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einbiszwei

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Society & Culture

153 Episoden · neueste 12.10.

Häufig erwähnt

Episoden

153
  1. Warum ist es so schwer, Männer, die Frauen misshandeln, vor Gericht zu verurteilen, Christina Clemm?
    17.03., 17:50

    „Frauenhass und Frauenverachtung werden in der Gesellschaft geduldet. Es gibt erstarkende rechte und konservative Bewegungen, die zurück wollen in die Geschlechterrollen. Rechtsextreme Narrative sind sich weltweit einig im Antifeminismus, in absoluter Frauenverachtung. Menschen wie Trump etc. sind offen bekennende Frauenhasser“, sagt Christina Clemm bei einbiszwei. Als Rechtsanwältin erlebt sie die Auswirkungen dieses gesellschaftlich akzeptierten Antifeminismus jeden Tag. Und hat darüber auch ein Buch geschrieben – „AktenEinsicht“. Worum es geht, beschreibt sie so: „Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. Nach den neuesten Zahlen des BKA ist jede dritte Frau in Deutsch¬land von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet.” In „AktenEinsicht“ erzähle ich Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren. Von den strukturellen und systematischen Schwächen der Justiz und Strafverfolgungsbehörden, die eine angemessene rechtsstaatliche Reaktion beschweren oder sogar verhindern. Wie geht man damit um, dass die Polizei einen angekündigten Mord nicht ernst nimmt? Dass man einem Richter gegenübersteht, der auf dem rechten Auge blind ist? Was macht es mit den Betroffenen, die Täter wiedersehen zu müssen und sich bohrenden Fragen zur Tat zu stellen?“ Mit Christina Clemm haben wir auch darüber gesprochen, welchen langen Weg betroffene Frauen mitunter zurücklegen, bevor sie ihren Partner anzeigen. Warum Richter:innen besser zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt geschult werden müssen. Und wie sehr „Opfermythen“ die Rechtsprechung behindern. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  2. Wie gefährlich ist Stalking, Wolf Ortiz-Müller?
    10.03., 17:59

    Stalking – das klingt für die meisten erstmal harmlos. Und die Anfänge von Stalking sind vielen von uns sicher sogar vertraut: Eine Person geht einem nicht mehr aus dem Kopf und man checkt vielleicht ein paarmal zu oft, ob diese Person gerade online ist, etwas Neues gepostet hat oder ob irgendwo im Netz neue Fotos von ihr zu sehen sind. Und dann macht man das auf einmal häufiger. „Einen soften Übergang ins Stalking”, nennt Wolf Ortiz-Müller das. Unangenehm für alle Beteiligten wird es, wenn man den Absprung nicht mehr schafft – und zum Stalker wird. Wolf Ortiz-Müller hat 2008 die Beratungsstelle „Stop Stalking” in Berlin gegründet. Dort berät er Stalking-Opfer – aber auch Täter:innen. In dieser Folge geht es deshalb um beide Seiten. Wir erfahren, was Stalking mit den Betroffenen macht und wie sie sich davor schützen können, aber auch, welche Folgen Stalking für den Stalker oder die Stalkerin haben kann. Wolf Ortiz-Müller erklärt, warum es nicht hilfreich ist, wenn man 50 Nachrichten seines Stalkers ignoriert, um dann auf die 51. mit einer wütenden Antwort zu reagieren. Und warum es sinnvoll ist, ein Stalking-Tagebuch zu führen und warum sich der Stalker oder die Stalkerin häufig selbst als Opfer fühlt. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  3. Was raten Sie Menschen, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind, Tanja von Bodelschwingh?
    25.02., 10:00

    Ihr könnt euch mit wirklich allen Fragen zum Thema „Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen„ an das N.I.N.A-Team wenden. Auch, wenn ihr euch einfach Sorgen um ein Kind macht, könnt ihr anrufen, mailen oder chatten. Ihr habt einen konkreten Verdacht, dass ein Kind sexuell missbraucht wird? Ihr kennt eine Person, die betroffen ist und Hilfe braucht? Ihr seid selbst betroffen und braucht Unterstützung? Ihr habt beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun und möchtet wissen, was ihr bei der Arbeit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen tun könnt? Oder ihr habt allgemeine Fragen zum Thema? In allen Fällen könnt ihr euch bei N.I.N.A. melden und mit psychologisch und pädagogisch ausgebildeten Fachkräfte sprechen. Wenn ihr euch dort meldet, bleibt das übrigens immer vertraulich und der Anruf ist kostenfrei. Im Gespräch nehmen sich alle Zeit, um eure Fragen gemeinsam mit euch zu sortieren und zu überlegen, was unternommen werden kann. Das N.I.N.A.-Team gibt euch eine erste fachliche Einschätzung oder auch konkrete Hinweise zum möglichen weiteren Vorgehen. Wenn ihr das möchtet, bekommt ihr passende Ansprechpartner:innen und Unterstützungsmöglichkeiten in eurer Nähe genannt. Mit Tanja von Bodelschwingh sprechen wir auch darüber, warum es für viele so schwierig ist, sich zu melden, wie belastend die Beratung für das N.I.N.A. Team sein kann und was die schwierigsten Fälle sind, die sie beraten hat. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  4. Wie kann man gut über sexualisierte Gewalt berichten, Caroline Fetscher?
    18.02., 10:00

    In dieser Folge sprechen wir mit Caroline Fetscher darüber, wie Berichterstattung über sexualisierte Gewalt gelingen kann. Warum sie der Meinung ist, dass es nahezu unmöglich ist, mit Berichterstattung nicht zu triggern. Warum Sie das Wort „nackt” nicht verwendet, sondern stattdessen „unbekleidet” schreibt. Und wie es gelingen kann, Voyeurismus zu nutzen, damit Menschen sich auch jenseits der Sensation für das Thema interessieren. Wie journalistischer Nachwuchs auf den Umgang mit traumatisierten Interviewpartner:innen vorbereitet werden kann, weiß Andreas Unger, Journalist und Autor des Buches „Begegnung mit dem Leid“. Er gibt regelmäßig Seminare zum Thema an Journalistenschulen und hofft, dass junge Journalist:innen lernen, unsensible Berichterstattung zu vermeiden. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  5. Wie riskant ist es, intime Fotos ins Netz zu stellen, Rebecca Baden?
    11.02., 10:00

    Wie fühlt es sich an, wenn du einen ganz privaten Moment unfreiwillig mit ganz vielen Menschen teilen musst? Die Journalistin Rebecca Baden hat das am eigenen Leib erfahren, denn als Jugendliche wurden freizügige Fotos von ihr gestohlen und ins Netz gestellt. Bei einbiszwei berichtet sie von ihren Erfahrungen und klärt auf, warum es nicht ohne Risiko ist, intime Fotos ins Netz zu stellen. Für VICE schrieb sie ihre Geschichte auf und gewann mit „Was es mit mir gemacht hat, als meine Nacktfotos geleakt wurden“, den Journalistenpreis des Weißen Rings. Heute spricht sie regelmäßig über ihre Erfahrungen und möchte andere junge Menschen für das Thema sensibilisieren. Wir sprechen mit ihr über ihre Geschichte, über die Gefahren von Fotos im Netz und warum sie keinen Instagram Account mehr hat. Außerdem geht es darum, warum vor allem Kinderfotos in den sozialen Medien nichts zu suchen haben. Außerdem sprechen wir mit Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger, Leiter des Instituts für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, der uns erklärt, welche Gefahren im Netz lauern und warum vor allem auch vermeintlich harmlose Fotos gefährlich werden können. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  6. Was für Verletzungen sehen Sie in der Kinderschutzambulanz, Dr. med. Sibylle Winter?
    04.02., 10:00

    Gerade beim Thema sexualisierte Gewalt sind schnell viele Emotionen im Spiel. Dabei ist es gerade dann, wenn ein Verdacht besteht, wichtig, einen klaren Blick zu behalten und sich dem Fall sachlich zu nähern, sagt Prof. Dr. Sibylle Winter. Sie ist Professorin für Trauma-Folgen und Kinderschutz und leitet die Kinderschutzambulanz an der Charité in Berlin. Dort trifft sie in ihrer Arbeit tagtäglich auf Kinder, denen sexualisierte Gewalt widerfahren ist. In der Kinderschutzambulanz müssen sich die Patient:innen einer ganzen Reihe von Untersuchungen und Befragungen stellen – das ist nicht immer leicht, aber dennoch wichtig, um Anzeichen von sexualisierter Gewalt zu erkennen. Sibylle Winter beschreibt was sie in der Kinderschutzambulanz erlebt und welche physischen und psychischen Folgen die Taten für die Kinder haben können. Außerdem bekommen wir einen Einblick in die Arbeit von Childhood-Häusern, die die Aufklärung von sexualisierter Gewalt kindgerechter gestalten möchten. Im Gespräch mit Nadia Kailouli erklärt Prof. Dr. Sibylle Winter wie man sexualisierten Missbrauch an Kindern erkennen, wohin man sich wenden und wie man vor allem mit den Kindern selbst darüber reden, nachfragen und aufklären kann. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  7. Warum kann die katholische Kirche Aufarbeitung nicht, Christiane Florin?
    28.01., 10:00

    Dass sich daran seit Jahren so gut wie nichts ändert, liegt aber auch daran, dass viele in der katholischen Kirche sich nicht gegen ein autoritäres System wehren, das Gläubige klein hält und Änderung von Strukturen verhindert, sagt Christiane Florin. Wir sprechen mit ihr darüber, was im Jahr 2010 passiert ist, wie die Öffentlichkeit reagiert hat und über die Unterschiede in der Aufarbeitung in der katholischen und evangelischen Kirche. Ihr 2020 erschienenes Buch heißt „Trotzdem! Wie ich versuche katholisch zu bleiben“ – ob ihr das gelungen ist und ob die Kirche überhaupt zu einer Strukturänderung fähig ist, klären wir in dieser Folge. Auch Katharina Kracht kennt sich hervorragend damit aus, wie kirchliche Aufarbeitung funktioniert – oder eben auch nicht. Sie war selbst sexueller Gewalt ausgesetzt und war Mitglied im Betroffenenrat der Evangelischen Kirche Deutschlands – bis dieser aufgelöst wurde. Ihre Auseinandersetzung mit der evangelischen Kirche beschreibt sie so: „Es fühlt sich an, als ob man gegen gepolsterte Wände läuft“. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  8. Warum geben Sie nie auf, Matthias Katsch?
    21.01., 10:00

    Nachdem der Brief von Matthias Katsch, in dem er sexuellen Missbrauch am Canisius-Kolleg aufdeckte, am 28. Januar 2010 durch die Berliner Morgenpost veröffentlicht wurde, meldeten sich in den folgenden Wochen und Monaten Hunderte weitere Betroffene an kirchlichen und anderen Einrichtungen. Mit seinem Brief hat Matthias Katsch dafür gesorgt, dass seitdem sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche nicht mehr im Verborgenen bleibt, sondern das hohe Ausmaß sexuellen Missbrauchs in Deutschland öffentlich thematisiert wird. 2011 beschloss die katholische Kirche, den Betroffenen von sexuellem Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche eine von ihr sogenannte „Anerkennungsleistung für das erlittene Leid“ zu gewähren. Das ist nicht genug, sagte Matthias Katsch – und gründete mit anderen Betroffenen die Betroffeneninitiative Eckiger Tisch. Dieser Zusammenschluss fordert Aufklärung, Hilfe und Genugtuung, womit auch eine angemessene finanzielle Entschädigung gemeint ist. Seit mehr als zehn Jahren engagiert er sich unermüdlich – und wurde dafür im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  9. Was macht Catcalling mit jungen Frauen, Antonia Quell?
    12.01., 18:00

    Bis vor knapp einem Jahr kannte hierzulande fast niemand den Begriff. Das hat sich schlagartig geändert, seit Antonia Quell die Petition „Es ist 2020 – Catcalling sollte strafbar sein” gestartet hat. 70.000 Menschen haben unterschrieben und heute wissen sehr viele, was ein „Catcall“ ist – und auch, warum viele Männer das so toll finden: Weil sie sich dominant fühlen möchten. Und: Weil sie es können. Genau dieses Überlegenheitsgefühl möchte Antonia Quell ändern, sie möchte, dass Catcalling unter Strafe gestellt wird. „Das deutsche Recht sollte ein Wegweiser für Richtig und Falsch sein. Ein Gesetz gegen Catcalling demonstriert, dass verbale sexuelle Belästigung definitiv falsch ist“, steht auf der Website zur Petition. In Frankreich ist Catcalling schon seit 2018 strafbar und wird mit Geldstrafen von bis zu 750 Euro geahndet. Auch in Portugal, Belgien und in den Niederlanden ist Catcalling illegal. Betroffen von Catcalling sind überwiegend Frauen und die können viel darüber erzählen, wie sehr das nervt. Und wie sehr es das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt. Denn in Momenten der sexuellen Belästigung fühlen sich viele vollkommen hilflos. Da hilft auch kein gut gemeintes „Mach-dir-nichts-draus“ oder ein „Das-ist-doch-nur-ein-doofer-Spruch“ hinterher von Freund:innen – für viele Betroffene ist es einfach super unangenehm, von Fremden verbal ausgezogen zu werden. Im Gespräch mit Nadia Kailouli erzählt Antonia Quell, warum der Tag einer Frau keine 24 Stunden hat, was internalisierter Sexismus ist und warum sie sich sicher ist, dass Catcalling in wenigen Jahren sowieso strafbar sein wird. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  10. Lässt Missbrauch Betroffene nie wieder los, Lena Jensen?
    07.01., 10:00

    Lena Jensen ist selbstständige Finanzberaterin, glücklich verlobt – und kämpft gerade um den Titel der „Miss Germany 2021“. Warum dieser Wettbewerb für sie wichtig ist und was das mit ihrem wiederentdeckten Körpergefühl zu tun hat, erzählt sie bei einbiszwei. Und sie erklärt, wie sehr Täter und Täterin sie damals manipuliert haben, wie sie den Moment erlebt hat, als sie sich nach Jahren ihrer Mutter anvertrauen konnte, warum sie im Prozess gegen Täter und Täterin plötzlich einen Rückzieher machen wollte, wie schwer der Weg durch eine Therapie ist und weshalb sie heute der Meinung ist, dass es richtig ist, die eigene Missbrauchsgeschichte zu erzählen. Denn Lena Jensen sagt: „Wenn ich schweige, schütze ich damit Täter und Täterinnen.“ Anmerkung der Redaktion: Aktuell gibt es Recherchen, die sich damit beschäftigen, ob Teile ihrer persönlichen Geschichte, die in diesem Podcast nicht thematisiert werden und zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich gemacht wurden, nicht korrekt dargestellt sein könnten. Für uns gibt es keinen Anlass, die in diesem Gespräch getroffenen Aussagen anzuzweifeln. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  11. Wie verstörend ist die Fahndung nach sogenannter Kinderpornografie, Markus Hartmann?
    17.12., 10:00

    Den Job von Oberstaatsanwalt Markus Hartmann würden viele wahrscheinlich ablehnen, obwohl er unglaublich wichtig ist: Markus Hartmann leitet die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime in Nordrhein-Westfalen, kurz ZAC, und ermittelt dort mit seiner Taskforce Ersteller:innen und Verbreiter:innen von sogenannter Kinderpornografie. Die Anzahl der Tatverdächtigen schätzen Expert:innen mittlerweile im sechsstelligen Bereich. Auf Datenträgern oder im Netz wertet er gemeinsam mit acht weiteren Staatsanwält:innen und Ermittler:innen Millionen von Fotos und Filmen aus – und was darauf zu sehen ist, ist für die meisten Menschen unerträglich. Doch genau diese Ermittlungen sind eines der wirksamsten Mittel im Kampf gegen Missbrauchsabbildungen und sexuelle Gewalt. Im Gespräch mit Nadia Kailouli erklärt Markus Hartmann, welche Herausforderungen bei der Fahndung nach Tätern bewältigt werden müssen, wieso die Missbrauchsabbildungen im Netz immer brutaler werden und wie man es schafft, nach einem Tag in der Taskforce trotzdem gut schlafen zu können. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  12. Wieso findet Missbrauch so oft in der eigenen Familie statt, Sonja Howard?
    10.12., 10:00

    Eigentlich sollte die Familie der sicherste Ort der Welt sein, hier sollten sich Kinder geschützt und gut aufgehoben fühlen. Umso schlimmer ist es, wenn dieser vermeintlich sichere Ort zur größten Gefahr wird. Sonja Howard hat das erlebt, sie wurde in ihrer Kindheit von ihrem Stiefvater missbraucht. Als sie 23 ist, zeigt sie ihn an – und ist von Prozess und Urteil maßlos enttäuscht. Doch statt mit dieser frustrierenden Erfahrung zu leben, beschließt sie, ihre Geschichte öffentlich zu machen und sich dafür einzusetzen, dass sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche nicht länger ein Tabu ist. Seit 2015 engagiert sie sich im Betroffenenrat des Missbrauchsbeauftragten, damit Ideen, wie Kinder besser geschützt werden können, auch Wirklichkeit werden.Ihr wichtigster Appell: Wir müssen unseren Kindern zuhören und ihnen glauben! Im Gespräch mit Nadia Kailouli erzählt Sonja Howard, wie man Kinder am besten aufklärt, wie man lernen kann, Anzeichen von sexueller Gewalt zu erkennen und wie sie es geschafft hat, ihre eigene Geschichte zu akzeptieren. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei www.hilfe-portal-missbrauch.de/hilfe-telefon Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch www.hilfe-portal-missbrauch.de Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 – anonym und kostenfrei www.hilfetelefon.de

  13. Trailer
    02.12., 15:16

    Herzlich willkommen bei einbiszwei, dem Podcast über Sexismus, sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. einbiszwei? Ja genau – ein bis zwei Kinder sind in jeder Schulklasse in Deutschland sexueller Gewalt ausgesetzt.

einbiszwei ist der Podcast über Sexismus, sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. einbiszwei? Ja genau – in jeder Schulklasse in Deutschland gibt es ein bis zwei Kinder, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Wieso das so häufig passiert und was man gegen sexuelle Übergriffe tun kann – darüber spricht Nadia Kailouli bei einbiszwei mit Kinderschutzexpert:innen, Ärzt:innen, Betroffenen, Polizist:innen, Forscher:innen, Journalist:innen oder Erziehungsprofis. Bei einbiszwei erfahrt ihr, wieso eine Frau, die in ihrer Kindheit sexuelle Gewalt erleben musste, heute Miss Germany werden möchte, was passieren kann, wenn freizügige Privatfotos ins Netz gelangen, wie ein Fahnder im Internet sogenannter Kinderpornographie hinterherspürt, wieso gerade in Familien so häufig Missbrauch passiert oder auch, warum Catcalling endlich strafbar werden sollte. Das und noch mehr bei einbiszwei. Spannende Gespräche und Wissenswertes aus einer Welt, die den meisten vermutlich fremd ist. einbiszwei – damit sich etwas ändert. Mehr dazu: https://beauftragter-missbrauch.de/einbiszwei || Fragen oder Anregungen? Schreibt uns gerne: einbiszwei@ubskm.bund.de