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Ganz offen gesagt

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466 Episoden · neueste 07.10.

Episoden

466
  1. #20 2026 Wie politisch ist der Song Contest? - mit Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder
    18.03., 05:3001:23:58

    In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ diskutiert Stefan Lassnig mit den Hosts des Song Contest-Podcasts "Merci Chérie", Alkis Vlassakakis und Marco Schreuder, wie der Eurovision Song Contest von einer technischen Fernsehexperimentierbühne zu einem hochpolitischen europäischen Großereignis wurde. Anhand der ESC-Geschichte von den 1950er-Jahren bis heute zeigen sie, wie sich Kalter Krieg, Prager Frühling, Zypern-Konflikt, Jugoslawienkrieg, russische Angriffe auf Georgien und die Ukraine, sowie der Gaza-Krieg im Wettbewerb und in den Teilnahmeentscheidungen der Länder niederschlagen. Die Gäste erklären, warum der ESC offiziell „unpolitisch“ bleiben muss, aber in Wahrheit ständig von Weltpolitik, Boykotten, Senderregeln und medienpolitischen Entscheidungen der EBU beeinflusst wird – etwa beim Ausschluss Russlands und Belarus oder beim Umgang mit Libanon und China. Großen Raum nimmt die queere Geschichte des ESC ein: von früh queercodierten Chansons wie „Nous les amoureux“ über Drag-Momente, AIDS-Stille und Life Ball bis zu Páll Óskar, Dana International, Marija Šerifović, Conchita Wurst und der Ausstellung „United by Queerness“ in Wien. Sie sprechen über ESC als „Familienshow“ und queeren Safe Space, über Voting-Blöcke, kulturelle Märkte und nationale Rivalitäten, die mehr mit Popkultur als mit „Freunderlwirtschaft“ zu tun haben, und darüber, wie Social Media und TikTok das ESC-Publikum verjüngt haben. Die Runde diskutiert das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Ausschluss: Soll man autoritäre Staaten und homofeindliche Regime aus Prinzip ausschließen oder sie gerade über den ESC mit queerer Sichtbarkeit und kulturellem Austausch konfrontieren? Zum Schluss verraten Alkis und Marco ihre Favoriten für Wien – mit Siegchancen für Finnland, persönlichen Sympathien für Griechenland und einem soliden Platz im oberen Mittelfeld für Österreichs „Cosmó“ – und empfehlen ESC-Fans ihren Podcast „Merci Chérie“ und die Ausstellung „United by Queerness“ als Vertiefung. Links zur Folge: Podcast "Merci Chérie" Ausstellung "United by Queerness" Buch "Postwar Europe and the Eurovision Song Contest" von Dejan Vuletic (Amazon) Podcastempfehlung der Woche: "Braune Kinderzimmer" Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  2. #19 2026 SPEZIAL Was lernen wir durch Trump? - Teil 1
    17.03., 05:3001:28:41

    In dieser „Ganz offen gesagt“-Spezial-Ausgabe live aufgenommen in der "Kulisse Wien" spricht Host Michel Reimon mit der Politikwissenschaftlerin Gabriela Greilinger (University of Georgia), der Gewerkschafterin und ÖBB-Betriebsrätin Olivia Janisch sowie dem Medienforscher Luis Paulitsch über Donald Trump, seinen Angriff auf die Demokratie in den USA und die Lehren für Österreich. Ausgangspunkt ist die Frage, warum Trump trotz Sturm aufs Kapitol, außenpolitischer Irrationalität und schlechter Wirtschaftsdaten weiterhin breite Zustimmung erhält und 2024 wiedergewählt wurde. Greilinger erklärt anhand aktueller Forschung, welche Rolle Rassismus, Sexismus, Statusangst und die Normalisierung von Trump für das Wahlverhalten spielen – und warum viele Wähler nicht primär rational auf Daten, sondern auf Identität und Gefühle reagieren. Paulitsch beschreibt, wie eine fragmentierte Öffentlichkeit und „alternative“ bzw. rechtsextreme Medienprojekte, Fox News, Social Media und Slapp-Klagen dazu beitragen, dass rechtspopulistische und autoritäre Narrative dominieren und demokratische Gegenöffentlichkeiten geschwächt werden. Olivia Janisch schildert, wie autoritäre Politik in Betriebe und Arbeiterschaft hineinwirkt, warum Gewerkschaften und kollektive Organisation ein Gegenentwurf zu Ohnmacht und Vereinzelung sind und wie Arbeitskämpfe zunehmend delegitimiert oder bekämpft werden – bis hin zu Union Busting auch in Österreich. In der zweiten Hälfte diskutiert die Runde historische Parallelen zu den 1960er‑Jahren, die Rolle des Neoliberalismus, den Verlust von sozialen und demokratischen Räumen sowie die Frage, ob wir heute eher einen Konflikt „autoritäre vs. demokratische Politik“ als „rechts vs. links“ erleben. Die Gäste betonen, dass progressive und demokratische Kräfte wieder eigene positive Zukunftserzählungen, emotionale Angebote und niederschwellige Strukturen schaffen müssen – von neuen Medienformaten über solidarische Alltagsorganisation bis hin zu direkten Gesprächen in Betrieben. Beispiele aus den USA wie progressive Politiker:innen rund um AOC, neue Formen von Online‑Kampagnen sowie lokaler Widerstand gegen ICE zeigen, dass Gegenstrategien möglich sind, aber langfristige, geduldige Arbeit und Konfliktbereitschaft erfordern. Links zur Folge: Olivia Janisch Gabriela Greilinger Luis Paulitsch Michel Reimon Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  3. #18 2026 Über Freundschaften - mit Autorin Verena Bogner
    11.03., 06:0000:57:10

    In ihrem Debütroman „I am cringe but I am free“ erzählt die Autorin und Journalistin Verena Bogner von Freundschaften, Verletzlichkeit und der Suche nach Nähe in einer Welt voller Erwartungen. Im Gespräch mit Saskia Jungnikl-Gossy geht es um Freundschaft als unterschätzte soziale Struktur, um romantische Liebe in Popkultur und sozialen Medien und um Bogners Blick auf den Kulturjournalismus in Österreich. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  4. #17 2026 Über den Krieg gegen den Iran - mit Gerald Karner
    05.03., 11:2100:49:48

    In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Kaltenbrunner mit dem ehemaligen Brigadier Gerald Karner über den fünften Kriegstag im Iran und die hoch volatile Lage im Nahen und Mittleren Osten. Karner erklärt den enormen militärischen Aufmarsch der USA und Israels, die Größenordnung der eingesetzten Truppen und Waffensysteme und warum die Luftoperationen gegen den Iran Wochen dauern könnten. Ausführlich diskutiert werden die verbliebene Schlagkraft des iranischen Regimes, seine ballistischen Raketen, Drohnen und unterirdischen Anlagen sowie die zentrale Rolle russischer Rüstungshilfe. Der Experte schildert, wie israelische und amerikanische Geheimdienste offensichtlich über Jahre Quellen in der iranischen Führung aufgebaut haben und wie Hightech, Cyberangriffe und KI heute militärische Planung prägen. Thema sind auch mögliche Bodentruppeneinsätze, Überlegungen zur Bewaffnung oppositioneller Gruppen wie der Kurden und das Risiko eines langen, blutigen Stellvertreter- oder Bürgerkriegs. Karner ordnet die Rolle der Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabiens, ein, erklärt die Verwundbarkeit der Region durch Drohnen und die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für Energiepreise und Welthandel. Im Gespräch geht es zudem um die wachsende Isolation Irans und Russlands, mögliche Beistandsszenarien für Europa und die innenpolitische Zwickmühle von US-Präsident Donald Trump zwischen Wahlversprechen und Israels Sicherheitsinteressen. Abschließend beschreibt Karner die bereits desolate wirtschaftliche Lage im Iran, die Gefahr einer humanitären Katastrophe und die hohe Zahl an zivilen Opfern und Repressionsopfern schon vor Beginn des Krieges. Links zur Folge: Recherchen von bellingcat zum Absturz der MH17 Serie "Teheran" auf AppleTV Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  5. #16 2026 Warum brauchen wir längeren Wehrdienst? mit Klaudia Tanner
    04.03., 05:3000:33:36

    Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärt im Gespräch über die Wehrdienstreform mit Georg Renner, warum sechs Monate Grundwehrdienst nicht mehr reichen, was das Modell „Österreich Plus" (8+2) vorsieht und wie die Verhandlungen im Parlament stehen. Außerdem: Wie das Bundesheer über Jahrzehnte stiefmütterlich behandelt wurde und warum sich das jetzt ändern soll. Links: Bericht der Wehrdienstreformkommission: https://www.bmlv.gv.at/archiv/a2026/pdf/Bericht_WDK_20260120.pdf Das Verteidigungsbudget 2025/26: https://www.bundesheer.at/budget-2025 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  6. #15 2026 "Nahost. Nah dran." - mit Karim El-Gawhary
    02.03., 11:1100:48:45

    Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben. Podcast-Empfehlung der Woche: Podcast "Freiwärts - Aus dem Trauma in die Kraft" Titelbild Folge: Sascha Osaka Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  7. #14 2026 Was Obst und Gemüse mit Politik zu tun haben - mit Manfred Hohensinner
    26.02., 05:3000:53:17

    In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Lassnig mit dem steirischen Landwirt und Unternehmer Manfred Hohensinner, Mitgründer von Frutura, dem größten Obst- und Gemüsevermarkter Österreichs. Hohensinner schildert seinen Weg vom kleinen Bergbauernhof und LKW-Fahrer zum Leitbetrieb, der täglich rund 1,3 Millionen Haushalte mit Obst und Gemüse versorgt, und erklärt, wie ihn seine Erfahrungen in Russland und der Ukraine für Umweltthemen sensibilisiert haben. Ein Schwerpunkt ist sein Geothermie-Projekt, mit dem Gewächshäuser klimafreundlich beheizt werden – gegen massiven Widerstand, jahrelange Verfahren und ohne passende Förderinstrumente, weil Geothermie in der landwirtschaftlichen Urproduktion rechtlich nicht vorgesehen ist. Hohensinner kritisiert die versteinerten Agrarstrukturen, warnt vor der rasch schrumpfenden Zahl von Bäuerinnen und Bauern und fordert eine ehrliche Debatte darüber, wie wir in Zukunft produzieren und essen wollen. Im Gespräch über den Lebensmittelhandel erzählt er von harten Verhandlungen mit fast monopolartigen Handelsketten, der Rolle von Flugblättern und Aktionen und seiner Idee der „gläsernen Produktion“, bei der Konsument:innen sehen können, wie Lebensmittel entstehen. Zur umstrittenen Umsatzsteuersenkung auf Lebensmittel meint er, dass sie strukturelle Probleme nicht löst, und erklärt detailliert, wie sich etwa der Preis eines Apfels aus Produktions-, Logistik- und Handelskosten zusammensetzt. Beim Lieferkettengesetz betont er, dass der Ansatz der Transparenz richtig, die bisherige Ausgestaltung aber praxisfern sei – insbesondere bei globalen Rohstoffen und Gewürzen – und kritisiert mangelnde Transparenz etwa in der Gastronomie. Abschließend ruft Hohensinner Konsument:innen dazu auf, ihre Macht bewusster zu nutzen, unrealistische Dumpingpreise zu hinterfragen und gemeinsam mit Landwirtschaft und Handel für resiliente, faire und klimafitte Ernährungssysteme zu sorgen.​ Links zur Folge: Futura Podcastempfehlung der Woche: Cash or Crash - der Wirtschaftspodcast mit Wolfgang Unterhuber Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  8. #13 2026 Über Kurden, Rojava und wehrhafte Frauenzöpfe- mit Raze Baziani
    25.02., 06:0001:00:38

    Im Jänner kam es in Syrien zu Kämpfen zwischen der syrischen Übergangsregierung des einstigen Islamisten Ahmed al-Scharaa und den militärischen Arm der kurdischen Selbstverwaltung Rojava. Nach ein paar Wochen wurden die Kämpfe mit einem Waffenstillstand und später mit einem Abkommen beendet, das viele als "Diktatfrieden" für die Kurden bezeichnen. So sollen die kurdischen Bataillone in die syrische Armee eingegliedert werden und Rojava aus Damaskus verwaltet werden. Ein herber Schlag für die Kurdinnen, die mitten im syrischen Bürgerkrieg 2012 ein neues basisdemokratisches Regierungsmodell mit verpflichtender Frauenquote aus dem Boden gestampft haben. Wie geht es weiter mit dem kurdischen Traum? Wie fühlen sich die kurdischen Kämpferinnen, die 2019 den IS besiegt haben und nun mitansehen müssen, wie die IS Flagge wieder in Rakka gehisst wird? Und was hat es auf sich mit einem Video, in dem ein syrischer Kämpfer der Regierungstruppen zu sehen ist, der einen abgeschnittenen Frauenzopf stolz in die Kamera hält und damit Traumata reaktiviert? Darüber spricht Solmaz Khorsand mit der Juristin und Politologin Raze Baziani aus Berlin, die unter anderem in Genf für den Human Rights Council die Kurden im Minderheitenforum weltweit vertreten hat. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  9. #12 2026 Über Digitale Gewalt an Frauen - mit Ingrid Brodnig
    24.02., 05:3001:04:07

    Politische Debatten finden heute nicht nur im Parlament, sondern auch online statt – und gerade Frauen sehen sich dort massiver Gewalt ausgesetzt. Beleidigungen, Drohungen und Hasskampagnen sind keine Randerscheinungen, sondern ein gezieltes Mittel, um Stimmen im digitalen Diskurs zum Schweigen zu bringen. In dieser Folge von Ganz Offen Gesagt spricht Anna-Lisa Bier mit der Digitalexpertin und Autorin Ingrid Brodnig darüber, wie digitale Gewalt funktioniert, warum Politikerinnen häufig intensiver und gezielter attackiert werden als Männer, warum jene Angriffe sexualisiert und entwertend sind und welche Folgen das für den digitalen Umgangston, Selbstzensur und politische Beteiligung hat. Dabei geht es auch um die Plattformen selbst, wie Algorithmen Hass verbreiten, warum die Moderation von Hasskommentaren oft scheitert und welche Rolle traditionelle Medien bei der Verstärkung von Empörungswellen spielen. Außerdem wird klar, welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt, wo sie an ihre Grenzen stoßen und warum bestehende Regeln oft nicht konsequent umgesetzt werden. Beratungsangebote: Digitale Gewalt ist kein individuelles Problem, und ihr müsst damit nicht allein bleiben. Wenn ihr selbst oder Menschen in eurem Umfeld von digitaler Gewalt betroffen seid, gibt es unter anderem folgende Meldestellen und Beratungsangebote, die Unterstützung bieten: Österreich: Zara (Online-Beratung bei Hass im Netz) Frauenhelpline (Anonyme Beratung) Rat auf Draht (Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, auch für digitale Probleme) BanHate (App, bei der man österreichweit Hasskommentare melden kann) Weisser Ring (Hilfsorganisation für Opfer von Straftaten in Österreich) Deutschland: HateAid (Meldestelle für Betroffene als auch Beobachter*innen von digitaler Gewalt) Bundesweites Hilfetelefon "Gewalt Gegen Frauen" (Anonyme Beratung, eingerichtet vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben) Meldestelle REspect! Im Netz Weiterführende Inhalte: Buch "Feindbild Frau" von Ingrid Brodnig (Thalia) Die Gemeinschaftsstandards von Meta Mehr zum eXit NDR-Recherche zur Incel-Szene: Zerrwelt der Frauenhasser - Wie die "Incel"-Szene an Bedeutung gewinnt und wie gefährlich sie ist Abschlussbericht des Radical Awarness Network zum Incel-Phänomen: https://home-affairs.ec.europa.eu/system/files/2021-08/ran_cn_incel_phenomenon_20210803_de.pdf Safer Internet Jugend Internet Monitor 2026 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  10. #11 2026 "Eine Lüge ist keine Meinung" - mit Florian Scheuba
    19.02., 05:3000:45:24

    In dieser Folge von „Ganz offen gesagt“ spricht Host Stefan Lassnig mit Satiriker, Buchautor und Podcaster Florian Scheuba, warum Kriminelle und korrupte Politiker immer wieder Sympathien genießen und wie sich Korruption in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Scheuba erklärt, warum er Donald Trump eher als Gauner denn als Entertainer sieht und wie schwer es Satire inzwischen hat, wenn die politische Realität oft absurder wirkt als jede Bühnenpointe. Anhand von Fällen wie Peter Hochegger, dem „Wo war meine Leistung?“-Satz oder dem Birnbacher-Gutachten zeigt er, wie Satire komplexe Affären auf einen einprägsamen Punkt bringen kann, den viele Menschen plötzlich verstehen. Ein zentrales Thema ist die wachsende Desinformation: autoritäre Akteure wollen weniger überzeugen, als vielmehr bewirken, dass „eh alle lügen“ und niemand mehr Wahrheit von Lüge unterscheiden kann. Scheuba kritisiert „False Balance“ in Talkshows, in denen Klimaleugner:innen wissenschaftlichen Positionen gleichgestellt werden, und betont seinen Leitsatz „Eine Lüge ist keine Meinung“. Ausführlich thematisiert er seine nicht rechtskräftige Verurteilung wegen einer Kolumne, warnt vor Einschüchterungsklagen gegen Journalist:innen und schildert, wie solche Urteile Meinungsfreiheit und Kritik an Amtsträgern massiv einschränken können. Im Gespräch geht es auch um die strukturelle „Aufrüstung“ der politischen PR gegenüber einem ökonomisch geschwächten Journalismus und um die Rolle sozialer Medien und KI bei der Aushöhlung eines gemeinsamen Wahrheitsbegriffs. Am Ende diskutieren Lassnig und Scheuba, was jede und jeder tun kann – von der Unterstützung seriöser Medien über Medienkompetenz bis zur Wertschätzung von Demokratie – und warum Humor für Scheuba eine Form von „Satire als Notwehr“ gegen Angst und Resignation ist. Links zur Folge: Interview von "profil" mit Florian Scheuba Buch "Schrödingers Ente" von Florian Scheuba Podcast "Ganz offen gesagt" über "8 Tische für die vierte Gewalt" Podcast "Die Dunkelkammer" - Auftakt zur Serie über Peter Hochegger Podcastempfehlung der Woche: Podcast "Scheuba fragt nach" (FALTER) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  11. #10 2026 Über Erinnerungskultur und Gedenkarbeit – mit Susanne Siegert (@keine.erinnerungskultur)
    18.02., 05:3000:48:24

    In dieser Folge spricht Host Katharina Pagitz mit Journalistin und Content Creatorin Susanne Siegert (@keine.erinnungskultur) über Erinnerungskultur und Gedenkarbeit im digitalen Zeitalter. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Gedenken ohne Zeitzeug:innen weitergehen kann. Susanne Siegert erläutert, warum sie lieber von Gedenkarbeit als von Erinnerungskultur spricht und wie Social Media – insbesondere TikTok und Instagram – neue Zugänge für junge Menschen eröffnet. Themen sind unter anderem blinde Flecken im Schulunterricht, Täter:innenschaft in Familiengeschichten, der Umgang mit KI-Material, Videospiele ("Serious Games") sowie zunehmender Antisemitismus in Kommentarspalten. Weiterführende Links Hier geht es zu einem wissenschaftlichen Text zur Erinnerungskultur in Österreich Hier mehr Infos zur Waldheim-Affäre Hier geht es zum Buch „Gedenken neu denken“ von Susanne Siegert (@keine.erinnerungskultur) Hier Links zu den Serious Games: Tribunal45 und Gegen Mauern: Vier Leben, vier Kämpfe" Hier mehr zur „Mühlviertler Hasenjagd“ Hier geht es zum Jahresbericht und Antisemitismusstudie 2024 in Österreich Hier geht es zum Rechtsextremismus-Bericht des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) 2025 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  12. #9 2026 Über das Zwei-Prozent-"Wunder" - mit Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr
    11.02., 05:3000:38:02

    Gabriel Felbermayr hat keinen beneidenswerten Job als WIFO-Direktor. Mitten in einer Phase, in der viele Österreicherinnen und Österreicher noch immer die Teuerung der vergangenen Jahre spüren, muss er erklären, warum 2 % Inflation zwar ein Erfolg, aber noch nicht genug sind. Im Gespräch mit Georg Renner analysiert er die Faktoren hinter dem Inflationsrückgang – von Basiseffekten über politische Maßnahmen bis hin zu globalen Entwicklungen wie Chinas Exportstrategie. Felbermayr erklärt, warum Österreich seit 2010 durchgehend höhere Inflationsraten hatte als der Eurozonendurchschnitt, was die Regierung noch tun kann, um Preise zu dämpfen, und warum mehr Wettbewerb im Lebensmittelhandel und bei Stromanbietern entscheidend ist. Außerdem: Warum das 2-%-Inflationsziel vielleicht zu hoch ist, welche Rolle die Lohnnebenkosten spielen und warum Österreich dringend mehr Transparenz bei Supermarktpreisen braucht. Links zur Folge: Statistik Austria: Inflationsdaten Jänner 2026 WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut: www.wifo.ac.at Bundeswettbewerbsbehörde: www.bwb.gv.at Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  13. #8 2026 Über Macht, Medien und Wahrheit – mit Politikanalyst Andreas Grassl
    04.02., 06:0001:04:15

    Sind die aktuellen Entwicklungen in den USA ein Sonderfall, oder ein Blick in die Zukunft westlicher Demokratien? Andreas Grassl, geopolitischer Analyst und Journalist, spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy darüber, warum er globale Krisen lieber im großen historischen Bogen betrachtet, was das für die Einordnung von Donald Trump, staatlicher Macht und demokratischer Stabilität bedeutet, und wo er besonders gefährliche Eskalationspotenziale sieht. Außerdem geht es um Social Media als Nachrichtenraum: Wie verändern TikTok, Instagram und Algorithmen unseren Blick auf die Welt? Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  14. #7 2026 SPEZIAL Demokratie sucht Zukunft - Teil 2
    29.01., 05:3001:21:48

    Christoph Chorherr eröffnet den zweiten Teil der Demokratie-Serie mit der Diagnose, dass repräsentative Demokratien in vielen westlichen Ländern massiv unter Druck stehen und autoritäre oder rechtspopulistische Kräfte von dieser Krise profitieren. Nikolaus Kowall beschreibt die parlamentarische Demokratie als „abgekoppelten“ professionellen Politikbetrieb, der ein Eigenleben führt und mit der Lebensrealität vieler Menschen kaum noch verbunden ist. Sibylle Hamann betont, dass Wählerinnen und Wähler von Politik immer stärker Spektakel, Unterhaltung und Bewunderung erwarten – und sich deshalb Figuren wie Donald Trump trotz offensichtlicher Widersprüche großer Faszination erfreuen. Ausführlich diskutiert wird die Unfähigkeit vieler Staaten, längst bekannte Dauerprobleme wie föderale Kompetenzwirrnisse, Bildungs- oder Gesundheitssysteme zu reformieren, während rechtspopulistische Parteien zugleich Handlungsfähigkeit zusagen. Die Runde analysiert die mediale Logik von „Bad News“, Empörung und Social Media-Echokammern, die das Gefühl verstärken, alles werde schlechter, obwohl sich objektiv auch viele Lebensbereiche verbessert haben. Hamann schildert aus ihrer Erfahrung als Lehrerin, dass Jugendliche demokratische Grundhaltungen im Schulalltag durchaus praktizieren, das politische System und seine Institutionen aber als fern und unverständlich erleben – zumal viele gar kein Wahlrecht haben. Gemeinsam mit Kowall plädiert sie für ein modernes, europäisch geprägtes Werte- und Hausordnungsverständnis, das Menschenrechte, Rechtsstaat, Gewaltverzicht, sozialen Staat und Klimaschutz als gemeinsame Basis klar formuliert. Abschließend diskutiert die Runde, wie Parteien wieder glaubwürdiger und repräsentativer werden könnten, wie man Brücken zwischen engagierter Zivilgesellschaft und Profipolitik baut und wie man Menschen ermutigt, trotz Shitstorms und öffentlicher Anfeindungen Verantwortung in der Demokratie zu übernehmen. Links zur Folge: Demokratie sucht Zukunft - Teil 1 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  15. #6 2026 Über die Lage im Iran - mit Hamid Hemmatpour
    28.01., 06:0000:50:30

    Bei den Massenprotesten im Iran sollen Zehntausende Menschen getötet worden sein. Genaue Zahlen lassen sich derzeit noch nicht überprüfen, aber die Nachrichten, die von Augenzeuginnen nach außen dringen, dass sich offenbar am 8. und 9. Jänner ein Massaker in dem Land abgespielt haben soll, häufen sich. Seit drei Wochen gibt es Internetabschaltungen und -störungen. Das genaue Ausmaß der Gewalt ist deshalb noch unklar. Der Radiologe Hamid Hemmatpour setzt sich seit Jahrzehnten aus Österreich für die Menschenrechte in seinem Heimatland ein. Im Gespräch mit Solmaz Khorsand erzählt er von Kolleginnen, die mit dem Tod bedroht werden, wenn sie Verwundeten helfen, warum die iranische Opposition so zersplittert ist und für wie wahrscheinlich er einen Krieg hält. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  16. #5 2026 Über "Acht Tische für die vierte Gewalt" - mit Gabriela Bacher und Sebastian Loudon
    21.01., 05:3001:08:33

    Host Stefan Lassnig begrüßt Gabriela Bacher (zugeschaltet aus den USA) und Sebastian Loudon. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Klausur „Acht Tische für die vierte Gewalt“, die im November 2025 auf Schloss Hernstein stattfand und Vertreter:innen aus Journalismus, Medienmanagement, Recht, Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Brancheninstitutionen an einen Tisch brachte. Bacher schildert, wie die digitale Umbruchszeit, autokratische Tendenzen und die Fragilität der Medienfreiheit zur Idee führten, Medienfinanzierung und Medienförderung gemeinsam neu zu denken. Loudon beschreibt das bewusst unösterreichische Setting: nicht ORF und Verleger im Hinterzimmer, sondern 64 Stakeholder, die in wechselnden Tischkonstellationen Probleme, Wunschzustände und konkrete Maßnahmen für ein zukunftsfähiges Fördersystem erarbeiten. Die Gäste erläutern zentrale Resultate: ein einheitliches, politikfernes Förderwesen mit sturmsicherer Institution, ein Kriterienkatalog samt Selbstregulierung, mehr Fokus auf resiliente Geschäftsmodelle, eine Deckelung von Regierungsinseraten sowie die Einbeziehung der Creator Economy und von Neugründungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Big-Tech-Plattformen, die Notwendigkeit wirksamer Regulierung auf EU-Ebene und der Aufbau eines „European Public Open Space“ als Alternative zu US-Plattformen. Intensiv diskutiert wird außerdem, warum Medienkompetenz nicht nur Schulthema ist, sondern gerade für ältere Generationen zentral wird – und wieso ein starker, öffentlich-rechtlich finanzierter ORF mit verfassungsrechtlicher Absicherung als Bollwerk gegen autoritäre Angriffe gilt. Zum Schluss sprechen die drei über Reaktionen auf Hernstein – von Begeisterung bis zur „Praxisferne“-Kritik des VÖZ – und darüber, wie die Ergebnisse in die laufende Reform der Medienförderung unter Medienminister Andreas Babler einspeisen könnten, ohne der Politik einen fertigen Forderungskatalog zu diktieren. Links zur Folge: Acht Tische für die vierte Gewalt Bericht im „Standard“ zu „Acht Tische für die vierte Gewalt“ Alles Journalismus, oder was? (Kriterienkatalog auf Seite 26) Presse-Aussendung des VÖZ "Kein Stein auf dem anderen in der Medienförderung (Babler)" - Standard-Artikel Podcastempfehlung der Woche: Cat People Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  17. #4 2026 SPEZIAL - Demokratie sucht Zukunft - Teil 1
    15.01., 05:3002:11:26

    Christoph Chorherr eröffnet eine Serie zur „Zukunft der Demokratie“ und spricht mit Judith Kohlenberger, Kurt Guwak und Laurenz Ennser-Jedenastik über die Thesen ihres gemeinsamen Buchs „Demokratie sucht Zukunft – Wie Parteien neu gedacht werden müssen“. Die Gäste schildern, warum Parteien im Vergleich zu Unternehmen strukturell innovationsarm, innerlich verknöchert und stark von Kontrollbedürfnis, Risikoaversion und kurzfristiger Wahllogik geprägt sind. Laurenz Ennser-Jedenastik erklärt mit Verweis auf das „eherne Gesetz der Oligarchie“, wie sich in Parteien funktionale Eliten und mächtige Vetospieler – von Landeshauptleuten bis Bürgermeistern – herausbilden, die Reformen und Zentralisierungsvorschläge blockieren. Judith Kohlenberger beschreibt eine polarisierte Öffentlichkeit, Veränderungserschöpfung und Vertrauensverlust in staatliche Handlungsfähigkeit, während zugleich viele Menschen weiterhin politisch interessiert, aber von Parteipolitik abgestoßen sind. Am Beispiel Migration zeigt sie, wie symbolpolitische Maßnahmen (Asyl-Auslagerung, Scharia-Verbot) echte Zukunftsthemen wie demografischen Wandel und qualifizierte Zuwanderung verdrängen und wissenschaftliche Expertise meist nur für Wahlkampf-Framings abgefragt wird. Im Gespräch über Brexit, Orban, Erdogan, Trump, China und neue rechte Bewegungen diskutieren die vier, warum Demokratien ineffizient wirken, autoritäre Systeme scheinbar „liefern“ – und dennoch nur die liberale Demokratie Menschenrechte, individuelle Freiheit und Machtbegrenzung garantieren kann. Die Runde arbeitet heraus, wie Hyper-Individualisierung, soziale Medien, Boulevardlogik und alternative Medien-Ökosysteme Parteien zusätzlich unter Druck setzen, Politiker:innen zu permanent defensiver Kommunikation zwingen und geteilte Öffentlichkeit erodieren lassen. Am Ende skizzieren die Autor:innen Reformideen: Parteien sollen sich öffnen, echte inhaltliche Beteiligungsräume jenseits von Mitgliedschaft schaffen, Zukunftsbilder und kollektive Ziele stärker in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam mit einer aktiven Zivilgesellschaft neue, konfliktfähige und dennoch entscheidungsstarke Formen demokratischer Politik entwickeln. Links zur Folge: Buch "Demokratie sucht Zukunft" (Goldegg-Verlag) Buch "Ungleich vereint" (Suhrkamp-Verlag) Ganz offen gesagt SPEZIAL Über das politische Handwerk - mit Laurenz Ennser-Jedenastik und Christoph Chorherr vom 21.03.2025 Initiative "mehrGRIPS" "Ehernes Prinzip der Oligarchie" (Wikipedia) Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  18. #3 2026 Über Essen, Verantwortung und Genuss - mit Sternekoch Paul Ivić
    14.01., 06:0001:05:11

    Was hat Essen mit Selbstachtung zu tun? Warum ist „billig“ in Wahrheit teuer? Und wieso ist Ernährung immer auch eine politische Entscheidung? Paul Ivić, Spitzenkoch und Küchenchef des vegetarischen Michelin-Stern-Restaurants TIAN, spricht mit Saskia Jungnikl-Gossy offen über seine persönliche Krise und den Weg zu bewusster Ernährung und darüber, warum Freiheit beim Essen Verantwortung bedeutet. Ein Gespräch über Genuss ohne Dogma, Kochen als Akt der Selbstfürsorge und die Frage, warum wir Essen endlich wieder ernst nehmen sollten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  19. #2 2026 Über Trump, Venezuela und die Folgen - mit Martin Weiss
    08.01., 17:5300:50:31

    Im Gespräch mit Host Stefan Kaltenbrunner schildert Martin Weiss zunächst die außenpolitischen Tabubrüche der USA – etwa das Vorgehen in Venezuela, die Drohung einer Annexion Grönlands und das Aufbringen eines russischen Tankers – und ordnet sie als neue Qualität US-amerikanischer Machtpolitik ein. Er erklärt, warum diese Schritte zwar an historische Konstanten wie die Monroe-Doktrin anschließen, aber in Tempo, Brutalität und Völkerrechtsbruch eine neue Dimension darstellen. Aus europäischer Perspektive beschreibt Weiss, wie sehr die Sicherheitsarchitektur unter Druck steht, weil Trump die Beistandspflicht der NATO de facto infrage stellt und Europa militärisch wie politisch lange im Windschatten der USA gelebt hat. Gleichzeitig sieht er in dieser Krise die Chance, dass die EU endlich entscheidungsfähig wird, in der Verteidigungspolitik aufholt und gegenüber Washington aus einer stärkeren Position auftritt. Im Gespräch zur Ukraine betont Weiss, dass Russland militärisch weit weniger Geländegewinne erzielt hat, als oft angenommen, aber der Westen dennoch seine Glaubwürdigkeit verspielt, sollte die Ukraine politisch oder militärisch vollständig unterliegen. Er hält ein mögliches Waffenstillstands- oder Arrangementszenario rund um 2026 für denkbar, weil sowohl Russland als auch die Ukraine und ihre Unterstützer unter der immensen Last des Krieges ächzen. Mit Blick auf China warnt Weiss vor einer Fehleinschätzung der USA: Wenn Peking aus Ukraine, Venezuela und anderen Konflikten lernt, dass Fakten schaffen belohnt wird, könnte ein Angriff auf Taiwan eine globale Eskalation auslösen. Parallel dazu skizziert er, wie innenpolitisch viele Amerikaner Außenpolitik nur am Rand interessiert, während steigende Lebenshaltungskosten Trumps Popularität massiv unter Druck setzen. Weiss beschreibt Bruchlinien innerhalb der Republikaner, die Loyalität zu Trump gegen ihren eigenen Ruf abwägen müssen, und schildert, wie der Präsident trotz seiner harten Linie zunehmend zur „lame duck“ werden könnte – vor allem bei krachend verlorenen Midterms. Auf demokratischer Seite nennt er unter anderem Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom als Beispiel dafür, wie sich mögliche Gegenkandidaten zu Trump inhaltlich und strategisch positionieren. Im Nahen Osten sieht Weiss den Iran in einer existenziellen Krise: Verbündete wie Hisbollah und Hamas seien geschwächt, wirtschaftliche Probleme und Wassermangel verschärften den innenpolitischen Druck, wodurch auch dort bis 2026 dramatische Umbrüche möglich erscheinen. Insgesamt zeichnet er das Bild einer multipolaren Welt ohne stabile Ordnung, in der Fehler der Großmächte – von Washington über Moskau bis Peking – jederzeit in einen Flächenbrand münden könnten, während Europa versucht, zwischen Eigenständigkeit und Abhängigkeit seinen Platz neu zu definieren. Links zur Folge: Salzburg Global Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

  20. #1 2026 Schafft die Regierung große Würfe? - mit Franz Schellhorn
    07.01., 05:3000:40:12

    Ist das "Licht am Ende des Tunnels" endlich Tageslicht nach Jahren der Rezession - oder doch der entgegenkommende Zug? Georg Renner spricht mit Franz Schellhorn über Erwartungen an die schwarz-rot-pinke Bundesregierung. Franz Schellhorn ist Direktor des wirtschaftsliberalen Thinktanks Agenda Austria. Zuvor war er Wirtschaftschef und stv. Chefredakteur der Tageszeitung "Die Presse". Lesetipp: In der "Presse" hat Schellhorn in einem Gastkommentar seine Sicht der Dinge zusammengefasst: "Optimismus und Zuversicht entstehen nicht durch Appelle. Sie entstehen durch Taten. Durch große Würfe, nicht durch Reförmchen." https://www.diepresse.com/20421124/des-kanzlers-neue-zauberformel-lautet-nicht-2-1-0-sondern-5-4-0 Wir würden uns sehr freuen, wenn Du "Ganz offen gesagt" auf einem der folgenden Wege unterstützt: Werde Unterstützer:in auf Steady Kaufe ein Premium-Abo auf Apple Kaufe Artikel in unserem Fanshop Schalte Werbung in unserem Podcast Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at Transkripte und Fotos zu den Folgen findest Du auf podcastradio.at

„Ganz offen gesagt“ wurde 2017 gegründet und ist der erste regelmäßige, unabhängige Podcast für Politikinteressierte in Österreich. Die Journalist:innen Saskia Jungnikl-Gossy, Anna-Lisa Bier, Georg Renner und der Medienunternehmer Stefan Lassnig diskutieren mit Expertinnen und Experten tiefgehend und konstruktiv über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Ganz offen gesagt“ ist unabhängig, transparent und rein subjektiv. Feedback bitte an redaktion@ganzoffengesagt.at