Cheers! Der Weinpodcast mit Lou

E 202: Weingenussreise Schweiz – Klein, fein und völlig unterschätzt

12.10., 04:5900:22:54

Worüber gesprochen wird

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Beschreibung der Episode

Bergpanorama, Käse, Schokolade – und Wein? Ja! Die Schweiz ist vielleicht das am meisten unterschätzte Weinland Europas. Gerade mal 14.500 Hektar Rebfläche, verteilt auf alle 26 Kantone, über 240 verschiedene Rebsorten – und weniger als zwei Prozent davon verlassen das Land. Lou und Jonas nehmen euch heute mit auf eine Rundreise durch sechs Weinregionen: vom Wallis mit seinen steilen Terrassenlagen bis ins sonnige Tessin, vom UNESCO-Weltkulturerbe Lavaux bis zu den elegantesten Pinot Noirs der Deutschschweiz. Und am Ende gibt's die Antwort auf die Frage, warum ihr im deutschen Supermarkt fast nie einen Schweizer Wein findet – und ob das wirklich an der Qualität liegt.

Wein der Woche Jardin du Soleil Blanc Ein aromatischer Weißwein, der genau das erfüllt, was sein Name verspricht: Sonnengarten im Glas. Fruchtig, einladend, mild – perfekt als Aperitif vor dem Abendessen oder als Begleiter zu leichten Desserts und fruchtigem Käse. Wer gerne einen eleganten, aromatischen Weißwein zum Entspannen trinkt, liegt hier genau richtig.

Weinlexikon: C wie Chasselas Chasselas – gesprochen „Schass-lá"". In Deutschland kennt man die Sorte als Gutedel, im Wallis heißt sie Fendant. Eine Traube, drei Namen – und die weiße Seele der Schweiz. Chasselas ist von sich aus eher zurückhaltend, fast neutral, und genau das ist seine Stärke: Er ist wie eine leere Leinwand und zeigt, wo er herkommt – den Boden, die Lage, das Klima. Typisch sind eine mild eingebundene Säure und Aromen von Birne, Zitronenzeste, weißen Blüten, einem Hauch Butter und Feuerstein. Und was viele nicht ahnen: Guter Chasselas kann richtig alt werden. Nach 10 bis 20 Jahren auf der Flasche entfaltet er Aromen von getrockneter Aprikose, gerösteten Mandeln, Honig und Salzzitrone – und bleibt trotzdem frisch.