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231- Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner21.05., 05:0321.05.2024, 05:0300:36:44
Eine Bankenkrise, die keine war – und viele hausgemachte Probleme Drei Monate können ganz schön viel verändern. So trug der letzte Podcast unserer Redakteure Bernd Neubacher und Christian Kirchner, veröffentlicht am 19. Februar, den Titel: "Die nächste Bankenkrise – und die ungebrochene Kraft von Fintech". Was wir bezogen auf Fintech/Kraft auch weiterhin so unterschreiben würden (man denke an die jüngsten Updates zu Trade Republic und Raisin). Was bezogen auf Banken/Krise allerdings im Rückblick fast schon unwirklich klingt. Denn: Selbst wenn es sich bei den Geschehnissen rund um die Deutsche Pfandbriefbank zu Jahresbeginn um eine Krise gehandelt haben sollte und nicht bloß nur um eine Marktpanik – dann wäre diese "Krise" doch erstaunlich schnell vorbeigezogen. Womit das erste Thema für unseren aktuellen Podcast auch schon gesetzt wäre: Was ist bei unseren Hypothekenbanken heute eigentlich anders als vor drei Monaten??? Dasselbe, freilich, könnte man auch in Bezug auf Deutsche Bank und Commerzbank fragen. Deren Aktien nämlich haben seit Februar um grob ein Drittel zugelegt und notieren jeweils auf Mehrjahreshochs. Auch hier drängt sich die Frage nach dem "Warum" auf, und auch diese Frage werden wir in unserem heutigen Podcast stellen. Wer nun aber glaubt, die heutige Folge werde in Friede, Freude und Eierkuchen versinken – den können wir beruhigen. Denn das Gesamtbild mag im Moment zwar unverhofft rosig sein. Dafür haben sich allerdings in den letzten Wochen ein paar neue, teils hausgemachte Probleme aufgetan. Man denke an die filmreifen Gaunereien in mehreren Postbank-Servicepoints (offenbar begünstigt durch ein handfestes KYC-Problem). Oder an die beiden Verbünde, die ihre Zertifikate ungezügelt vertreiben haben, dass jetzt Ärger mit der Bafin droht. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Stefan Wintels/KfW05.05., 21:0005.05.2024, 21:0000:31:50
Der KfW-Chef über die Strategie der Förderbank und die schwierige Lage am Kreditmarkt Podcast (#131): KfW-Chef Stefan Wintels über die schwierige Lage am Kreditmarkt Dass die "Girocard" die beliebteste Bezahlkarte hierzulande sei – das ist selbstverständlich nur ein Gerücht. Denn in Wahrheit, klar, bezahlen die meisten Deutschen (wie schon vor 10, 20 oder 30 Jahren) immer noch am liebsten mit der "EC-Karte", auch wenn bösartige Unterstellungen besagen, dass es diese gar nicht mehr gibt. Und so antwortete also auch KfW-Chef Stefan Wintels in der "Blitz-Runde" unseres Podcasts auf die Frage, wie er denn an der Supermarkt-Kasse bezahle (Bar? Karte? Wallet?), mit entwaffnender Selbstverständlichkeit: "Ehh-Zehh-Karte." Ein schöner Beleg, dass selbst Top-Banker letztlich Menschen (oder genauer: Gewohnheitstiere) sind. Und dass Markenführung ein zutiefst undankbares Geschäft ist. Jedenfalls – und damit nun zum eigentlichen Thema: Selbstverständlich haben wir Stefan Wintels nicht in unser kleines Gesprächsformat eingeladen, um mit ihm über die Girocard zu reden. Stattdessen: Geht es in der heutigen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" zuvorderst um Wintels' eigene Bank, also um die KfW (die ihre Markenführung übrigens vergleichsweise gut hinkriegt, denn "Kreditanstalt für Wiederaufbau" sagt kein Mensch mehr). Auf den Punkt gebracht ist es ja so, dass sich die KfW aktuell wieder mal auf dem Weg zurück in die Normalität sieht. Was allerdings die Frage aufwirft, worin diese "Normalität" denn eigentlich besteht. Normal ist schließlich nur noch wenig da draußen. So konnte man, nachdem die Bilanzsummen von KfW, Rentenbank und Co. in den vergangenen Jahren zeitweise zu bersten schienen, zuletzt ja fast den komplett gegenteiligen Eindruck gewinnen. Nämlich, dass den Förderbanken, zugespitzt formuliert, aktuell schon fast das Geschäft ausgeht. Wie also ist die Lage am Kreditmarkt wirklich? Wie will Wintels die KfW auch vor diesem Hintergrund positionieren? Und dann noch ein persönlich gefärbtes Thema: Wie ist das eigentlich, wenn man als klassischer Investmentbanker (und genau das war der Ex-Citi-Mann Wintels ja sein Leben lang) plötzlich für eine, nun ja, "Kreditanstalt" arbeitet? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Eddy Henning/ING Deutschland22.04., 14:2522.04.2024, 14:2500:37:22
Der ING-Vorstand über die Aussichten fürs Firmenkunden-Geschäft Wenn dieser Tage die exorbitant hohen Gewinne der deutschen Bankenbranche bestaunt werden – dann kommt etwas zu kurz, dass es sich dabei (jedenfalls vielerorts) um die Gewinne des Firmenkunden-Geschäfts handelt. Bei der Deutschen Bank lag dessen Beitrag zum Gesamtergebnis bei 53%, im Falle der Coba waren es 63%, bei der OLB sogar annähernd 70%. Aus dem ungeliebten Kind der deutschen Kreditwirtschaft (und das war das "Corporate Banking" eine Zeitlang ja durchaus) ist unvermittelt eine Cash-Cow geworden. Wobei: Bleibt das jetzt so??? Diese Frage stellt sich auch für Eddy Henning, Firmenkunden-Chef der ING Deutschland. Schon klar: Für sein Institut (das nach wie vor in erster Linie vom Retailgeschäft lebt) ist das Thema nicht ganz so existenziell ist wie für andere. Indes: Unterschätzen sollte man die intern als "Wholesale Banking" firmierende Sparte trotzdem nicht. Nach wilden Anfangsjahren (siehe –> 366 Leutchen sorgen für 41% des Gewinns) hat sich das Firmenkunden-Geschäft unter Henning als zweites Standbein der hiesigen ING etabliert. Mit mittlerweile weit mehr als 500 "Leutchen". Und zuletzt deutlich mehr als 400 Mio. Euro Ergebnis. Das Bauchgefühl sagt nun: So wie die ING Diba tickt, müsste sie von hieran jetzt so richtig angreifen! Der Kopf allerdings fragt: Geht das im "Corporate Banking" momentan überhaupt? Angesichts wieder abnehmender Zinsgewinne. Angesichts einer geradezu anämischen Kreditnachfrage. Und angesichts der überwölbenden Grundsatzfrage, ob die Bilanzen unserer Banken überhaupt dafür gemacht sind, die großen Umbrüche da draußen (Klima, Energie, Digitalisierung, Infrastruktur …) zu finanzieren. Kurzum, an spannenden Themen hat es für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" weißgott nicht gemangelt. Und wie Sie beim Reinhören rasch merken werden: Eddy Henning ist der genau richtige Mann, um die Themen zu diskutieren. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Carsten Höltkemeyer/Solaris08.04., 05:2008.04.2024, 05:2000:36:09
Was der Solaris-CEO mit den ADAC-Mitgliedern vorhat Mit dem FC St. Pauli hat die Solarisbank zwar nicht allzu viel gemein. Das Motto des Fußball-Zweitligisten allerdings ("Non established since 1910") würde zum Berliner Fintech fast noch besser passen – mal abgesehen davon, dass die "Solaris Group", wie sie sich inzwischen nennt, erst 2016 gegründet wurde. Dabei hatte es eigentlich so ausgesehen, als würde sich der "Banking as a Service"-Spezialist rasend schnell in der deutschen Finanzindustrie etablieren. 2021 stieg die Solarisbank zum Unicorn auf und verkündete selbstbewusst, im Jahr darauf an die Börse gehen zu wollen. Doch stattdessen – ging der Chef. Und ein neuer kam, nämlich der Payment-Veteran Carsten Höltkemeyer. Aber nicht, um den IPO zu vollenden. Sondern um die Solarisbank, die sich in der Boom-Phase ziemlich verzettelt hatte (Bafin-Ärger, Contis-Übernahme, ADAC-Deal), wieder in die Spur zu bringen. Personell. Finanziell. Bilanziell. Rund anderthalb Jahre hat die Operation gedauert, deutlich länger, als ursprünglich gehofft. Wobei Höltkemeyer auf halber Strecke sogar seinen Nebenjob als Vizepräsident des FC St. Pauli aufgab. Begründung: "Intensive berufliche Verpflichtungen." Und nun? Ist Solaris endlich der ersehnte Befreiungsschlag geglückt. Mit einem Funding über 96 Mio. Euro. Zuzüglich einer Finanzgarantie von bis zu 100 Mio. Euro, um die Übernahme des ADAC-Kreditkarten-Portfolios abzusichern. Auf dieser Basis soll das mit der Etablierung jetzt doch noch gelingen. Wie genau und welche Rolle dabei die rund 20 Mio. ADAC-Mitglieder spielen – das erzählt der Höltkemeyer in der heutigen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast". == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Erik Podzuweit/Scalable Capital24.03., 21:0024.03.2024, 21:0000:43:48
Herr Podzuweit, was ist jetzt eigentlich Ihr Geschäftsmodell? Als wir zur Vorbereitung unseres heutigen Podcasts (mit einem gewissen Herrn Podzuweit) noch einmal einen alten Podcast (mit einem gewissen Herrn Podzuweit) anhörten, da wunderte es uns fast, dass dazwischen nur drei Jahre liegen. Denn eigentlich stammt die damalige Folge – aus einer anderen Zeit. Kurz ausgeholt: Der gigantische Shift der Jahre 2022/2023 wird ja häufig auf seine beiden überwölbenden Phänomene reduziert. Die Banken bekommen wieder Zinsen. Dafür aber bekommen die Fintechs keine Fundings mehr. Tatsächlich reichen die Veränderungen jedoch viel tiefer. Nicht für alle Player (ein Fintech, dass einfach nur Software herstellt, tut das heute genauso wie vor drei Jahren, halt nur mit weniger Geld). Aber doch für viele. Und wenn man so will, dann ist Scalable Capital (also das Fintech von Erik Podzuweit) hierfür das Paradebeispiel. Rückblick: Zum Zeitpunkt unseres ersten Podcasts, also im Juni 2021, vollzogen die Münchner gerade den Pivot vom Robo Advisor (als der Scalable ja eigentlich mal gestartet war, lustigerweise mit zwischenzeitlich starkem B2B-Fokus) zum Neobroker. Wer aber nun dachte, dass Scalable damit sein künftiges Geschäftsmodell gefunden haben würde (ein Retail-Broker mit angeschlossener digitaler Vermögensverwaltung), der sah sich getäuscht. Denn plötzlich ebbte der Trading-Boom ab. Und verlangten die Kunden nach Zinsprodukten. Während parallel Krypto crashte. Bevor Krypto ein fast unwirkliches Comeback feierte. Und als wäre all das noch nicht genug – setzte Brüssel, was man anfangs noch für eine Geisterdebatte hielt, allen Ernstes das "PFOF"-Verbot durch. Womit Neobrokern wie Trade Republic und eben Scalable künftig ein wesentlicher Teil ihrer heutigen Einnahmen wegbricht. Und nun??? Mehr Gebühren wagen? Mehr Banking wagen? Oder muss das Geschäftsmodell der Investment-Fintechs (zumal durch die "Retail Investment Strategy" der EU ja schon die nächste Regulierungs-Keule droht) sogar noch einmal ganz neu gedacht werden? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Patrick Stäuble/Teylor10.03., 18:0010.03.2024, 18:0000:33:54
Der Mann, der mit 275 Mio. € den deutschen KMU-Kreditmarkt knacken soll Glaubt man den Pitch-Decks der Fintechs, dann ist die Digitalisierung des KMU-Kredits überfällig – und das schon seit Jahren. Denn: Ist es nicht so, dass das Segment von den meisten Banken ohnehin kaum bedient wird? Dass der Wettbewerb letzten Endes nur aus Sparkassen und Volksbanken besteht? Dass diese aber mit regulatorischen Hürden (viel Eigenkapital für wenig Kredit), fehlender Standardisierung, papierlastigen Prozessen und tausend anderen Problemen zu kämpfen haben? Was natürlich alles irgendwo stimmt. Aber nichts daran ändert, dass die hiesigen Fintechs mit dem Versuch, das KMU-Kreditgeschäft zu knacken, seit mittlerweile zehn Jahren durchweg scheitern. Funding Circle zog sich vom deutschen Markt entnervt zurück. October bald darauf genauso. Lendico verscherbelte sich an die ING Diba. Auxmoney lugte nur mal kurz hinein in das Segment. Und die Solarisbank verstaute ihren "volldigitalen KMU-Sofortkredit" bald schon in der Asservatenkammer. Weshalb kaum mehr überraschte, dass sich zuletzt dann auch noch der Frankfurter Anbieter Creditshelf ins Schutzschirmverfahren flüchtete. Lässt sich das KMU-Kreditgeschäft am Ende gar nicht digitalisieren? Oder ist es bloß so, dass dieses Segment aufgrund seiner Komplexität bloß mehr Zeit gebraucht hat als andere? Für die zweite These spricht, dass die großen angelsächsischen Investmentbanken neuerdings in das Geschäft dringen – und dabei auch mit Fintechs kooperieren, die die größten Opportunitäten ausgerechnet im hiesigen Markt sehen. Ein Beispiel ist das Zürcher Startup Teylor, das unter anderem von Barclays satte 275 Mio. Euro Refinanzierung erhielt, um damit insbesondere in Deutschland im großen Stil KMU-Kredite zu vergeben. Warum soll diesmal funktionieren, was zehn Jahre lang nicht funktioniert hat? "Finanz-Szene – Der Podcast", diesmal mit Teylor-Chef Patrick Stäuble. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner19.02., 20:3819.02.2024, 20:3800:35:10
Die nächste Bankenkrise – und die ungebrochene Kraft von "Fintech" Es gibt ja Banker, die Fintech für erledigt halten. Und das ein für allemal. Was richtig ist an dieser Einschätzung: 1.) Einige Finanz-Startups (Elinvar etwa) haben sich als substanzschwach entpuppt; 2.) Die beiden "Blue-Chips" N26 und Solaris leiden derzeit schwer unter den Fehlern der Boom-Jahre; und 3.) Die Fintech-Branche als Ganzes ist durch die nicht enden wollende Funding-Krise sicherlich um 12-24 Monate zurückgeworfen worden. Was man aber trotzdem nicht tun sollte: Deswegen zu glauben, dass es das jetzt war mit "Fintech". Stattdessen haben gerade die letzten Wochen gezeigt, dass sogar das Gegenteil der Fall sein könnte. Das sind zum einen die weiterhin stark steigenden Kundenzahlen. Zum zweiten schieben sich Player, die man bislang in der Peripherie verortete, plötzlich mitten auf die Bildfläche (Finom, Tide, Bunq). Und zum dritten ist da der schier unglaubliche Run auf die Cashback-Debitkarte von Trade Republic – ein Coup, der vielen Bankmanagern auch deshalb zu denken gibt, weil man selbst an die Cashback-Debitkarten als Produkt schlicht nicht geglaubt hat. Kurzum: Die Fintech-Branche sendet also wieder Lebenszeichen. Was auch deshalb auffällt, weil dafür umgekehrt die Banken (oder zumindest die Hypothekenbanken) plötzlich wieder den Krisenmodus rutschen – allen voran die Deutsche Pfandbriefbank, die dieser Tage durch den Ring torkelt wie ein Boxer, der die Fäuste nicht mehr hochkriegt. Hat sich da jemand seinem Schicksal schon ergeben? Und wenn ja, was heißt das für die Aareals und die Landesbanken da draußen? Und geht lediglich den Immobilienfinanzierern die Kraft aus – oder spiegelt sich auch in den jüngsten Zahlen der Deutschen Bank und der Commerzbank eine gewisse Ermattung? Mithin: Obwohl das Jahr noch jung ist, gibt es Themen satt für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" mit unseren Frankfurter Redakteuren Bernd Neubacher und Christian Kirchner. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Kalliopi Minga/Deka04.02., 18:2304.02.2024, 18:2300:45:29
Die Deka-Personalchefin über den Kampf um Talente in den Bankentürmen Es ist mal wieder eine eher verwirrende Nachrichtenlage. Die Commerzbank sagt, sie brauche in den nächsten zehn Jahren fast 20.000 neue Mitarbeiter; die Haspa bricht ihr Jobabbau-Programm ab; und bei "Bloomberg" ist von derzeit 33.000 offenen Stellen bei hiesigen Banken und Fintechs die Rede. Doch zugleich – erklärt die Deutsche Bank letzte Woche, sie werde 3.500 Arbeitsplätze streichen (und trotzdem weiter die Erträge hochfahren). Ja, was denn nun?, möchte man da fragen. Haben unsere Banken nun zu wenige Leute oder zu viele? Oder haben sie einfach nur die falschen??? Fest steht: Das Thema "Personal" ist groß in Frankfurts Bankentürmen, gefühlt auf einer Relevanzstufe mit, sagen wir, "IT". (Wobei man für eine gute "IT" gute "IT'ler" braucht – so gesehen hängt an "Personal" ja letztlich alles.) Wie aber findet man die richtig guten Leute? Wie bindet man jene, die schon da sind? Und ist es in erster Linie eine Frage des Preises – oder sind am Ende andere Faktoren wichtiger, zumal seit die Fintechs entlassen und eben noch uncoole Banken plötzlich wieder als sichere Arbeitgeber gelten? Um all diese Fragen aufzubohren, haben wir uns für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" an ein Haus gewandt, das mit den Herausforderungen des Arbeitsmarkts bestens vertraut ist – nämlich an die Deka. Dort wurden vor ein paar Jahren rund 10% der damals etwa 4.200 Stellen abgebaut (übrigens geräuschlos); seitdem allerdings ist die Beschäftigtenzahl auch wieder um ein Fünftel gestiegen. Verantwortet wird die Personalpolitik bei der Deka seit 2022 von Strategiechefin Kalliopi Minga. Was hat sie vom Frankfurter Jobmarkt zu berichten? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Mark Branson22.01., 16:3322.01.2024, 16:3300:45:08
Der Bafin-Chef über die Lage der deutschen Banken Was man leicht vergisst – Mark Branson war ja selber Banker, bei durchweg noblen Adressen. Warburg Dillon Read zum Beispiel, wie die UBS in den 90ern ihr Investmentbanking nannte. Heute dagegen? Sitzt Branson nicht mehr in Zürich, London, Tokio. Sondern in Bonn-Dransdorf. Der Weg zur Arbeit führt vorbei an „Karosserie Jansen“, „Elektro Schmitz“, einem Autohändler – und gleich gegenüber vom Dienstsitz des Bafin-Präsidenten residiert: „Löwenplay“, eher keine Investmentbank, wenn auch artverwandt. Interessant, dass zu den vielen Klagen über die Bafin gehört, sie verschlinge zu viel Geld. Wer Mark Branson in Bonn trifft, gewinnt den Eindruck: An den Mietausgaben immerhin liegt’s nicht … Jedenfalls: Branson also. Als der Schweizer im August 2021 nach Deutschland kam, hing die Bafin in den Seilen. Die Pfuschereien bei Wirecard hatte sie übersehen. Und dann wurde auch noch publik, dass die eigenen Leute fleißig mitgezockt hatten in dem Skandal. Positiv gewendet: Unter Branson konnte es eigentlich nur aufwärts gehen – und in der Tat ist seither mindestens mal ein starkes Bemühen zu erkennen, das neue Leitmotiv von der Aufsicht mit Biss wirklich zu leben. Freilich: Die täglichen Scharmützel, die sich Branson mit Banken und Fintechs liefert, sind ja eher die kleine Münze. Was noch aussteht, das ist die ganz große Bewährungsprobe. Wobei es an potenziellen Auslösern nicht mangelt. Die geopolitische Lage. Die konjunkturelle Fragilität. Letztes Jahr das kurze, aber heftige globale Bankenbeben (mit schwersten Erschütterungen ausgerechnet in Zürich, Bransons vormaligem Aufsichtsgebiet). Und aktuell die Benko-Pleite mit den deutschen Banken mittendrin. Genügend Stoff für die neue Folge von „Finanz-Szene – Der Podcast“, diesmal also mit dem Bafin-Chef himself. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Jochen Siegert14.12., 21:3214.12.2023, 21:3200:52:42
Alles, was sie zum digitalen Euro wissen müssen Mächtig war die EZB ja immer schon. In den letzten Monaten allerdings kam sie einem manchmal vor wie ein Puppenspieler, der droben an den Fäden zieht, während drunten die Geschäftsbanken taumeln und nicht wissen, wie ihnen geschieht. Wie oft will die EZB den Leitzins noch erhöhen? Wann wird sie ihn endlich senken? (Aber doch hoffentlich nicht zu bald, oder?). Warum verzinst uns die EZB denn die Mindestreserve nicht mehr? Sollen wir jetzt eigentlich ausschütten oder sollen wir nicht ausschütten? Und was hat die EZB – fragte man sich im August – denn neuerdings immer mit diesem Herrn Benko zu schaffen? Jedenfalls: Als wäre das alles nicht eh schon sehr, sehr viel, will die EZB nun also auch noch vom Währungshüter zum Währungsmacher werden – und dem entfesselten Krypto-Geld den "digitalen Euro" entgegenstellen. Womit dann eine neue Bezahlmethode entstünde, von der niemand weiß, ob sie in 10 Jahren oder 15 Jahren gang und gäbe sein wird – oder ob man dann im Rückblick sagen wird, dass es sich nur um eine spinnerte Idee gehandelt hat (siehe auch –> EPI vs. EZB: Das stille Ringen um die europäische Payment-Herrschaft). Um es also auf den Punkt zu bringen: Es ist nicht nur alles sehr, sehr viel. Es ist auch alles sehr komplex. Dabei scheinen zumindest zwei Dinge offensichtlich: 1.) Nach allem, was da draußen erzählt wird, muss man inzwischen davon ausgehen, dass der digitale Euro in jedem Fall kommen wird; und 2.) Auch wenn der digitale Euro in jedweder Hinsicht schwer zu greifen ist – Zündstoff birgt die neue Währung allemal, sowohl für Banken (siehe hier) als auch Fintechs und natürlich für die Payment-Industrie. Und so haben wir uns also entschieden, den letzten Podcast des Jahres dem komplexesten Thema des Jahres zu widmen. Damit die Folge aber zugleich so verständlich wie möglich wird, haben wir einen Gast rekrutiert, der Payment-Themen so gut erklären kann wie kaum jemand sonst – nämlich Jochen Siegert, bekannt als Fintech-Blogger, Podcast-Guru, "Payment & Banking"-Frontmann und was er nicht sonst noch alles ist (Ex-Mastercard und Ex-Paypal und aktueller Deutschbanker und Mitglied einer EZB-"Market Advisory Group" ist er ja auch noch). == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner04.12., 15:2904.12.2023, 15:2900:37:57
Für die Banken beginnt die Abwärts-Zinswende – was sind die Folgen? Die Zinswende ist da. Wobei wir natürlich nicht DIE Zinswende meinen (die kam ja schon im Sommer 2022). Sondern sozusagen schon die nächste. Also die, in der es jetzt wieder abwärts geht – zumindest, was die Zinsüberschüsse in den Bilanzen unserer Banken und Sparkassen angeht. Halten wir kurz fest: Ja, die Commerzbank hat ihr Zinsergebnis im dritten Quartal ein weiteres (und mutmaßlich letztes) Mal steigern können; und bei der NordLB ist es immerhin stabil geblieben. Ansonsten aber (Deutsche Bank, ING Diba, DKB, HVB …): Scheint der Peak überschritten. Und das ist erst der Anfang. Denn wie dieser Tage berichtet (siehe hier), geht die Bundesbank inzwischen davon aus, dass die Zinsüberschüsse nächstes Jahr branchenweit gesehen um rund 30% unter denen von diesem Jahr zurückbleiben werden. So langsam war's das also (oder genauer, Futur 4: wird's das also bald mal gewesen sein) mit der Zins-Sonderkonjunktur in Ihren GuV's, liebe Leserinnen und Leser. Und nun??? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast", diesmal wieder mit unseren Frankfurter Redakteuren Christian Kirchner und Bernd Neubacher (die sich in diesem Zusammenhang nicht nur, aber natürlich auch die besonders zinssensible Commerzbank vorgeknöpft haben). Indes: Natürlich gab es jenseits des Zins-Peaks in den letzten Wochen noch weitere Themen, die der Nachbereitung bedürfen. Etwa: Wie tief stecken die deutschen Banken im Benko-Sumpf? Oder auch: Löst das "Alles für umme"-Konto der C24 Bank eine Konter-Revolution im Konto-Pricing aus? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Oliver Hommel, Euro Kartensysteme GmbH20.11., 17:1420.11.2023, 17:1400:41:37
Was muss passieren, damit die Girocard in zehn Jahren noch relevant ist? Es gab mal Zeiten, da hat Oliver Hommel, wenn er im Supermarkt bezahlen sollte, die Schufa-Klauseln auf der Rückseite der Kartenbelege durchgestrichen. Das Kassenpersonal fand das immer nur so mittellustig. Genauso Hommels damalige Freundin. Doch was will man machen? Payment-Nerd ist Payment-Nerd. So ticken sie halt. (Wohl dem, der noch nie einen Payment-Manager in einem Restaurant erlebt hat, das keine Kartenzahlung akzeptiert). Nun sind mit dem allmählichen Verschwinden des elektronischen Lastschrift-Verfahrens die Situationen, in denen man an der Kasse einen Papierbeleg unterzeichnet, zwar selten geworden. Ein Payment-Nerd allerdings ist Oliver Hommel immer noch – und wenn man so will, dann ist er als CEO der Euro Kartensysteme, also der Betreiber-Gesellschaft hinter der Girocard, sogar der oberste Payment-Nerd überhaupt hierzulande. Dieser Status freilich bewahrt den früheren Accenture-Berater (und noch früheren BVR- bzw. DSGV-Manager) nicht vor gelegentlichem Spott aus der eigenen Community. Schließlich machen sich ja gerade die Payment-Nerds gern einen Spaß daraus, den Abgesang auf die Girocard anzustimmen. Hommels Antwort hierauf? Sah per Ende Juni so aus: Kartenumsatz 11% rauf auf 149 Mrd. Euro. Zahl der Bezahlvorgänge 15% rauf 3,65 Mrd. Transaktionen. Alles bestens also? Das nun auch wieder nicht. Denn natürlich weiß Hommel: Allein den Status quo zu reiten, wird auf Dauer nicht reichen. Was also muss strategisch, technisch und produktseitig passieren, damit die Girocard in zehn Jahren noch so relevant sein wird wie heute? Genau auf diese Frage gibt Oliver Hommel in der heutigen Ausgabe von "Finanz-Szene – Der Podcast" verblüffend offene Antworten. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Rainer Neske, LBBW05.11., 22:0005.11.2023, 22:0000:39:18
Warum der LBBW-Vorstandschef das Land vor einer "wirtschaftlichen Zeitenwende" sieht Wenn einer einen Job nur lang genug macht (zumal im heutzutage sehr schnelllebigen Bankgewerbe), dann beginnen Person und Position irgendwann miteinander zu verschmelzen. Und so muss man den Jüngeren inzwischen fast erklären: Nein, nein, Rainer Neske war nicht immer schon Chef der LBBW. Sondern eigentlich war er mal durch und durch Deutschbanker. Ganz früher Vize-Chef der Online-Tochter "Bank24" (und damit sozusagen einer der ersten Direktbanker hierzulande). Später dann Privatkundenvorstand, zunächst unter Ackermann, schließlich unter Jain, wobei sich das Verhältnis zu letzterem nicht ganz reibungslos gestaltete. Auch deshalb kamen die Dinge dann so, wie sie letztlich gekommen sind: 2015 verließ Neske die Deutsche Bank. 2016 heuerte er bei der LBBW an. Und heute ist Neske nicht nur eine machtvolle Instanz innerhalb der öffentlichen Bankenwelt. Sondern ganz nebenbei, bezogen auf die Top-15-Institute, auch der dienstälteste Bank-CEO hierzulande. Wenn jetzt allerdings irgendwer fragen sollte, warum es angesichts dieser Vita satte 120 Folgen gedauert hat, bis wir Rainer Neske nun erstmals in "Finanz-Szene – Der Podcast" begrüßen dürfen: Ähhhhh, lag nicht an uns! Aber natürlich auch nicht an ihm! Sondern an seinem Terminkalender, wie er uns versichert hat. Was freilich auch bedeutet: Der Terminkalender ist schuld, dass die Gesprächsagenda deutlich ernster ausfiel, als das vor zwölf Monaten der Fall gewesen wäre. Denn: Rekordgewinne hat die LBBW zuletzt zwar weiterhin eingefahren. Inzwischen fragt sich allerdings: Wie lange noch? Denn die Bundesrepublik und natürlich auch das Schwabenländle stehen vor einer "wirtschaftlichen Zeitenwende", wie Neske selber es ausdrückt. Was heißt das für die LBBW, was heißt das für die Landesbanken, was heißt das für die Branche insgesamt? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Vincent Haupert/Yaxi23.10., 22:3723.10.2023, 22:3700:37:40
Nach dem Push-TAN-Urteil: Wie sicher ist Smartphone-Banking? Alle paar Jahre würgen der böse Regulator, der böse Gesetzgeber oder die bösen Gerichte unseren armen Banken so richtig eins rein. Die Kappung der Interchange war so ein Fall. Der Provisionsdeckel für die Restschuld-Versicherung. Oder auch das BGH-Urteil zur Zustimmungs-Fiktion (2021). Alles tiefreichende Eingriffe in die Geschäftsmodelle der Branche, zum Teil mit der Konsequenz, dass es das jeweilige Geschäftsmodell (man denke an den Niedergang der co-gebrandeten Kreditkarten infolge der Interchange-Regulierung) in der tradierten Form nicht mehr gibt. Und nun also: Das Urteil des Landgerichts Heilbronn zum mobilen Banking (siehe am 10. Oktober unsere Story –> Gericht stellt Push-TAN-Verfahren infrage – und versetzt Kreditwirtschaft in helle Aufregung). Nun muss man natürlich ein paar Disclaimer voranstellen: 1.) Es ist ein LG, das hier gesprochen hat, kein OLG und schon gar nicht der BGH; 2.) Konkret ging es in dem Fall um die Ansprüche einen geschädigten Bankkunden – um die Rechtmäßigkeit des modernen Smartphone-Bankings mit Push-Tan und Zwei-Faktor-Authentifizierung ging es nur am Rande; und 3.) Die Heilbronner Richter haben lediglich Fragen aufgeworfen – die Antworten werden (wenn überhaupt) höhere Instanzen geben. Gleichwohl: Die Sache ist nun in der Welt. Und damit stellen sich Fragen, nicht nur rechtliche, sondern auch technische: Inwieweit erfüllt der heutige Marktstandard (also das mobile Banking über nur eine App, wie es von den Sparkassen bis zu den Volksbanken, von der ING Diba bis zu N26 praktiziert wird) den Anforderungen der Zwei-Faktor-Authentifizierung? Wie sicher ist dieser Single-App-Ansatz (zumal in Zeiten sogenannter "Social Engineering"-Attacken)? Und wie sähen mögliche Alternativen aus? Über all diese Fragen haben wir mit einem der profiliertesten Köpfe in dem Feld gesprochen – nämlich dem Sicherheits-Experten und Yaxi-Gründer Vincent Haupert, der übrigens auch seine Dissertation ("Sicherheit mobiler Bankgeschäfte zwischen Innovation und Regulierung") zu dem Thema verfasst hat. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner09.10., 09:2909.10.2023, 09:2900:36:12
Von Deutsche Bank bis Trade Republic – wo sind die wahren Probleme? Hier die Deutsche Bank, bei der man meint, sie versinke regelrecht in Problemen. Dort die Commerzbank, die 10 Mrd. Euro auszukehren verspricht und stolze 11% Rendite anstrebt. Unterschiedlicher könnte die Lage bei den beiden großen Frankfurter Geldhäusern gar nicht sein. Oder??? Nun, die Börse (und die Börse ist ja nicht doof …) sieht das offensichtlich anders. Hier die Deutsche-Bank-Aktie, die seit Jahresmitte 3% gewonnen hat. Dort die Commerzbank-Aktie, bei der es 2% sind. Fast ein Gleichschritt. Und ziemlich kontraintuitiv. Oder??? Was sich in jedem Fall sagen lässt: Die Lage ist ziemlich diffus momentan. Übrigens auch auf der Makroebene. Denn einerseits sieht es ja so aus, als blieben Banken und Sparkassen einstweilen im Aufwind, weil die Zinsgewinne sprudeln und nun auch noch die Inflationsrate zu sinken beginnt. Andererseits könnte man auf den Gedanken verfallen, dass die fetten Jahre schon wieder vorbei sind, weil die EZB (siehe hier) und die Kunden (siehe hier) jetzt ihren Anteil an der Zins-Bonanza einfordern. Ist das Glas also halbvoll oder halbleer? Befinden wir uns in einer Wysiwyg-Phase ("What you see is what you get") oder ist alles ganz anders als es scheint? Und, ähhhh, warum sind wir eigentlich das gefühlt einzige Medium auf diesem Planeten, das sich für den bedrohlich anmutenden Shitstorm beim zweitgrößten deutschen Fintech zu interessieren scheint? Ist auch bei Trade Republic alles ganz anders oder jedenfalls alles halb so wild? "Finanz-Szene – Der Podcast" zur Lage da draußen, mit den Redakteuren Bernd Neubacher und Christian Kirchner. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Carsten Brzeski, ING Deutschland25.09., 15:3925.09.2023, 15:3900:38:49
Die 50-Mrd.-Euro-Frage: Dreht die EZB unseren Banken den Geldhahn zu? 3,554 Billionen Euro. Das ist das aktuelle Gesamtvolumen der europäischen Einlagen-Fazilitäten. Geld, das die Notenbanken während der Niedrigzinsjahre in die Geschäftsbanken pumpten (man erinnere sich: die berühmten Anleihekauf-Programme …). Das die Geschäftsbanken mangels sonstiger Verwendungszwecke gleich wieder zu den Notenbanken zurücktrugen. Und das nun, da die Ära der niedrigen Zinsen vorbei ist, mit 4,0% verzinst wird. Völlig risikolos! Um es auf deutsche Kreditwirtschaft runterzubrechen: Rund ein Drittel der sogenannten Überschussliquidität entfällt auf die Banken und Sparkassen hierzulande. Also grob 1,2 Billionen Euro. Schon 2022 wuchs der Zinsüberschuss der hiesigen Banken um gut 10 Mrd. Euro, wesentlich getrieben auch von den EZB-Einlagenzinsen – dabei kletterten die Leitzinsen ja erst ab der zweiten Jahreshälfte. Was daher nur der Anfang war. Denn weil die Zinsen ja weiter gestiegen sind, wird es dieses Jahr noch mal deutlich mehr werden. Der Einfachheit halber annualisiert mit den aktuellen 4% gerechnet, ergibt sich (1.200 Mrd. Euro mal 0,04) ein Ertrag von fast 50 Mrd. Euro. Abzüglich dessen, was Banken und Sparkassen hiervon an die eigenen Einleger weiterreichen. Wobei das bislang nur ein Zehntel ist. Verbleiben also rund 90% bei den Banken. Schön!!! Aber auch – fast ein bisschen zu schön! So jedenfalls scheint das inzwischen der ein oder andere Notenbanker zu sehen. Und also sickerten zuletzt erste Meldungen nach draußen, die EZB könnte ihren geldpolitischen Umgang mit dem Thema überdenken – womöglich sogar schon bei der nächsten EZB-Ratssitzung Ende Oktober. Was ist dran an den Gerüchten? Welche Möglichkeiten hätten die Notenbanker, die Zinserträge von Banken und Sparkassen zu beschneiden? Und was wären die Folgen? Über diese Fragen sprechen wir in der neuen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" mit einem der profundesten EZB-Kenner überhaupt, nämlich Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Diba. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Joachim Schmalzl, DSGV/EPI10.09., 20:4310.09.2023, 20:4300:38:39
Kann EPI wirklich (noch) zum Erfolg werden, Herr Schmalzl? In gewisser Weise spiegelt sich in der European Payments Initiative die Geschichte vieler bankeneigener Bezahl-Initiativen. Am Anfang stand eine gute (oder wenigstens gut gemeinte) Idee. Der anfänglichen Euphorie folgten allerdings bald die ersten Rückschläge. Und im Frühjahr 2022 schließlich – sah es so aus, als sei EPI gescheitert, bevor es überhaupt losgegangen war. Noch mal zur Erinnerung: Der Bruch ging seinerzeit nicht nur quer durch die europäische Bankenbranche. Sondern auch quer durch die deutsche Kreditwirtschaft. Die DZ Bank hatte sich ebenso zurückgezogen wie die Commerzbank, und falls es innerhalb der DK damals überhaupt noch jemanden gab, der weiterhin fest an die European Payments Initiative glaubte – dann dürfte das Joachim Schmalzl gewesen sein, Chairman der "EPI Company" und für Zahlungsverkehr zuständiger Vorstand des deutschen Sparkassen-Verbands. Mithin: Wenn man so will, dann ist Schmalzl (Ex-McKinsey, Ex-BHF-Bank, Ex-Sparkasse-KölnBonn und seit 2016 beim DSGV) der Mann, der die European Payments Initiative gerettet hat. Schließlich soll es Anfang nächsten Jahres nun tatsächlich losgehen. Allerdings – und hier beginnen dann die Fragezeichen: Mit der ursprünglichen Idee eines eigenständigen europäischen Payments-Schemes haben die finalen Pläne nicht mehr allzu viel zu tun. Stattdessen soll EPI in Form einer digitalen Bezahl-Wallet an den Start gehen. Ist das nicht zu dünn? Kommt das nicht zu spät? Und welches Kundenbedürfnis, das die Paypals dieser Welt nicht längst befriedigen, soll von EPI denn überhaupt befriedigt werden? Über diese Fragen haben wir für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" mit Joachim Schmalzl gesprochen, genauso wie über Themen wie die Girocard (wo kommt das erstaunliche Wachstum her?) oder die neuen Co-Badge-Karten (wo die Sparkassen ja unbestritten einen besseren Job gemacht haben als andere deutsche Banken). Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Souâd Benkredda, DZ Bank27.08., 21:0027.08.2023, 21:0000:46:45
Was treibt eine Investmentbankerin wie Sie zur DZ Bank, Frau Benkredda? Wenn eine Bankvorständin eine Bankvorständin ist und also kein Bankvorstand, dann fällt das immer noch auf. Zumal wenn sie, sagen wir, nicht Ulrike heißt (wie ihre Vorstandskollegin). Sondern (wie in ihrem Fall): Souad. Und also hatte Souad Benkredda vorsorglich schon im Vorfeld unseres Podcasts dezent durchblicken lassen, dass sie den Fokus lieber aufs Inhaltliche statt aufs Biographische legen würde. Was ja ein durchaus berechtigter Hinweis ist. Denn: Wenn eines Tages zum "New Normal" der Branche gehören soll, dass nicht mehr nur die Wolfgang Köhlers den Ton angeben (so hieß ihr Vorgänger), sondern auch die Souad Benkreddas – dann ist Teil dieser Normalität, dass sich die neuen Vorständinnen ähnlich definieren wie die alten Vorstände. Sprich: über Arbeit, über Leistung, über Themen wie beispielsweise "Kundenfokussierung" (für Benkredda übrigens ein ganz wichtiges Thema). Handeln wir die Vita also eher kurz ab: Benkredda ist nicht nur Frau. Sondern auch Frankfurterin. Und mit 47 Jahren vergleichsweise jung – jedenfalls dafür, dass sie seit nunmehr einem Jahr dem Vorstand der DZ Bank angehört. Sie hat algerische Wurzeln. Und 15 Jahre für die Deutsche Bank gearbeitet, bevor sie zu Standard Chartered wechselte, wo ihre Karriere so richtig Fahrt aufnahm und sie 2018 von der "Financial Times" in die Liste der "Champions of women in business" aufgenommen wurde. Und damit nun vom Biographischen zum Inhaltlichen: Was, mit Verlaub, will so eine Frau bei den Genos? "Finanz-Szene – Der Podcast", diesmal mit Souad Benkredda. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Maria Basler / Russell Reynolds10.08., 15:0010.08.2023, 15:0000:32:07
Wie finden Banken und Fintechs heute noch gute Führungskräfte? Suche: Einen Top-Performer (m/w/d). Biete: Renommee. Einfluss. Eine sehr, sehr spannende Aufgabe. Und ein sehr, sehr gutes Gehalt. – Frage: Sollte das nicht eigentlich reichen, um zu einem Match zu kommen? Antwort: War vielleicht mal so – ist es aber nicht mehr. Sagen einem jedenfalls Aufsichtsräte, Vorstände, Recruiter, Personalberater und wer sonst noch so bei Banken und Fintechs mit der Gewinnung neuer Führungskräfte betraut ist (wobei die Begründungen leicht variieren von "Es gibt diese Leute kaum noch" bis "Es gibt diese Leute schon noch, aber nicht mehr zu einem akzeptablen Gehalt"). Und nun??? Was wir als Lehre aus den ersten vier Teilen unserer Sommer-Serie zum Thema Leadership festhalten können: Die Anforderungen an Chefinnen und Chefs steigen (und das nicht nur wegen der neuen Remote-Kultur) Die Halbwertzeiten in den Führungsetagen sinken Die Talent-Pools werden eher kleiner als größer Und die Diversity-Frage ist trotz vieler, teils sogar erfolgreicher Bemühungen beileibe nicht zufriedenstellend beantwortet Heißt unterm Strich: Wer Exzellenz sucht – der muss auch exzellent suchen. Was natürlich viel leichter gesagt ist als getan. Wie also finden Banken und Fintechs heute noch gute Führungskräfte? Und ist das Reservoir an brauchbaren Leuten wirklich so klein, wie es immer heißt? Darüber haben wir zum Abschluss unserer fünfteiligen Leadership-Serie mit Maria Basler gesprochen – Ex-Commerzbank, Ex-Deutsche-Bank, Ex-Zehnder und inzwischen Frankfurt-Chefin einer großen internationalen Personalberatung. Wobei "gesprochen" in diesem Fall auch bedeutet, dass der fünfte Teil unserer Leadership-Serie zugleich die 114. Folge unserer Podcast-Reihe ist. Aber dies nur nebenbei. == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com
- Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner03.08., 05:2503.08.2023, 05:2500:37:09
Liegt der "Peak" im Banken-Zyklus schon hinter uns? Plus: Sparda-Banken, Stresstest und ein "Deep Dive" zur mBank Liegt es daran, dass die Nachrichtenlage dünner wird – und deshalb die schlechten Nachrichten mehr hervorstechen? Oder könnte es möglicherweise sein, dass sich die Großwetterlage für die deutschen Banken gerade so ein bisschen eintrübt? Tatsächlich fällt es beim Rückblick auf den August nicht ganz leicht, optimistisch zu bleiben. Da ist die Deutsche Bank, die in ihrem mächtigen Privatkunden-Geschäft (wo kein anderes Institut hierzulande auch nur annähernd so viele Kundinnen und Kunden hat) nun zum dritten Mal in Folge die Gewinnerwartungen deutlich verfehlt hat – und die Sparte de facto zu einem Restrukturierungsfall erklärt. Da sind die Sparda-Banken, die inzwischen offen eingestehen, dass sie unter erheblichen strukturellen Problemen leiden. Und dann war da letzte Woche noch der europäische Stresstest, in dem hiesige Banken drei der letzte fünf Plätze belegten (und insbesondere Institute mit hohem Exposure in der gewerblichen Immobilienfinanzierung eine gewisse Anfälligkeit im Stress-Szenario offenbarten). Und wo bleibt das Positive? Das findet sich ausgerechnet in einem der vermeintlich größten Sorgenfälle überhaupt. Denn es ist zwar richtig, dass die Commerzbank mit ihrer Polen-Tochter nicht enden wollende Scherereien hat. Trotzdem könnte die im Jahr 2020 eher unfreiwillig getroffene Entscheidung, die mBank doch nicht zu verkaufen, letzten Endes goldrichtig gewesen sein. Warum? == Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6 Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg Postproduction: Podstars Hamburg Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com