Crashkurs - Wirtschaft trifft Geschichte

Konsumboykotte - Die Macht der Verbraucher

26.09., 05:0000:33:17
Beschreibung der Episode
Boykott statt Kaufrausch: Wenn Verbraucher protestieren, verzichten sie. Doch kann das Unternehmen beeinflussen, Regime beenden, Trump stoppen? In der Geschichte gibt es viele erfolgreiche Beispiele: von der Boston Tea Party bis zum Shell-Boykott.

Das erwartet Euch in dieser Folge:

(02:30) Greenpeace gegen Shell: der erfolgreiche Shell-Tankstellen-Boykott 1995
(8:40) Skandal, gute Organisation, klare Botschaft: Zutaten für einen wirksamen Boykott
(10:25) Die ersten Konsumboykott-Kampagnen im späten 18. Jahrhundert: die Boston-Tea-Party als Schlüsselereignis der US-Unabhängigkeitsbewegung
(13:50) Nach 1945 entstehen Massenkonsumgesellschaften: Boykotte gewinnen an Durchschlagskraft
(15:20) PR-Desaster: Nestlé wird boykottiert wegen Milchpulver-Vertriebspraktiken in Afrika
(22:10) Boykottaufrufe begleiten die Anti-Apartheid-Bewegung über drei Jahrzehnte
(25:40) Instrumentalisierung: antisemitische Boykott-Kampagnen in den 20er- und 30er-Jahren
(27:30) Anti-Trump-Kampagnen und Tesla-Proteste

Es kommen zu Wort: 

  • Benjamin Möckel ist Historiker an der Georg-August-Universität Göttingen. Er hat zu Konsum, Moral und politischem Protest seit den späten 1950er-Jahren geforscht.

  • Stefan Hoffmann ist Marketing-Professor an der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

  • Christian Bussau ist Greenpeace-Aktivist und hat 1995 die Ölplattform Brent Spar mitbesetzt.

Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk-App: 

  • "Nicht mit mir": Philipp Schwind von der Universität Zürich über die Wirksamkeit und moralische Bedeutung des Boykotts (Deutschlandfunk Kultur)
  • "Konsumverzicht kann glücklich machen": Interview mit Sabrina Helm von der University of Arizona zu Überkonsum (Deutschlandfunk Nova)

Weiterführende Links:


Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
Produktion: Alex Hardt

Hörtipp der Redaktion:

Dlf Nova Hörsaal

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