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Feminismus für alle. Der Lila Podcast.

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News · Science · Society & Culture

236 Episoden · neueste 01.10.

Episoden

236
  1. Macht das Patriarchat uns psychisch krank, Beatrice Frasl?
    27.06., 09:4600:59:42

    Diesmal spricht Laura mit der Kulturwissenschaftlerin, Geschlechterforscherin, Autorin und Podcasterin Beatrice Frasl über mentale Gesundheit im Patriarchat. Ob jemand psychisch erkrankt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter auch das Geschlecht und die finanzielle Situation bzw. Klasse. Diese systemischen Faktoren finden aber noch zu wenig Beachtung. Historisch gesehen sind Frausein und Weiblichkeit eng mit psychischen Erkrankungen verwoben. In ihrem Buch „Patriarchale Belastungssstörung”, das 2022 erschienen ist, schreibt Beatrice Frasl: „Frauen und Verrückte bewohnen dieselbe patriarchale Bedeutungsinsel.” Ist Patriarchat nicht so etwas wie ein kollektives oder transgenerationales Trauma? Was macht uns aktuell krank? Wie kann eine Vermögenssteuer zur psychischen Gesundheit aller beitragen? Diese und weitere Fragen besprechen Laura und Beatrice in dieser Folge. Links und Hintergründe Beatrice Frasl: „Patriarchale Belastungsstörung – Geschlecht, Klasse und Psyche” Jessica Taylor: „Sexy But Psycho – How the Patriarchy Uses Women’s Trauma Against Them“ (eng.) Podcast „Große Töchter” von Beatrice Frasl, überall wo es Podcasts gibt Zur psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland (Bundestag) Wartezeiten auf eine Psychotherapie (Bundestag) rbb-Recherche zu Wartezeiten Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  2. Toxische Weiblichkeit: WTF soll das jetzt?!
    13.06., 10:0001:10:17

    Liebe auf den ersten Blick war es nicht - zwischen Laura, Lena und der toxischen Weiblichkeit. Der Titel des Buches von Sophia Fritz sorgte bei den beiden zunächst für großes Unbehagen. Die Befürchtung: hier wird der Begriff „Toxische Männlichkeit“ umgekehrt, um endlich auch mal weiblich sozialisierte Menschen als Schuldige zu entlarven. Aber weit gefehlt. Autorin Sophia Fritz hat besseres vor. Sie begibt sich auf eine sehr persönliche Reise und untersucht anhand ihrer eigenen weiblichen Prägung, mit welchen patriarchalen Zuschreibungen und Beeinflussungen Frauen aufwachsen. Ihr gelingt damit der Spagat zwischen kritischer Auseinandersetzung mit Weiblichkeit einerseits und Empowerment andererseits. Laura und Lena diskutieren anhand von Sophia Fritz messerscharfen und teils schmerzhaften Analysen, wo weiblich sozialisierte Menschen in Verantwortung für ihr Handeln genommen werden können und wo sie sich doch eine differenzierte Betrachtung von Diskriminierungs- und Machtdynamiken gewünscht hätten. Selten hat ein Buch die beiden so herausgefordert wie dieses. Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten! Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da - verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite. Links und Hintergründe Sophia Fritz Instagram Buch „Toxische Weiblichkeit“ von Sophia Fritz Sophia Fritz zu Gast beim Podcast „Hotel Matze“ Sophia Fritz zu Gast bei „taz Talk meets Buchmesse Leipzig“ Buch „Prägungen - Nachdenken über Männlichkeit“ von Christian Dittloff Buch „Morgen wird Sex wieder gut“ von Katherine Angel Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  3. Trad Wives, Choice Feminismus und feminine Energie – Warum nicht jede Entscheidung feministisch ist
    30.05., 09:5700:57:49

    Auf Instagram und Tiktok kursieren Videos von Frauen, die beteuern, vollkommen zufrieden mit ihrem Alltag als Hausfrau und Mutter zu sein. Mehr noch: sie bewerben ihren Lebensstil und raten jungen Frauen, es ihnen gleich zu tun: Wieso arbeiten gehen, wenn man es ganz bequem zu Hause haben kann? Was Frauen entscheiden, ist feministisch – oder?! Was zunächst ganz harmlos aussieht, entpuppt sich als Romantisierung von Unterdrückung und Abhängigkeit. Trad Wives und ihre Anhänger*innen entspringen aus konservativen und Rechten Milieus und sehnen sich nach einer Vergangenheit, in der (Ehe-)Frauen ausschließlich dazu da waren, ihren Männern zu gefallen und damit ihrer „femininen Energie“ zu entsprechen. Im Extremfall gehören dazu: Gehorsam, der Verlust jeder eigenen Entscheidungskraft, die Verfügbarkeit des weiblichen Körpers oder die Ablehnung von Verhütung. Männer werden auf ihre Rolle als Versorger reduziert und finanzieren die Familien. Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten! Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da - verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite. Zitierte Videos Estee Williams Definiton von Tradwifes Tradwifefactory: Sich dem Mann unterordnen Christina Slonova: Warum ich niemals meinen Mann kritisiere Christina Slonova: Lass ihn Mann sein @nemacizkov: Ich wünschte, ich wäre Hausfrau Tradwifefactory: Als ich noch Feministin war Estee Williams über die Tradwifebewegung Eine komplette Liste aller Links und Hintergründe findet ihr auf unserer Website. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  4. Feministisch Muttersein: Wo ist denn jetzt dieses Dorf? – mit Laura Vorsatz (Teil 2)
    16.05., 10:2801:03:08

    Im zweiten Teil rund ums feministisch Muttersein sprechen Laura Vorsatz und Laura Lucas über weitere Herausforderungen. Sie überlegen, wie Menschen mit Fürsorgeverantwortung zu helfen wäre: mit Geld, Haushaltshilfen, Essen auf Rädern? Oder doch gleich dem Umsturz des Systems, der Care-Revolution? Außerdem sprechen die beiden über feministische Erziehung und darüber, wie sie es schaffen, trotz all der Anforderungen an Mütter nicht komplett am Teller zu drehen. In dieser Sendung ist häufig von Frauen und Müttern die Rede. Selbstverständlich beinhaltet ein intersektional-feministischer Blick auf Elternschaft noch viele Facetten mehr. Wir möchten euch daher noch einmal das Handbuch „Feministische Perspektiven auf Elternschaft” ans Herz legen. Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten! Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da - verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite. Links & Hintergründe Lila Newsletter abonnieren Podcastempfehlung Hopeful News Petition: Pflegegeld für behinderte Kinder auch bei stationärem Aufenthalt über 28 Tage! Systemfehler: Familien bei Rente benachteiligt (ARD) Shida Bazyar-Zitat aus: Susanne Mierau: Füreinander sorgen Doppelfolge bei “Feminismus mit Vorsatz” zu “Widerständig bleiben” Almut Birken & Nicola Eschen (Hg.): Links leben mit Kindern Factsheet Alleinerziehende (PDF) Anne Dittmann: Solo, selbst und ständig Eine vollständige Liste aller Quellen, Podcast- und Buchempfehlungen der Sendung findet ihr hier Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  5. Feministisch Muttersein: Geht das überhaupt? – mit Laura Vorsatz (Teil 1)
    02.05., 10:2400:56:25

    Diese Folge ist eine Kooperation mit dem Podcast Feminismus mit Vorsatz von Laura Vorsatz. Zusammen mit Laura geht Laura vom Lila Podcast der Frage nach: Feministisch Muttersein – Geht das überhaupt? Und wenn ja wie? Im ersten Teil dieser Doppelfolge sprechen Laura Lucas und Laura Vorsatz unter anderem übers Stillen, über Prägungen, die sie nicht an ihre Kinder weitergeben wollen, über die „Muttertät” und über den Mythos Mutterinstinkt. Welche Mütter wollen wir sein? Beide identifizieren sich als cis Frauen. Sie sind weiß und ohne sichtbare Behinderung. Und aus dieser Perspektive heraus sprechen sie über das Thema Feminismus und Muttersein. Sie bemühen sich, persönlichen Ansichten und Erfahrungen immer auch in ein großes Ganzes einzubetten. Dennoch gibt es viele verschiedene Realitäten rund um das Thema Elternschaft, die in dieser Folge nicht abgebildet werden. Nicht nur Frauen können schwanger werden. Nicht alle Mütter haben Kinder. Und auch wer nicht geboren hat, kann Mutter sein. Um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten! Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da - verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite. Links und Hintergründe Lila-Newsletter WDR Zeitzeichen zur Entstehung des Muttertages „Nicht Blumen, Rechte fordern wir!” – Interview mit der Historikerin Maria Mesner Doppelfolge bei „Feminismus mit Vorsatz” zu „Kinder ja oder nee?” Transgenerationales Trauma - Gewalt prägt (Medica Mondiale) Transgenerationales Trauma: Wie NS-Rageber die Erziehung bis heute prägen (SWR) alle weiteren Quellen findet ihr hier Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  6. Weiß, schlank, männlich: Warum Sport inklusiver werden muss – mit Ireti Amojo und Sophie Schwarz
    18.04., 09:0000:59:47

    Sport kann Spaß machen und ist gut für unsere körperliche und mentale Gesundheit. Aber leider haben viele Menschen – vor allem weiblich sozialisierte – kein einfaches Verhältnis zu Bewegung. Sei es die Botschaft der Diet Culture, dass Sport vor allem dazu dienen sollte, abzunehmen. Oder der Sportunterricht, der viel zu oft dazu führt, dass Menschen vorgeführt oder ausgegrenzt werden. In dieser Folge macht Lena sich auf die Suche nach der Antwort, wie die Sportwelt inklusiver werden kann und wie wir es trotz Diet Culture schaffen, ein gesundes Verhältnis zu Sport und unseren Körpern aufzubauen. Sport ist für alle da „Auf Verbands- und Vereinsebene ist die Sportlandschaft durchweg weiß, männlich und konservativ geprägt”, so die ehemalige Basketballspielerin Ireti Amojo im Gespräch mit Lena. Sie berichtet, welche Auswirkungen das für sie als Schwarze Sportlerin hatte und wieso es empirisches Wissen bräuchte, um alteingesessene Strukturen zu verändern. Warum gibt es zum Beispiel immer noch viel zu wenig Forschung über den Einfluss des weiblichen Zyklus auf die sportlichen Leistungen? Außerdem ist Yogalehrerin Sophie Schwarz aka Sophies Safe Space zu Gast, die online Yoga mit Fokus auf dicke Menschen anbietet. Warum das wichtig ist und wie wir sportliche Räume insgesamt zugänglicher und barriereärmer - für Frauen, dicke Menschen, nicht-binäre und trans Personen - gestalten könnten, hört ihr in dieser Episode. Links und Hintergründe Ireti Amojo Buch „Unlearn Patriarchy 2” Sophie Schwarz auf Instagram Sophies Yogakurse Caitlin Clark Danke an alle, die den Lila Podcast mit ihrer Unterstützung am Leben halten! Noch immer reichen die Crowdfunding-Einnahmen nicht, um alle 14 Tage eine Folge und einen Newsletter zu finanzieren. Wenn ihr könnt, lasst deswegen gern ein paar Euros da - verschiedene Wege dazu findet ihr auf unserer Unterstützen-Seite. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  7. Klima-Feminismus: Wie hängen Klimakrise und Geschlechterrollen zusammen? mit Christian Stöcker
    04.04., 14:5700:54:43

    In dieser Sendung sprechen wir über die Schnittstellen zwischen Klima-Politik und Feminismus. Feminismus für alle unterstützen Fossile Lobby vs. "woke" Energien Christian Stöcker hat in seinem Buch "Männer, die die Welt verbrennen" untersucht, wer die Klimakatastrophe anheizt und stellt fest: Es sind fast alles weiße, mittelalte, extrem privilegierte Männer, für die in der fossilen Industrie enormer Reichtum liegt. Nicht wenige davon sind Autokraten und sie eint, dass ihre geschäftlichen Interessen durch Klimaschutz maximal gefährdet wären. Darum haben sie vor vielen Jahren eine Kampagne gestartet, in der sie erneuerbare Energien als "woke" framen. Und nicht zufällig kreuzen sich in den Anhängern fossiler Brennstoffe oft anti-emanzipatorische Ideologie mit Klimaleugnung. Petromaskulinität Eine, die sich die Identitätspolitik hinter Parolen wie "sei kein Penner, fahr Verbrenner" angeschaut hat, ist die Autorin Cara New Dagget. Ihr Buch "Petromaskulinität" untersucht die Schnittmenge zwischen klassischen Männlichkeitskonzepten und dem Kampf gegen Klimaschutzmaßnahmen und alles, was "woke" oder "grün" sein könnte. Warum hassen mittelalte weiße Männer Greta Thunberg? Wieso interessiert es sie nicht, dass der Klimawandel die zivilisatorischen Errungenschaften gefährdet? Links und Hintergründe Männer, die die Welt verbrennen - von Christian Stöcker (Ullstein) Petromaskulinität - Cara New Dagget (Matthes und Seitz) Gender und Mobilität mit Katja Diehl (Lila Podcast) arte-Doku Kreatur ZEIT: Ökofeminismus MDR: Eco-Gender-Gap UN Women: Klima und Gender The Independent: über den Zusammenhang von Klimaleugnung und toxischer Männlichkeit der Standard: Männerrechtler rufen zum Boykott auf Youtube: Moritz Neumeier: Nicht links, sondern logisch Wikipedia: Furiosa Alle Shownotes findet ihr auf: lila-podcast.de/klima-feminismus... Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  8. Happy 30! Muss ich jetzt meine Eizellen einfrieren?! - mit Katrin Groß
    21.03., 08:4101:12:05

    Happy Birthday? Ahhh, Lena hat Geburtstag und wird.. düdüm.. 30! Für die einen einfach nur ein Grund zum Feiern und für die anderen ein großer Schreck! Muss man mit 30 nicht eigentlich erwachsen sein? Erwachsen sein im Sinne von Job, Altersvorsorge, Partnerschaft und Kind? Vor allem letzteres löst bei vielen Frauen in den 30ern enormen Druck aus. Eine Möglichkeit, um die Familienplanung länger offen zu halten, ist Social Freezing, also das Einfrieren junger Eizellen, die man sich später nach Wunsch befruchten lassen und einsetzten kann. Klingt easy, birgt aber wie so oft auch Risiken, Nebenwirkungen und kostet außerdem einen Batzen Kohle! Social Freezing - why not? Steffi und Lena tauschen sich in dieser Folge über ihre Gedanken, Ängste und Erfahrungen zu Social Freezing aus. Sie sprechen aber losgelöst von ihren Eizellen auch darüber, wie die Gesellschaft auf älter werdende Frauen schaut und wieso eine Studie aus Frankreich aus dem Jahr 2004 für großes Aufsehen sorgt. (Spoiler: Gender Health Gap is real!) Zu Gast ist in dieser Episode Gynäkologin und Podcasterin Katrin Groß, die durch ihre medizinische Expertise mit einigen Mythen aufräumen kann. Links und Hintergründe Clitoria Secrets - “Social Freezing - wie du die biologische Uhr überlistest”https://clitoriassecrets.de/2023/09/15/80-social-freezing-wie-du-die-biologische-uhr-ueberlistest/ bpb: https://www.bpb.de/mediathek/video/250166/wie-funktioniert-social-freezing/ Süddeutsche Zeitung: "Wer hat genehmigt, dass Lisa grau wird?" https://www.sueddeutsche.de/panorama/lisa-laflamme-kanada-moderatorin-ctv-national-news-1.5645890 Der Standard: “Dürfen Frauen altern?” https://www.derstandard.de/story/2000139039175/duerfen-frauen-altern Gynäkologe Mertci Usluer zur Fruchtbarkeit von Frauen: https://www.instagram.com/reel/CyOtV4lM0fw/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA== Y-Kollektiv: “Social-Freezing: Fruchtbare Eizellen einfrieren” https://www.youtube.com/watch?v=ru8iZU4qVwE Alle Shownotes findet ihr auf der Sendungswebseite Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen, feministischen Journalismus unterstützen? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es gerade düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  9. Zwischen Rasierzwang und Hairy Queens: Warum sind Haare politisch, Franziska Setare Koohestani?
    07.03., 17:3401:00:10

    Haare sind ein klasse Thema, um zu zeigen, wie vielschichtig feministische Diskurse sein können! Denn bei der Frage, wieviele Haare welche Menschen wo haben und haben sollen, dürfen oder gar müssen, kommen viele Stereotype ins Spiel. Sexistische Stereotype, rassistische Stereotype und die ganze koloniale Geschichte - man kann am Umgang mit unserem Haarwuchs einfach so vieles aufzeigen! It's Racism, Baby! Laura und Katrin haben sich für das Thema die Autorin, Journalistin und "Hairy Queen" Franziska Setare Koohestani eingeladen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie sie schon in der Grundschule von ihren iranischen Tanten Bleichcreme nach Deutschland geschickt bekam, um den Oberlippenbart zu beseitigen. Heute weiß Franziska: Unser Umgang mit Körperbehaarung hat wenig mit Hygiene und Körperpflege zu tun, sondern vielmehr mit den patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Normen, die unsere Gesellschaft verinnerlicht hat. Haare sind politisch Ob man seine Haare lässt, wie sie sind, ist dabei leider oft keine freie Entscheidung. Der Drang nach sozialer Anerkennung endet in unserer Gesellschaft nicht selten darin, den eigenen Körper den Normen anzupassen. Weil wir teils unbewusst spüren, teils ganz genau wissen, dass wir aufgrund unseres Aussehens beurteilt werden. Insbesondere für Frauen kann Körperbehaarung zu Ausgrenzung und rassistischen Erfahrungen führen. Franziska weist den Weg in eine Welt, in der Hairy Queens mit ihrem Körperhaar endlich so umgehen können wie mit Kleidung: selbstbewusst, spielerisch und kreativ. Links und Hintergründe Franzi Setare Koohestani auf Instagram Ullstein: Hairy Queen - von Franziska Setare Koohestani Moshtari Hilal: Hässlichkeit Missy Magazine: Artikel über Colorism Erik Fosnes Hansen: Das Löwenmädchen NY Times: Hair Discrimination in News York City Pinkstinks: Warum rasieren wir Körperhaare? Corinne Luca: Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne Chimamanda Ngozie Adichie über Michelle Obama Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Wege uns zu helfen: mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge teilen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  10. Wie Schwesterlichkeit den Feminismus besser macht - mit Julia Korbik
    22.02., 17:0500:49:33

    Was macht weibliche Solidarität wirklich aus? Was bedeutet Schwesterlichkeit, welche Voraussetzungen benötigt sie - und was macht Schwesterlichkeit erfolgreich? Julia Korbik setzt sich in ihrem neuen Buch kritisch mit dem Feminismus der letzten Jahre auseinander, und damit, wer überhaupt Teil des ›wir‹ ist oder sein darf. Eine Politik der ausgestreckten Hand Die feministische Bewegung ist ein gutes Beispiel dafür, dass Schwesterlichkeit und Solidarität unter Frauen nicht einfach gegeben sind. Denn soziale Bewegungen sind nun mal divers, und selbst wenn es ein gemeinsames Ziel gibt, existieren doch unterschiedliche Ansichten darüber, wie es zu erreichen ist. Schwesterlichkeit ist mehr als Networking, mehr als weibliche Solidarität. Es ist eine politische Praxis. Und zu dieser Praxis gehört es auch, eine Politik der ausgestreckten Hand. Wie Geschwisterliebe: Viel Streit und trotzdem Zusammenhalt Geschwister kennen das: Sie streiten sich oft viel und gerne leidenschaftlich. Aber wenn drauf ankommt, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel - das kann ein Vorbild für feministische Kollektive werden, erklärt Julia im Gespräch mit Katrin. Links und Hintergründe Wikipedia: Julia Korbik Rowohlt: Schwestern This is Jane Wayne: Choice Feminism – ist jede persönliche Entscheidung automatisch feministisch? Gender IQ: Weißer Feminismus: Was ist White Feminism? Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  11. Gewalt unter queeren Frauen: Das große Tabu – mit Katrin Schultz
    08.02., 09:0000:36:30

    Für viele Menschen, die Gewalt erfahren haben, ist es sehr schwer, sich an Außenstehende oder institutionelle Hilfestellen zu wenden. Die Angst, dass einem die Personen keinen Glauben schenken könnten, sorgt bei vielen Betroffenen dafür, dass sie ihr Erlebtes vorerst für sich behalten. Bei queeren und insbesondere bei lesbischen Betroffenen von Gewalt wirken diese Mechanismen sogar noch stärker, sagt Katrin Schultz. Sie ist im Vorstand von Lesbenring e.V., arbeitet außerdem bei Queerhome und beschäftigt sich dort viel mit (sexualisierter) Gewalt in queeren Kontexten. Wie verbreitet ist Gewalt in lesbischen Beziehungen? Gewalt unter Queers ist in unserer Gesellschaft ein riesiges Tabu. Dass es Gewalt auch unter Frauen gibt, ist – wenn man näher darüber nachdenkt – eigentlich logisch. Denn: wieso auch nicht? Machtdynamiken und Abhängigkeitsverhältnisse können überall entstehen. Und trotzdem beleuchten wir das Thema gesellschaftlich so gut wie gar nicht - es gibt auch kaum Forschung dazu. Dabei weisen die wenigen Studien, die es gibt, darauf hin, dass das Gewaltpotenzial in lesbischen Beziehungen mindestens genauso groß ist, wie in heterosexuellen. Das konnte Lena bei der Recherche zu dem Thema fast nicht glauben! Gemeinsam mit Katrin Schultz geht sie in dieser Episode der Frage nach, wieso das Thema so unsichtbar ist und was es bräuchte, um Aufklärung zu betreiben und Beratungsstrukturen fit zu machen. Links und Hintergründe Lesbenring e.V. Queerhome SonntagsClub L-Support (Hilfsangebot im Raum Berlin) Gewaltfreileben (Constance Ohms) Maneo (Hilfsangebot für schwule Männer) Interview mit Jasmin Amelia von Princess Charming Vorwürfe gegen Princess Charming Aktionsplan Queer leben weitere Quellen findet ihr hier Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  12. Speziesismus: Eine Frage für den intersektionalen Feminismus?
    25.01., 09:0001:00:28

    Speziesismus: Dieser zugegeben sperrige Begriff beschreibt die Diskriminierung eines Lebewesens aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Art. Speziesismus zeigt sich z.B. darin, dass es für viele Menschen normal ist, manche Tiere zu essen und andere bei sich im Bett schlafen zu lassen. Ob man sich nun selbst vegan, vegetarisch oder karnivor ernährt – in der postmodernen, patriarchal-kapitalistischen Tierindustrie lässt sich eines nicht leugnen: Tiere erfahren massives Leid und Gewalt, sie werden ausgebeutet und ihre Interessen werden ignoriert. Nun ist es mittlerweile weitgehend Konsens, dass der intersektionale Feminismus neben Sexismus und Rassismus weitere Diskriminierungsformen wie Ableismus, Klassismus oder Adultismus mit in den Blick nimmt. Wäre es da nicht nur konsequent, auch den Speziesismus als Feld für den intersektionalen Feminismus zu begreifen? Mit dieser Frage hat sich eine Hörerin an den Lila Podcast gewandt. Und Katrin und Laura gehen ihr in dieser Folge nach. Selbstverständlich hängen an dieser Frage viele weitere Fragen: Haben wir keine drängenderen Probleme? Sollen sich Feminist*innen jetzt etwa auch noch um Tierrechte kümmern? Tatsächlich gibt es einige Verschränkungen zwischen Sexismus und Speziesismus. Und die Idee, dass Feminist*innen sich auch für Tierwohl einsetzen, ist keineswegs neu. Und trotzdem: Ist es nicht auch gefährlich, Tiere auf eine moralisch-ethische Stufe mit Menschen zu stellen? Ist es nicht zynisch, an Tierorganisationen zu spenden, während im Mittelmeer Menschen ertrinken? Vielleicht. Vielleicht müssen wir uns aber auch gar nicht immer entscheiden. Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Links & Hintergründe Ein Artikel von an-schläge gibt einen guten Überblick peta: Sind Eier, Milch und Käse sexistische Produkte? Tier-Ethikerin Friederike Schmitz über Zusammenhänge von Sexismus und Speziesismus Friederike Schmitz im Interview mit Deutschlandfunk Kultur Buch „Ernährung ist politisch!” von Anna-Lena Klapp Anna-Lena Klapp im Podcast „Bevegt” die kompletten Shownotes findet auf unserer Website Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  13. Schönheitsideale, Körperbilder und gute Vorsätze – mit Saralisa Volm
    11.01., 10:2600:40:06

    Die allgegenwärtige Konfrontation mit vermeintlich perfekten Körpern, reiner Haut und der ständige Abgleich mit dem Eigenen, lösen Druck aus, dem Frauen nur schwer entkommen können. Saralisa Volm hat darüber ein ganzes Buch geschrieben. In „Das ewige Ungenügend – eine Bestandsaufnahme des weiblichen Körpers” analysiert sie ihr ambivalentes Verhältnis zu ihrem Körper und was es brauchte damit sie ihre eigenen Bedürfnisse richtig spüren konnte. Außerdem hinterfragt sie ihre Rolle als Feministin und wie ihre politischen Werte mit Hyaluron und glatt rasierten Beinen zusammenpassen. Zusätzlich wird’s sehr emotional. Die beiden sprechen nämlich auch über Scham, Unsicherheiten und sexualisierte Gewalt. Saralisa Volm erzählt, welche Auswirkungen ein Übergriff in der Jugend auf ihr sexuelles Begehren hat und wie es ihr heute geht. Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freund*innen von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Links und Hintergründe „Das ewige Ungenügend - eine Bestandsaufnahme des weiblichen Körpers” von Saralisa Volm: https://www.ullstein.de/werke/das-ewige-ungenuegend/hardcover/9783550201752 „Hässlichkeit” von Moshtari Hilal: https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/haesslichkeit/978-3-446-27682-6/ Studie zu Essstörung vom Robert Koch Institut: https://de.statista.com/themen/10246/essstoerungen/#topicOverview Diese Folge ist mit Unterstützung von Kiwi entstanden. „Not Your Business, Babe“ von Verena Bogner findet ihr überall dort, wo es Bücher gibt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  14. Pick Me Girls, Genderverbote, Cancel Culture und Taylor Swift – Ein feministischer Jahresrückblick
    28.12., 09:0001:16:15

    In der letzten Sendung des Jahres schaut das Lila Team zurück auf 2023. Welche Themen haben uns beschäftigt, die im Podcast bisher keinen Platz gefunden haben? Markus Söder verbietet das Gendern und Luke Mockridge ist zurück Katrin lässt die Debatte rund ums Thema Gendern Revue passieren. Warum reden eigentlich gerade vor allem rechte und rechts-konservative Menschen darüber? Und was hat Mario Barth damit zu tun? Laura schaut sich an, ob die sagenumwobene Cancel Culture dieses Jahr wirklich Karrieren beendet hat – und wenn ja, wer davon betroffen war. Neben Till Lindemann und Rammstein geht es dabei auch um das Comeback von Luke Mockridge. Sophie Passmann, Pick Me Girls und Celebrating Girlhood Lena hat ein Buch gelesen, über das die feministische Insta-Bubble dieses Jahr viel zu sagen hatte: „Pick Me Girls“ von Sophie Passmann. Anders als viele Kritiker*innen hat Lena das Buch gelesen und geht darauf ein, welche feministischen Lehren in dem Buch stecken – und welche nicht. Katharina spricht über das year of the girl und Celebrating Girlhood, das Phänomen, dass dieses Jahr vor allem Popkultur von Frauen für eine weibliche Zielgruppe erfolgreich war. Es geht um Taylor Swift, Freundschaftsarmbänder und den Barbiefilm. Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freunden von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Links und Hintergründe ‌Deutschlandfunk: Kulturkampf in den USA - Cancel Culture von Rechts Annabelle: «Pick me Girls»: Warum mich Sophie Passmanns Buch zum Weinen brachte Anekdotisch Evident: Heuchelei und Zufriedenheit Guardian: Move over, lads! How the world turned girly Die kompletten Shownotes findet ihr hier Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  15. Are Men Okay? Eure Fragen zu Männlichkeit und Feminismus – mit Fikri Anıl Altıntaş
    14.12., 09:4501:22:28

    Im ersten Teil unserer Doppelfolge haben Lena und Laura sich mit der Kritik am Begriff „alter weißer Mann” beschäftigt. Und kaum war die Folge im Kasten, liefert Thomas Gottschalk in seiner letzten Sendung von „Wetten, dass …?” den unfreiwilligen Beweis dafür, wie zutreffend diese Chiffre immer noch ist. Nach einer kurzen Analyse geht es in die Sprechstunde. Eure Fragen zu Männlichkeit und Feminismus Gemeinsam mit Fikri Anıl Altıntaş gehen Lena und Laura auf Fragen von Hörer*innen und Nicht-Hörer*innen zum Thema Männer und Feminismus ein. Wie geht man damit um, wenn Frauen in Debatten vermeintlich die „Ich-weiß-das-ja-wohl-besser-Keule” schwingen? Was tun, wenn die Freunde auf Kritik mit Ablehnung reagieren? Und wo überhaupt anfangen? Wer den ersten Teil noch nicht gehört hat, hat die freie Wahl. Beides ist gewinnbringend: mit der Theorie in Teil 1 einsteigen oder mit der Praxis in Teil 2. Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düster aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freunden von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Links und Hintergründe Silvi Carlsson mit einer sehr guten Video-Analyse zu David und Gottschalk und genau der richtigen Prise Kritik an der Rapperin Sarah Bosetti in ihrem Kommentar auch sehr stabil @wayofkatrin auf ihrem Instagram-Account zum Ableismus in der „Wetten, dass …?”-Sendung Laura Gelhaar zum selben Thema Anıl erwähnt in der Sendung den Instagram-Account @prisonfeminism Lila Podcast: Feministische Mädchen großziehen Lila Podcast: Feministische Jungs großziehen Fikri Anıl Altıntaş: „Im Morgen wächst ein Birnbaum” erschienen bei Penguin/btb eine vollständige Liste der Shownotes gibt es hier Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  16. Are men okay? Feministische Perspektiven auf Männlichkeit – mit Fikri Anıl Altıntaş (Teil 1)
    30.11., 09:0000:55:23

    Korrektur: AMAB/AFAB Ab Minute 6:20 spricht Laura in dieser Folge über die Abkürzung AMAB, die für Assigned Male At Birth steht. Die Abkürzung AFAB steht entsprechend für Assigned Female At Birth. Diese Abkürzungen ersetzen jedoch nicht, wie Laura im Podcast sagt, die Begriffe (cis) Mann oder (cis) Frau. Sie sind nicht synonym zu verwenden. Vielmehr bieten sie eine Möglichkeit, diskriminierungssensibel über die Vergangenheit einer nicht-binären oder trans Person zu sprechen. So kann ein trans Mann beispielsweise die Abkürzung AFAB verwenden, um auszudrücken, dass ihm bei der Geburt fälschlicherweise das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde – und diese Praxis gleichzeitig kritisieren. Bitte entschuldigt den Fehler. Männern geht es ganz offensichtlich nicht gut. Es gibt zig Negativ-Statistiken, die sie anführen: Kriminalität, Wohnungslosigkeit, Suizid und vor allem: Gewalt. Gewalt gegenüber Frauen, aber auch Gewalt gegenüber Männern geht mehrheitlich von Männern aus. Der Faktor „Männlichkeit“ spielt also eine große Rolle bei vielen gesellschaftlichen Problemen. Und hier kommt der Feminismus ins Spiel. Anders als viele glauben, geht es beim Feminismus nicht darum, das Patriarchat durch ein Matriarchat zu ersetzen. Es geht auch nicht um stumpfes Männer-Bashing. Männer haben Probleme und Männer machen Probleme. Aber Männer sind nicht das Problem. Das Patriarchat mit seinen engen Geschlechterrollen ist es. Ergo ist Feminismus auch für Männer gut. Aber: Sind Männer auch gut für den Feminismus? Was ist überhaupt „Männlichkeit“? Wie lassen sich Männer für den Feminismus gewinnen? Und ist das überhaupt die richtige Frage? Den Lila Podcast unterstützen Ihr möchtet unabhängigen Journalismus unterstützen und seid Fans des Lila Podcasts? Dann brauchen wir euch! Denn finanziell sieht es leider gerade ziemlich düstert aus. Darum freuen wir uns, wenn ihr uns mit ein paar Euro dabei helft, den Lila Podcast am Leben zu erhalten! mit einen Abo oder einer einmaligen Zahlung den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freunden von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Männlichkeit dekonstruieren Lena und Laura schauen sich das Thema Männlichkeit in dieser Folge ganz genau an und versuchen differenzierte Antworten auf komplexe Fragen zu finden. Mit dabei ist Fikri Anıl Altıntaş. Anıl ist Autor und schreibt über Männlichkeit(en), Rollenbilder, Orientalismus, Antifeminismus sowie (De)-Konstruktion von migrantischer, muslimisch-türkischer Männlichkeit in Deutschland. Im April 2023 erschien sein Roman „Im Morgen wächst ein Birnbaum“. Anıl ist außerdem HeForShe-Botschafter für Gleichstellung von UN Women Deutschland. Links und Hintergründe Fikri Anıl Altıntaş Dokumentation: „Feminism WTF” Studie „Verspannte Frauen, coole Männer” alle weiteren Infos Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  17. Exit Antisemitism - Versuch einer Auseinandersetzung mit feministischem Antisemitismus
    16.11., 12:1001:33:03

    Wir sprechen mit der israelischen Unternehmerin Jenny Havemann, mit der Leiterin der Kommunikation der Bildungsstätte Anne Frank, Eva Berendsen und mit der Leiterin der Fachstelle für genderbezogene Menschenfeindlichkeit & Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung, Judith Rahner. Trauer und Schock Für Jenny Havemann, die in Israel lebt, war es ein Monat voller Trauer, ein Leben im Krisenmodus, ein Land im Schockzustand. Sie erzählt von den Raketen, die seit dem 07. Oktober jeden Tag auf Israel geschossen werden. Und von ihren persönlichen Erfahrungen als israelische Bürgerin, die seit Anfang des Jahres viele Wochenenden gegen die israelische Regierung auf die Straßen ging. Leerstelle und fehlende Aufarbeitung Eva Berendsen von der Bildungsstätte Anne Frank, sieht in den Reaktionen nach dem Massaker eine Leerstelle. Wo blieb die Solidarität mit den Opfern? Warum gab es so wenig feministische Kritik an der sexualisierten Gewalt? Ohne zu berücksichtigen, wie Antisemitismus funktioniert und wie tief verankert er in unserer Gesellschaft ist, lassen sich diese Fragen in ihren Augen nicht beantworten. Judith Rahner von der Amadeu Antonio Stiftung beschäftigt sich schon lange mit linkem Antisemitismus, der subtiler und meistens israel-bezogen ist. Gerade auch in postkolonialen und queerfeministischen Kreisen sieht sie eine fehlende Aufarbeitung der eigenen antisemitischen Geschichte. Es geht um doppelte Standards, eine Obsession mit Israel und antisemitische Narrative. Links und Hintergründe Lila Podcast zu Antisemitismus Bildungsstätte Anne Frank: Antisemitismus im Netz - Eine Argumentationshilfe Amadeu Antonio Stiftung: Die Mitte-Studie Haaretz: Why Is the Cruel Sexual Violence of the October 7 Hamas Attack Being Ignored? Times Now: 1000 Rockets Misfired in Gaza Wikipedia: Genozid an den Masalit t-online: Davidstern an Häusern - Moldauer versprühen Unruhe Den Lila Podcast unterstützen: mit ein wenig Geld in einen unserer Hüte den Lila Podcast Shop besuchen uns auf Instagram folgen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  18. MeToo an Hochschulen: Wenn Profs ihre Macht missbrauchen - mit Martina Lörsch und Heike Pantelmann
    02.11., 09:2300:31:18

    Medien berichten immer wieder von Grenzüberschreitungen, übergriffigem Verhalten und sexualisierter Gewalt an Unis: Dozierende, die anzügliche Bemerkungen während des Seminars machen, Professor*innen, die ihre Mitarbeitenden Nachtclubs einladen, Professor*innen, die ihre Doktorand*innen auf den Mund küssen. Übergriffe benennen und verhindern Lena bespricht in dieser Episode, was Hochschulen an sich haben, das Machtmissbrauch begünstigt und woran es liegt, dass Betroffene sich so schlecht dagegen zur Wehr setzen können. Rechtsanwältin Martina Lörsch berichtet dazu von ihren Erfahrungen als Verteidigerin von Betroffenen sexualisierter Gewalt. Sie erklärt, warum Grenzüberschreitungen häufig erst spät als solche erkannt werden und warum Betroffene sich dann - zB. aufgrund von Scham - keine Hilfe suchen. Wissenschaftlerin Dr. Heike Pantelmann ergänzt dazu, dass es eben sehr schwer ist, sich gegen die Person zu wenden, von der „alles abhängt”. Alles meint in dem Kontext das Fortkommen auf der Karriereleiter, die Fertigstellung der Promotion oder das Publizieren in renommierten Fachzeitschriften. Den Lila Podcast unterstützen: mit ein wenig Geld in einen unserer Hüte den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freunden von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Links und Hintergründe Martina Lörsch, Rechtsanwältin Dr. Heike Pantelmann „Humboldt-Universität Berlin: Dozent machte jahrelang sexuell übergriffige Bemerkungen“ „Belästigungsvorwürfe an der Uni Köln. Hat der Wissenschaftsbetrieb ein #MeToo-Problem?” Wälty, T., Knorr, L., & Pantelmann, H. (2023). Sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt an deutschen Hochschulen - begünstigende Strukturen und passive Institutionen. Femina Politica - Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 32(1), 135-139. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v32i1.16 Lipinsky, Anke/Schredl, Claudia/Baumann, Horst/Humbert, Anne Laure/Tanwar, Jagriti, 2022: Gender-based violence and its consequences in European Academia. Summary results from the UniSAFE survey. Internet: https://unisafe-gbv.eu/wp-content/uploads/2022/11/UniSAFE-survey_ prevalence-results_2022.pdf (25.01.2023) Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  19. Talking Humanity - Das Schweigen brechen: Über Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt - Live vom HRFFB
    19.10., 10:5901:02:23

    Trotz einiger Fortschritte leben wir in einer Welt, in der geschlechtsspezifische Gewalt oft heruntergespielt oder übersehen wird, was tiefgreifende moralische, philosophische und politische Fragen aufwirft. Unsere Gäste decken in dieser Diskussionsrunde die Komplexität und Voreingenommenheit auf, die der Medienberichterstattung über diese Verbrechen innewohnen, einschließlich des beunruhigenden Trends der Täter-Opfer-Umkehr. Unfair ist gefährlich Katharina Wulf, Geschäftsführerin des Landesverbands Frauenberatung Schleswig-Holstein, sieht noch viel Potential in der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Sie sagt, dass die Istanbul-Konvention zwar sehr lang sei, aber dass man sich nur einen Satz merken müsste, um sie besser umzusetzen: „Unfair ist gefährlich“. Der LFSH begleitet die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Schleswig-Holstein, berät Politik, Frauen und alle Beteiligten. Das Ziel ist Prävention und rechtzeitiges Einschreiten. Denn: Der Femizid ist nur die Spitzes des Eisbergs, dem schon mehrere Eskalationsstufen der Gewalt vorangingen - Stufen, die seit Jahren bekannt und erforscht sind. Die Journalistin Julia Cruschwitz hat für ihr Buch „Femizide“ nachweisen können, dass in allen Fällen, die sie recherchiert haben, diese Stufen aufgetreten sind. Nur wurden die Frauen meistens vorher nicht ernst genommen. Was auch Asha Hedayati aus ihrer Arbeit als Anwältin für Familienrecht kennt. Sie hat sich auf Gewalt in Trennungssituationen spezialisiert und berichtet aus ihrem Alltag, wo z.B. Frauen durch Gerichte gezwungen werden, dem gewalttätigen Expartner bei der Übergabe der gemeinsamen Kinder zu begegnen. Karin Heisecke von der Malisa-Stiftung bringt derweil eine Vision mit: Eine Gesellschaft, in der es keine Gewalt gegen Frauen mehr gibt - GAR keine - wie wir dahin kommen? Wie können wir Femizide beenden? Unter dem Motto „Talking Humanity“ wollen wir die Erfahrungen der Betroffenen beleuchten. Unser Gespräch unterstreicht die Dringlichkeit, sich mit gesellschaftlichen Normen und rechtlichen Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen, die das Fortbestehen von Gewalt gegen Frauen ermöglichen. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, wie wir Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt durch unser gemeinsames Handeln beenden, eine Kultur der Nulltoleranz fördern und unsere Gesellschaft zum Besseren verändern können. Dieser Dialog fordert jeden von uns auf, sich kritisch mit diesen unbequemen Wahrheiten zu befassen und einen Wandel hin zu einer gerechteren und sicheren Welt für Frauen auf den Weg zu bringen. Links und Hintergründe Human Rights Film Festival Berlin Lila Podcast mit Asha Hedayati: Die stille Gewalt Lila Podcast mit Margarita Bettoni: Warum Männer Frauen töten Den Lila Podcast unterstützen: mit ein wenig Geld in einen unserer Hüte den Lila Podcast Shop besuchen und mit Feministischem Merch eindecken uns auf Instagram folgen Freunden von uns erzählen und diese Folge mit ihnen teilen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  20. Die stille Gewalt: Wenn der Staat Frauen alleinlässt und die FDP mitmischt - mit Asha Hedayati
    05.10., 10:0000:50:41

    Anzeige: Wie kann liebe falsch sein? Das fragt Alexa Grassmann in "sie lieben" - erschienen bei Allegria. Justitia trägt eine Augenbinde. Das symbolisiert, dass sie neutral & gerecht ist. Asha Hedayati hingegen sagt: Wir müssen Justitia die Augenbinde herunterreißen, damit sie richtig hinschaut. In einer Gesellschaft, die misogyn & rassistisch ist, ist auch die Rechtsprechung nicht frei davon. Die stille Gewalt Hedayati hat im September 2023 ihr Buch “Die Stille Gewalt - Wie der Staat Frauen alleinlässt” veröffentlicht. Die Familienrechtsanwältin erzählt darin vom Unrecht, das Frauen in Trennungs-, Scheidungs- oder Gewaltschutzverfahren angetan wird. Nicht nur durch gewalttätige Ex-Partner, sondern auch durch das Helfer*innensystem: Gericht, Jugendamt, Verfahrensbeistände. Die Rolle der FDP Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen unbezahlter Care Arbeit im kapitalistischen Patriarchat & Gewalt an Frauen. Diese zeichnen Laura und Asha an aktuellen Beispielen in der Sendung nach: Etwa dem Vorstoß von Justizminister Marco Buschmann (FDP), das Unterhaltsrecht zu reformieren, oder den Aussagen von Finanzminister Christian Lindner (FDP) über Alleinerziehende und die Kindergrundsicherung. Im antifeministischen Rollback innerhalb der deutschen Politik spielt die FDP mit ihren Verbindungen zur Maskulistenszene eine wichtige Rolle. Links & Hintergründe: Lila Podcast: https://lila-podcast.de/fuenf-jahre-istanbul-konvention-funktioniert-der-schutzschild-fuer-frauen-mit-sonja-howard/ https://lila-podcast.de/die-letzten-maenner-antifeminismus-1-2-mit-tobias-ginsburg/ https://lila-podcast.de/vaeter-sagen-maenner-meinen-antifeminismus-2-2-mit-mia-und-dem-bundesforum-maenner/ https://lila-podcast.de/femizide-warum-maenner-frauen-toeten-mit-margherita-bettoni/ Weitere Hintergründe findet ihr auf unserer Webseite Event "Talking Humanity and film screening My Name Is Happy" - beim Human Rights Film Festival - mit Asha Hedayati & Katrin Rönicke. Den Lila Podcast unterstützen: bei steady bei patreon direkt aufs Konto oder per Paypal unser Shop wir auf Instagram Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Beim Lila Podcast bekommt ihr Feminismus für alle. Wir stehen für eine inklusive, niedrigschwellige, unaufgeregte und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat. Gemeinsam lernen wir, Stereotype, Ungleichheiten, Diskriminierung und Gewaltstrukturen zu erkennen und: wie man sie überwinden kann.

Katrin, Laura, Lena, Minusch und Özge betrachten gesellschaftliche Debatten, alltägliche Phänomene und Ereignisse auf der ganzen Welt durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage.

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