangreichen Ermittlungen in einem Mammutprozess, der über ein Jahr andauerte. Der Hauptverantwortliche sitzt mittlerweile hinter Gittern, doch die Ermittlungen und die juristische Aufarbeitung sind noch nicht abgeschlossen. Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel und Handelsblatt Rohstoff-Experte Jakob Blume haben die dubiosen Geschäfte der PIM Gold GmbH als Erste aufgedeckt. Geschäfte, die trotz früher Warnsignale lange unentdeckt blieben. In der neuen Folge Handelsblatt Crime beschreiben sie diesen Betrugsfall als ein Geflecht aus internationaler Geldwäsche und fragwürdigen Goldtransfers zu einer bedeutenden Goldraffinerie in Istanbul. Ein Streit verfeindeter Goldhändler schreckt Anleger auf Razzia bei Goldhändler Pim Staatsanwaltschaft vermisst bei PIM Gold 1,9 Tonnen des Edelmetalls Anlegern von PIM Gold drohen hohe Verluste Vorwurf des Schneeballsystems: Dem früheren Chef von Pim Gold droht lange Haftstrafe Sie lockten mit elf Prozent Rendite, dann verschwanden zwei Tonnen Gold – vor Gericht kommt es zum Showdown Pim-Gold-Chef Pazarci zu fast sieben Jahren Haft verurteilt – trotzdem kommt er sofort frei Geldwäsche-Urteil setzt größten türkischen Hersteller von Goldbarren unter Druck Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  13. Der Dieselskandal bei Audi – Ex-Topmanager auf der Anklagebank
    18.06., 00:0000:49:47

    Handelsblatt Crime vom 18.06.2023 Der erste Strafprozess im Dieselskandal steht vor dem Abschluss. Unsere Investigativ-Reporter haben die Affäre von Anfang an begleitet. Im Podcast Handelsblatt Crime sprechen sie über den Fall. Nach einem Prozessmarathon mit 170 Verhandlungstagen zeichnet sich im ersten Diesel-Strafverfahren ab, dass die verbliebenen drei Angeklagten schuldig gesprochen werden. Dabei handelt es sich um den langjährigen Audi-Chef Rupert Stadler, den ehemaligen Chef der Motorenentwicklung Wolfgang Hatz und den Ingenieur Giovanni Pamio. Das Gericht hatte den Angeklagten im Falle eines Geständnisses Bewährungsstrafen in Aussicht gestellt. Alle drei haben sich entschlossen, diesen Weg zu gehen. Zuletzt hatte Staatsanwalt Nico Petzka das Wort: Auch aus Sicht der Ankläger sind für Stadler und Pamio Bewährungsstrafen angemessen. Sie sollen zu zwei Jahren Haft verurteilt werden. Stadler soll zudem 1,1 Millionen Euro zahlen, Pamio 50.000 Euro. Anders sieht es bei Wolfgang Hatz aus. Hier ist die Staatsanwaltschaft nicht damit einverstanden, eine Bewährungsstrafe zu verhängen, wie es das Gericht in Aussicht gestellt hat. Für ihn fordern die Ankläger eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Wie kam es überhaupt zu dem Dieselskandal im Volkswagen-Konzern? Welche Rolle spielte dabei Audi? Warum hat die Justiz zuerst diese Männer auf die Anklagebank gesetzt? Ist der Fall damit abgeschlossen? Und wie geht es weiter? In diesem Podcast zeichnet Handelsblatt Crime einen Teil des Dieselskandals nach, der im September 2015 aufflog. Hören Sie mehr darüber, wie nicht nur bei der Konzernmutter Volkswagen in Wolfsburg, sondern auch bei der Edelmarke Audi in Ingolstadt bei den Diesel-Abgaswerten getrickst wurde und welche Rolle einige Audi-Führungskräfte dabei spielten. Mehr zum Thema: Staatsanwalt fordert im Dieselskandal Gefängnis für Ex-Audi-Manager Früherer Audi-Chef Rupert Stadler legt Geständnis ab Geständnis oder Gefängnis? Letzte Frist für Rupert Stadler Ex-Audi-Topmanager Wolfgang Hatz legt umfassendes Geständnis im Dieselskandal ab Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit https://cmk.handelsblatt.com/cms/articles/14967/anzeige/xx/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen

  14. Tesla-Files: Die Hintergründe zum Datenleck
    04.06., 06:0000:54:30

    Handelsblatt Crime vom 04.06.2023 Tesla steht für Zukunft, Innovation und den Mut voranzuschreiten. Die große Hoffnung für Konzernchef Elon Musk ist der Autopilot. Im Juni 2022 sagte er: Einen funktionierenden Autopiloten zu entwickeln entscheide darüber, „ob Tesla viel Geld wert ist oder praktisch null“. Doch das Unternehmen sieht sich mit zahlreichen Gerichtsprozessen zu seinen Fahrassistenzsystemen konfrontiert. Nun sind überdies mutmaßlich riesige Mengen interner Informationen aus dem Unternehmen gelangt. Informanten haben dem Handelsblatt mehr als 100 Gigabyte Daten zugespielt. Darunter Excel-Listen, die offenbar Gehälter und Privatanschriften von mehr als 100.000 aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen, einen mutmaßlichen Geheimbericht mit Problemen des Cybertrucks, des Hoffnungsträgers des Unternehmens, sowie zahllose als vertraulich gekennzeichnete Dokumente – viele davon zu Unfällen mit dem Autopiloten. Über ein halbes Jahr lang hat das Handelsblatt die Daten ausgewertet und mit Betroffenen gesprochen. Ganz nah dran waren Investigativ-Reporter Michael Verfürden und Ressortleiter Sönke Iwersen. Wie diese Tesla Files den Weg in die Redaktion gefunden haben, wie die Kollegen mit so sensiblen Daten umgegangen sind und welche Reaktionen es bislang auf diese Geschichte gab, berichten Investigativ-Reporter Michael Verfürden und Ressortleiter Sönke Iwersen in dieser Folge Handelsblatt Crime. "Mein Autopilot hat mich fast umgebracht“: Tesla-Files nähren Zweifel an Elon Musks Versprechen Tesla-Files: Wie es zu dem riesigen Datenleck kam Teslas Antwort an die Redaktion im Wortlaut **Was Sie über die Recherchen zu den geheimen Tesla-Files wissen müssen ** Sind auch Ihre Daten in den Tesla-Files? Melden Sie sich bei der Redaktion! Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  15. Die WestLB: Viele Ex-Vorstände und ein Milliardenskandal
    21.05., 06:0000:44:30

    Handelsblatt Crime vom 21.05.2023 Die NRW-Landesbank WestLB ist seit elf Jahren Geschichte. Verheerende Management-Fehler haben zu ihrem Untergang beigetragen. Beteiligt war das Institut auch an illegalen Geschäften der Cum-Ex. Der lateinische Begriff bezeichnet Aktienkreisgeschäfte rund um den Ausschüttungstermin mit („cum“) und ohne („ex“) Dividende. Seit mehr als zehn Jahren laufen die Ermittlungen gegen Banken und Investoren, die sich eine nur einmal abgeführte Kapitalertragsteuer doppelt erstatten ließen. Viele Jahre lang hat die WestLB trotz erdrückender Indizien dementiert, überhaupt an den Geschäften beteiligt gewesen zu sein. Selbst als ein Whistleblower der Steuerfahndung im Jahr 2015 Insiderinformationen zur Verfügung stellte, stritt die WestLB-Nachfolgerin Portigon ab, Cum-Ex-Deals gemacht zu haben. Erst als im Frühjahr 2016 die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm, konnte auch die WestLB ihre Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit nicht mehr leugnen. Wie massiv sich die WestLB auf kriminelle Weise bereichert hatte, zeigte sich, als das Finanzamt die zu Unrecht erstattete Kapitalertragsteuer zurückforderte. Ende 2019 teilte Portigon mit, dass sich die möglichen Steuerschulden aus den Cum-Ex-Geschäften der WestLB auf 600 Millionen Euro beliefen. Inklusive der Zinsen könnte der Schaden eine Milliarde Euro betragen. Nun laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Sie richten sich gegen gut zwei Dutzend Männer, die für die Geschäfte zuständig waren oder diese genehmigten. Im Podcast Handelsblatt Crime sprechen unsere Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier über diesen außergewöhnlichen Fall – und über eine Bank, die ihren eigenen Eigentümern quasi schamlos in die Tasche gegriffen hat. Etliche Ex-Vorstände der WestLB sind beschuldigt, auch ein aktueller Landesbankenchef Ex-Justizminister reicht Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Chef der Kölner Staatsanwaltschaft ein Milliardenzoff zwischen WestLB-Nachfolgern geht vor den Bundesgerichtshof Schäden in Milliardenhöhe: Landesbanken versinken in Cum-Ex-Affäre Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  16. Alarm bei Aldi: Ist ein Familienstreit Schuld an den Problemen?
    07.05., 06:0000:48:44

    Handelsblatt Crime vom 07.05.2023 Kaum ein Unternehmen gehört so sehr zum Alltag der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten wie Aldi. Mit mehr als 4000 Filialen in Deutschland setzen Aldi Nord und Aldi Süd mehr als 30 Milliarden Euro im Jahr um. Fast 90.000 Beschäftigte sind allein in Deutschland in den Schwesterunternehmen engagiert. Doch sie haben Grund zur Sorge. Insidern zufolge hat Aldi Nord im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Die Verluste kommen hauptsächlich aus dem Frankreich-Geschäft, wo ein Zukauf viel Ärger brachte. Auch in Deutschland schrumpfen die Margen. Gleichzeitig trumpft der größte Konkurrent auf: Lidl. Das Unternehmen aus Neckarsulm ist straffer organisiert, technisch weiter und kennt keinen der Grabenkämpfe, mit denen Aldi in den letzten Jahren in die Schlagzeilen geriet. Bei Handelsblatt Crime zeigen unser Fachreporter Florian Kolf und Investigativ-Chef Sönke Iwersen, woran vor allem Aldi Nord kränkelt, was es mit der legendären Wagenburg-Mentalität der Aldi-Brüder auf sich hat und warum die roten Zahlen jetzt bekannt werden. Rote Zahlen bei Discounter Das Scheitern von IT-Projekten in Unternehmen hat System Wie Aldi Nord einen Neustart in Frankreich schaffen will Wie die Albrecht-Brüder zum Schrecken des deutschen Handels wurden Das einzige Interview von Theo Albrecht jun. Aldi hat eine mehr als hundertjährige Geschichte. In diesem Podcast blicken unsere Redakteure zurück auf die großen Innovationen der Gebrüder Karl und Theo Albrecht. Sie berichten von deren persönlicher Katastrophe, dem Kampf um ihr Erbe und der Herausforderungen der aktuellen Aldi-Führung. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  17. Umstrittene Immobiliendeals, dubiose Berater, fragliche Bilanzen: Gericht entscheidet über die Zukunft der Adler Group
    23.04., 06:0000:48:58

    Handelsblatt Crime vom 23.04.2023 Der Krimi um die Adler Group hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Londoner High Court hat nach drei hitzigen Verhandlungstagen kurz nach Ostern sein Urteil in dem Fall gesprochen: Das Unternehmen darf seinen umstrittenen Sanierungsplan durchführen. Die Krise des deutschen Immobilienkonzerns begann im Herbst 2021. Damals wurden Vorwürfe eines Shortsellers über Betrug und Manipulation laut. Staatsanwälte ermittelten und die Finanzaufsicht stellte zwei grobe Bilanzfehler fest. In der Konsequenz legten die Wirtschaftsprüfer ihr Mandat hin. Bis heute findet der Konzern trotz verzweifelter Suche keine neuen Prüfer. Dazu lasten milliardenschwere Schulden auf Adler, die den Konzern in seiner Existenz bedrohen. Mehr zum Thema: Adler Group darf sich selbst abwickeln Adler-Gruppe stößt mit Sanierungsplan auf scharfe Kritik von Gläubigergruppe Zehn Punkte, auf die es für Adler vor dem Londoner High Court ankommt Im November 2022 schöpfte die Adler Group wieder Hoffnung. Sie präsentierte einen Restrukturierungsplan und feierte diesen intern bereits als Befreiungsschlag. Doch eine Gruppe von Anleihegläubigern blockierte das Vorhaben bis zuletzt. Die letzte Hoffnung für Adler war der Weg vor das Londoner Gericht. Denn die einzige Alternative zum Sanierungsplan sei, so sagt es das Unternehmen selbst, die Insolvenz. Im dritten Teil des Podcasts zu dem angeschlagenen Immobilienkonzern erzählen die Investigativ-Reporter René Bender und Lars-Marten Nagel, wie sich das Ringen um die Existenz des Unternehmens weiter zuspitzte - bis zum Showdown vor Gericht. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  18. Streit um das Erbe von Peter Dussmann
    09.04., 06:0000:50:28

    Handelsblatt Crime vom 09.04.2023 20 Jahre lang war Angela Dussmann eine Vorzeigetochter. Das einzige Kind des Großunternehmens Peter Dussmann machte ein ausgezeichnetes Abitur, war musisch sowie literarisch interessiert und studierte in Harvard. Ihrem Vater zuliebe machte sie sogar eine Buchhändlerlehre in seinem Kulturkaufhaus an der Friedrichstraße in Berlin. Dann lernte sie einen Mann kennen, der die Familie in einen tiefen Konflikt stürzte. Es begann ein Streit, der nicht einmal durch den Tod von Peter Dussmann beendet werden konnte. Der Großunternehmer, der sein Geld vor allem mit der Gebäudereinigung, Pflegediensten und anderen Hilfsleistungen für Menschen und Immobilien verdiente, entschied schon bei der Geburt seiner Tochter, dass sie und seine Ehefrau einmal zu gleichen Teilen erben sollten. Das war 1981. 2006 heiratete Angela Dussmann schließlich Ronald Göthert. Kein Einser-Abiturient wie seine Tochter, sondern mit einem Hauptschulabschluss ausgestattet. Darauf folgte eine Schreinerlehre, später immer wieder Phasen von Arbeitslosigkeit. Göthert scheiterte auch mit dem Versuch, sich als Finanzberater selbstständig zu machen. Dann fand er seine Berufung: Esoterik. Mehr zum Thema: Des Milliardärs allerletzter Wille Kein bisschen Frieden Punktsieg im Erbstreit mit der Tochter Dussmann-Witwe erringt im Erbstreit Etappensieg gegen ihre Tochter Dussmann-Tochter geht im Erbstreit in Berufung Als Göthert die 16 Jahre jüngere Angela Dussmann kennenlernte, betrieb er Praxis für die „Göthertsche Methode“. Er glaubte, so genannte Feinstoffe erkennen zu können – ein Phänomen, das er selbst entdeckt haben wollte. Göthert behauptete auch, Menschen heilen zu können, wenn er in Unordnung geratene Feinstoffe wieder ordentlich machte. Peter Dussmann war die Liebe seiner Tochter zu diesem Mann so zuwider, dass er nicht mal zu ihrer Hochzeit erschien. 2008 erlitt er einen Schlaganfall. 2010 änderte sich dann plötzlich Dussmanns Testament. Statt 50 Prozent sollte seine Tochter nur noch 25 Prozent vom Erbe des Vaters erhalten. Dussmann war damals aufgrund seiner Krankheit nicht in der Lage, das Testament zu unterschreiben. Das übernahm sein Arzt. Angela Göthert erfuhr von der Testamentsänderung erst 2013 – nach dem Tod ihres Vaters. Seitdem streitet sie sich mit ihrer Mutter erbittert über die vielen, vielen Millionen, die Peter Dussmann im Laufe seines Unternehmertums anhäufte. In diesem Podcast zeigen unsere Redakteure die Kampflinien auf. Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  19. Der Cum-Ex-Eklat: Verschleppt die Staatsanwaltschaft Köln die Aufklärung?
    26.03., 06:0000:50:03

    Handelsblatt Crime vom 26.03.2023 Der ehemalige NRW-Justizminister sorgt sich um die Aufklärung des Steuerskandals Cum-Ex. Er hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Leiter der Staatsanwaltschaft Köln gestellt. Peter Biesenbach hat die Aufarbeitung des Steuerskandals Cum-Ex vorangetrieben wie kein anderer Justizminister in Deutschland. Seit Antritt 2017 erhöhte er die Zahl der Ermittlerstellen für Cum-Ex von vier auf 36. Der Kampf gegen die „industriell betriebene Steuerhinterziehung“, wie Biesenbach sie nennt, erfordere höchste Priorität. Seit Juni 2022 ist Biesenbach als Justizminister ausgeschieden, nun sorgt er sich um sein Vermächtnis. In einer nahezu einmaligen Aktion in der deutschen Justizgeschichte hat der Minister eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Leiter der Staatsanwaltschaft Köln und dessen Stellvertreter gestellt. Er wirft ihnen vor, die Arbeit der Cum-Ex-Abteilung unter Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker zu behindern. Unsere Investigativreporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier verfolgen den Cum-Ex-Skandal seit vielen Jahren. Sie besuchten die Ermittlerin Brorhilker an ihrem baufälligen Arbeitsplatz in Köln-Sülz, sie interviewten Biesenbach 2019 zu seinem Kampf gegen die Steuerhinterzieher und nun zu seiner Furcht, die Aufklärung könnte im Fiasko enden. Der Cum-Ex-Skandal ist mit der Dienstaufsichtsbeschwerde um ein dunkles Kapitel reicher. Die Staatsanwaltschaft Köln führt 117 Verfahren mit 1592 Beschuldigten. Sie kommen aus direkter Nachbarschaft wie in Düsseldorf bei der ehemaligen WestLB und HSBC Trinkaus & Burkhardt gleichsam wie aus weiter Ferne in London, New York oder Sydney. Seit 2013 wird in Köln ermittelt. Nun heißt es von Behördenseite: 15 Jahre könnte es schon noch dauern. In diesem Podcast zeigen unsere Redakteure die Motivlagen der Beteiligten und zeichnen nach, wie es nach dem Skandal der Steuerhinterziehung zum Skandal der zähen Aufklärung kam. Mehr zum Thema: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Chef der Kölner Staatsanwaltschaft Razzia bei Ex-Vorstand von HSBC-Trinkaus Acht Jahre Haft für Steueranwalt Hanno Berger Zwei ehemalige HVB-Banker im Cum-Ex-Skandal zu Bewährungsstrafen verurteilt Fahnder in Fitschens Wohnung Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

  20. Wirecard: Ex-Chef Markus Braun will von Nichts gewusst haben
    12.03., 06:0000:35:34

    Handelsblatt Crime vom 12.03.2023 Markus Braun lebte einst im Luxus, heute lebt er in einer neun Quadratmeter großen Zelle in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim. Sein Unternehmen Wirecard ist pleite und Braun ist angeklagt wegen bandenmäßigen Betrugs, Untreue und weiteren Straftaten. Lange Zeit hüllte er sich in Schweigen. Beim Wirecard-Untersuchungsausschuss gab der langjährige Wirecard-Chef nicht mehr als seine Personalien preis. Sein Anwalt Alfred Dierlamm kritisierte die Staatsanwaltschaft monatelang: Die Anklage sei so schlecht begründet, dass das Gericht sie gar nicht zulassen dürfe. Doch sie wurde zugelassen. Seit Dezember 2022 muss sich Braun vor Gericht verantworten. Dabei sitzt er auf der Anklagebank in einem Hochsicherheitssaal am Landgericht München, fünf Meter unter der Erde. Seit dem 14. Februar 2023 hat Braun das Wort. Unsere Handelsblatt-Reporter beobachten jede seiner Regungen, jeden Blick. Braun gibt sich als Opfer. Weder habe er irgendjemanden betrogen, noch den Wirecard-Kurs manipuliert. Von jeglichen möglichen kriminellen Handlungen, ob durch den geständigen Mitangeklagten Oliver Bellenhaus oder den flüchtigen Ex-Vorstand Jan Marsalek, habe er einfach nichts gewusst. Unsere Gerichtsreporter René Bender und Vinzenz Neumaier schildern in dieser Folge, wieso Brauns Verteidigung nun schwer unter Druck gerät. Mehr zum Thema: Ex-Wirecard-Chef Markus Braun im Verhör Wie der Kronzeuge im Wirecard-Skandal die Rolle des Ex-CEOs beschreibt Das exklusive Abo-Angebot für Sie als Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit

Korruption, Skrupellosigkeit, Größenwahn: In unserem Podcast Handelsblatt Crime berichten wir über die spektakulärsten Streitfälle der deutschen Wirtschaft. Begleiten Sie das Handelsblatt-Investigativ-Team ins Dunkle und Absurde der deutschen Wirtschaftswelt. Handelsblatt Crime finden Sie auf allen relevanten Podcast-Plattformen - und natürlich hier auf der Handelsblatt-Website. Jetzt reinhören: 14-tägig mit den Hosts Solveig Gode und Ina Karabasz sowie dem Handelsblatt Investigativ-Team unter der Leitung von Sönke Iwersen. Unser speziell für Handelsblatt Crime Hörer geschnürtes Abo-Angebot finden Sie hier: www.handelsblatt.com/mehrjournalismus Und falls Sie die Stimmen hinter Handelsblatt Crime gerne einmal live erleben wollen, finden Sie hier nähere Informationen zu unserem nächsten Live-Auftritt: [Handelsblatt Crime Podcast-Liveshow] (https://www.handelsblatt.com/crimelive)