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103- 69: Politik statt Wissenschaft: Deutschlands umstrittene Meldung in Sachen Erhaltungszustand17.10., 15:3117.10.2025, 15:3100:54:18
Steht jetzt die Zukunft der Wölfe auf dem Spiel? Am 13. Oktober 2025 erklärte das Bundesumweltministerium, Deutschland habe den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs nun auch für die kontinentale biogeografische Region an die EU-Kommission gemeldet – obwohl hierfür keine neue wissenschaftliche Grundlage existiert. Die fachlichen Referenzwerte sind seit März unverändert. Damals ist das Ministerium selbst davon ausgegangen, dass es für die von einigen Bundesländern geforderte Meldung des günstigen Erhaltungszustandes keine wissenschaftlich nachvollziehbaren Gründe gibt. Außerdem verweigert das Ministerium bislang, die genauen Daten offenzulegen. Kritiker sprechen von einem politisch motivierten Schritt, der rechtliche Hürden für künftige Abschüsse senken soll – entgegen der klaren Vorgabe des Europäischen Gerichtshofs, wonach solche Bewertungen rein wissenschaftsbasiert erfolgen müssen. Jurist und Vorstandsmitglied der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., Björn Sepke, ordnet in dieser Folge ein, was hinter der Entscheidung steckt – und warum jetzt Gerichte gefragt sind. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & co.). Mit einer Spende über Paypal an: info@derwolfspodcast.de könnt ihr unsere Arbeit unterstützen. Herzlichen Dank! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Die Pressemitteilung vom Bundesumweltministerium: https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/deutschland-meldet-guenstigen-erhaltungszustand-des-wolfs-an-eu-kommission Hier findet ihr die Pressemitteilung der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.: https://www.gzsdw.de/ Auf der Seite des BfN (Bundesamt für Naturschutz) ist Punkt 7 entscheidend: https://www.bfn.de/haeufig-gefragt-erhaltungszustandsbericht-nach-der-fauna-flora-habitat-richtlinie-ffh-bericht Wörtlich schreibt das BfN dort: "Gelten für alle Arten im FFH-Bericht die gleichen Parameter und Bund-Länder-Abstimmungsprozesse – also auch für den Wolf? Ja, auch beim Wolf gelten für die Ermittlung des günstigen Erhaltungszustandes die in der FFH-Richtlinie festgelegten biogeografischen Regionen und die Parameter Verbreitungsgebiet, Population, Größe und Qualität Habitat und Zukunftsaussichten. Allerdings haben sich Bund und Länder aufgrund der Konflikte um die Ausbreitung des Wolfes für die Vorbereitung zum FFH-Bericht 2025 bereits auf der Umweltministerkonferenz (95. UMK, Top 22; 97. UMK, Top 17; 100. UMK, Top 19 ) auf ein eigenes Bund-Länder-Abstimmungsverfahren geeinigt." (Bedeutet im Klartext: Und nicht nur auf ein eigenes Abstimmungsverfahren, sondern auf ein eigenes (und von der FFH-RL) abweichendes Bewertungsverfahren, welches nicht mit den Wissenschaftlern abgestimmt wurde.) Die Populationsgefährdungsanalyse für die Art Wolf vom Bundesamt für Naturschutz (BfN): https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-715-populationsgefaehrdungsanalyse-fuer-die-art-wolf Recherchen der RiffReporter belegen: Umweltminister Schneider übergeht bei der Bewertung des Wolfs die eigenen Leute: https://www.riffreporter.de/de/umwelt/wolf-deutschland-erhaltungszustand-artenschutz-ffh-richtlinie?fbclid=IwQ0xDSwL4fVVjbGNrAvh9HGV4dG4DYWVtAjExAAEeOji_dfBqce8Mz18nVdW5YTaq91Rco-a6ZNgQQSpFiM--DJlAL-H3dz1OlC8_aem_vXJan6Owh9ed9TgdGsCMUQ&sfnsn=scwspwa Die Meldung über den günstigen Erhaltungszustand vom Wolf in den Medien: https://www.tagesschau.de/inland/wolf-population-regierung-100.html https://hessen.de/presse/hessen-begruesst-feststellung-des-guenstigen-erhaltungszustands-des-wolfs-in-der-kontinentalen https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/gruenes-licht-guenstigen-erhaltungszustand-wolfs https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/bauernverband-begruesst-meldung-des-guenstigen-erhaltungszustands-des-wolfs-an-eu-kommission https://www.jagdverband.de/deutschland-meldet-guenstigen-erhaltungszustand-fuer-wolf https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayern-kritisiert-bund-fuer-wolfseinstufung-im-alpenraum,UzW0Djl https://www.wwf.de/2025/juli/pressestatement-erhaltungszustand-wolf Alles über die Herabstufung des Wolfs in der Berner Konvention im Dezember letzten Jahres hört ihr in Folge 40 vom Wolfspodcast. In Folge 64 und 66 geht es unter anderem auch um den Schutzstatus und um die politischen Hintergründe. 🔴 Hier noch einmal der Link zum Spendenaufruf für die Klage vor dem EuGH gegen die Änderung der FFH-Richtlinie: https://www.gofundme.com/f/Klage-Schutzstatus-Wolf-EuGH?attribution_id=sl:b52d8898-706b-4074-83f6-68658dddb424&lang=de_DE&utm_campaign=fp_sharesheet&utm_medium=customer&utm_source=copy_link
- 68: Die Fallakte Rennsteig: Über die Wolfs-Nahbegegnungen im Thüringer Wald10.10., 15:5410.10.2025, 15:5400:50:50
Eine Spurensuche zu den ungewöhnlichen Vorfällen und wie die Behörden darauf reagieren Gibt es im Thüringer Wald ein auffälliges Wolfsrudel? Nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums, sind beim Kompetenzzentrum Wolf Biber Luchs (KWBL) Mitte September Hinweise eingegangen, wonach sich Wölfe in Südthüringen offensiv Spaziergängern genähert haben sollen. In einem Fall gehe es um einen Spaziergänger, in einem zweiten Vorfall um einen Revierleiter des Forstes. Dieser berichtete, dass ihn fünf Wölfe im Wald überrascht hätten. Die Tiere seien ihm in einem Abstand von rund 50 Metern bis zu seinem Fahrzeug gefolgt. Ein weiterer Fall ereignete sich wenige Tage später. Ein Wanderer traf mit seinen zwei Hunden auf vier Wölfe. Zwei von ihnen hätten ihn angeknurrt und sich auf ihn zu bewegt. In beiden Fällen seien die Wölfe nicht zurückgewichen. Die zuständigen Behörden nehmen die Situation ernst. Das KWBL und Thüringenforst wollen ihr Monitoring mit Fotofallen ausweiten, um so Rückschlüsse auf das Verhalten des Rudels ziehen zu können. Außerdem spricht das Ministerium davon, die Tiere zu vergrämen, damit sie wieder mehr Abstand zum Mensch halten. Zusammen mit Max und der Taskforce Artenschutz hat sich der Wolfspodcast auf Spurensuche begeben, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Wurden die angekündigten Maßnahmen umgesetzt? Wie gehen die Menschen in der Region mit der angeblichen Bedrohung um? Und kommt es während des Streifzugs durch das Wandergebiet zu einer weiteren Nahbegegnung mit Wölfen? Auf der Suche nach der Wahrheit bekommen Max und Sabine Antworten, die überraschen… Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Sprecherin des Einsatzberichtes: Julia Nogli Diese Folge entstand in Zusammenarbeit mit Max von der Taskforce Artenschutz: https://taskforce-artenschutz.de/ Medieninfo vom Thüringer Umweltministerium zu den Vorfällen: https://umwelt.thueringen.de/aktuelles/anzeigen-medieninformationen/einzeltiere-aus-dem-wolfs-rudel-neustadt-am-rennsteig-nar-auffaellig-mehr-monitoring-und-vergraemung Die Vorfälle in den Medien: https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/ilmenau-ilmkreis/frauenwald-woelfe-auffaellig-100.html https://www.thueringen24.de/thueringen/article300576310/thueringen-wolf-thueringer-wald-umweltminsterium-nabu-jagd.html
- 67: Wolfsmomente - Naturfilmer Matthias Kays im Gespräch03.10., 09:4503.10.2025, 09:4501:14:44
Vom Überwinden persönlicher Tiefpunkte und berührenden Begegnungen mit wilden Wölfen Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald & Matthias Kays Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Hier geht`s direkt zu Matthias Kays: https://www.matthias-kays.de/ Matthias bei YouTube: https://www.youtube.com/@MatthiasKays https://www.perplexity.ai/search/robert-marc-lehmann-uber-matth-ZoH0xw3XQy.nkmn0UhholQ Über Matthias: https://www.tag24.de/dresden/kultur-leute/regelmaessig-geht-er-auf-bilder-jagd-dresdner-naturfilmer-matthias-kays-hat-ein-herz-fuer-woelfe-2725228#google_vignette Wie verhalte ich mich bei Wolfsbegegnungen? https://www.bundesumweltministerium.de/themen/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland/wolfsbegegnungen-in-der-kulturlandschaft
- 66: Wölfe vor Gericht - Europas politischer Kampf gegen den Schutzstatus26.09., 15:1726.09.2025, 15:1700:46:48
Über die Klage vor dem EuGH gegen die Änderung der FFH-Richtlinie Zu Gast in dieser Folge ist der Jurist Björn Sepke, Vorstandsmitglied der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Auf seine Initiative haben mehrere Wolfschutzverbände in diesem Sommer in aller Entschlossenheit und nach genauer Prüfung eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht. Das Ziel: Die von der EU beschlossene Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs rückgängig zu machen. Der Jurist findet klare Worte: Es liegen keine neuen wissenschaftlichen Daten vor, die einen geringeren Schutz für Wölfe rechtfertigen würden. Noch dazu steht im Raum, dass die Entscheidungsprozesse innerhalb der EU womöglich nicht regelkonform abgelaufen sind und mit EU-Recht und internationalen Verträgen wie der Berner Konvention nicht vereinbar sind. Mehr als 30.000 Euro Spenden für die Klage sind bei den Artenschützern bereits eingegangen. Sie hoffen nun auf Gerechtigkeit. Und damit auf eine Signalwirkung für ganz Europa, da der Erhaltungszustand der Wolfspopulationen alles andere als "günstig" ist. Und so ist es gut möglich, dass diese Klage erst der Anfang ist... Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach 🔴 Link zum Spendenaufruf für die Klage vor dem EuGH gegen die Änderung der FFH-Richtlinie: https://www.gofundme.com/f/Klage-Schutzstatus-Wolf-EuGH?attribution_id=sl:b52d8898-706b-4074-83f6-68658dddb424&lang=de_DE&utm_campaign=fp_sharesheet&utm_medium=customer&utm_source=copy_link Alle Hintergründe über die Herabstufung des Wolfs in der Berner Konvention im Dezember letzten Jahres hört ihr in Folge 40 vom Wolfspodcast. https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/03/07/wolfsschutz-unter-beschuss-die-herabstufung-des-wolfs-in-der-berner-konvention/ chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.gzsdw.de/files/Gemeinsame_Pressemitteilung_Klage_EuGH.pdf https://europa.rlp.de/service/presse/detail/eu-parlament-beschliesst-absenkung-des-schutzstatus-des-wolfs https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20250502IPR28221/wolfe-eu-parlament-stimmt-fur-anderung-des-schutzstatus https://www.wwf.de/2025/maerz/eu-schwaecht-wolfsschutz https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/klagen-herabsetzung-schutzstatus-wolf
- 65: Krieg dem Wolf – Die Schweiz und das große Abschuss-Experiment19.09., 20:0519.09.2025, 20:0500:44:10
Analyse der aktuellen Wolfsjagd in der Schweiz und Aufruf zur großen Demo in Bern Edit: Wenige Stunden nach Aufnahme dieser Folge wurde bekannt, dass neben den zwei Jungwölfen aus dem Schilt-Rudel im Kanton St. Gallen, weitere Welpen getötet wurden. Mindestens fünf weitere Jungwölfe wurden im Kanton Graubünden erschossen. Im Wallis drei Welpen sowie zwei erwachsene Wölfe. Stand heute (20.9.2025) wurden mindestens 125 Abschüsse von Wölfen in der Schweiz bewilligt. Seit dem 1. September läuft in der Schweiz wieder eine proaktive Wolfsjagd, die bis Ende Januar 2026 andauert. In mehreren Kantonen wie Graubünden, Wallis und St. Gallen werden gezielt Wolfswelpen getötet, um angebliche Schäden an Nutztieren zu verhindern. Dabei zeigen wissenschaftliche Daten und Erfahrungen aus anderen Ländern mit hohen Wolfsdichten, dass Abschüsse weder notwendig noch wirksam sind. Statt Risse zu verhindern, zerstört die Jagd die sozialen Strukturen der Wolfsrudel und gefährdet die Population. Im Podcast spricht Riet Caspescha, ein Jäger aus Graubünden, über die Fakten, Rechtliches, ethische Fragen aber auch den wachsenden Widerstand in der Öffentlichkeit. Denn es geht in dieser Folge unter anderem auch um die nationale Wolfsdemo am 27. September 2025 in Bern, die vom Komitee gegen Wolfsabschüsse organisiert wird. Riet und die Schweizer Wolfsschützer hoffen darauf, dass möglichst viele Teilnehmer:innen kommen, um ein klares Signal gegen die sinnlose Wolfsjagd an die Politik zu senden. Der Widerstand wächst, findet Sabine und schließt sich dem Aufruf an. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Ein besonderer Dank geht an Norina von Weiler, mit deren Hilfe und ihrer großzügigen Spende neue Studiotechnik für den Wolfspodcast angeschafft werden konnte! Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Kommt bitte alle zur Demo für die Wölfe in Bern am 27.9.25, organisiert vom Komitee gegen Wolfsabschüsse: https://act.campax.org/events/demo-fur-die-wolfe-save-the-date Treffpunkt: 14:30 auf dem Bundesplatz. Kommt, wenn möglich, rot gekleidet. Zahlen über die Wölfe in der Schweiz: https://www.gruppe-wolf.ch/Aktuelles/Aktuelle-Verbreitung-des-Wolfes.htm https://chwolf.org/woelfe-in-der-schweiz/wolfspraesenz/aktuelle-daten Bilanz Anzahl gerissene Nutztiere 2024 : chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.birdlife.ch/sites/default/files/documents/241106TabelleRisszahlen%20Tendenz_DE.pdf Aktuell: https://wolfsschutz-deutschland.de/2025/09/01/die-schweizer-lobby-massakriert-erneut-wolfswelpen-und-ihre-familien-und-alle-schauen-zu/ https://www.srf.ch/news/schweiz/woelfe-in-der-schweiz-schaf-und-wolf-fakten-und-zahlen https://www.plattformj.ch/artikel/235588/ https://imticker.ch/glarus-beantragt-abschuss-von-wolfswelpen-drei-rudel-betroffen/ https://www.nau.ch/news/schweiz/17000-personen-wollen-bundner-jagd-auf-wolfswelpen-stoppen-67027649 https://naturschutz.ch/news/petition-graubuenden-finger-weg-von-den-wolfswelpen/192428 Schlagzeilen aus den letzten Jahren: https://www.wwf.ch/de/medien/wolf-mehr-schuesse-trotz-weniger-risse https://www.agrarheute.com/land-leben/grosse-wolfsjagd-beendet-deutlich-mehr-woelfe-vorjahr-geschossen-632458 https://www.pirsch.de/news/wolfsjagd-der-schweiz-so-viele-woelfe-wurden-bislang-erlegt-38059 https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-stall/tierhaltung/wolfsjagd-schweiz-17-woelfe-8-tagen-geschossen-575166 https://www.schweizerbauer.ch/regionen/suedostschweiz/schilt-rudel-zwei-jungwoelfe-erlegt https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ressort-ostschweiz/zwei-jungwoelfe-aus-dem-weisstanner-schilt-rudel-erlegt-ld.4014767 https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-der-schweiz-problemrudel-vollstaendig-ausgeloescht/#google_vignette
- 64: Zwischen Fakten und Forderungen: Der Wolf im Spannungsfeld13.09., 18:4113.09.2025, 18:4101:32:36
Wenn Macht über Recht steht und politische Willkür im Umgang mit dem Wolf Nach der Sonderausgabe vor sieben Wochen, kommt der Wolfspodcast mit dieser Folge endgültig aus der Sommerpause zurück. Das wird auch Zeit. Reißen doch die Schlagzeilen um die Zukunft der Wölfe in Deutschland nicht ab. Zu Gast ist wieder die Frau, die wir hier Ines nennen. Sie ist Regierungsoberamtsrätin und Diplomverwaltungswirtin und arbeitet in einer Bundesbehörde. Seit 30 Jahren ist sie im öffentlichen Dienst. Die Insiderin arbeitet nebenbei ehrenamtlich im Natur- und Artenschutz. Diese Folge ist eine Fortsetzung der letzten und der ideale Wiedereinstieg ins Thema. Ines und Sabine nehmen sich nochmal den Erhaltungszustand vor, der ja in den Politikerköpfen immer noch rumgeistert, ganz so, als hätte man ihn noch nicht an die EU-Kommission übermittelt. Weiter geht es um die juristische Bewertung der anstehenden politischen Änderungen für den Wolf mit Blick auf die FFH-Richtlinie und den Schutzstatus. Was bedeutet es konkret, wenn der Wolf vom Bundesnaturschutzgesetz ins Jagdrecht kommt? Dürfen Wölfe einfach so, wie von einigen Politkern und Teilen der Jägerschaft gefordert, bejagt werden? Und wie sind die vielen, vielen Forderungen von allen möglichen Interessensvertretern zu bewerten? Der Druck auf die Politik wächst, die Zeit rennt und den Anfang macht das Land Brandenburg. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach 🔴 Link zum Spendenaufruf für die Klage vor dem EuGH gegen die Änderung der FFH-Richtlinie: https://www.gofundme.com/f/Klage-Schutzstatus-Wolf-EuGH?attributionid=sl:b52d8898-706b-4074-83f6-68658dddb424&lang=deDE&utmcampaign=fpsharesheet&utmmedium=customer&utmsource=copy_link 🔴 Links zu den Seiten vom Bundesamt für Naturschutz (BfN): Hier werden alle Fragen zum Thema FFH-Bericht und günstiger Erhaltungszustand beantwortet. Außerdem findet ihr dort eine super aufbereitete kartographische Darstellung der biogeographischen Regionen in Europa. https://www.bfn.de/haeufig-gefragt-erhaltungszustandsbericht-nach-der-fauna-flora-habitat-richtlinie-ffh-bericht Populationsgefährdungsanalyse für die Art Wolf (Anhang II und IV FFH-Richtlinie): https://bfn.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1899 DBBW - Karte der Territorien seit 2000: https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/karte-der-territorien Link zum nationalen FFH-Bericht, unten auf der Seite der Link zum Article 17 web tool. Dort erscheinen dann die Daten, die Deutschland an die EU-Kommission geliefert hat: https://www.bfn.de/nationale-ffh-berichte Kartendienst den Bundesamtes für Naturschutz: Genaue Übersicht über Schutzgebiete, Naturräume und biogeographische Regionen: https://geodienste.bfn.de/schutzgebiete?lang=de Informationen zu Schutzgebieten: https://www.bfn.de/schutzgebiete Die Angst vor Wölfen: Eine Bewertung von Wolfsattacken auf Menschen: https://www.docdroid.net/uL563FP/nina-deutsch-pdf DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf: https://www.dbb-wolf.de/ Die Recherche der RiffReporter zum Erhaltunsgzustand: https://www.riffreporter.de/de/umwelt/wolf-deutschland-erhaltungszustand-artenschutz-ffh-richtlinie Das Interview in der BZ mit dem ehemaligen Staatssekretär Gregor Beyer (Brandenburg): https://www.bz-berlin.de/brandenburg/330-woelfe-schiessen https://www.bz-berlin.de/brandenburg/staatssekretaer-beyer-stuerzt Lese-Empfehlung der Redaktion für einen umfassenden Spiegel-Artikel in der Ausgabe 37 vom 6.9.25: Rückkehr eines Raubtiers „Die Deutschen und der Wolf“ Besonders relevante Urteilen des EuGH: Urteil C-629/23 vom 12.6.25 - Estland https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=301163&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=3647946 Urteil C-436/22 vom 29.07.2024 – Spanien https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=288835&mode=req&pageIndex=1&dir=&occ=first&part=1&text=Canis%2Blupus&doclang=DE&cid=16878142#ctx1 Urteil C-342/05 vom 14. Juni 2007 – Finnland https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=70199&mode=req&pageIndex=1&dir=&occ=first&part=1&text=Canis%2Blupus&doclang=DE&cid=16854909#ctx1 Urteil C-601/22 vom 11. Juli 2024 – Österreich/Tiroler Landesregierung https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=288146&pageIndex=0&doclang=DE&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=8577353 Übersicht der wichtigen Randnummern: Jagd auf den Wolf ist grundsätzlich verboten; Ausnahmen nur unter Art. 16 FFH bei strenger Prüfung. C-674/17: zusätzliche Bedingungen für Art. 16 Abs. 1 e (selektiv, begrenzt, strenge Auf-sicht), kein „Generalklausel“-Ersatz; keine zufriedenstellende Alternative; FCS-Voraussetzung; detaillierte Verbotsliste in der Tenorierung. Rn. 35–36, 48–51, 56–57, 79–80, 105–108. C-342/05: FCS ist notwendige Voraussetzung; nur ausnahmsweise neutraler Effekt; unzu-reichend begründete Präventionsjagden verstoßen gegen Art. 16. Rn. 28–31, 47. C-436/22: Bei „ungünstig-schlecht“ ist Bejagung als Wild art. 14-widrig; Fang/Tötung nur über Art. 16 mit strengen Voraussetzungen. Rn. 77–78, 116, 119–121. • Regional differenziertes Bestandsmanagement (Bejagbarkeit nur in Landesteilen) bei national ungünstigem Status ist rechtswidrig. C-436/22 Tenor: Art. 14 steht nationalem Recht entgegen, das Wolf in einem Teil des Staatsgebiets als jagdbar ausweist, solange der nationale Erhaltungszustand „ungünstig-schlecht“ ist. Rn. 78, 119–121. • Günstiger Erhaltungszustand darf nicht nur für einen Teil des Staates „positiv“ erklärt werden, um Defizite zu verdecken. C-601/22: FCS ist „zuerst und notwendig“ lokal und national festzustellen; erst da-nach ggf. grenzüberschreitend. Eine ungünstige Lage im Mitgliedstaat oder Teil da-von darf nicht durch eine bloß grenzüberschreitende Betrachtung „versteckt“ werden. Rn. 122–128, 140. (EUR-Lex) • Monitoring und Bewertungen müssen auf aktuellen wissenschaftlichen Daten beruhen. C-436/22: Bewertung „unter Berücksichtigung … aller jüngsten wissenschaftlichen Daten“ aus der Überwachung nach Art. 11; Bezug auch auf Art. 17-Berichte. Rn. 62, 65, 117. C-674/17: „beste relevante wissenschaftliche und technische Erkenntnisse“ sind her-anzuziehen. Rn. 51. C-629/23: Maßstab ebenfalls „most recent scientific data“ aus Art. 11-Überwachung. Rn. 42 (i.V.m. 41), 99. (EUR-Lex) • Wolfsfreie Zonen sind mit dem unionsrechtlichen Strengschutz unvereinbar. C-88/19: Art. 12-Strengschutz gilt über die gesamte natürliche Verbreitung, auch in und an Siedlungen; „in der Natur“ schließt Siedlungsbereiche nicht aus. Rn. 39–43, 47, 51, 119. (EUR-Lex) C-674/17: Art. 16 Abs. 1 e kann nicht als allgemeine Rechtsgrundlage für flächige Ausnahmen dienen. Rn. 36, 79–80, 105–108. • Bestände benachbarter Staaten dürfen den national ungünstigen Status nicht „aufrechnen“. C-601/22: Grenzübergreifende Betrachtung nur in zweiter Stufe und nur, wenn lo-kal/national zuvor günstig ist; ein ungünstiger nationaler Zustand darf nicht durch grenzüberschreitende Werte verdeckt werden. Rn. 122–128, 140. (EUR-Lex) C-629/23: Bei Management nach Art. 14 können Austauschprozesse mit Nachbarpopulationen berücksichtigt werden, aber FCS bleibt nach Art. 1(i) strikt kumulativ-biologisch definiert. Rn. 52, 120, 122. (EUR-Lex) • Politische Festsetzung des Erhaltungszustands ist rechtswidrig. C-629/23: Ökonomische/soziale/kulturelle Belange nach Art. 2(3) dürfen berücksichtigt werden, können aber niemals fehlende Erfüllung der drei kumulativen FCS-Kriterien des Art. 1(i) ersetzen. Rn. 68–71, 133. (EUR-Lex) C-436/22 / C-674/17: Entscheidungen müssen auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Daten beruhen; bei Unsicherheit greift das Vorsorgeprinzip. Rn. 65, 72–74 (C-436/22); Rn. 66 (C-674/17). Hinweis: Die oben genannten Entscheidungen tragen die geforderten Punkte; Abweichungen zugunsten „politischer“ Festsetzungen oder regionaler Aufweichungen scheitern regelmäßig an Art. 12, Art. 14, Art. 16 sowie Art. 1(i)/Art. 11 FFH-RL. Link zum Reportnet: Hier sind die Datenpakete der FFH-Berichte der EU-Mitgliedsstaaten einsehbar. Die zip-Dateien können heruntergeladen werden. Link gefiltert auf Deutschland: https://reportnet.europa.eu/public/country/DE siehe Zeilen „Habitatrichtlinie“ Interview mit Markus Rösler vom 01.04.2025 – Herabstufung des Schutzstatus war rein politische Sache: https://www.bietigheimerzeitung.de/inhalt.vaihingen-ein-grosser-erfolg-war-der-nationalpark.ce9b37f6-5ed9-4ef4-9707-c1a5ba93aabe.html Anweisung der schwedischen Regierung an die Umweltschutzbehörde, den Referenzwert für die günstige Population auf 170 Individuen festzusetzen: https://www.regeringen.se/contentassets/ff657586dedc4e3cb243576cf184b821/uppdrag-till-naturvardsverket-att-rapportera-angivet-referensvarde-for-varg.pdf https://www.regeringen.se/regeringsuppdrag/2025/06/uppdrag-till-naturvardsverket-att-rapportera-angivet-referensvarde-for-varg/?utm_source=chatgpt.com Hier der Link zu den Projektalmen vom Land Tirol: chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/land-forstwirtschaft/agrar/LWSJF/GrosseBaeutegreifer/Herdenschutz/Berichte/ZwischenberichtHerdenschutzprojekte2024.pdf
- 63: Der Zustand der Wolfspopulation in Deutschland: Teils günstig, teils unbekannt? 01.08., 15:0401.08.2025, 15:0400:48:52
Wie Regierung und Behörden den Erhaltungszustand des Wolfs politisch schönrechnen Der Wolfspodcast meldet sich aus der Sommerpause mit einer Sonderausgabe. Am 31.Juli 2025 wurde offiziell bekannt, was die Bundesregierung der EU-Kommission in Sachen Erhaltungszustand des Wolfs übermittelt hat. Der Bericht unterscheidet erstmals die biogeografischen Regionen von Deutschland. In der Atlantischen Region – also vom Emsland bis zum Niederrhein – ist der Erhaltungszustand des Wolfs jetzt offiziell „günstig“, während für die Kontinentale Region die Bewertung noch aussteht. Dabei sieht die FFH-Richtlinie ganz klar eine bundesweite und vor allem wissenschaftliche Gesamtbewertung vor. Ein weiterer Skandal ist, dass das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nach Auswertung aller wissenschaftlichen Monitoring-Daten der Bundesländer in einem Fachgutachten zu dem Ergebnis kommt, dass der Wolf in Deutschland noch lange nicht im grünen Bereich ist. In 12 von 16 Bundesländern sind Wölfe sogar immer noch echte Seltenheiten. Doch warum geht Deutschland plötzlich eigene Wege und ignoriert Wissenschaft und Gesetz? Steckt politischer Druck dahinter? Zu Gast in dieser Folge ist Ines. Sie arbeitet seit 30 Jahren in einer Bundesbehörde und verfügt über weitreichende Kontakte und Einblicke. In ihrer Freizeit ist sie ehrenamtlich im Natur- und Artenschutzbereich tätig. Mit Expertise, Erfahrung und Weitblick ordnet sie die Geschehnisse ein. Offen spricht sie darüber, wie wissenschaftliche Fakten einfach ignoriert werden und rechtsstaatliche Prinzipien und das europäische Artenschutzrecht untergraben werden. Fazit: Die Zukunft des Wolfes in Deutschland ist mehr als ungewiss. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach 🔴 Link zum Spendenaufruf für die Klage vor dem EuGH gegen die Änderung der FFH-Richtlinie: https://www.gofundme.com/f/Klage-Schutzstatus-Wolf-EuGH?attributionid=sl:b52d8898-706b-4074-83f6-68658dddb424&lang=deDE&utmcampaign=fpsharesheet&utmmedium=customer&utmsource=copy_link 🔴 Links zu den Seiten vom Bundesamt für Naturschutz (BfN): Hier werden alle Fragen zum Thema FFH-Bericht und günstiger Erhaltungszustand beantwortet. Außerdem findet ihr dort eine super aufbereitete kartographische Darstellung der biogeographischen Regionen in Europa. https://www.bfn.de/haeufig-gefragt-erhaltungszustandsbericht-nach-der-fauna-flora-habitat-richtlinie-ffh-bericht Link zum nationalen FFH-Bericht, unten auf der Seite der Link zum Article 17 web tool. Dort erscheinen dann die Daten, die Deutschland an die EU-Kommission geliefert hat: https://www.bfn.de/nationale-ffh-berichte Thema Schweden. In der Zeile Canis lupus/Spalte FRP steht der Referenzwert 300. Alle Parameter sind grün. Danach hat der Wolf in Schweden einen günstigen Erhaltungszustand. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit: https://nature-art17.eionet.europa.eu/article17/species/report/?period=5&group=Mammals&country=SE%C2%AEion= Hier eine Studie zum tatsächlichen Zustand der Wolfspopulation in Schweden, die bereits funktional ausgestorben ist: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/mec.16802 Was heißt "funktional ausgestorben"? Der Begriff „funktional ausgestorben“ bezeichnet in der Populationsbiologie den Zustand einer Art, bei der zwar noch einzelne Individuen oder Kleingruppen existieren, die Population jedoch nicht mehr in der Lage ist, sich langfristig selbst zu erhalten oder ihre ökologische Funktion im jeweiligen Lebensraum zu erfüllen. Im Fall des Wolfs (Canis lupus) spricht man von einem funktionalen Aussterben, wenn die verbleibende Population in einem geografischen Gebiet: keine stabile Reproduktion mehr zeigt, genetisch isoliert ist (fehlender oder zu geringer Genaustausch), unter einer kritischen Populationsgröße liegt (unterhalb der sogenannten MVP – „Minimum Viable Population“), und ihre Schlüsselrolle im Ökosystem nicht mehr wahrnehmen kann (z. B. Regulierung von Beutetierpopulationen). In diesem Zustand ist die funktionale Auslöschung einer Art ein Vorstadium des endgültigen Aussterbens, da die Population zwar biologisch noch existiert, aber ökologisch und evolutionär als verloren gilt, sofern keine geeigneten Schutzmaßnahmen ergriffen werden. 🔴 Und hier ein sehr guter Beitrag in der Brussel Times warum die Untätigkeit der EU-Kommission so gefährlich ist: https://www.brusselstimes.com/1549593/the-european-commission-is-failing-to-enforce-eu-law-and-protect-swedish-wolves 🔴 Alle wichtigen Informationen und Studien zum Wolf; besonders relevant die Populationsgefährungsanalyse: https://www.bfn.de/suche?k=Wolf 🔴 Links zu den wichtigen EuGH-Urteilen: Urteil C-629/23 vom 12.6.25 Estland: https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=301163&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=3647946 Urteil C-436/22 vom 29.07.2024 Spanien: https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?docid=288835&mode=req&pageIndex=1&dir=&occ=first&part=1&text=Canis%2Blupus&doclang=DE&cid=16878142#ctx1 C-342/05 Urteil vom 14. Juni 2007 : https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=Canis%2Blupus&docid=60998&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=16854909#ctx1 Urteil C-601/22 vom 11.07.2024 Tirol (Österreich): https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=288146&pageIndex=0&doclang=DE&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=8577353 C‑674/17 vom 10.10.2019: https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=218935&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=13723434 🔴 Link zum Kontakt BMUKN & Kontaktformular, Bundesumweltminister Carsten Schneider, Staatssekretär Jochen Flasbarth: https://www.bundesumweltministerium.de/buergerservice/kontakt oder poststelle@bmukn.bund.de oder ministerbuero@bmukn.bund.de Die aktuelle Pressemitteilung: https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/bundesregierung-uebermittelt-nationale-daten-zum-erhaltungszustand-geschuetzter-arten-und-lebensraeume-an-eu-kommission Im Bericht der Bundesregierung zum Erhaltungszustand Wolf ist zu lesen, dass für die kontinentale Region eine fachgerechte Bewertung nachgemeldet wird. Hierzu muss man wissen, dass alle wissenschaftlichen Daten ja bereits vorliegen. Das BfN bzw. die Bundesländer haben im Rahmen des Wolfsmonitorings fachlich basierte Daten geliefert. Was hier in Wirklichkeit sehr wahrscheinlich in der Zwischenzeit gemacht werden soll, ist willkürlich politisch festgesetzte Referenzwerte in die Zustandsbewertung einsickern zu lassen um dann auch für die kontinentale Region den günstigen Erhaltungszustand zu erklären. Ganz nach schwedischem Vorbild. In Wirklichkeit ist es jedoch so, dass der günstige Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland noch lange nicht erreicht ist. Es ist aufgrund der akuten Bedrohungslage laut Wissenschaft viel wahrscheinlicher, dass der Wolf in Deutschland nie einen günstigen Erhaltungszustand erreichen wird. Was ihr jetzt tun könnt? Schreibt doch einfach mal einen schönen handgeschrieben (natürlich freundlichen und höflichen) Brief an den Minister und den Staatssekretär. An Herrn Bundesumweltminister Carsten Schneider und/oder Herrn Staatssekretär Jochen Flasbarth Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit Postfach 12 06 29 53048 Bonn oder Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit 11055 Berlin 🔴 Kontakt zur EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt - Umweltkommissarin Jessika Roswall (Sie ist by the way Schwedin….): cab-roswall-contact@ec.europa.eu Weitere Info und Kontaktmöglichkeiten: https://commission.europa.eu/about/organisation/college-commissioners/jessika-roswall_en https://commission.europa.eu/about/departments-and-executive-agencies/environment_en?etrans=pl
- 62: Fragen an den Wolfsexperten Sebastian Koerner, Teil 2 27.06., 15:0027.06.2025, 15:0001:00:40
Und in dieser Folge auch wieder mit dabei: Naturfilmer Matthias Kays Gast in dieser Folge ist Deutschlands bekanntester Naturfilmer - der Biologe und Verhaltensforscher Sebastian Koerner. Zusammen mit Matthias Kays ist er in bewährter Runde schon zum zweiten Mal im Wolfspodcast am Start. Und auch dieses Mal geht es um die aktuelle Situation der Wölfe in Deutschland und um die kontrovers diskutierte, mittlerweile sehr populistische Wolfspolitik. Im Mittelpunkt steht der neue Film von Sebastian „Wölfe und Menschen – Wege zur Koexistenz“, der eindrucksvoll zeigt, wie ein respektvolles Miteinander gelingen kann. Matthias hat ihn bei den Dreharbeiten unterstützt. Gemeinsam erinnern sich die zwei Kollegen & Freunde an Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen in den Wolfsgebieten. Und sie berichten über das Leben der wilden Wölfe aus ihrer ganz besonderen Sicht als Naturfilmer. Diese Folge ist ein Muss für alle, die sich für Wildtiere, Naturschutz und die gesellschaftliche Debatte rund um den Wolf interessieren. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Der neue Film „Wölfe und Menschen - Wege zur Koexistenz“ von Sebastian Koerner zeigt das Leben der Wölfe und ihrer Beutetiere in Deutschlands Kulturlandschaften sehr sachlich und in einzigartigen Aufnahmen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLeUSLaEctKQDz9LDtO584aEUkgP-t3bx2 https://chwolf.org/news/neuer-film-woelfe-und-menschen-wege-zur-koexistenz-von-sebastian-koerner-05-2025 https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wolf/naturfilm-woelfe-und-menschen https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/woelfe/naturfilm-woelfe-und-menschen https://heidi-goetzl-wildtierstiftung.de/portfolio-items/veroffentlichung-des-trailers-wolfe-und-menschen-wege-zur-koexistenz/ https://www.greenscreen-festival.de/festival/regisseure/detail/koerner/ https://www.lupus-institut.de/ Der Naturfilmer und Podcaster Matthias Kays hat mit an diesem Film gearbeitet: https://www.matthias-kays.de/ Infos zu Wölfen allgemein und zu Wolfsnachweisen und Rudeln im Land: https://www.dbb-wolf.de/ Das LUPUS Institut erforscht und überwacht die natürliche Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland: https://www.lupus-institut.de/ Alles Wichtige rund um das Thema Wolf in Sachsen findet ihr hier: https://www.wolf.sachsen.de/
- 61: Wölfe in Österreich, Teil 220.06., 15:3020.06.2025, 15:3000:48:04
Von absurden Abschussverordnungen, Herdenschutz auf dem Index und dem ewigen Kampf gegen Fake News Wölfe in Österreich ist zurück im Wolfspodcast. Der bekannte YouTuber war schon einmal in Folge 42 zu Gast. Seitdem ist einiges passiert und die Situation in Österreich ist dramatischer denn je. Abschussverordnungen ohne wissenschaftliche Grundlage, Politik, die auf Verunsicherung setzt, Förderungen für Herdenschutz, die gestrichen werden und Antiherdenschutzvereine, die mobil machen. Die Hetze gegen Herdenschutz und NGOs reicht bis zu Morddrohungen – ein unhaltbarer Zustand. Österreich hat in zwei Jahren mehr Wölfe getötet als Deutschland in über zwei Jahrzehnten – obwohl nur fünf Rudel nachgewiesen wurden. Der günstige Erhaltungszustand ist also weit entfernt. Die Politik in Österreich versagt beim Schutz des Wolfes und der Weidetierhaltung. Und auch um den Wolf in Tourismusgebieten geht es in dieser Folge. Ein Blick nach Deutschland zeigt: Weidetierhaltung und Tourismus trotz hoher Wolfsdichte funktionieren reibungslos. Warum wird in Österreich trotzdem so viel Stimmung gemacht? Wer sich aktiv gegen Politik und Verbände einsetzen will, kann sich gezielt mit Briefen an die Verantwortlichen wenden. Die Podcaster erzählen, wie und liefern euch auf Wunsch alle Infos frei Haus. Zum Einstieg in die Folge gibt es noch ein kurzes Update zum Züger-Buch, das vor einer Woche von Angelo Steccanella, WolfFacts Schweiz, zerlegt wurde. Die Buchpräsentation in Chur verlief eher mau, die Medien schienen wenig interessiert, Fragen wurden nicht zugelassen. Aber wie kommt das Buch in Österreich an? Welche Rolle spielen Leute wie Züger und Weiler dort? Und wie wurde eigentlich das EuGH-Urteil in Sachen Estland aufgenommen? Viele Fragen, unbequeme Antworten und immer wieder die Bitte an euch: Seid laut, bleibt dran und engagiert euch! Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Hier kommt ihr direkt zum YouTube-Kanal Wölfe in Österreich: https://www.youtube.com/@wolfeinosterreich4127/featured Bei Facebook: https://www.facebook.com/people/W%25C3%25B6lfe-in-%25C3%2596sterreich/100076454854210/ Bei Instagram: woelfe_in_oe Tipps für das Verfassen von Leserbriefen, sowie Beispiele und Vorlagen bekommt ihr über uns. Schreibt uns einfach eine Email an: info@derwolfspodcast.de Und hier sind die Adressen für eure Leserbriefe: https://www.kaernten.at/service/kontakt/ https://www.tirolwerbung.at/service/kontakt https://www.austria.info/de-at/kontakt/ - mit folgender Email-Adresse: info@austria.info Offizielle Infos über Wölfe in Österreich: https://baer-wolf-luchs.at/ Schlagzeilen zum Thema dieser Episode: https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/eugh-c62923-woelfe-jagd-abschuss-erhaltungszustand https://www.krone.at/3816264 https://www.tt.com/artikel/30910936/stein-auf-lammkadaver-platziert-tierschuetzer-orten-absichtliches-anlocken-von-wolf https://www.meinbezirk.at/tirol/c-politik/tierschutzverein-bringt-anzeige-ein-wolf-absichtlich-angelockt_a7386857 https://www.unsertirol24.com/2025/06/18/woelfe-reissen-15-schafe-tirol-reagiert-mit-abschussverordnung/ https://www.heute.at/s/woelfe-statt-waffen-mehr-jobs-fuer-hirten-120114610 https://www.puls24.at/news/chronik/tirol-will-2026-risikowoelfe-auch-ohne-risse-zuvor-erlegen/417642 https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Aerzte-Akquise-Mach-es-wie-der-Wolf-Komm-in-die-Lausitz-423729.html https://www.dbb-wolf.de/
- 60: Mensch, Züger!13.06., 18:4513.06.2025, 18:4500:52:22
Eine Gegendarstellung zum neuen Buch des Kaktus-Biologen Mensch, Wolf! - so heißt das neue Buch des Schweizer Biologen Marcel Züger. Es stellt sich als neue Publikation dar, ist aber im Kern eine Zusammenstellung bekannter, vielfach widerlegter Thesen mit neuen Illustrationen – wissenschaftliche Nachweise, fachliche Tiefe und methodische Sorgfalt fehlen vollständig. Und mehr noch: Züger schießt rhetorisch wieder gewohnt scharf gegen Wölfe. Angelo Steccanella, Gründer von „WolfFacts Schweiz" hat ein Vorab-Exemplar von diesem Buch kritisch unter die Lupe genommen, jede These wissenschaftlich geprüft und einen umfassenden Faktencheck erstellt.(Den Link dazu findet ihr weiter unten). Im Gespräch mit Sabine erzählt der Schweizer, was genau in dem Buch steht, welche Thesen Züger aufstellt und wie Desinformationen mittlerweile in der Wolfsdebatte den Ton angeben. Zeitgleich zur Veröffentlichung dieser Podcast-Folge findet die Buch-Premiere im schweizerischen Chur statt. Und während Züger feiert, kommt hier die Gegenveranstaltung im Podcast-Format. Diese Folge ist ein weiterer Beitrag zur Versachlichung der Debatte – für mehr Transparenz, Fakten und echte Aufklärung im Wolfsschutz. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Hier findet ihr die von Angelo erstellten Analysen zum Züger-Buch: https://inventarisation.ch/einfuehrung-zueger-mensch-wolf.html WolfFacts ist eine Plattform, die präzise, wissenschaftlich fundierte Informationen über Wölfe bietet: https://www.facebook.com/groups/347215789877202 Hier findet ihr die Wolfshirten bei Facebook: https://www.facebook.com/Wolfshirten
- 59: Bauernopfer Wolf?06.06., 15:4506.06.2025, 15:4500:32:38
Fakten und Fragen zu den Übergriffen in Stade und Hürtgenwald Es ist Freitag, und Max von der Taskforce: Artenschutz ist wieder als Co-Host dabei. In dieser Folge nehmen Sabine und er sich den Fall eines Wolfsübergriffs in Stade vor. Am 6. Juni 2025 wurde dort auf dem Hof eines Milchviehbetriebs eine Färse tot aufgefunden, die Anzeichen eines Wolfsübergriffs aufwies. Max und die Taskforce waren noch am selben Tag vor Ort, um Beweise zu sammeln. Die ersten Untersuchungen deuten auf einen Wolfsangriff hin. Und die Behörden bestätigen dies anhand des typischen Rissbildes. Aber kann der Vorfall so abgelaufen sein, wie der Landwirt vorgibt, und wie alle Medien unkommentiert übernehmen? Es bleiben viele Fragen und für Experten, die den Wolfspodcast beraten, ist die Beweislage eher dünn. Dass Wölfe in Ställe mit mehreren hundert Kühen eindringen und einzelne heraustreiben, um sie zur Strecke zu bringen und zu töten, ist bis jetzt so gut wie nie vorgekommen. Im Kontext einer kleinen Anfrage der AfD an die Brandenburger Landesregierung wurden Vorwürfe und Unterstellungen gegen die Taskforce laut. Der Wolfspodcast berichtete. Sabine und Max thematisieren die Verstrickung von Jägern mit der rechtsextremistischen Partei insbesondere mit Blick auf den Waffenbesitz. Seit Herbst 2024 werden in mehreren Bundesländern die Waffenbesitzberechtigungen von AfD-Mitgliedern überprüft, da die Partei vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird. Wie geht es in Hürtgenwald nach den beiden Rissvorfällen auf eine Schafherde weiter? Der Bürgermeister der Gemeinde hatte in Aussicht gestellt, den Herdenschutz durch den Ausbau der Zäune zu verbessern. Was hat das geplante Gespräch zwischen Thomas aus Folge 57 und ihm ergeben? Die Mission Herdenschutz geht weiter. Für mehr Fakten und weniger Vorurteile im Umgang mit dem Wolf. Darauf geben Max und Sabine euch ihr Wort. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald & Max von der Taskforce Artenschutz Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Folgt der Taskforce Artenschutz auf Instagram: @taskforce_artenschutz Und bei Facebook: https://www.facebook.com/taskforce.artenschutz Kreis Stade: Erster Angriff von mutmaßlich Wölfen auf ein Rind seit anderthalb Jahren: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/oldendorf-himmelpforten/c-panorama/kreis-stade-erster-wolfsangriff-auf-ein-rind-seit-anderthalb-jahren_a361471 https://www.topagrar.com/panorama/news/wolfe-reissen-kuh-direkt-neben-stall-landwirt-ruft-verstarkung-20015040.html Erste Bundesländer prüfen Waffenentzug für AfD-Mitglieder: https://www.n-tv.de/politik/Erste-Bundeslaender-pruefen-Waffenentzug-fuer-AfD-Mitglieder-article25793201.html https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/afd-mitglieder-waffenschein-zuverlaessigkeit-pruefung-108.html Gemeldete Nutztierfälle in Nordrhein-Westfalen: https://wolf.nrw/wolf/de/nutztierfaelle Wolf in Nordrhein-Westfalen: https://wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/index.html
- 58: Sonderausgabe Goldenstedt: Schlingfallen zur illegalen Wolfsjagd?04.06., 23:4504.06.2025, 23:4500:30:26
Elmar Friedrich über seinen schockierenden Fund in einem Waldstück in Niedersachsen Die Nachricht erreichte die Podcast-Redaktion heute am frühen Nachmittag. Ein Jäger hatte in einem Waldstück bei Goldenstedt beim Spaziergang mit seinem Hund zehn Schlingfallen entdeckt– offenbar ausgelegt, um Wölfe zu töten. Deutschlandweit sorgte diese Nachricht für Entsetzen. Die Jagd mit Fallen dieser Art ist brutal, verboten und mit maximalem Tierleid verbunden. Elmar Friedrich erzählt, wie er auf die Fallen stieß, und was danach passierte. Und wie er selbst versuchte, die Täter zu finden. Offen spricht der Jäger über schwarze Schafe in den eigenen Reihen und bekennt sich klar und deutlich zum Wolf. Er ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es mit der Koexistenz wie in anderen Ländern funktioniert. Diese Folge liefert alle Hintergründe zu dem aktuellen Fall und gibt gleichzeitig spannende Einblicke in die Welt eines Jägers, für den Anstand und Ehre einfach dazu gehören. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Aktuelle Links zum Thema: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Jaeger-entdeckt-zehn-illegale-Schlingfallen-in-Goldenstedt,schlingfallen100.html https://www.om-online.de/om/lutten-will-ein-tierquaeler-mit-schlingfallen-woelfe-toeten-750746
- 57: Die Fallakte Hürtgenwald: Zwischen Fakten und Fakes30.05., 18:5730.05.2025, 18:5700:56:56
Ermittlungen im Schatten der Schafsrisse und unbequeme Wahrheiten In dieser Episode geht es um die "Fallakte Hürtgenwald" – eine fast unglaubliche Geschichte in der beschaulichen Eifel in Nordrhein-Westfalen. Hier kam es zu Angriffen, mutmaßlich von Wölfen, auf eine Schafherde. Sabine und Max berichten, wie die Community vor Ort schnell reagierte, die grausamen Bilder eines Metzgers in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, und wie mutige Menschen die Weide inspizierten. Dabei entdeckten sie nicht nur verletzte Schafe, sondern auch einen völlig ungeeigneten Zaun, der den Tieren keinen Schutz bot. Besonders skandalös ist, dass ein amtlich beauftragter Wolfsberater, der offen gegen Wölfe eingestellt ist, ein falsches Gutachten über den Zaun ausstellte. Welche Rolle spielten Presse und TV in dieser Geschichte? Viele unbequeme Wahrheiten sind dabei ans Licht gekommen. Gemeinsam mit der Taskforce: Artenschutz wurde ein Krisenstab eingerichtet. Es wurden Spuren gesichert und die Vorfälle bei den Behörden angezeigt. Leider gab es nach dem ersten Angriff eine zweite Attacke – wieder mit Todesfällen und wieder derselbe Zaun. Zu Gast sind Thomas und Sebastian, sowie der Gründer und Leiter der Taskforce: Artenschutz, Max als Co-Host. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald & Max von der Taskforce Artenschutz Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Folgt der Taskforce Artenschutz auf Instagram: @taskforce_artenschutz Und bei Facebook: https://www.facebook.com/taskforce.artenschutz Aktuelle Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden im Wolfsportal des LANUV: https://wolf.nrw/wolf/de/aktuelles Förderrichtlinien Wolf NRW: https://wolf.nrw/wolf/de/management/foerderung Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist zuständig für die Herdenschutzberatung, die Entschädigung von Wolfsrissen, die Förderung von Schutzzäunen und die Förderung des Kaufs ausgebildeter Herdenschutzhunde in Nordrhein-Westfalen: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/index.htm Über weitere Hinweise zu den Wölfen in NRW können Sie sich über das Umweltportal NRW des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen automatisch informieren lassen: https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service Informationen zu Wolfsnachweisen in Deutschland sind zu finden auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW):: https://www.dbb-wolf.de/ Weitere Informationen zum Vorkommen und zum Verhalten des Wolfs in Deutschland erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: https://www.bmuv.de/themen/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland/ueberblick-der-wolf-in-deutschland Hier spielt die Geschichte: https://www.huertgenwald.de/ Informationen zum genetischen Monitoring des Forschungsinstituts Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/ Die Berichte in den Medien zum Fall Hürtgenwald: „Wolf schlägt tagsüber zu, in der Nähe eines Spielplatzes“ in der Aachener Zeitung (leider hinter der Bezahlschranke): https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-dueren/huertgenwald/wolf-schlaegt-tagsueber-zu-in-der-naehe-eines-spielplatzes/68419070.html Der Beitrag in der Lokalzeit vom WDR: https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-aus-aachen/trotz-elektrozaun-woelfe-reissen-wiederholt-schafe-im-kreis-dueren/wdr-aachen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtYTY5YmI2ZTAtMGYzZi00OWQ4LThjNjUtMDdhZDU0ZDAzYmEw Und der Beitrag auf Sat.1: https://www.sat1nrw.de/aktuell/wolfdueren-258657/
- 56: Der Wolfspodcast unterwegs bei Schäfer Matthias Rackwitz 23.05., 15:3023.05.2025, 15:3001:05:40
Einblicke in das Leben eines Schäfers: Zwischen Wolfsrudeln, Politik und echter Leidenschaft Sabine ist heute nicht im Podcast-Studio, sondern mitten im Grünen: Rund 60 Kilometer südöstlich von Berlin, in Klein Köris, trifft sie Schäfer Matthias Rackwitz. Schon vor zwei Wochen hat sie ihm einen Tag lang bei der Arbeit über die Schulter geschaut – jetzt ist sie zurück, mit frischen Eindrücken und ganz vielen Fragen. Matthias hält zusammen mit seinem Geschäftspartner seit 30 Jahren Schafe und Ziegen im Nebenerwerb – rund 200 Tiere, ganzjährig im Freiland, umgeben von mehreren Wolfsrudeln. Wie sieht der Alltag eines Schäfers aus, der jeden Tag Zäune kontrolliert, Hunde, Schafe und Ziegen versorgt und sich selbst vom Aufwand her als „wolfsgeschädigt“ betrachtet? Dabei geht es unter anderem um Landschaftspflege und die Herausforderungen des Herdenschutzes. Matthias setzt konsequent auf Herdenschutzhunde – mit Erfolg: Noch nie gab es einen Wolfsübergriff, obwohl die Wölfe regelmäßig an seinen Zäunen patrouillieren. Doch auch die Hunde bringen ihre eigenen Geschichten mit: Sie sind freundlich, aber eigenwillig, und sorgen manchmal für Konflikte mit Spaziergängern. Wie funktioniert die Koexistenz zwischen Wolf und Weidetier? Welche Rolle spielen Politik und Lobbyverbände? Matthias nimmt uns mit in eine Welt zwischen Natur, Naturschutz, Bürokratie und echter Leidenschaft. Jetzt reinhören und erfahren, wie sich das Leben anfühlt, wenn der Wolf nicht nur Märchen, sondern Alltag ist. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Mathias Rackwitz ist 1. Vorsitzender vom NABU Dahmeland e.V.: https://nabu-rv-dahmeland.jimdofree.com/ Außerdem ist er Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet den Naturpark Dahme-Heideseen“: https://rettet-den-naturpark.de/ Beratung zum Thema Herdenschutz und Hunde gibt es hier: https://www.herdenschutzplushund.de/ Weitere Infos und wichtige Kontakte findet ihr auch hier: http://www.dbb-wolf.de/
- 55: Ex-Tatort-Kommissar Andreas Hoppe und der Wolf16.05., 15:3016.05.2025, 15:3000:39:30
Über Wolfshass, Artenschutz und die verlorene Hoffnung auf ein friedliches Miteinander Andreas Hoppe – vielen als Kommissar Mario Kopper aus dem Ludwigshafener Tatort bekannt – prägte über zwei Jahrzehnte das deutsche Fernsehen an der Seite von Ulrike Folkerts. Seit seinem Ausstieg 2018 ist Hoppe nicht nur als Schauspieler und Autor aktiv, sondern engagiert sich leidenschaftlich für Umwelt- und Tierschutz – insbesondere für den Wolf. In dieser Folge spricht Sabine mit ihm über seine Faszination für den Wolf, die in den Weiten Kanadas begann, und darüber, warum der Wolf für ihn weit mehr ist als nur ein wilder Beutegreifer. Hoppe sieht ihn als Symbol für Wildnis, Artenschutz und den Umgang unserer Gesellschaft mit Natur und Vielfalt. Er berichtet von seinen Erfahrungen mit Herdenschutz, Behördenversagen und der Rolle von Jägern und Verbänden im Umgang mit dem Wolf. Und natürlich geht es auch um die aktuelle, folgenschwere Entscheidung des EU-Parlaments: Der Wolf wurde am 8. Mai 2025 in der FFH-Richtlinie von „streng geschützt“ auf „geschützt“ herabgestuft. Die Mitgliedstaaten können nun den Schutz lockern – mit potenziell gravierenden Folgen für den Wolf und den Artenschutz in Europa. Was sind die realistischen Folgen der aktuellen Wolfspolitik? Wie viel Hoffnung bleibt? Der ehemalige NABU-Wolfsbotschafter gibt in dieser Folge aber auch Einblicke hinter die Kulissen seiner MDR-Dokumentation „Schüsse in der Wolfsheide“ – ein investigativer True-Crime-Öko-Krimi über illegale Wolfstötungen und Artenschutzkriminalität mitten in Deutschland. Das Thema Wolf lässt Hoppe seitdem nicht mehr los. Für sein Buch „Die Hoffnung und der Wolf“ (Frederking & Thaler Verlag) hat er Gespräche mit Wolfsforschern, Schäfern, Politikern und Naturschützern geführt. Und bietet damit einen sachlichen, vielschichtigen Blick auf das Zusammenleben von Mensch und Wolf – von der Wildnis Kanadas bis in die brandenburgischen Wälder. Freut euch auf ein Gespräch mit Tiefgang, Haltung und überraschenden Einblicken – von der Fernsehlegende zum engagierten Wolfsfreund. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Über Andreas Hoppe: https://www.br-klassik.de/video/as-hoppe-100.html https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/specials/odenthal-ab-2018-ohne-andreas-hoppe-100.html Über das Buch: https://chwolf.org/shop/product-die-hoffung-und-der-wolf https://naturschutz.ruhr/die-hoffnung-und-der-wolf-von-andreas-hoppe Über die Doku: https://www.inonemedia.de/film/schuesse-in-der-wolfsheide/
- 54: Am Beispiel Baruth: So wird der Wolf zum Sündenbock09.05., 13:4509.05.2025, 13:4500:46:26
Die Fallakte Nabelschnur: Zwischen Tierleid und Vertuschung Diese Folge erzählt die Geschichte eines Falls in Brandenburg. Es geht um die Mutterkuhherden einer Agrargenossenschaft in Teltow Fläming, in der Nähe von Baruth. Wird an diesem Ort Tierleid systematisch in Kauf genommen, während der Wolf als Sündenbock für ein fragwürdiges System missbraucht wird? Seit Anfang April recherchiert der Wolfspodcast zusammen mit Max und dem Team seiner Taskforce Artenschutz an den Hintergründen zu mindestens 11 gerissenen Kälbern in den letzten eineinhalb Jahren. Besuche vor Ort, Gespräche mit Anwohnern und viele Mails mit Behörden bringen Fragen und Ungereimtheiten ans Licht, denen die Artschützer auf den Grund gehen. Wo sind die mit Steuergeldern geförderten Weidezäune, die der Betrieb bekommen hat? Warum spricht der Rissgutachter in seiner Beurteilung von Hütestandart, wo doch alle Weiden nur mit einem Draht gezäunt sind? Die Wolfsschützer sind geschockt, als ihnen außerhalb der Koppeln wenige Tage alte Kälber entgegen laufen. Heartbreaking! Was muss in einer Mutterkuh vorgehen, deren Kalb von Wölfen gerissen wird – und sie nichts dagegen tun kann? Sowas passiert, wenn das Tierleid zum Spielball politischer, landwirtschaftlicher und jagdlicher Interessen wird. Fazit: Das Leben weiterer Kälber ist akut in Gefahr. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Diese Folge entstand in Kooperation mit der Taskforce Artenschutz Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Sprecherin der Email: Julia Nogli Juristische Beratung: Claudia Demant Folgt hier der Taskforce Artenschutz auf Instagram: @taskforce_artenschutz Und bei Facebook: https://www.facebook.com/taskforce.artenschutz Mindeststandards für die Gewährung eines Schadensausgleichs bei Wolfsübergriffen: https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/service/foerderung/natur/schadensausgleich-woelfe/mindeststandards/ Hier geht es zum Landesamt für Umwelt Brandenburg: https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/ https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aufgaben/natur/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/woelfe-in-brandenburg/informationen-und-ueberblick-zum-wolf/ Gemeldete Nutztierschäden und Rissstatistik im Land Brandenburg: https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aufgaben/natur/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/woelfe-in-brandenburg/schadensmanagement/nutztierrisse/# Wo diese Folge spielt: http://www.paplitz.de/Startseite/ https://www.teltow-flaeming.de/aktuelles-details/baruth-mark
- 53: Wie geht es unseren Wölfen aktuell aus Sicht der Wissenschaft?02.05., 16:0202.05.2025, 16:0201:08:31
Mit Dr. Antje Weber vom Wolfskompetenzzentrum Iden über Fakten, Forderungen und die großen aktuellen Herausforderungen Gast dieser Folge ist Dr. Antje Weber, Biologin und Expertin für Naturschutz und Artenschutz in Sachsen-Anhalt. Sie ist das Gesicht des Wolfsmonitorings am Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI), das dem Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) angegliedert ist. Mit wissenschaftlicher Präzision und großem persönlichen Engagement begleitet sie die Rückkehr der Wölfe in unsere Kulturlandschaften – und ist dabei zentrale Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Wolfsmanagement. In dieser Folge bekommt ihr Einblicke ins Wolfsmonitoring: Antje Weber erklärt, warum diese Arbeit weit mehr ist, als das Sammeln von Spuren. Und wie wichtig das Monitoring für den Schutz der Wölfe, aber auch für die Transparenz gegenüber Politik und Öffentlichkeit ist. Die Biologin berichtet aus ihrem Arbeitsalltag und erläutert, wie Monitoring auch dabei helfen kann, das Verschwinden von Wölfen und illegale Bejagung nachzuweisen. Weiter geht es um Ernährung und Ökologie: Was steht auf dem Speiseplan der Wölfe? Und welche Rolle spielen andere Arten wie Waschbär oder Biber? Aber die große Frage, die über allem steht: Wie geht es unseren Wölfen eigentlich aus Sicht der Wissenschaft? Wie steht es um ihre genetische Vielfalt? Und wie zukunftsfähig ist die Wolfspopulation? Ist der günstige Erhaltungszustand bereits erreicht? Antje Weber ordnet die aktuelle Debatte um Forderungen von Politik und Verbänden sachlich ein und erinnert daran, wie die konstruktive Balance zwischen Artenschutz und den Interessen der Nutztierhalter bereits jetzt gelingt. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Das Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI): https://lau.sachsen-anhalt.de/fachthemen/naturschutz/das-wolfskompetenzzentrum-wzi Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt: https://lau.sachsen-anhalt.de/landesamt-fuer-umweltschutz-sachsen-anhalt-lau Literaturquellen und Recherchemöglichkeiten: https://www.bfn.de/publikationen/bfn-schriften/bfn-schriften-556-habitatmodellierung-und-abschaetzung-der-potenziellen Nahrung der Wölfe: https://www.wolf.sachsen.de/nahrungsanalyse-4446.html https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/wolf-und-biber-100.html chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://lau.lpsa-test.de/fileadmin/Bibliothek/PolitikundVerwaltung/MLU/LAU/Wirueberuns/Veranstaltungen/2022/ThementagWoelfe/04NahrungsanalytikPauLippitsch.pdf IZW Berlin - Totfundanalytik Berlin: https://www.izw-berlin.de/de/pressemitteilung/leibniz-izw-obduziert-1000-wolf-seit-beginn-des-totfund-monitorings-im-jahr-2006.html Wildtiergenetik Senckenberg Gelnhausen - Genetische Untersuchungen an Wölfen in Deutschland (diverse Literatur): https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement/monitoring/genetische-untersuchungen#SprungmarkeZusammenfassung Weitere Infos und wichtige Kontakte findet ihr auch hier: http://www.dbb-wolf.de/
- 52: Pferd & Wolf25.04., 15:3125.04.2025, 15:3100:29:12
Mit der Professorin für Pferdehaltung Dr. Konstanze Krüger-Farrouj Lange Zeit war man sich eigentlich sicher, dass Pferde durch Wölfe nicht unmittelbar bedroht sind. Aber was sind die Erfahrungen, und was sagt die Wissenschaft mehr als 20 Jahre nach Rückkehr der wilden Wölfe? Prof. Konstanze Krüger von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ist eine renommierte Expertin für Pferdeverhalten. Sie hat sich intensiv mit der Koexistenz von Pferden und Wölfen beschäftigt. Die Pferdehalterin und Wissenschaftlerin betont, dass die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland seit 2000 bei Pferdebesitzern Ängste ausgelöst hat, insbesondere vor möglichen Angriffen oder Panikreaktionen der Pferde. Ihre Studien zeigen jedoch, dass direkte Angriffe von Wölfen auf Pferde selten sind und dass ein reiches Wildtieraufkommen in Wolfsgebieten dazu beitragen kann, Pferde unbehelligt zu lassen. Krüger setzt sich für eine sachliche Diskussion über die Bedrohung durch Wölfe ein. Ihre Forschung liefert wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Pferden in Wolfsgebieten und trägt zur Entwicklung von Schutzmaßnahmen bei. Wie die aussehen, und wo Pferdehalter sich informieren und unterstützen lassen können, ist auch Thema dieser Folge. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Die VFD macht Pferdehalter in ganz Deutschland auf das Thema Herdenschutz und auf das Thema Pferdehaltung in Wolfsgebieten aufmerksam - auf dieser Seite findet ihr alles, was ihr dazu wissen müsst: https://www.vfdnet.de/index.php/ak-umwelt/herdenschutz Weitere nützliche Hinweise: https://www.pferdundwolf.org/ Wolfsbegegnungen - Studien, Erkenntnisse und Empfehlungen: https://www.vfdnet.de/index.php/11542-wolfsbegegnung Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hingegen sieht die Rückkehr der Wölfe problematisch: https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/pferdehaltung/gefahr-wolf/gefahr-wolf-fuer-pferde Wolf und Pferd - eine Standortbestimmung aus Sicht des Freizeit- und Geländereiters: https://www.vfdnet.de/index.php/7047-wolf-und-pferd-eine-standortbestimmung-aus-sicht-des-freizeit-und-gelaendereiters Merkblatt für die Errichtung eines Herdenschutzzauns für Pferde gemäß den Förderrichtlinien Wolf aus NRW: chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/formulare/merkblaetter/mb-wo-foederung-pferd.pdf NRW: https://wolf.nrw/wolf/web/babel/media/rl%20wolf_eckpunkte.pdf Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt haben ebenfalls einen Podcast zum Thema Herdenschutz gemacht, „Einmal um die Weide“: https://www.youtube.com/@equinesciencetalk1061
- 51: Ein Jäger und der Wolf18.04., 11:4518.04.2025, 11:4500:47:02
Wölfe, Wahrheit und Verantwortung – Ein bayerischer Jäger rechnet ab Ein Jäger aus Bayern traut sich in dieser Folge aus der Deckung und nimmt kein Blatt vor den Mund: Die Jagd steht am Scheideweg. Zwischen Tradition, gesellschaftlichem Auftrag und wachsender Kritik spricht er über schwarze Schafe in den eigenen Reihen, die mit illegalen Abschüssen und Ignoranz den Ruf aller ruinieren. Er benennt offen, wie Desinformation und gezielte Kampagnen – oft aus den eigenen Verbänden – die öffentliche Meinung manipulieren und den Wolf zum Feindbild stilisieren, statt Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu suchen. Es gehört Mut und Haltung dazu, sich so einem Gespräch zu stellen – denn Selbstkritik ist in der Szene selten willkommen. Der erfahrene Jäger fordert: Jagdverbände müssen endlich umdenken, Transparenz schaffen und sich klar gegen illegale Praktiken positionieren. Die Zukunft der Jagd steht auf dem Spiel, wenn weiter weggeschaut und polarisiert wird. Wölfe gehören in unsere Ökosysteme – das zeigen nicht nur wissenschaftliche Studien, sondern auch erfolgreiche Beispiele aus anderen Regionen. Jäger könnten gut mit ihnen zurechtkommen, wenn sie wollen und bereit sind, neue Wege zu gehen. Denn nur so kann die Jagd ihren Platz in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft behaupten. Diese Folge ist für alle diejenigen innerhalb der Jägerschaft, die meinen, mit gerade mal 0,5 Prozent Bevölkerungsanteil den politischen und gesellschaftlichen Diskurs über Natur und Tiere bestimmen zu können. Und natürlich für alle anderen, die sich gern mal kritisch aber fair mit der Jagd auseinandersetzen wollen. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant EU-Staaten stimmen für schnelleren Abschuss von Wölfen: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-04/eu-gesetzesaenderung-abschuss-woelfe-zustimmung „Rotkäppchen ist endlich sicher“ Schwarz-Rot gibt den Wolf zum Abschuss frei: https://www.bz-berlin.de/deutschland/wolf-jagd-cdu-spd-plaene-tiere Über Steffen Benthin: https://jagd1.de/botschafter/steffen-benthin/ Wir empfehlen folgende Seite mit wichtigen Kontakten, Hotlines und der aktuellsten Verbreitungskarte unserer Wölfe: https://seltene-tiere.eu/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR1Kv6g-2pGHKiXDtsOisvPsfw8LYNoW5rrgH0a16VBs9UPWm3rsVeEBLc8_aem_pNaM3-hHAQ1soqObqoHeDA
- 50: Eine runde Sache: Die ersten 50 Folgen und noch lange kein Ende Sicht12.04., 00:0512.04.2025, 00:0501:15:14
Mit Matthias Kays über Erfahrungen in der Natur, die Wichtigkeit von Herdenschutz und Politik aus dem Märchenwald Eigentlich war ja alles anders geplant, aber dann hat Thomas Mitschke spontan seinen Rückzug vom Podcast bekannt gegeben. Eine Entscheidung, die es zu respektieren gilt. Und da Matthias Kays sowieso als Gast am Start war, haben Sabine und er die Folge als bewährtes Moderatoren-Duo wie in alten Zeiten einfach mal wieder zu Zweit gemacht. 50 Folgen Wolfspodcast. Da lohnt schonmal ein Blick zurück. Tolle Gäste, wichtige Themen und ihr als beste Community, die man sich vorstellen kann. Ohne euch und euren Support wäre all das nicht möglich, betont Sabine. Ihr Entschluss steht: Für den Wolfspodcast haben die besten Zeiten noch nicht einmal begonnen… Spannende Gäste und wichtige Aufgaben warten auf das Team. Matthias erzählt erstmals ausführlich über seine Erlebnisse und Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu dem neunen Film von Sebastian Koerner. Lange erwartet, wird der Film Ende des Monats veröffentlicht. Wie wichtig und wirksam Herdenschutz ist, hat Matthias in verschiedenen Ländern und bei unzähligen Begegnungen mit Hirten eindrücklich und aus erster Hand erfahren. Der engagierte Naturfilmer findet deutliche Worte für Politik und Weidetierhalter hierzulande. Ein scharfer Wind weht im Blätterwald. Die Schlagzeilen des Tages überbieten sich an Absurditäten. "Endlich ist Rotkäppchen wieder sicher". Denn die neue Regierungskoalition will "Herdenschutz mit der Waffe" (Zitat Damman-Tamke vom DJV). Für einfache Antworten auf komplizierte Fragen belügen die verantwortlichen Politiker dann doch gern mal ihre Wähler. Das ist mehr als ein Grund zur Sorge. Zusammen mit der Taskforce Artenschutz war der Wolfspodcast diese Woche in der Uckermark. In Wilsickow gab es im Februar einen Riss in einem Damwildgehege. Auf ihrer Spurensuche vor Ort haben die Wolfsschützer eine grausige Entdeckung gemacht. Zum guten Schluss dieser runden Folge findet Sabine ebenso scharfe wie deutliche Worte: Für Stunk in der Wolfsszene sind allein alte, weiße Männer verantwortlich. Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert Kontakt zur Redaktion: info@derwolfspodcast.de Redaktion: Sabine Sebald Technik und Produktion: Thomas Ganswindt Cover-Design und Foto: Matthias Kays Sprecher: Steffen Schambach Juristische Beratung: Claudia Demant Hier geht es direkt zu dem Youtube-Kanal von Matthias Kays: https://www.youtube.com/@MatthiasKays Website von Matthias: https://www.matthias-kays.de/ Der Artikel aus der BZ, über den gesprochen wird: https://www.bz-berlin.de/deutschland/wolf-jagd-cdu-spd-plaene-tiere