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14- Die letzten Älpler – Zwischen Tradition und Wandel24.09., 20:1024.09.2026, 20:1000:50:31
Die Schweiz ist stolz auf ihre Alpen und vermarktet sie touristisch stark. Der Heidi-Mythos kultiviert das Bild der Berggebiete als Sehnsuchtsorte für gestresste Städter. Gleichzeitig werden die Umstände für viele Betriebe immer prekärer und die Alpwirtschaft steht vor einer ungewissen Zukunft «DOK» begleitet Ernst Wandfluh durch die Alpsaison. Wandfluh ist Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbandes (SAV) und damit so etwas wie der oberste Älpler des Landes. Er ist besorgt. Viele Betriebe haben Mühe, Nachwuchs für die Bewirtschaftung der Alpen zu finden: Die Bezahlung bescheiden, die Arbeit hart und immer weniger vereinbar mit der modernen Arbeitswelt, in der man sich kaum noch jeden Sommer für drei bis vier Monate auf die Alp verabschieden kann. Zudem lockert der Klimawandel das Gestein vielerorts, die Folge sind Steinschläge und Murgänge, welche die Nutzung vieler Gebiete für Tier und Mensch zusehends gefährlicher machen. Dazu kommen immer längere Hitze- und Trockenphasen, welche Wasser zu einem grossen Problem werden lassen. Quo vadis, Alpwirtschaft? Wandfluh sieht dringenden Handlungsbedarf, sonst könnte es sein, dass er zur Generation der letzten Älpler gehört. Erstausstrahlung: 24.9.2027
- Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?17.09., 20:1017.09.2026, 20:1000:50:13
Wegwerfwindeln sind praktisch, doch Kinder tragen sie immer länger, manchmal bis ins Schulalter. Das belastet die Familien und verursacht enorme Abfallmengen. Der Film hinterfragt die westliche Windelkultur und zeigt eine mögliche Alternative. Rund 5000 Windeln und eine Tonne Abfall verursacht ein Kind, bis es sauber ist. Gleichzeitig dringt die Windelindustrie in Länder vor, in denen Wegwerfwindeln bisher kaum verbreitet waren. In China stellen Kinderärzte einen klaren Zusammenhang zwischen übermässigem Windelgebrauch und Ausscheidungsproblemen wie Inkontinenz und Verstopfung bei Kindern fest, und in Tansania werden die Windeln aus Plastik zum wachsenden Umweltproblem. Die Entwicklungspädagogin Rita Messmer setzt auf einen anderen Weg: das Abhalten. Babys signalisieren, wenn sie ausscheiden müssen – Eltern können darauf reagieren und ihr Baby von klein auf ans Töpfchen gewöhnen. Die Windel dient dann nur noch als Sicherheit. Der Film begleitet eine Familie, die diesen Weg geht, trifft Kinderärzte in der Schweiz und in China und zeigt auf, wie ein bewusster Gebrauch von Windeln Kindern und Umwelt zugutekommen könnte. Aber ist der weitgehende Verzicht auf Windeln wirklich realistisch? Erstausstrahlung: 17.09.2026
- Risiko – Irrationale Ängste, echte Gefahren10.09., 20:1010.09.2026, 20:1000:50:31
Was ist gefährlicher: Fliegen oder Autofahren? Rauchen oder Bergsteigen? Nachts allein nach Hause zu gehen oder sich ungesund zu ernähren? Die menschliche Intuition für Risiken ist nicht nur ungenau, sondern systematisch verzerrt. «DOK» über unsere Wahrnehmung und die Folgen. Der Alltag der Ambulanz im Kanton Basel-Landschaft zeigt: Das eigene Zuhause, der Spaziergang mit dem Hund oder der Schulhof – der Tod kann überall lauern. Dass wir alle einmal sterben werden, ist klar. Die Frage ist nur: Woran? Das lasse er einfach mal auf sich zukommen, antwortet Rolf Steinmann, der Chef des grössten Schweizer Krematoriums. Bis es so weit sei, geniesse er das Leben und vermeide unnötige Risiken. Das sei auch seine Philosophie, findet Adrian Zurbrügg, der in seiner Freizeit auf hohe Berge steigt, in seinem Berufsalltag als Landschaftsgärtner aber nicht auf Bäume klettert, weil ihm das zu gefährlich ist. Die Forschung zeigt: Seltene, spektakuläre Gefahren werden überschätzt, alltägliche unterschätzt. Folge: übertriebene Angst vor seltenen Risiken, zu wenig Sorge vor verbreiteten Risiken. «DOK» geht der Frage nach: Was bedroht uns tatsächlich existenziell? Und wieso hat unsere Wahrnehmung von Gefahren nur wenig mit der Realität zu tun?
- Berghütten in Gefahr – Leben zwischen Gletscherschmelze und Felsstürzen06.09., 22:5006.09.2026, 22:5000:51:34
Es sind Orte, die seit Generationen für Schutz, Orientierung und Gemeinschaft stehen: die Berghütten des Schweizer Alpenclubs SAC. Doch die Klimaerwärmung verändert die Alpen rasch, Risiken und Gefahren tauchen auf und bedrohen die Hütten. Die Mutthornhütte im Berner Oberland ist die erste Hütte des Schweizer Alpenclubs (SAC), die aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste. Grund dafür sind instabile Felsmassen, die durch den tauenden Permafrost gelockert werden. Die Hütte drohte abzustürzen. Es hätte nicht viel gefehlt und die Mutthornhütte wäre als erste SAC-Hütte von der Landkarte verschwunden. Doch nun wird sie 900 Meter entfernt auf sicherem Grund durch einen Neubau ersetzt. Ähnliches widerfuhr der Trift-Hütte: Hier traf eine Lawine das Gebäude, das mehr als 100 Jahre am gleichen Ort gestanden hatte. Das Abschmelzen des Gletschers hinterliess eine veränderte Topografie, die als Ursache für das Unglück gilt. Auch diese Hütte wird an einem anderen Ort neu gebaut. Laut Studien des SAC ist ein Grossteil der Hütten vom Klimawandel betroffen. Sie stehen in einer hochsensiblen Landschaft. Da die Gletscher schwinden und der Schnee der Winter früher wegschmilzt, kämpfen viele mit Wassermangel. Auch die Tage der ikonischen Konkordia-Hütte, die hoch über dem Aletsch-Gletscher thront, sind voraussichtlich gezählt. Je weiter der Gletscher absinkt, desto länger wird der anstrengende Aufstieg zur Hütte. Mittlerweile gilt es 300 Höhenmeter zu bewältigen. Die Bauarbeiten zur Verlängerung der Leiter, die alle paar Jahre fällig werden, kosten Hundertausende von Franken. Für den SAC und die dazugehörigen Sektionen stellt sich die Frage, wie viel Geld man längerfristig investieren will und kann, um die nötigen Anpassungen umzusetzen. Zudem fragt sich, wie man die Klimaziele von Netto-Null erreichen soll, wenn es immer mehr Touristen in die Höhe zieht und Helikopter sowohl für Bau als auch für Unterhalt der Hütten unverzichtbar bleiben.
- Verteilkampf im Verkehr – Welche Strasse führt in die Zukunft?03.09., 20:1003.09.2026, 20:1000:49:59
Das tägliche Verkehrschaos beweist: Der Verkehr ist am Limit. Immer mehr Fahrzeuge bedrängen sich gegenseitig auf den immer gleichen Spuren. Wie weiter? Während das Strassennetz seit Jahrzehnten kaum wächst, stieg die Schweizer Wohnbevölkerung seit 1990 um ein Drittel auf 9,1 Millionen. Gleichzeitig explodierte die Zahl der Motorfahrzeuge um 74 Prozent auf 6,6 Millionen. «DOK» veranschaulicht diesen Engpass in einem Experiment: Yvonne Ehrensberger, Pro Velo Schweiz, sowie Verkehrspolitiker und SVP-Nationalrat Mauro Tuena wagen eine Fahrt auf dem Tandem. Welten prallen aufeinander. Eine Lösung scheint nicht in Sicht. Verkehrsminister Albert Rösti fordert weitere Investitionen in den Strassenbau, während Mobilitätsexperte Philipp Rode (LSE) die extreme Flächennutzung des Autos kritisiert. In den Städten bietet sich das Velo zunehmend als Lösung an. Monica Suters Film liefert einen Denkanstoss zur Mobilität von morgen. Erstausstrahlung: 3.9.2026
- Bröckelnde Berge – Wie Berggemeinden der Gefahr trotzen29.07., 22:2529.07.2026, 22:2501:33:02
Kandersteg im Berner Oberland lebt mit der Gefahr des auftauenden Permafrostes. Der Spitze Stein oberhalb des Dorfes bröckelt. Wie akut sind Bedrohungen in den Bergen und wie leben die Menschen im Tal damit? Mona Vetsch («DOK») und Tobias Müller («Einstein») begeben sich auf Reportage. Der Spitze Stein thront hoch über Kandersteg BE und droht ins Tal zu donnern. Durch einen Bergsturz ausgelöste Murgänge könnten Teile Kanderstegs unter sich begraben. Deshalb darf im Dorfkern nicht mehr gebaut werden. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind enorm. Im Dorf fürchtet man den Stillstand. Nicht nur Dörfer sind direkt von Veränderungen betroffen. Auch Bergsteigerinnen und Wanderer müssen sich anpassen. Alte Wege bleiben gesperrt, neue Routen verlangen andere Anforderungen. Hütten werden geschlossen oder versetzt. In Bondo GR herrscht heute Aufbruchstimmung: Knapp sieben Jahre nach dem Bergsturz soll ein neuer Weg durch das Val Bondasca in die SAC-Hütte «Sciora» führen. Doch das Unglück, bei dem acht Menschen starben, hat noch immer juristische Folgen. Wie gehen die Verantwortlichen heute damit um? Und was können Kandersteg BE und die Schweiz von Bondo GR lernen? Erstausstrahlung: 26.09.2024
- Die Schweiz und die russischen Rohstoffe15.07., 22:2515.07.2026, 22:2500:52:23
Russland zählt zu den drei grössten Rohstoffexporteuren der Welt. Vor dem Angriff auf die Ukraine wurden je nach Schätzung 50 bis 80 Prozent aller russischen Rohstoffe über die Schweiz gehandelt. Was ist von diesem Geschäft heute noch übrig? Hinweis: Im am 15. Juli 2026 ausgestrahlten DOK-Film «Die Schweiz und die russischen Rohstoffe» wurde die Kolmar Group AG von einem Protagonisten mit einem anderen Unternehmen verwechselt. Es wurde fälschlicherweise behauptet, die Kolmar Group AG sei ein sanktioniertes Unternehmen, das im russischen Kohlegeschäft tätig sei und über Anna Putina mit Wladimir Putin in Verbindung stehe. SRF entschuldigt sich für diese Verwechslung. Die betreffende Passage wurde aus dem Film entfernt. In einer früheren Version des DOK-Films behauptete ein Protagonist fälschlicherweise, Solway gehöre Alexei Mordashov. Diese Aussage wurde aus dem Film entfernt. Solway hat SRF mitgeteilt, dass das Unternehmen weder im Eigentum von Alexei Mordashov stehe noch Verbindungen zu ihm oder zu russischen Behörden habe. –––––––– Über Jahrzehnte hinweg war die Schweiz ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für den Handel mit russischen Rohstoffen wie Öl, Getreide, Kohle und Metallen. Mit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 geriet dieses Geschäftsmodell unter Druck. Internationale Sanktionen, politische Debatten und der wachsende öffentliche Druck stellten die Schweizer Rohstoffbranche vor neue Herausforderungen. Doch wie stark haben sich die Handelsströme tatsächlich verändert? Welche Geschäfte wurden eingestellt, welche verlagert und welche bestehen möglicherweise bis heute fort? Der Film geht diesen Fragen nach und beleuchtet die Rolle der Schweiz im globalen Rohstoffhandel. In einer unterhaltsamen Reise durch die Rohstoffhandelszentren Zug und Genf zeichnet der Film ein Bild davon, wie die Schweiz zu einer der grössten Rohstoffdrehscheiben der Welt wurde, welche Rolle Russland bereits bei diesem gigantischen Aufstieg spielte und was vom einst bedeutenden Russlandgeschäft übriggeblieben ist. Reporter Dave Leins erkundet, welche wirtschaftlichen, politischen und moralischen Fragen damit verbunden sind. Er zeigt, wie sich ein internationaler Handelsplatz in Zeiten geopolitischer Umbrüche verändert und wie lukrativ unruhige Zeiten für Rohstoffhändler und damit für die Schweizer Steuereinnahmen sind.
- Abenteuer Mexiko – Schweizer Alltag in der Mega-City12.06., 21:0012.06.2026, 21:0000:42:20
Mexiko-City ist eine Stadt der Gegensätze. Verkehrschaos, Korruption und Moderne wechseln sich ab mit Tradition, Latino-Charme und Lebensfreude. Am Austragungsort der Fussball-WM haben sich fünf Schweizerinnen und Schweizer aus ganz unterschiedlichen Gründen niedergelassen. Michelle Löliger hat ihren grossen Tag und kämpft am Hyrox-Anlass um einen Platz auf dem Podest. Ihren zweiten Job hat sie schon wieder verloren, die Krise nimmt kein Ende. Muss sie zurück in die Schweiz? Leo Leonski ist voller Tatendrang zurück in Mexiko. In Tulum an der Karibikküste, wo seine Karriere begonnen hat, arbeitet er weiter an seinem neuen Song und will als Produzent Erfolge feiern. Tanja Vultier kauft auf dem Blumenmarkt Zutaten für den «Dia de los Muertos» und schmückt ihren Altar. Sie mag die mexikanische Art, der Verstorbenen zu gedenken, und geht Salsa tanzen. Jachen Schleich hat ein grosses Bauprojekt in der Baja California und will den Generalunternehmer dort von seinem Lieblingsprojekt überzeugen: eine autarke Feriensiedlung im boomenden Kitesurf-Paradies La Ventana. Noëmi Siegfried ist nervös. Sie hat ihren ersten grossen Auftritt als Sängerin und Performance-Künstlerin in Mexiko. Jetzt wird auch klar, warum sie ausgerechnet hier ihr Glück versucht. Erstausstrahlung: 12.06.2026
- Abenteuer Mexiko – Schweizer Alltag in der Mega-City05.06., 21:0005.06.2026, 21:0000:42:27
Das farbenfrohe Chaos der Millionen-Stadt zieht verschiedenste Menschen an. Fünf Schweizerinnen und Schweizer haben ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegt: Sei es der Kunst oder Musik wegen, um Menschen zu helfen oder nachhaltig zu bauen. Aber die Stadt erfordert Durchhaltevermögen. Michelle Löliger hat Probleme. Das Fitnesscenter musste schliessen, Michelle hat kein Geld und muss mit ihrer Tochter Sophia zu ihren Eltern ziehen. Nicht einfach für die 43-Jährige. Noëmi Siegfried ist ihrem Kindheitstraum gefolgt und versucht, sich als Kunstfigur und Clownin «Nomino» eine Existenz aufzubauen und ihren Weg zu finden. Aber in Mexiko hat niemand auf sie gewartet. Jachen Schleich will das Schweizer Bauzertifikat «Minergie» in Mexiko bekannt machen. Sein Ziel ist, die Behörden zu überzeugen, im sozialen Wohnungsbau nach Minergie-Standards zu bauen. Tanja Vultier fliegt nach Chihuahua in den Norden Mexikos, wo die Drogenkartelle sehr brutal agieren, und nimmt am Gedenkmarsch für verschwundene Menschen teil. Ein Besuch, der an die Substanz geht. Leo Leonski macht Pause in der Schweiz, sucht nach speziellen Tönen auf einem Pausenplatz und arbeitet an seinem neuen Song. Er möchte vermehrt als Produzent arbeiten. Erstausstrahlung: 05.06.2026
- Pionierinnen am Berg – Geschichten vom Aufstieg31.05., 22:4531.05.2026, 22:4500:50:29
Sie wollten einfach nur klettern. Im Fels, im Eis, auf Gipfel. Doch ihr Weg führte diese Frauen mitten hinein in gesellschaftliche Rollendebatten – und in die Geschichte des Schweizer Alpinismus. Der Dokumentarfilm «Pionierinnen am Berg» erzählt von Bergsteigerinnen und Kletterinnen, die sich in einer Männerdomäne behauptet haben. Er porträtiert Frauen, die nicht für Gleichstellung kämpften, sondern für ihre Leidenschaft – und dabei unbeabsichtigt zu Wegbereiterinnen wurden. Eine von ihnen ist Nicole Niquille. 1986 wird sie als erste Frau in der Schweiz als Bergführerin patentiert. Der Beruf war bis dahin Männern vorbehalten. Erst ein Bundesgerichtsurteil öffnete Niquille die Tür. Sie reist mit dem Schweizer Ausnahmebergsteiger Erhard Loretan auf Expeditionen zum Everest und K2 und führt 10 Jahre lang Gäste in die Berge – bis ein Unfall beim Pilzesammeln ihr Leben radikal verändert. Nina Caprez steht für eine jüngere Generation. Sie hat sich mit der Begehung schwierigster Mehrseillängenrouten einen Namen gemacht und lange die Frauenszene des Schweizer Klettersports dominiert. Nach der Geburt ihres ersten Kindes kehrt sie rasch in den Sport zurück – etwas, das für eine Frauengeneration vor ihr ein Ding der Unmöglichkeit war. Und sie schreibt an ihrer Klettergeschichte weiter: In den Gastlosen gelingt ihr die Route «Yeah Man» (8b+), die sie als erste Frau frei klettert. Nun ist sie erneut schwanger, im siebten Monat – und hängt lachend in einer 6er-Route, «immerhin im Nachstieg», wie sie betont. Für Caprez ist Familie kein Widerspruch zur Kletterkarriere. Ihre Geschichte zeigt, wie sich Rollenbilder verändern – und wie Frauen heute neue Wege gehen. Rita Christen wiederum ist keine Pionierin im Fels, sondern im Verband. Sie steht als erste Frau dem Schweizer Bergführerverband vor, ein Club, der zu 97 Prozent aus Männern besteht. Ihre Wahl zur Präsidentin hat viele Reaktionen ausgelöst, vor allem bei jungen Frauen. Das habe sie überrascht, sagt sie. Sie dachte, das Thema sei erledigt. Doch auch sie beobachtet, dass Frauen in gemischten Gruppen oft zurückstehen, wenn es um Führung geht. Der Film blickt zurück – auf eine Zeit, in der Frauen belächelt, behindert oder schlicht ignoriert wurden. Gerade die Schweiz mit den grossen Bergen und dem kleinen Sinn für Gleichstellung hat ihnen viele Hindernisse in den Weg gelegt. So war der Schweizer Alpenclub SAC weltweit der einzige, der Frauen explizit ausschloss. Erst 1980 durften sie beitreten – neun Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts. Doch «Pionierinnen am Berg» ist kein historischer Rückblick. Es ist ein Film über Leidenschaft, über Lebenswege, über Berge als Orte der Freiheit und der Selbstfindung. Er erzählt von inspirierenden Frauen, die nicht gefragt haben, ob sie dürfen, sondern einfach gegangen sind. Und dabei Spuren hinterlassen haben, denen heute viele folgen. Erstausstrahlung SRF: 29.03.2026
- Fräulein Luise sucht das Glück – Eine Schweizer Band will es wissen31.05., 17:0031.05.2026, 17:0000:51:32
Eine grosse Stadionshow spielen. Einen Hit haben. Von der Musik leben können. Davon träumt jede junge Band, die nicht nur nebenbei Musik macht. So auch das Zürcher Quartett Fräulein Luise, das gerade sein Debütalbum «Vielleicht nicht für immer» veröffentlichte. Um ihren Traum zu leben und ihre Ziele zu erreichen, investierten Paula Scharrer, Olivia Merz, Aliosha Todisco und Paul Studer (alle Anfang 20) nicht nur einen Grossteil ihrer Zeit in die Band – sie steckten auch rund 80'000 Franken in die Albumproduktion. Die Musiker von Fräulein Luise stellten einen Zweijahresplan auf, gründeten eine GmbH und engagierten den österreichischen Musiker und Musikproduzenten Zebo Adam (Bilderbuch, Wanda u. a.). «Ein Risikoinvestment wird in den meisten Arbeitsbereichen als positiv und mutig wahrgenommen. Investieren Musikschaffende in ihre Kunst und Karriere, ist die Wahrnehmung ganz anders», empört sich Zebo in der SRF DOK «Fräulein Luise sucht das Glück». «Ob Firma oder Band – man arbeitet an einem Produkt und probiert es zu verkaufen. Scheitern ist dabei ein mögliches Szenario», ergänzt Zebo. Ob die Rechnung für die Musikerinnen und Musiker aufgeht? Was denken die Eltern der jungen Popband über die Pläne ihrer Kinder? Und wie lange bleibt «Vielleicht nicht für immer» der Push für ihre weitere Karriereplanung? Davon erzählt der Film des Luzerner Filmemachers Ivo Amarilli, der die Band während der letzten zwei Jahre begleitet hat. Erstausstrahlung: 28.04.2026
- Dabu Fantastic – Ein Schweizer Musiker geht all in30.05., 17:0030.05.2026, 17:0000:51:20
Seit 15 Jahren sind Dabu Bucher und DJ Arts mit ihrer Band Dabu Fantastic unterwegs. Die Jugendfreunde sind ein eingespieltes Team und das Bandgefüge hat längst familiären Charakter. Doch auf dem Weg zu ihrem aktuellen Album «Ciao Baby, Ciao» ist plötzlich alles anders. «Es gab Zeiten, da dachte ich, jetzt löst sich diese Band auf», erinnert sich Frontmann Dabu Bucher in der Doku von Ivo Amarilli. Der Filmemacher begleitete Bucher, die Band und den Prozess auf dem Weg zum Album «Ciao Baby, Ciao» sehr nahe. Dabei entstanden Einblicke in das Bandleben einer Schweizer Band, wie man sie bisher wohl kaum je gesehen hat. Bucher verliebt sich, bricht aus bestehenden Gefügen aus und zieht zu seiner neuen Liebe nach Bern. Dies beeinflusst den Prozess und Fokus des geplanten Albums massgeblich und verunsichert das Umfeld des Musikers. Erste Demos, die auf den letzten Drücker kommen, stossen bei Label und Management zuerst auf wenig Begeisterung. Erstausstrahlung: 13.06.2024
- Anna Rossinelli – Die Musikerin hinter den Schlagzeilen30.05., 13:5230.05.2026, 13:5200:50:04
Seit 17 Jahren stehen Anna Rossinelli, Manuel Meisel und Georg Dillier zusammen auf der Bühne. 2011 wurde das Trio, das sich in den Anfängen vor allem als Strassenmusik-Band einen Namen machte, direkt auf die ESC-Bühne und somit vor ein Millionenpublikum katapultiert. «Wenn dir alle ständig sagen, wie wichtig diese drei ESC-Minuten sind, dann willst du eigentlich nur noch auf die Bühne kotzen», erinnert sich Rossinelli an die damalige Gefühlslage. Der Druck war hoch, die Enttäuschung riesig, als man im Finale auf dem letzten Platz landete. 14 Jahre nach ihrer ESC-Teilnahme erscheint das siebte Album von Rossinelli, Meisel und Dillier. Der grosse Durchbruch blieb bis heute aus. 2000 Franken zahlen sie sich pro Kopf im Monat aus. Dass man davon nicht leben kann, ist selbsterklärend. «Anna Rossinelli – Die Musikerin hinter den Schlagzeilen» erzählt die Geschichte von drei Musikschaffenden, die heute vieles anders machen würden. Es ist aber auch die Geschichte von drei Menschen, die angekommen sind. Einem Trio, das sich treu bleibt und gleichzeitig immer wieder und immer mehr damit kämpft, dass es im Popzirkus immer weniger ums Musikmachen geht. «Social Media finde ich grauenhaft», gesteht Bassist Georg Dillier in der «SRF DOK». Eine schwierige Ausgangslage, wenn man heute mit Popmusik erfolgreich sein will. Erstausstrahlung: 28.11.2025
- Abenteuer Mexiko – Schweizer Alltag in der Mega-City29.05., 21:0029.05.2026, 21:0000:42:30
Fünf Schweizerinnen und Schweizer haben sich am Austragungsort der Fussball-WM niedergelassen. Mexiko-City ist eine Stadt der Superlative. Musik, Latino-Charme und Tradition mischen sich hier mit Luxus und Moderne. Sich in der Mega-City zurechtzufinden, braucht viel Durchhaltevermögen. Fitnesstrainerin Michelle Löliger hat die Schweiz erst vor Kurzem hinter sich gelassen, um näher bei ihren Eltern zu sein und Unterstützung mit Tochter Sophia zu haben. Aber Sophia hat noch keine Papiere. Jachen Schleichs Architekturbüro hat sich auf Minergie-Holzbauten spezialisiert. Seine Frau Vero unterstützt ihn als Journalistin im Social-Media-Bereich. Tanja Vultier hat ihre Familie zu Besuch und führt sie in die mexikanische Politik, Geschichte und Küche ein. Sie fühlt sich so wohl, dass sie überlegt, sich einbürgern zu lassen. Leo Leonski jettet von Guadalajara zurück nach Mexiko-City, wo schon der nächste Gig auf ihn wartet. Aber die Reiserei macht ihn langsam müde, er denkt über eine Pause nach. Noëmi Siegfried will ihr eigenes Modelabel zum Fliegen bringen, Comics zeichnen und auf der Bühne als Sängerin Erfolge feiern. Dafür nimmt sie Gesangsstunden. Erstausstrahlung: 29.05.2026