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Das Klima-Labor von ntv

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Business · Government · Technology

272 Episoden · neueste 06.10.

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Episoden

272
  1. "Die Energiepläne des Wirtschaftsministeriums sind ein Angriff auf privates Eigentum" | Philipp Schröder (1Komma5°)
    06.10., 06:0000:48:19

    Der Bundestag verhandelt derzeit über die Energiegesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Philipp Schröder warnt die Abgeordneten davor, sie unverändert durchzuwinken: "Ich bin gespannt, wer in einer namentlichen Abstimmung bereit ist, die Auseinandersetzung mit Hauseigentümern zu riskieren", sagt der Chef des Energieunternehmens 1Komma5Grad. Grund für die Warnung ist die Wirkleistungsbegrenzung: private Solaranlagen sollen künftig maximal die Hälfte ihres erzeugten Stroms ins öffentliche Netz einspeisen dürfen. Die Regelung greift aber auch für Batteriespeicher, E-Autos und Wärmepumpen. "Das ist ein so billiger Versuch, Wettbewerb zu vermeiden", sagt Schröder im Interview. "Das geht komplett gegen die Interessen des Ministeriums." Der Energieunternehmer macht die Netzbetreiber für die Regelung verantwortlich: Viele kleine stellen sich ihm zufolge dumm und behaupten, sie könnten nicht, was in anderen Ländern bereits umgesetzt wird. Gleichzeitig versucht ihm zufolge Europas größter Netzbetreiber, seine Rendite abzusichern - durch riesigen Netzausbau. "Ich kriege Herzrasen, wenn ich sehe, was wegen Eon kommt", sagt Schröder. Der 1Komma5Grad-Chef ist überzeugt: Das wird großen Schaden anrichten. Immer weiter steigende Netzentgelte sind irgendwann nicht mehr finanzierbar. Gast: Philipp Schröder, Mitgründer und CEO des Energieunternehmens 1Komma5° Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  2. "Die Menschen wollen Erneuerbare – nur nicht vor der eigenen Haustür" | Silke Walter (EnBW) & Claire Dengler (Mindline Energy)
    01.10., 12:0000:45:08

    Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Deutschen unterstützen die Energiewende. Extrem sogar, sagt Meinungsforscherin Claire Dengler. Jedenfalls so lange, bis Windräder oder Solarparks vor der eigenen Haustür gebaut werden sollen. Dann schwindet die Zustimmung. Finanzielle Anreize sind kein Allheilmittel, im Gegenteil: Sie können den Widerstand sogar verstärken. Woran liegt das? Versprechen der Energiewende wurden nicht eingehalten. Viele Menschen haben Vertrauen in Politik und Unternehmen verloren. Sie fühlen sich bei wichtigen Entscheidungen übergangen. Eine kleine, aber gut vernetzte Gruppe von Gegnern kann vor Ort die Stimmung prägen - das ist das Ergebnis einer Studie, die Dengler im Auftrag des Energieversorgers EnBW durchgeführt hat. Im Interview berichtet EnBW-Kommunikationschefin Silke Walter, wie sich diese Widersprüche in der Praxis äußern. Gemeinsam mit Dengler legt sie außerdem, mit welchen Argumenten sich die Menschen trotzdem für den Bau von Windrädern und Solarparks gewinnen lassen, denn: "Die Energiewende ist ein Projekt mit vielen positiven Botschaften, die wir einfach nicht kommunizieren." Diese Podcastfolge wurde am 18. September 2026 auf dem Kommunikationskongress 2026 in Berlin aufgezeichnet. Gäste Silke Walter, Leiterin Konzernkommunikation EnBW Claire Dengler, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts Mindline Energy Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  3. "Zur Trafostation nebenann kann man einfach rübergehen und den Schalter umlegen"| Torben Kleinfeldt (Friedrich Vorwerk)
    27.09., 06:0000:26:39

    Die Energiewende benötigt Stromautobahnen und andere wichtige Infrastruktur. Doch wie gut sind Freileitungen, Erdkabel und Umspannwerke vor Sabotage geschützt? Friedrich Vorwerk ist maßgeblich am Bau der Systeme und Anlagen beteiligt. Unternehmenschef Torben Kleinfeldt warnt vor erheblichen Sicherheitslücken: "In England haben Energiezentralen dreireihige Stacheldrahtzäune und eine massive Präsenz von Wachpersonal mit Hunden", sagt er. Deutschland sei in dem Bereich "sehr nachlässig". Im Interview erklärt der Ingenieur außerdem, warum die größte Herausforderung die riesigen Hochspannungstrassen sind und ebenfalls, warum selbst unterirdische Stromleitungen keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Gleichzeitig ordnet er ein, warum Erdkabel trotz der höheren Baukosten sinnvoller sein können als oberirdische Leitungen. Und er spricht darüber, warum zentrale Genehmigungsverfahren den Bau der wichtigen Stromautobahnen eher gebremst als beschleunigt haben. Gast: Torben Kleinfeldt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  4. "Die Kilowattstunde wird teurer": Das hält ein Windradhersteller von Reiches Energiegesetzen | Jens Kück (Vestas)
    24.09., 12:0000:31:27

    Die deutsche Windkraft erlebt einen erstaunlichen Aufschwung. Nach Jahren der Flaute boomt der Ausbau. Deutschland sei ein Vorbild für andere Länder geworden, sagt Jens Kück vom dänischen Windradhersteller Vestas im Interview. "Und das alles mit einer europäischen Wertschöpfungskette. Es fließt viel Geld nach Deutschland." Doch ausgerechnet jetzt sorgen die Energiepläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für Unruhe in der Branche. Speziell die geplante Begrenzung der Einspeiseleistung weckt böse Erinnerungen an frühere politische Fehlgriffe. Ohne Änderung werden einige Projekte auf der Strecke bleiben, warnt der Vestas-Manager. Die Kosten für Windstrom werden sich ihm zufolge erhöhen. Kück sagt aber auch ganz klar: "Es gibt keinen Grund für Schwarzmalerei." Gast: Jens Kück, Senior Vice President, Sales, Northern and Central Europe beim dänischen Windradhersteller Vestas. Das Gespräch wurde am 15. September auf dem TBF Investor Day in Bad Homburg aufgezeichnet. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  5. Gurkenglas in den Pfandautomaten: Läutet der Ukraine-Krieg das Ende der Einwegflasche ein? | Veronika Pfender (Dotch)
    17.09., 12:0000:39:01

    Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg. Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Glaswerke wurden zerstört, der Gaspreis stieg. Die Glasherstellung wurde teuer und unberechenbar. "Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung", sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges. Pfender steuert das Unternehmen Dotch. Das Geschäftsmodell: Mehrweggläser für Essiggurken, Grillsoßen und Olivenöle entwerfen, verkaufen, einsammeln und reinigen. Eine Allianz von 25 Unternehmen möchten ihr Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier größtenteils vorhanden. Kunden sollen die Gurkengläser in Supermärkten und Discountern an denselben Pfandautomaten zurückgeben können wie Bier- und Wasserflaschen. Die entscheidende Frage ist: Spielt der Handel dieses Mal mit? Das schlagende Argument könnte sinkende Preise sein. "Sobald der Prozess steht, ist Mehrweg für den Handel genauso teuer wie Einweg und potenziell sogar günstiger", sagt Pfender. "Die Kosten für neue Einweggläser steigen ja." Gast: Veronika Pfender, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin des Mehrweg-Dienstleisters Dotch Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  6. "Die Energiewirtschaft sagt, das Ortsnetz sei überlastet - das stimmt nicht" | Andreas Piepenbrink (E3/DC)
    10.09., 12:0000:36:23

    An sonnigen Feiertagen wie Pfingsten fliegt uns das Stromnetz um die Ohren? Der Solarzubau ist kritisch? Von diesem Narrativ hat Andreas Piepenbrink die Nase voll. Er betreibt mit seinem Energieunternehmen E3/DC über ganz Deutschland verteilt 190.000 Solaranlagen und hat nachgerechnet: "Es stimmt nicht", sagt Piepenbrink im Podcast. Ihm zufolge überlastet der Solarstrom weder an heißesten Sommertagen noch an sonnigen Feiertagen das Netz, sondern versickert vor Ort - bei den Nachbarn ohne Solaranlage. "Das ist das perfekte Energiesharing." Das Problem ist Piepenbrink zufolge ein ganz anderes: Viele Netzbetreiber wissen schlicht nicht, wie stark ihr Stromnetz ausgelastet ist. Andere haben kein Interesse daran, dass die Erneuerbaren erfolgreich sind. Sie möchten die günstigere Konkurrenz loswerden. "Im Stromvertrieb gehen die Margen runter. Das möchte man durch Netzausbau und steigende Netzentgelte kompensieren." Seine Warnung: Energieversorger und Katherina Reiche wissen nicht, was sie in Netzpaket und EEG-Novelle beschlossen haben. Die Stadtwerke werden Kunden und Einnahmen verlieren. Frau Reiche erweist ihnen einen Bärendienst. Gast: Dr. Andreas Piepenbrink, Studium der Elektrotechnik und Promotion in Regelungstechnik. Seit 2010 leitet er E3/DC. Das Unternehmen für Stromspeichertechnik bietet intelligente Speichersysteme und Ladetechnologien an. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  7. Orbans ungeplanter Solarboom: "Kein Land hat einen Sprung wie Ungarn hingelegt" | Maike Kirsch (E3G)
    03.09., 12:0000:32:34

    Als im August das ungarische Atomkraftwerk Paks ausfällt, springen Solaranlagen in die Bresche. Ungarn gehört zur globalen Solarspitze, obwohl sich der abgewählte Ministerpräsident Viktor Orbán nie sonderlich für Klimawandel und Energiewende interessiert hat. Doch die eigene Solaranlage wurde für viele Haushalte durch eine unbedachte Strompreisregelung zum Muss. "Alle wussten: Wenn ich mir eine Solaranlage anschaffe, werde ich de facto von den Systemkosten befreit", sagt Osteuropa-Analystin Maike Kirsch von der Denkfabrik E3G. 2023 zog Orbán die Subventions-Notbremse, doch der Solarboom war vollbracht: Ungarn deckt inzwischen fast ein Drittel seines Strombedarfs mit der Sonne ab. Durch eine Windkraft-Blockade fehlt allerdings der Gegenpol, das Stromsystem ist nicht ausbalanciert. "Das ist dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar bewusst", sagt Kirsch. Er will bei Netzausbau, Batteriespeichern und Windrädern ranklotzen. Diese Pläne kollidieren jedoch mit der anderen großen ungarischen Stromquelle: Das Atomkraftwerk Paks stellt 45 Prozent des ungarischen Stroms bereit und soll ausgebaut werden - zusammen mit Russland. Gast: Maike Kirsch, Analystin bei der unabhängigen internationalen Denkfabrik E3G. Ihr Schwerpunkt sind politische und regulatorische Fragen der Stromsektordekarbonisierung in Mittel- und Osteuropa. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  8. Batteriespeicher: In Kalifornien scheint die Sonne jetzt auch nachts | Marc Jacobson (Universität Stanford)
    30.08., 06:0000:14:23

    Wenn Deutschland Feierabend macht und die Sonne untergeht, springen Kohle- und Gaskraftwerke an. Anders sieht es in Kalifornien aus. Der riesige Bundesstaat an der US-Westküste meldet seit einigen Wochen regelmäßig Rekordwerte für eine Technologie, die hierzulande bisher kaum eine Rollte spielt: große Batteriespeicher. Wenn die Kalifornier abends nach der Arbeit den Fernseher einschalten und die Klimaanlage hochdrehen, speisen sie Solarstrom ins Netz ein. Das Ergebnis beeindruckt: Im ersten Halbjahr haben die Kalifornier erstmals mehr Solarenergie als Erdgas verbraucht. Auf der Stromrechnung macht sich der massive Ausbau und Einsatz der erneuerbaren Energien bisher allerdings nicht bemerkbar. Kalifornien hat die zweithöchsten Strompreise der USA. Marc Jacobson pocht darauf, dass dies nichts mit den Erneuerbaren zu tun hat. Die Preistreiber sind ihm zufolge Waldbrände und ein Atomkraftwerk. Gast: Marc Jacobson, Professor für Bau- und Umweltingenieurwesen an der Universität Stanford. Er forscht und lehrt unter anderem zu sauberen und erneuerbaren Energielösungen und erfasst, wann welcher Strom in das kalifornische Netz eingespeist wird. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  9. Leere Gasspeicher: "Der Vorwurf der Erpressung steht im Raum" | Andreas Schröder (ICIS)
    27.08., 12:0000:33:44

    Die deutschen Gasspeicher decken an kalten Wintertagen die Hälfte des deutschen Gasverbrauchs ab. Derzeit sind sie halb leer. Die Betreiber hinken dem Befüllungszeitplan um Wochen hinterher. Eine Ursache ist der Iran-Krieg. Die hohen Preise für Flüssiggas schrecken viele Händler ab. Sie wollen nicht zu teuer einkaufen und lagern. Einige scheinen sich aber verzockt zu haben. "Das sieht man", sagt Energieanalyst Andreas Schröder. "Einige Speicher werden ja befüllt." Trifft das zu, sitzen einige Betreiber in der Klemme: "Das Blödeste, was passieren kann, ist, dass sie jetzt teuer einspeichern und am 1. Oktober gibt es Frieden im Iran und die LNG-Preise purzeln." Die Lösung des Problems ist offenbar der Staat. Laute Warnungen vor einer Mangellage sollen ihn zum Eingreifen zwingen. "In Teilen haben wir es mit einem Marktversagen zu tun", sagt Schröder. Dem Analysten zufolge ist die Situation nicht aussichtslos. Die Speicherziele können nach wie vor erreicht werden. Mittelfristig schafft der Umstieg auf die Wärmepumpe Abhilfe. Der Gasverbrauch ist im Winter bereits spürbar niedriger als vor einigen Jahren. Deutschland befindet sich im Gasausstieg. Die Speicher würde Schröder trotzdem nicht abschaffen. Er hält sie für wertvolle Infrastruktur. Gast: Andreas Schröder, Energieökonom beim Analysehaus ICIS (Independent Commodity Intelligence Services) Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  10. Widersinnige PV-Pläne: "Wir könnten auf die Solarförderung verzichten, dürfen aber nicht" | Markus Meyer (Enpal)
    20.08., 12:0000:41:34

    Benötigen Solaranlagen eine Förderung oder nicht? Das Energieunternehmen Enpal sagt, die Einspeisevergütung kann weg. Eigentlich. Das Bundeswirtschaftsministerium müsste lediglich den Flaschenhals des deutschen Energiesystems adressieren: "Wer eine Solaranlage in Betrieb nimmt, wartet zwölf Monate auf die Anmeldung durch den Verteilnetzbetreiber", sagt Markus Meyer. "Das wird in den Plänen von Frau Reiche nicht adressiert." Der Cheflobbyist des Energieunternehmens spricht im Podcast von einer schizophrenen Situation. Der Branche sei eingebläut worden, ohne Förderung auszukommen. "Jetzt sind wir an diesem Punkt angelangt und dürfen nicht." Die Lösung liegt Meyer zufolge auf der Hand. Der Straßenverkehr zeigt, was mit kluger Planung und digitalen Angeboten möglich ist: An vollen Straßen steuert man vorbei. Das ginge auch im Stromnetz. Wie löst das Wirtschaftsministerium den Engpass? Es verbietet die Pkw-Zulassung, durch die sogenannte Wirkleistungsreduzierung. "Wir regeln pauschal alle Anlagen im ganzen Land um 50 Prozent ab, egal ob das Netz in dieser oder jenen Region betroffen ist oder nicht", sagt Meyer. "Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Die Regelung gilt 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr - auch wenn wenig Sonne scheint." Die Leidtragenden sind die Verbraucher. Strom bleibt teurer als nötig. Durch die pauschale Abregelung wird aber auch die neue Einnahmequelle der Autobauer abgeräumt, das bidirektionale Laden. Die weiteren Themen im Podcast: Der Äpfel- und Birnen-Vergleich von Katherina Reiche Wie Software von SAP die Verteilnetzbetreiber ausbremste Agnes: Allgemeines Netzentgeltsystematik Strom Gast: Markus Meyer, Leiter Regulierung und Energiepolitik bei Enpal Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  11. Jürgen Trittin über Emissionshandel, Merz und Reiche: "Wir erleben palliative Industriepolitik" | Teil 2
    16.08., 06:0000:53:58

    Der Emissionshandel ist neben dem Atomausstieg und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz die dritte Säule der Energiewende. Die Industrie rüttelt daran. Darüber kann Jürgen Trittin nur schmunzeln. Der Grünen-Politiker hat das System als Bundesumweltminister vor gut 20 Jahren eingeführt: "Wie ernst kann man eine Lobby nehmen, die heute bekämpft, was sie früher gefordert hat?", fragt er im Podcast. Die Probleme der Wirtschaft haben ihm zufolge eine andere Ursache: Deutschland zaudert. "Es gibt in der SPD wie in der CDU die Neigung, zu glauben, dass Veränderung besser gelingt, wenn man sie verzögert", sagt Trittin. "Je länger die Transformation andauert, umso länger zahlen wir doppelt." Das ist ihm zufolge auch beim Kanzler und der Wirtschaftsministerin nicht angekommen. "Frau Reiche hat lange Zeit für den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und für den Gaszweig von Eon gearbeitet. Diese Arbeit setzt sie fort.", sagt Trittin. "Und der Kanzler kommt nicht aus der Wirtschaft, der war Anwalt der Wirtschaft." Der frühere Minister ist überzeugt: Macht Merz weiter wie bisher, hat er Industriekonzerne wie Heidelberg Materials und Wacker Chemie auf dem Gewissen. Anders als sein früherer Arbeitgeber, der Vermögensverwalter Blackrock: "Die möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich in Schutz nehmen. Das Geschäft ist auf langfristige Rendite ausgerichtet. Dafür muss man in Geschäftsmodelle mit Zukunft investieren. Die Anlagestrategie ist weit besser als die Politik des Kanzlers." Gast: Jürgen Trittin. Der gebürtige Bremer saß von 1998 bis 2024 für die Grünen im Bundestag. Von Juni 1990 bis Juni 1994 war er niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und von Oktober 1998 bis November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Unter seiner Ägide wurde in dieser Zeit die drei Säulen der Energiewende eingeführt, verabschiedet und vereinbart: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (2000), der Atomausstieg (2000) und der Emissionshandel (2005). Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  12. Jürgen Trittin erklärt, warum Strom teuer wurde: Energiewende musste 16 Jahre feindlicher Regierung überstehen | Teil 1
    13.08., 12:0000:45:05

    Als die Energiewende beginnt, verspricht der damalige Umweltminister Jürgen Trittin: Sie wird für deutsche Haushalte nicht teurer als eine Kugel Eis. Ein Euro im Monat reicht für den Umstieg von Atomkraft und Kohle auf Erneuerbare. Die Rechnung geht nicht auf. Die Strompreise steigen. Haushalte und Wirtschaft beschweren sich. Die Energiewende gerät als zu teuer in Verruf. Das allerdings liegt nicht an den erneuerbaren Energien und der Einspeisevergütung, sagt Trittin im Podcast: "Die Strompreise gingen nach unten", beschreibt er den Beginn der Energiewende. Denn durch Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hätten die großen Energiekonzerne mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken ihr Monopol verloren. Warum ist Strom dann teurer geworden? Für diese Entwicklung macht Trittin die Union und die FDP verantwortlich. Die EEG-Umlage sei von der schwarz-gelben Merkel-Regierung "vorsätzlich in die Höhe getrieben" worden, um den Kohlekonzernen zu helfen und den Atomausstieg rückgängig zu machen. Dafür mussten die Erneuerbaren als zu teuer denunziert werden. "Schwarz-Gelb hat vorsätzliche Deindustrialisierung betrieben", sagt Trittin. Die Energiewende habe von 2005 bis zur Ampel 16 Jahre feindlicher Regierung überstanden. Gast: Jürgen Trittin. Der gebürtige Bremer saß von 1998 bis 2024 für die Grünen im Bundestag. Von Juni 1990 bis Juni 1994 war er niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und von Oktober 1998 bis November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Unter seiner Ägide wurde in dieser Zeit die drei Säulen der Energiewende eingeführt, verabschiedet und vereinbart: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (2000), der Atomausstieg (2000) und der Emissionshandel (2005). Teil zwei des Gesprächs erscheint am Sonntag. Dann sprechen wir mit Jürgen Trittin über die Industrie und die Anfänge des Emissionshandels und natürlich Friedrich Merz und Katherina Reiche. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  13. "Klug gemacht, sparen 100 Prozent Erneuerbare 120 Milliarden Euro im Jahr" | Hartmut Fischer (Energy Watch Group)
    06.08., 12:0000:43:58

    Das Narrativ hält sich hartnäckig: Die Energiewende ist zu komplex und teuer. Dabei wird häufig vergessen, dass Deutschland jedes Jahr für 80 Milliarden Euro Erdöl und Erdgas importiert. Geld, das einfach verschwindet. Diese Summe schrumpft jedoch, je weiter die Energiewende voranschreitet. Jedes zusätzliche E-Auto und jede zusätzliche Wärmepumpe sparen langfristig Geld. Ein Modellprojekt mit drei Kommunen in Baden-Württemberg liefert den Beleg. Doch wer bezahlt den Umstieg? "Viele Kommunen können bestenfalls die laufenden Ausgaben decken und müssen priorisieren, was überhaupt gemacht wird", sagt Hartmut Fischer, Projektleiter der Energy Watch Group. "Deshalb haben wir ausschließlich rentable Lösungen erarbeitet." Die Ergebnisse sind beeindruckend: Ein kluger Pfad für 100 Prozent erneuerbare Energien senkt die jährlichen Energiekosten um 75 Prozent und mehr. "Das Land Baden-Württemberg würde jedes Jahr etwa 15 Milliarden Euro einsparen", sagt Fischer. Auf Bundesebene wäre der Pfad komplexer, das Ergebnis aber letztlich dasselbe. Gast: Dr. Hartmut Fischer. Der Wirtschaftsingenieur war jahrelang als Wirtschaftsberater aktiv. Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit Klimaschutz verbinden können. Er hat zudem die interne Managementberatung der Deutschen Bahn aufgebaut und geleitet. Seit 2024 ist er Geschäftsführer der Energy Watch Group. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  14. Genug Wind, kaum Windräder: Was die Windkraft in Baden-Württemberg ausbremst | Alexander Sladek (EWS Schönau)
    30.07., 12:0000:39:26

    Beim Solarausbau gehört Baden-Württemberg zur deutschen Spitze. Bei der Windenergie geht es dagegen trotz des enormen Strombedarfs der Industrie wie in Bayern im Schneckentempo voran. Wie kann das sein in einem Bundesland, das seit 15 Jahren von den Grünen regiert wird? Die Herausforderungen sind vielfältig. Ein Aspekt ist die Topografie. Die bergige Landschaft bietet gute Windverhältnisse, doch der Bau eines tonnenschweren Windrads ist in 1000 Metern Höhe ungleich komplizierte als im Flachland. Weitere Probleme sind hausgemacht: Die baden-württembergischen Behörden verteilen Genehmigungen "langsam, vielleicht auch übervorsichtig", sagt Alexander Sladek von der EWS Schönau im Schwarzwald. Ihm zufolge hat das Land außerdem Windkraftflächen ausgewiesen, ohne die Wirtschaftlichkeit der Standorte zu prüfen. Unglückliche Kommunen versuchen, den Ausbau mithilfe von überzogenen Pachtforderungen zu stoppen. Ähnlich läuft es bei der größten Windkraftbremse, wenn auch unabsichtlich: ForstBW. "Die bewirtschaftet den Staatswald und führt in der Regel eine Auktion durch, bei der nur auf die Pachthöhe geschaut wird", sagt Sladek. "Das führt oft zu Projekten, die später scheitern." Die weiteren Themen im Podcast: Was hält Alexander Sladek von den Entwürfen für Netzpaket und EEG-Novelle? Warum werden Netzanschlüsse teils weiter antfernt angeboten als nötig? Warum ist die "interkommunale" Zusammenarbeit suboptimal und das Konfliktpotenzial hoch? Gast: Alexander Sladek, Vorstand der EWS Schönau. Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) sind eine bürgereigene Energiegenossenschaft (eG) im Schwarzwald. Bekannt wurden die EWS als "Schönauer Stromrebellen": Bürgerinnen und Bürger übernahmen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl das örtliche Stromnetz, um es vom Atomstrom zu befreien. Heute gehört die EWS zu den größten unabhängigen Ökostromanbietern Deutschlands. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  15. Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus | Sebastian Stier (WNISR)
    26.07., 06:0000:13:34

    Mit Hängen und Würgen einigt sich die EU am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Doch einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein französisches Unternehmen ab sofort mit mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat somit eine neue Einnahmequelle für die angeschlagene russische Kriegskasse. Gast? Sebastian Stier. Der Physiker und promovierte Informatiker hat viele Jahre für Siemens gearbeitet, ehe er die Seiten wechselte und als Patentanwalt einer Münchner Kanzlei Erfinder und Unternehmen vor dem Europäischen Patentamt vertrat. Seit seinem Ruhestand zeichnet Stier für den Weltnuklearbericht (WNISR) die Verflechtungen des französischen Atomkonzerns Framatome mit dem russischen Atomkonzern Rosatom in Lingen nach. Moderation? Christian Herrmann Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  16. "In zwei Jahren ist Strom günstiger als im alten fossilen System" | Jan Lozek (Future Energy Ventures)
    23.07., 12:0000:39:45

    Deutschland gibt jedes Jahr 80 Milliarden Euro für Erdöl und Erdgas aus. Für Jan Lozek nichts anderes als eine unsichtbare Steuer, denn das Geld fließt in die USA, den Nahen Osten, aber auch Norwegen. "Diese Summe ist weg. Für immer. Die kann man nicht reinvestieren", sagt der Chef des Risikokapitalgebers Future Energy Ventures. "Das ist ein Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland und Europa." Die Lösung ist Lozek zufolge die Energiewende. Der Staat sollte kein Geld für fossile Brennstoffe ausgeben, sondern Unternehmen und jedem Haushalt bei der Anschaffung von Batteriespeicher, Wärmepumpe und E-Auto unterstützen. "Erneuerbarer Strom und erneuerbare Wärme sind wesentlich preiswerter als fossile Energie oder fossile Wärme", sagt der Investor. "Aber viele Menschen haben das Geld dafür nicht." Diese Anschubfinanzierung muss ihm zufolge keine Subvention und auch kein zinsloser Kredit sein. "Wichtig ist, dass man die Rückzahlung mit den Einsparungen verbindet", sagt er. Gelingt das, sei der Pfad klar abgesteckt: Bereits in zwei Jahren wird Strom günstiger als im alten System sein - und Deutschland wettbewerbsfähiger. Außerdem im Podcast: Das fossile Importmanagement der schwarz-roten Regierung Würde Jan Lozek als Risikokapitalgeber derzeit auf Deutschland setzen? Wie bekommt man die Interessen von 27 EU-Staaten unter einen Hut? Gast: Jan Lozek, seit 2016 Gründer und Geschäftsführer von Future Energy Ventures. Zuvor hatte er leitende Positionen bei RWE, der RWE-Tochter Innogy und Eon inne. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  17. "Schwarz-Rot steckt den Pfad klar ab: Es bleibt nur die Wärmepumpe" | Felix Plog (Thermondo)
    19.07., 06:0000:33:45

    In der vergangenen Woche überrumpelt die schwarz-rote Koalition die Heizungsbranche. Sie stellt die Wärmepumpen-Förderung um. Ohne Vorwarnung. "Viele Kunden mit abgeschlossenen Verträgen haben über Nacht 3600 Euro Förderung verloren", sagt Thermondo-Chef Felix Plog im Interview. Die Bundesregierung möchte unter anderem Deutschlands größten Wärmepumpeninstallateur animieren, die Kosten zu senken. Die Förderung schrumpft ab sofort alle sechs Monate um 1300 Euro. Wer Wärmepumpen verkaufen möchte, muss günstiger werden. Doch der Thermondo-Chef ist nicht unzufrieden mit der Neuregelung, denn sie schafft Planbarkeit und gibt einen klaren Pfad vor: "Die Gasheizung ist keine Option mehr. Die wird extrem teuer. Nichtstun aber auch", sagt Plog. "Es bleibt nur die Wärmepumpe. Am besten sofort. Mich würde eine anhaltend starke Nachfrage nicht überraschen - bis nah an die 100-Prozent-Marke." Die weiteren Themen im Podcast: der wahre Grund, warum Wärmepumpen in Deutschland deutlich teurer sind als im Ausland die Stromsteuer der Anreiz für Vermieter, eine Wärmepumpe einzubauen Gast: Felix Plog, CEO von Thermondo Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  18. "Das ist kein industrieller Niedergang, sondern eine Bereinigung" | Harro Heilmann (Hochschule Aalen)
    16.07., 12:0000:57:09

    Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Die Energiekosten erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. Klimaschutz auch. Die Bürokratie ohnehin. So lautet die Erzählung. Ein Industrieexperte widerspricht. Die Daten zeigen ein differenziertes Bild. Der Industriestrompreis ist etwa niedriger als vor zehn Jahren. "Warum ist die Industrie nicht damals untergegangen, wenn hohe Energiekosten das Problem sind?", fragt Harro Heilmann. "Das ist nur für Firmen wie Wacker Chemie ein Problem." Der Professor für Produktion und Management sagt: Industriedaten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. "Die missbräuchliche Verwendung des Produktionsindex ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden." Heilmann zufolge findet keine Deindustrialisierung statt, sondern eine schmerzhafte Bereinigung und Veränderung. "Über die Jahre sind unheimlich viele Meta-Jobs entstanden, die keine Wertschöpfung schaffen", sagt er. "Seien wir ehrlich: Solange es gut läuft, geht man diese harten Themen nicht an." Seine Botschaft lautet: Die deutsche Industrie schlägt sich besser als gedacht. Seit 2020 jagt ein Schock den nächsten. Corona, Russland, Strafzölle, Iran-Krieg. Trotzdem wird die Autoindustrie ihm zufolge wieder Erfolge feiern. Vielleicht auch im Batteriebereich. Siemens und Siemens Energy? Haben hervorragende Zukunftsaussichten. Infineon? Auch. Und die deutsche Raumfahrt? Entwickelt eine irre Dynamik. Aber auch die wird von der EU in den Industriedaten versteckt. Gast: Harro Heilmann, Professor für Maschinenbau/Produktion und Management an der Hochschule Aalen. Der Berliner hat selbst 15 Jahre in der Automobil- und Luftfahrtindustrie gearbeitet und als Berater Unternehmen dabei geholfen, sich neu aufzustellen, Geld zu sparen und fit für die Zukunft zu machen. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  19. Merkels Wirtschaftsberater erklärt die Energiepolitik der Altkanzlerin| Lars-Hendrik Röller (Ökonom)
    12.07., 06:0000:41:15

    Als Wladimir Putin 2022 die Ukraine angreift, wird deutlich: Die deutsche Energieversorgung ist von einem Kriegsverbrecher abhängig. Wie konnte es so weit kommen? Am Rande der Hamburg Sustainability Conference (HSC) legt der langjährige wirtschaftspolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel seine Sicht der Dinge dar: "Wir haben uns um die Probleme gekümmert, die auf dem Tisch lagen", sagt Lars-Hendrik Röller im Interview. "Es gab damals genug zu tun, was das Volk bewegt hat." Russische Erdgaslieferungen gehörten ihm zufolge nicht dazu. "Die Wirtschaft, nicht die Bundesregierung hat Gasverträge abgeschlossen", sagt er. "Das war die Strategie. Eine Mehrheit der Bevölkerung hat das unterstützt." Auch der schwache Ausbau der Erneuerbaren war demzufolge nicht zu ändern, wie er sagt. "Das kann man kritisieren, aber das hat die Bundesregierung versucht." Jetzt aber wird es Zeit, für mehr Unabhängigkeit in Erneuerbare zu investieren. Einzige Voraussetzung: Es muss wirtschaftlich sein. Gast: Lars-Hendrik Röller. Der Ökonom war von 2011 bis 2021 wirtschaftspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt. Er ist Gründer und Chairman von Berlin Global Dialogue und Chairman der Green Guarantee Group. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

  20. "Wir wollten Windkraft unbedingt ablehnen und bekommen jetzt das Gegenteil" | Anita Maaß (Lommatzsch)
    09.07., 12:0000:47:41

    Lommatzsch zählt zu den Vorreitern der Energiewende. Die kleine sächsische Gemeinde hat seit vielen Jahren zwei Windparks mit 19 Anlagen und einen Solarpark. Rechnerisch ist sie seit 2015 energieautark. Für die Gemeindekasse sind die erneuerbaren Energien ein Segen: Vor 20 Jahren war Lommatzsch hoch verschuldet. Mit den Einnahmen aus EEG und Gewerbesteuer saniert die Gemeinde ihren Haushalt - und finanziert unter anderem ein modernes Nahwärmenetz. Trotz der Erfolge schlägt die Stimmung um. "Windkraft polarisiert", sagt Bürgermeisterin Anita Maaß im Podcast. Als der Investor 2023 sieben alte Windräder erneuern möchte, will sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einnahmen für die Zukunft sichern und mit speziellen Windkraftflächen die neuen Ausbauvorgaben des Bundes erfüllen. Konzentriert. Dort, wo die größeren Anlagen am wenigsten auffallen. Die Anwohner sollen einen Strombonus erhalten. Doch der Gemeinderat lehnt ab, blockiert den Plan für das Repowering und die Ausweisung von Flächen für Windenergie. Totalopposition aus Protest. Ein fatales Eigentor. Denn die Bundesvorgaben haben Bestand. Ab sofort wird überregional entschieden, wie sie erfüllt werden, wo die Windräder hinkommen und wie viele. An Lommatzsch vorbei. Zusätzlich zu den bestehenden Anlagen und Flächen. Diese werden nicht länger für die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Aber trotzdem erneuert. Im Alleingang vom Investor, ohne Einnahmen für die Gemeindekasse und Strombonus für Anwohner. "Wir haben das Heft des Handelns aus der Hand gegeben", sagt Anita Maaß. "Jetzt müssen wir den Gürtel wieder enger schnallen." Gast: Anita Maaß. Die FDP-Frau ist seit 2005 Bürgermeisterin von Lommatzsch im sächsischen Landkreis Meißen. Zuletzt wurde sie im September 2019 mit 93 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt. In diesem Jahr wollte sie sich nach 21 Jahren als Bürgermeisterin zurückziehen. Nach einem offenen Brief von Anwohnern und Unternehmen kandidiert sie im September für eine vierte Amtszeit. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Job-Abbau und wütende Bevölkerung? Das "Klima-Labor" ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, Lösungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren prüfen. Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister? Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed Ihr habt eine Frage an uns? Schreibt eine E-Mail an klimalabor@ntv.de Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de