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4- Achenbach oder die ewige Sehnsucht nach Italien07.10., 05:5507.10.2026, 05:5500:34:55
Sehr früh wurde sein spektakuläres Maltalent entdeckt – Oswald Achenbach wurde 1835 schon im zarten Alter von acht Jahren an die Düsseldorfer Kunstakademie zugelassen. Dort lernte er das genaue Naturstudium. 1841 reiste er zum ersten Mal in den Süden. Und danach noch acht weitere Male, oft monatelang zog er mit seinen Malutensilien durch ganz Italien. Die Bilder und die Eindrücke, die er von dort mitbrachte, veredelte er in seinem Düsseldorfer Atelier zu mächtigen Sehnsuchtsbildern. Was Goethe mit seiner »Italienischen Reise« am Anfang des 19. Jahrhunderts literarisch geprägt hatte, setzte Achenbach in Öl auf Leinwand fort – er schenkte dem Norden Bilder eines friedlichen, bäuerlichen Italiens, das sich an den Küsten und in den Städten bei aufregender Abendbeleuchtung zu Festen und Umzügen trifft. Legendär ist vor allem Achenbachs Fähigkeit, die Luft und das Licht zu malen – bis heute kann man den Geist Italiens atmen, wenn man seine Bilder betrachtet. Giovanni di Lorenzo und Florian Illies, die beiden Hosts des Podcasts »Augen zu«, sind beide seit Langem den Italiendarstellungen Oswald Achenbachs verfallen. Aber in ihrem Gespräch geht es auch um seinen älteren Bruder Andreas – künstlerisch ebenso begabt, zog dieser nach einer brüderlichen Absprache in Europas Norden und schuf sagenhafte Fjordlandschaften aus Norwegen und raue Küstenszenen aus Holland. Das funktionierte im 19. Jahrhundert ebenfalls als Sehnsuchtslandschaft – heute aber scheint nur noch das südliche Arkadien seines Bruders Oswald die Menschen verzaubern zu können. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- Die Welt mit David Hockneys Augen sehen02.09., 05:5502.09.2026, 05:5500:39:28
Er kam aus dem verregneten Norden Englands, der Arbeiterstadt Bradford, wo er 1937 geboren wurde. Aber dann wurde er zum Maler des Lichts und der bunten Farben: David Hockney. Die neueste Folge des Podcasts »Augen zu« von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo widmet sich dem britischen Exzentriker, der in diesem Sommer gestorben ist. Seine Haare waren platinblond gefärbt und seine legendären Anzüge ein Leben lang geprägt von den schrillen Tönen des Swinging London. Ihn aber zog es von dort nach Kalifornien, wo ihm in den 1960er-Jahren ikonische Bilder einer selbstbewussten Homoerotik und des neuen »American Way of Life« in Los Angeles gelangen. Ein Leben lang war Hockney technischen Neuerungen auf der Spur – erst der Camera obscura, dann der Fotografie, schließlich dem Malen mit dem Finger auf dem iPad. Er blickte auf die Welt und malte, was er sah – diese Neugier, dieser Witz und dieser Wunsch nach Schönheit machen ihn zu einer der großen Künstlerfiguren nach 1945. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- Die blaue Reiterin – wer war Marianne von Werefkin?01.07., 05:5501.07.2026, 05:5500:43:06
Sie hat ein Leben geführt, das wie ein russischer Roman klingt: Behütet aufgewachsen in einer adligen Offiziersfamilie der Zarenzeit, hat die junge Marianne von Werefkin selbst im Sommerhaus der Familie ein eigenes Ateliergebäude. Sie ist so begabt, dass sie der berühmteste Maler der Zeit, Ilja Repin, unter seine Fittiche nimmt. Sie wird schnell so gut und berühmt, dass man vom »russischen Rembrandt« spricht. Aber dann lernt sie im Atelier ihres Lehrers den jungen Maler Alexej von Jawlensky kennen – und ihr ganzes Leben verändert sich. Sie liebt ihn – und fördert ihn dermaßen, dass sie selbst für ein Jahrzehnt ihr eigenes Malen einstellt. Schließlich zieht es die beiden um 1900 nach München, gemeinsam mit Mariannes Dienstmädchen Helene. Wenig später bekommt Helene ein Kind von Jawlensky – aber sie leben bis zum Ersten Weltkrieg in dieser unglücklichen Dreiecksbeziehung zusammen. Vor allem aber werden sie Teil des Blauen Reiters. Genau wie bei einem anderen berühmten Paar, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, steht auch hier die Frau sehr lange im Schatten des Mannes. Heute aber werden ihre traumverlorenen Landschaften der Einsamkeit, ihre kühnen Farbsetzungen und ihre malerischen Formulierungen von auswegloser Sehnsucht immer mehr gefeiert – ab Oktober zum Beispiel in einer großartigen Ausstellung, die im Museum Wiesbaden erstmals die Werke aller »Blauen Reiterinnen« zeigen wird. Von all dem erzählen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts Augen zu. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
- Eine Ankündigung10.01., 11:5510.01.2026, 11:5500:02:26
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