
#410 Erklär mir, warum Dinge passieren, Andreas Steinmayr
Worüber gesprochen wird
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Beschreibung der Episode
Es ist eine der wichtigsten Errungenschaften der vergangenen 30 Jahre – und kaum jemand hat von ihr gehört. Die Kausale Revolution! Forscher finden mit fancy Methoden heraus, warum Arbeitslosigkeit steigt, Menschen FPÖ wählen oder ob Rauchen Lungenkrebs verursacht. Andreas Steinmayr ist in der Revolution groß geworden und erklärt.
Andreas Steinmayr ist Professor für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Innsbruck.
Zum Podcast des FWF geht es hier: scilog.fwf.ac.at/podcasts
Diese Bücher empfiehlt Andreas:
- The Book of Why: The New Science of Cause and Effect von Judea Pearl, https://link.amazon/B064IqZdo
- Das Ende der Geschichte von Francis Fukuyama, https://link.amazon/B0jfbDEAS
- 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert von Yuval Noah Harari, https://link.amazon/B0dXLIxTY
Andreas‘ Shoutout für Medien:
- Newsletter von Philipp O’Brien, https://phillipspobrien.substack.com/
- Newsletter von Thomas Pueyo, https://unchartedterritories.tomaspueyo.com/
- Das Magazin „The Economist“, https://www.economist.com/
Was nehme ich mir mit?
1. Korrelation ist nicht Kausalität.
Unser Gehirn ist evolutionär dazu gemacht, ständig nach Ursachen zu suchen. Wir können deshalb auch sehr schwer mit Zufällen umgehen. Und, relevanter für diese Folge: Wir stellen sehr oft Zusammenhänge her, wo es keine gibt. Wenn ich ein Medikament nehme und danach gesund werde, heißt das nicht, dass das das Medikament war. Es braucht sorgfältige, große Studien, um Kausalität feststellen zu können.
2. Eine Revolution in der Sozialwissenschaft.
Es wurden schon zwei Nobelpreise in der Ökonomie dafür verliehen, dass Wissenschafter:innen heute viel besser kausale Zusammenhänge herstellen können. Tolle, kreative, neue Methoden führen dazu, dass man aus großen Daten nicht nur Korrelationen, sondern eben Kausalitäten ablesen kann. Das ist von unschätzbarem Wert für unser Verständnis der Welt und die Effektivität von Politik.
3. Das Grundproblem der Forschung.
Wir wollen Äpfel mit Äpfel vergleichen. Also wir wollen zwei Parallelwelten beobachten, in der sich genau eine einzige Sache unterscheidet. Und dann messen, was sich deshalb verändert. Wir müssten uns also klonen! Weil das nicht geht, erstellen Forscher mit statistischen Methoden quasi Parallelwelten. Das funktioniert ziemlich gut. Jetzt muss die Politik ihre Maßnahmen noch viel öfter mit Studien begleiten.
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DAS TEAM
- Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
- Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
- Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
- Logo und CI: Florian Halbmayr
- Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
- Beatbox am Ende: Azad Arslantas