Software-defined Automation mit Hans Michael Krause von Bosch Rexroth #118
Beschreibung der Episode
Hans Michael Krause ist Director Ecosystem ctrlX World bei Bosch Rexroth und verantwortet dort das Partnernetzwerk rund um ctrlX Automation und ctrlX OS. Mit ihm nehmen wir Software-defined Automation auseinander, ein Begriff, der als Buzzword herumläuft, technisch aber sehr konkret ist. Ausgangspunkt ist der Normalzustand vieler Fabriken: für jede Maschinengattung eine eigene Steuerung, eine eigene Sprache und eine eigene IDE, von IEC 61131 über G-Code bis zur herstellereigenen Robotersprache, dazu kompilierter Code auf dem Gerät und Versionierung per USB-Stick.
Software-defined heißt zuerst, Software von Hardware zu entkoppeln. Echtzeit braucht dafür keine Spezialhardware mehr: Standard-Ethernet mit EtherCAT oder Profinet, Industrie-PCs mit jitterarmen Netzwerkkarten und Linux mit PREEMPT_RT reichen für Zykluszeiten im Millisekundenbereich. Die Trennung zwischen zertifizierter Maschinenfunktion und beliebigem Container daneben übernimmt der Scheduler. Darüber liegt der Data Layer, ein semantisch strukturierter Datenbaum, über den alle Apps kommunizieren, auch die SPS selbst, und den Ihr über OPC UA, MQTT oder REST anzapfen könnt. Auch bidirektional, indem der nicht echtzeitfähige Teil Werte in ein Register legt, das die Steuerung im nächsten Zyklus ausliest.
Im zweiten Teil geht es um das Ökosystem: warum Bosch Rexroth Motion Control und Steuerungsarchitektur als eigene Stärke setzt und Vision, HMI oder Low-Code an inzwischen mehr als 100 Partner mit über 100 Apps im Marktplatz abgibt, Wettbewerber eingeschlossen. Dazu Device Management aus der Ferne, das mit Cyber Resilience Act und NIS2 vom No-Go zur Anforderung wird.
Links zur Folge:
ctrlX Ecosystem https://apps.boschrexroth.com/microsites/ctrlx-automation/de/
https://www.linkedin.com/in/hansmichaelkrause
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