F.A.Z. Digitalwirtschaft

Frankfurter Allgemeine Zeitung
431
09.10.2026
Beschreibung
Im Podcast sprechen die Redakteure der FAZ über neue Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft, in der Industrie 4.0 - und in der Technik. Wir diskutieren miteinander und auch mit Gästen – dabei ordnen wir die aktuellen Themen rund um Digitalisierung und Technologie ein. Dabei geht es nicht nur um Bits und Bytes, sondern auch um einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Jeden Freitag eine neue Folge. Mehr erfahren: https://fazdigitec.de
Häufig erwähnt
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Episoden
  1. Wie sich das Fernsehen verändert hat. Und warum das funktioniert. Amazon ist offenbar an den Rechten für James Bond interessiert, Disney+ abonnieren schon mehr als 100 Millionen Menschen, Netflix wächst munter weiter: Die großen Streaming-Anbieter setzen Maßstäbe und gewinnen immer mehr Nutzer und Preise. Wo endet das? Ist auf Dauer Platz für viele Anbieter? Welche Serien sind gerade angesagt? Und leisten wir uns dauerhaft wirklich mehrere Abos nebeneinander? Darüber diskutieren wir in dieser Episode – es geht auch hier um ein Milliardengeschäft.

  2. Der Gründer und Chef der Brainlab AG über seine Ideen und die Konkurrenz mit Amazon & Co Stefan Vilsmeier brachte sich schon als Kind das Programmieren bei und schrieb ein Computer-Buch, das sich tausendfach verkaufte – mit dem Erlös gründete er die Brainlab AG und verzichtete sogar auf das eigentlich geplante Studium. Mittlerweile beschäftigt er beinahe 2000 Mitarbeiter und ist international etabliert. Im Podcast spricht er über das Gründen, seine Geschäftsidee, wie viel seine Angebote schon heute können, ein Geheimlabor, wie wichtig es ist, mit Gesundheitsdaten chancenreicher umzugehen – und was er macht, um im Wettstreit um die besten Köpfe mit Apple und Amazon mitzuhalten.

  3. Halbleiter sind knapp, das trifft nicht nur die Autokonzerne. Ist eine Chip-Allianz die Lösung? Volkswagen, Continental, Siemens, Stellantis, Ford: Die Industrie klagt über zu wenige hochkarätige Computerchips. Das liegt an eigenen Versäumnissen und an der Pandemie. Doch dahinter steht ein strukturelles Problem: Die besten Chipfabriken stehen in Taiwan und Südkorea, Europa hat in der Mikroelektronik den Anschluss verloren. Nun gibt es in Brüssel Ideen, wie sich das ändern könnte, EU-Kommissar Breton strebt eine Chip-Allianz an und hat zum Beispiel mit dem Intel-Chef gesprochen. Was taugt der Plan? Wie teuer würde das? Gibt es bessere Möglichkeiten? Darüber gibt Jan-Peter Kleinhans Auskunft, der den Themenbereich "Technologie und Geopolitik" der Stiftung Neue Verantwortung leitet.

  4. Der IT-Fortschritt eröffnet in Biologie und Medizin neue Möglichkeiten. Das geht alle an. Forscher haben gerade veröffentlicht, wie sie eine Chimäre herstellten. Sie wollen mit solchen Experimenten neue Erkenntnisse gewinnen, um schlimme Krankheiten zu heilen oder das menschliche Gehirn besser zu verstehen. Doch dahinter steckt viel mehr: Tatsächlich zeigt sich, wie viel wir mittlerweile über unsere Gene wissen, und wie wir sie möglicherweise dereinst zielgenau verändern können. Möglich machen dies immer schnellere Rechner und gewaltige Datenmengen. Sogar die Vordenker der Künstlichen Intelligenz inspirierte die Idee vom Menschen als programmierbarer Einheit. Warum das faszinierend und gruselig ist, diskutieren wir in dieser Folge.

  5. Acatech-Präsident Streibich über die Digitalisierung der Verwaltung, der Industrie und den Chip-Mangel. Nun haben auch Union und Grüne bestimmt, mit wem sie als Kanzlerkandidaten in die Bundestagswahl ziehen. Doch unabhängig davon, wer die künftige Koalition bildet, die Deutschland regieren wird, gilt: Die technologischen Herausforderungen werden ganz oben auf der Tagesordnung stehen (müssen). Das hat die Pandemie schonungslos offengelegt. Aber das gilt auch gerade mit Blick nach vorne in eine Zeit, in der das Virus wirklich unter Kontrolle gebracht sein wird. Karl-Heinz Streibich weiß aus verschiedenen Perspektiven, worum es geht. Es war Vorstandsvorsitzender der Software AG, ist Aufsichtsrat mehrere deutscher Konzerne und Präsident der Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). In dieser Episode erklärt er, was digitale Souveränität bedeutet, warum sie wichtig und etwa der Chipmangel so schlimm ist, wie weit die Autobranche in der Elektromobilität ist – und ob der Föderalismus die Digitalisierung der Verwaltung hemmt.

  6. Roland Busch spricht über die nächsten teschnischen Durchbrüche – und die Rolle, die Siemens dabei spielt. Gerade hat Roland Busch den Vorstandsvorsitz des deutschen Traditionsunternehmens Siemens übernommen. Wie viel High-Tech kann der Konzern eigentlich? Wo setzt er Künstliche Intelligenz ein? Warum baut er keine eigenen Rechenzentren - und ist dennoch in der Cloud flexibel? Und muss man mittlerweile als Chef eines solchen Unternehmens eigentlich Physiker sein, um die Technologien wirklich zu durchdringen? Darüber spricht er in dieser Episode.

  7. Alan Turing und die Informatik: Nur ein Schatten dessen, was kommen wird Er war Ausnahmemathematiker, er beschrieb die Grundlagen eines durch Software gesteuerten Allzweckcomputers. Der Brite Alan Turing dachte früh über Künstliche Intelligenz nach - und half im Zweiten Weltkrieg die Funksprüche deutscher U-Boote zu entschlüsseln. Der britische Staat verurteilte ihn wegen seiner Homosexualität. Jetzt erinnert der neue 50-Pfund-Schein an ihn.

  8. Marika Lulay führt das deutsche IT-Unternehmen GFT Technologies. Sie sagt, was sich hierzulande ändern muss. Die Pandemie hat Schwächen in Deutschland offengelegt. Der Staat, aber auch viele Unternehmen sind bislang zu langsam gewesen, wenn es darum geht, das eigene Geschäftsmodell ins Informationszeitalter zu überführen. Und nein, Homeoffice alleine ist noch keine Digitalisierungs-Strategie. Marika Lulay erklärt, woran das ihrer Ansicht nach liegt. Sie leitet das deutsche IT-Unternehmen GFT Technologies, das mehrere Tausend Mitarbeiter hat und rund um die Welt Geschäft macht. Sie spricht über ihre Erfahrungen in der Pandemie, warum gerade eine Krise Wandel ermöglicht - und wieso gerade für traditionsreiche Unternehmen mit einem lange bestehenden Geschäftsmodell der digitale Wandel so ein Problem ist, bis hinunter zum einzelnen Angestellten.

  9. Wolfgang Kellerer soll den Mobilfunk weiterentwickeln. Er sagt, wohin das führt. Eigentlich etablieren Unternehmen gerade erst den neuen Mobilfunkstandard 5G, der die Vernetzung auf ein neues Niveau heben wird und eine Reihe Applikationen in Industrie und für jedermann ermöglicht, die bislang undenkbar waren. Zugleich ist die Entwicklung damit alles andere als abgeschlossen, im Gegenteil: In dieser Woche startete die Bayerische 6G-Initiative, der sowohl Forscher der TU München angehören als auch Unternehmen. Wolfgang Kellerer ist der Chefwissenschaftler des Projektes. Er erklärt, um welche Übertragungsraten es geht, wieso 99,999999999 Prozent Sicherheit nötig sind, die Netze selbst intelligent werden, was jeder einzelne davon einmal haben wird – und wieso wir heute schon für die Zeit in zehn Jahren planen müssen.

  10. Europas größter Autokonzern kündigt sechs "Gigafabriken" an, die Börse ist begeistert. VW-Vorstandschef Herbert Diess trumpft auf - mit einem Batteriezellen-Netzwerk quer durch Europa und besseren Geschäftsergebnissen: Die Anleger jubeln und machen Volkswagen zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands, noch vor SAP. Doch wie weit sind die Batterien eigentlich wirklich? Wo steht Tesla, welchen Vorsprung haben die Chinesen? Und wie ändern sich die Materialien, aus denen die Batterien bestehen? Und warum geht es um viel mehr als das Auto? Maximilian Fichtner gibt Antworten. Er gehört zu den profiliertesten Batterie-Fachleuten der Bundesrepublik. Er forscht am Helmholtz-Institut Ulm und ist Sprecher des Exzellenzclusters POLIS, das steht für Post Lithium Storage.

  11. Ein Vielzahl von Angreifern attackiert mittlerweile Zigtausende Exchange-Server. Cyberkriminelle haben Lücken in einer häufig verwendeten Microsoft-Software entdeckt. Wie hoch der Schaden ist, kann noch nicht abgeschätzt werden. Aber rund um den Globus sind Unternehmen betroffen - auch in Deutschland. Was steckt dahinter? Wer steckt dahinter? Wer oder was ist "Hafnium"? Und wie können wir uns alle besser schützen? Darüber diskutieren wir in dieser Episode.

  12. Was die EU tun muss für einen fairen digitalen Binnenmarkt - und was die Unternehmer leisten sollten. Die EU-Kommission hat mit dem DMA und dem DSA große Gesetzespakete vorgelegt, die das Internet neu regeln sollen. Reicht das, damit auch deutsche Mittelständler künftig mit den führenden Tech-Unternehmen konkurrieren können? Und müssen die Unternehmer nicht auch selbst findiger sein? Darüber diskutieren wir mit Markus Ferber. Der Ingenieur gehört dem EU-Parlament seit 1994 an, ist CSU-Vorsitzender von Schwaben, Chef der Hanns-Seidel-Stiftung und Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand im Europäischen Parlament.

  13. Mittels leicht bedienbarer Apps etabliert sich eine neue Anleger-Klasse. Zockerei oder mehr? Gerade ist der Aktienkurs der Videospiele-Kette Gamestop an einem Tag um 100 Prozent gestiegen. Was steckt dahinter? Fechten Hedgefonds hier einen Wettstreit mit einem Schwarm von Börsenneulingen aus? Und was verbirgt sich überhaupt hinter Neobrokern, Short-Sqeeze und Market Makern? Wir diskutieren das durch Technologie getriebene neueste Börsen-Phänomen.

  14. Auch deutsche Autohersteller schränken ihre Produktion ein, weil ihnen Halbleiter fehlen. Die hochwertigen Computerchips der Welt kommen aus Taiwan und Südkorea. Die Hersteller produzieren am Rande ihrer Kapazitäten - sie kommen mit der durch die Pandemie gestiegenen Nachfrage dennoch nicht mit. Was tun? Thomas Mikolajick ist Professor für Nanoelektronik an der TU Dresden und Wissenschaftlicher Direktor der NaMLab gGmbH. Er erklärt, wieso die Halbleiter-Herstellung so aufwendig und teuer ist, warum nur wenige Konzerne das können - und wieso sich die Lieferengpässe mindestens kurzfristig nicht beseitigen lassen.

  15. Ralf Wintergerst, Geschäftsführer von Giesecke+Devrient, über die Zukunft des Bezahlens. Ein deutsches Familienunternehmen bietet Dienstleistungen an, um das Geldsystem zu organisieren. Giesecke+Devrient hat sich seit Gründung im Jahr 1852 mehrfach gewandelt und an neue Technologien angepasst. Geschäftsführer Ralf Wintergerst erzählt, wie das funktioniert, warum er heute viele Informatiker braucht, der digitale Euro wichtig ist - und das Bargeld noch lange nicht verschwinden wird.

  16. Der legendäre Amazon-Gründer hört als CEO des Onlinehändlers auf: Ein Rückblick und Ausblick Als Jeff Bezos in den neunziger Jahren Amazon gründete, ahnte kaum jemand, dass hier einer der größten kommerziellen Erfolge des Webs entstanden war. Am selbst gezimmerten Schreibtisch verpackte er die ersten Bücher, dann wuchs sei Unternehmen. Heute ist daraus ein Konzern geworden mit mehr als einer Million Mitarbeitern, der in vielen Bereichen Geld verdient, gerade auch mit der Cloud. Wir sprechen über ihn, seine Ambitionen als Weltraum-Unternehmer - und seinen Nachfolger Andy Jassi.

  17. Xi, Merkel, Macron und von der Leyen: Wie sich Geopolitik und Technologie vermängt. Das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums ist nicht ausgefallen, aber infolge der Pandemie zu einer virtuellen Veranstaltung geworden. Der chinesische Staatschef war da, die mächtigsten Politiker Europas ebenfalls - mit klaren Botschaften über ein schwieriges internationales Umfeld. Tatsächlich aber fehlt auch viel verglichen mit den echten Treffen in den Schweizer Bergen.

  18. Ein deutscher IT-Vorstand spricht Klartext über die Macht in der Cloud und das Internet in der Industrie. Amazon, Google und Microsoft verdienen Milliarden und haben längst eine gewaltige IT-Infrastruktur rund um den Globus etabliert. Wo ist im Konzert der Großen eigentlich der Platz für ein Unternehmen wie die in Darmstadt ansässige Software AG? Chief Product Officer Stefan Sigg erklärt die Strategie, die Chancen und die Herausforderungen. Und er sagt auch klar, in welchen Bereichen seiner Ansicht nach der Zug für Deutschland und Europa längst abgefahren ist.

  19. Was ändert sich für die Internet-Konzerne und was wird aus dem Netz selbst? Militante Anhänger des scheidenden amerikanischen Präsidenten organisieren sich auf sozialen Medien. Zugleich lösten die gesperrten Accounts von Donald Trump eine neue Diskussion darüber aus, was im Internet gesagt werden soll und darf. Neue Regeln hat wiederum nicht nur Joe Biden im Sinn, sondern auch die Europäischen Union. Wir geben eine Überblick über das, was ist - und das, was mutmaßlich kommen wird.

  20. Über schnellere Prozessoren, Nano-Antikörper, Fitness-Programme und mehr. Welche technologischen Durchbrüche bringt das neue Jahr? Wir diskutieren, wie sich Smartphones und Laptops weiterentwickeln, das Universum weiter erforscht wird, zukünftig Medikamente entstehen und mehr. Und welche Veränderungen gerade durch die Pandemie beschleunigt werden - für jeden einzelnen und uns alle.