Podcast

delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

David Knes

News · True Crime

147 Episoden · neueste 07.10.

Häufig erwähnt

Episoden

147
  1. "Mir san quitt" – Der letzte Tod durch den Strang
    28.10., 21:0000:24:30

    "I hob sechs Menschen umbracht – jetzt bringt's ihr mi um. Mia san quitt." mit diesen Worten tritt Franz Löcker am 14. Juli 1949 den Weg zum Galgen im Grazer Straflandesgericht an. Er ist der letzte in der Steiermark zum Tode verurteilte Verbrecher.

  2. Korruption als "Part of the game"
    21.10., 21:0000:47:59

    Eine Tonbandaufnahme löste im Jänner 2010 ein politisches Erdbeben aus, weit über Kärnten hinaus. Die Phrase "Part of the game" wurde zum Synonym für ein dreistes System an Korruption an dessen Spitze der inzwischen vierfach verurteilte Politiker Uwe Scheuch stand.

  3. Der Fall Wolfgang Ott
    14.10., 21:0000:31:42

    Großeinsatz in Wien: Eine 39-Jährige macht – nackt und gefesselt – durch laute Schreie auf einer Loggia auf sich aufmerksam. Tags davor war sie beim Einparken von einem Mann gewürgt und gefesselt und in eben jenes Haus entführt worden, aus dem sie nun befreit werden konnte. Dabei kam nicht nur ihr Martyrium zu Tage. In dem Haus fand man auch Spuren einer anderen Frau, die seit einigen Tagen vermisst wurde. Wolfgang Ott, der Bewohner des Hauses, stand unter dringendem Tatverdacht. Dem hoch verschuldeten 38-jährigen Filmemacher gelang aber die Flucht. Wenig später verschwanden weitere Frauen. Die Spuren führten in die Obersteiermark, zu der Ott – er war begeisterter Paddler – ein besonderen Bezug gehabt hatte. Bis Ott gefasst werden konnte, mussten mindestens zwei Frauen sterben, zwei weitere wurden entführt und vergewaltigt. Bei den Befragungen und vor Gericht gab er immer nur das zu, was man ihm nachweisen konnte. Mitleid kannte er dabei keines – außer mit sich selbst.

  4. Die Handschrift des organisierten Verbrechens
    07.10., 21:0000:34:07

    Laute Knaller reißen einige Bewohner einer Siedlung in der Klagenfurter Siebenhügelstraße spätnachts aus dem Schlaf. Eine Frau saß zu dem Zeitpunkt noch vor dem Fernseher, denkt erst, es würde jemand Böller schießen. Beim Nachschauen erkennt sie aber die Umrisse ihres am Boden liegenden Nachbarn Reinhard O. – Ein als sympathisch und beliebter beschriebener Monteur und Taxilenker. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig. Einiges deutet auf einen Profikiller hin. Das Opfer hatte ein bewegtes Leben geführt, als Taxilenker steuerte regelmäßig Lokale der Rotlichtszene an, nicht nur als Chauffeur. Ist er in diesem Milieu jemandem in die Quere gekommen oder war es offene Rechnung aus seiner Vergangenheit in Deutschland? Der Kärntner Kriminalreporter Peter Kimeswenger im Gespräch mit David Knes.

  5. Karlau-Geiselnahme: Weggehen oder sterben
    30.09., 21:0000:41:20

    14. November 1996: Die Nachricht einer Geiselnahme in der Justizanstalt Karlau erreicht die nur wenige Hundert Meter entfernte Redaktion der Kleinen Zeitung. Der Versuch dreier Geiselnehmer, aus der Haftanstalt zu fliehen, ging in die Kriminalgeschichte ein. Die drei Schwerverbrecher unter der Führung von Adolf Schandl fordern mehrere Millionen Schilling und einen Hubschrauber für ihre Flucht. In ihrer Gewalt: drei Frauen aus der Gefängniskantine. Ihre Druckmittel: selbstgebaute Sprengsätze und Messer Redakteur Hannes Gaisch-Faustmann und der damalige Verhandlungsführer der Polizei, Eduard Hamedl berichten von den Ereignissen, die wohl keiner der beteiligten jemals vergessen wird.

  6. Franz Wurst – Der Kinderarzt, der Kinder missbrauchte
    23.09., 21:0000:42:57

    Heuer im Dezember werden es 20 Jahre, dass Hilde Wurst (78) tot in ihrer Villa in Pörtschach aufgefunden wurde. Was zunächst nach einem tödlichen Sturz aussah, stellte sich bald als Mord heraus – und in der Folge kam der größte Missbrauchsskandal der Kärntner Kriminalgeschichte ans Tageslicht. Franz Wurst (80), der angesehene Kinderarzt und Ex-Primar des LKH Klagenfurt, hatte den Auftrag gegeben, seine Frau ermorden zu lassen. Ausgeführt wurde die Tat vom 19-jährigen Patensohn des Arztes. Dieser gestand die Tat und erzählte den Ermittlern, dass er seit seiner Kindheit von Franz Wurst sexuell missbraucht wurde. Plötzlich taten sich wahre Abgründe auf: Nach und nach meldeten sich ehemalige Patienten bei der Polizei. Sie alle sagten aus, dass auch sie als Kind von Wurst missbraucht wurden. Im Zuge von Untersuchungen hat sich der Arzt an den jungen Patienten vergangen: Im Krankenhaus, in seiner Privatordination oder auf Ferienlagern. Im Jahr 2002 wurde Wurst wegen Anstiftung zum Mord an seiner Frau und wegen sexuellen Missbrauchs seiner Patienten zu 17 Jahren Haft verurteilt. Redakteurin Manuela Kalser hat den Prozess damals für die Kleine Zeitung mitverfolgt. In der zweiten Folge von „delikt“, dem neuen Kriminalpodcast der Kleinen Zeitung, berichtet sie von den 70 Prozesstagen, an dem 100 Zeugen gehört wurden. Sie erzählt von den treuen Anhängern des Franz Wurst, von dem großen Schweigen im Zeugenstand und von erschütternden Schilderungen der Opfer. Warum hat diesen vielen Kindern niemand geholfen, die zwischen den 1950er und 1980er Jahren missbraucht wurden? Bis heute haben sich bei der Opferschutzkommission des Landes 200 Betroffene gemeldet, die meisten waren Opfer von Franz Wurst, sagt Astrid Liebhauser, die Leiterin der Kommission. Auch sie kommt in dem Podcast zu Wort: „Wurst war wie eine Gottheit.“ Heuer, 18 Jahre nach dem Urteil, hat das Land Kärnten, die Opfer von Wurst in einem Landesakt um Verzeihung gebeten.

  7. Jack Unterweger – vom „Häfenliterat“ zum Serienmörder
    18.09., 10:3500:56:48

    Es ist einer der bekanntesten und aufsehenerregendsten Kriminalfälle der zweiten Republik, dabei deutete am Anfang Jack Unterwegers krimineller Laufbahn wenig darauf hin. Diese endete jäh mit einer Verurteilung zu einer lebenslangen Haftstrafe im Jahr 1976 – vorerst. Er hatte eine Bekannte stranguliert und beraubt. In der Haft begann Unterweger zu schreiben – und das sehr erfolgreich. Er lancierte zum gefeierten Autor, wurde als der „Häfenliterat“ bekannt. Unterweger war der Held der deutschsprachigen Literaturszene. Kulturschaffende wie Elfriede Jelinek, Ernst Jandl oder Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. 1990 kam er ohne weitere Auflagen Frei, er wurde zum Inbegriff gelungener Resozialisierung. Die Redakteure Bernd Melichar und Hans Breitegger führten eines der beachtetsten Interviews mit Unterweger – in dieser Folge rollt er gemeinsam mit David Knes den Fall neu auf.

Bei Delikt, dem Kriminalpodcast der Kleinen Zeitung, geht es um wahre Verbrechen aus der Steiermark und Kärnten. Redakteurinnen und Redakteure sowie Expertinnen und Experten sprechen mit Host David Knes über die Taten, ihre Hintergründe und ihre Auswirkungen – oft mit Details, die so in keiner Zeitung standen. Die Bandbreite reicht von berüchtigten Fällen der österreichischen Kriminalgeschichte wie Jack Unterweger oder die Karlau-Geiselnahme, über historische Verbrechen wie den Kindberger Herzfresser, bis hin zu wenig bekannten Taten, die sich in unmittelbarer Nähe ereignet haben. Auch 2025 erwarten Sie neue Staffeln mit packenden Fällen aus den beiden südlichsten Bundesländern – Geschichten, die erschüttern, überraschen und manchmal auch verstören. Abonnieren Sie delikt, um keine Folge zu verpassen.