
#diepodcastin ueber den Ursprung der Welt: Isabel Rohner & Regula Staempfli zu Heide Simonis, Liv Strömquist, Plasticozän statt Anthropozän & Deleila Piasko.
Beschreibung der Episode
laStaempfli ärgert sich über Anthropozän, dieses neue Geo-Epochen-Gedöns von Männern, die einfach behaupten, der Mensch, also wörtlich der Mann, sei nun der Nabel der Welt und zerstöre die Welt. Ein informelles Männergremium hat es geschafft, wiederum Menschheitsgeschichte zu schreiben. Wikipedia meint: “Der Ausdruck Anthropozän (zu altgriechisch ἄνθρωπος ánthropos, deutsch ‚Mensch‘ und καινός kainós, deutsch ‚neu‘) entstand als Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Seitdem wird er auch unabhängig von der Geologie für das Konzept einer anthropogen überformten Erde in kulturellen Kontexten verwendet.” Andros ist der Mann, Mann als Masstab usw. #diepodcastin ist ja schon mitten in der Diskussion der Geschichtsvergessenheit, deshalb passt dies sehr gut: laStaempfli schlägt präziser “Technozän” vor und die Rohnerin “Plastikozän” oder “Plasticocene” – die Verwandlung der Lebewesen in Plastik.
Die Entdeckung der Woche ist für Isabel Rohner die Schweizer Schauspielerin Deleila Piasko: Vielen schon in ihrer Rolle als “Lisa Fittko” in der Netflix-Serie “Transatlantic” bekannt, hat sie jetzt in der ZDF-Serie “Der Schatten” die Hauptrolle bekommen. Und sie ist sensationell! “Der Schatten” erzählt die Geschichte einer Journalistin, der von einer Bettlerin prophezeiht wird, dass sie an einem bestimmten Tag einen Mann umbringen wird. Einen Mann, den die Journalistin zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal kennt – doch von dem Moment an geschehen immer mehr seltsame Dinge. Eine Serie über die Schatten der Vergangenheit und die Schatten eigener Wahrnehmung. Die Serie basiert übrigens auf dem Buch von Melanie Raabe, wurde von Stefanie Veith fürs TV adaptiert, und Regie führte Nina Vukovic. Zum Schluss hat die Rohnerin noch eine ganz persönliche gute Nachricht: Am 5. Juli fand nämlich ihre Berlin-Premiere mit “Kalte Sophie” statt – und war ein rundum beglückendes Ereignis. Fast die Hälfte des Publikums waren “Die Podcastin”-Hörerinnen und Hörer. Links: – Interview von 2004 mit der damaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis: https://www.emma.de/artikel/heide-simonis-ich-bin-ein-frauenpolitischer-blindgaenger-264120 – “Der Schatten” in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/serien/der-schatten – “Kalte Sophie” bestellen: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/ -laStaempfli hat über Siegerjournalismus geschrieben: https://www.ensuite.ch/1440909-2/ -laStaempfli hat über Sall Grover geschrieben & darüber weshalb uns ein kommendes Urteil aus Australien interessieren muss: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2023/07/WEW_26_024_GROVER.pdfBild Anonymous artist, Sheel-na-gig, 2021 Ireland. Project Sheela, Dublin, Ireland aus dem Ausstellungskatalog “Feminine power – the divine to the demonic” vom Britischen Museum, verfremdet von laStaempfli.