Gyncast – der Gynäkologie-Podcast

Hatten Frauen im Osten wirklich besseren Sex?

01.10., 00:0100:41:32
Beschreibung der Episode
Von "Muttipolitik" und DDR-Vibratoren

Sie waren weniger gestresst durch amerikanische Schönheitsideale, gingen dank FKK natürlicher mit Nacktheit um und konnten sich die Männer fernab von ökonomischen Erwägungen aussuchen, weil die Familien- und Gleichstellungspolitik der DDR sie unabhängig machte. So lautet eine These, wonach Frauen im Sozialismus besseren Sex und mehr Orgasmen hatten. Pünktlich zum Einheits-Jubiläum widmet sich Folge 12 des Gyncast den Unterschieden zwischen Frauen in der BRD und der DDR.

In ihrer unzensierten Sprechstunde berichtet Chefärztin Dr. Mandy Mangler diesmal von ihrer Kindheit im Osten. Die Begriffe „Hausfrau“, „Rabenmutter“ oder „Schlampe“ gab es nicht, als Schlüsselkind aufzuwachsen war völlig normal, die Scheidungsraten waren hoch, Abtreibungen sozial nicht geächtet und seit einem revolutionären Gesetz legal.

Im Gespräch mit den Tagesspiegel-Redakteurinnen Esther Kogelboom und Julia Prosinger widmet sich die Gynäkologin allen Aspekten des Frauseins in der DDR: Was macht es mit Mädchen, wenn sie Kranführerin werden können? Warum hießen Kondome auch „Gummifünfziger“? War Stillen in der Öffentlichkeit gewünscht? Welche Windeln, welche Babynahrung gab es zu kaufen und was nützt ein Frauentag am 8. März, wenn die Mutter und Arbeiterin im Kombinat unter der Doppelbelastung zusammenbricht?

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Produktion: Hilda Lücker

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