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840- #720 Lea Hungerbühler – Richterin. Anwältin. Präsidentin von AsyLex. Harvard-Absolventin29.07., 05:3029.07.2025, 05:3000:25:30
Was passiert mit dir, wenn du mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wirst? In dieser Folge spricht Duri Bonin, Strafverteidiger in Zürich, mit Lea Hungerbühler – Richterin, Anwältin, Präsidentin von AsyLex, Harvard-Absolventin und aktuell Dissertierende. Ausgehend von einer leeren Bar entfaltet sich ein offenes Gespräch über juristische Biografien, politische Verantwortung und gesellschaftliches Engagement. Lea erzählt, wie sie bereits während ihres Substituts zur nebenamtlichen Richterin in Basel-Landschaft gewählt wurde. Sie spricht über ihre ersten Erfahrungen mit 24 Jahren auf der Richterbank, über Zweifel, Unterstützung – und über das Gefühl, plötzlich Recht zu sprechen. Gleichzeitig war für sie immer klar, dass sie auch Anwältin sein wollte. Der Einstieg erfolgte über ein Praktikum bei Lenz & Staehelin, später arbeitete sie beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen und in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Dazwischen absolvierte sie einen LL.M. an der Harvard Law School, der sich als inhaltlich wie persönlich prägend erwies. Und dann: ein Erlebnis in Australien – eine bewusstlose Frau am Strand, Hilflosigkeit, ein Moment der Infragestellung. Die Folge: Kündigung, ein Aufenthalt im Flüchtlingslager auf Samos, und die Erkenntnis, dass man am meisten bewirken kann, wo man das Recht kennt. So entstand AsyLex – ein Verein für unentgeltliche Rechtsvertretung im Asylbereich, der inzwischen schweizweit tätig ist. Lea spricht offen über die strukturellen Missstände im Asylsystem: fehlende legale Fluchtwege, extrem kurze Fristen, fragwürdige Übersetzungen, fehlender Zugang zum Recht. Sie benennt, was es bräuchte – und zeigt, dass Recht nicht nur ein System ist, sondern eine Haltung. Ein Gespräch über Verantwortung, Überzeugung und den Willen, mit dem eigenen Wissen etwas zu bewirken. Lea Hungerbühler zeigt, dass juristisches Engagement nicht bei der Theorie aufhört – und dass man vieles zugleich sein kann. Ein Podcast für alle, die wissen wollen, wie juristische Praxis und gesellschaftliches Engagement zusammengehen – und was Recht bewirken kann, wenn man es ernst nimmt. Links zu diesem Podcast: Meiner Gästin Anwaltskanzlei von Lea Hungerbühler AsyLex Lea Hungerbühler wird Vizepräsidentin am Kantonsgericht Baselland Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #719 Causa Vincenz: Kein Tatverdacht gegen Hässig – ZMG verweigert Entsiegelung: Die Gründe25.07., 05:0025.07.2025, 05:0000:19:15
Urteilsbesprechung zur Entsiegelung im Fall Inside Paradeplatz (StPO 248 & 248a) Am 3. Juni 2025 wurde die Redaktion von Inside Paradeplatz durchsucht – eine in der Schweiz nahezu beispiellose Zwangsmassnahme gegen ein journalistisches Medium. Auslöser war ein Strafverfahren wegen mutmasslicher Verletzung des Bankgeheimnisses (Art. 47 BankG), das auf Artikelserien über Pierin Vincenz und Beat Stocker aus dem Jahr 2016 zurückgeht. Nun hat das Zwangsmassnahmengericht entschieden: Keine Entsiegelung. In dieser Folge analysieren Gregor Münch und Duri Bonin den Entscheid des Zürcher Zwangsmassnahmengericht. Im Zentrum stehen die brisanten Fragen: Wie funktioniert ein Entsiegelungsverfahren genau? Welche Voraussetzungen müssen für eine Entsiegelung erfüllt sein (Tatverdacht, Beweiseignung, Deliktskonnex, Verhältnismässigkeit)? Warum verneinte das Zwangsmassnahmengericht hier bereits den „hinreichenden Tatverdacht“ – trotz anderslautender Einschätzung des Zürcher Obergerichts? Weshalb genügte der sogenannte „Van Gogh“-Bericht der Bank Julius Bär nicht als Grundlage? Welche Rolle spielt die Medienfreiheit und der verfassungsrechtlich geschützte Quellenschutz? Wie beurteilt das Zwangsmassnahmengericht die Interessenabwägung zwischen Strafverfolgung und journalistischer Aufgabe? Warum hat der Privatkläger (Beat Stocker) keine Parteistellung im Entsiegelungsverfahren – und was bedeutet das? Zentrale Aussagen im Urteil: Der Untersuchungsbericht („Van Gogh“) sei „geschwärzt“, „nicht überprüfbar“ und „nicht unabhängig“. Er könne deshalb nicht einmal ansatzweise einen Tatverdacht gegen den Journalisten begründen. Selbst wenn ein Tatverdacht bestünde, würde eine Interessenabwägung klar zugunsten des Quellenschutzes und der Medienfreiheit ausfallen. Die Berichterstattung sei ein legitimer Beitrag zur demokratischen Kontrolle über den Finanzplatz und zur Aufdeckung von Missständen. Was bleibt: Ein klarer Entscheid zugunsten der Pressefreiheit – mit Signalwirkung für journalistische Leaks in der Schweiz. Zugleich ein exemplarischer Fall für die Spannung zwischen Bankgeheimnis, Strafverfolgung und öffentlichem Interesse. Links zu diesem Podcast: Urteil des Zwangsmassnahmengerichts Zürich vom 2. Juli 2025 in Sachen Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich gegen Lukas Hàssig #712 Jubiläums-Top 5 – Platz 1: Inside Paradeplatz gegen Pierin Vincenz – Interview mit Lukas Hässig #713 Causa Vincenz: Inside Paradeplatz im Visier – Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig #714 Causa Vincenz: Bankgeheimnis vs. Medienfreiheit – was darf ein Journalist (nicht)? #716 Inside Inside Paradeplatz: Zerstörerstick, Morddrohung, Hausdurchsuchung – Willkommen in der Schweiz Anwaltskanzlei von Duri Bonin Anwaltskanzlei von Gregor Münch Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #718 Thierry Urwyler über seinen Weg zur eigenen Vorlesung22.07., 05:0022.07.2025, 05:0000:16:07
Wie ein junger Professor Lehre, Forschung und Alltag an der Uni Zürich austariert In dieser Folge kehrt Thierry Urwyler zurück – Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich seit April 2025. Im Zentrum steht sein Start in der Lehre: Wie bereitet man sich auf die erste Vorlesung vor? Was heisst es, eine eigenständige Veranstaltung zu entwickeln – zwischen fachspezifischem Tiefgang, didaktischer Verantwortung und institutionellen Rahmenbedingungen? Thierry berichtet über sein erstes Proseminar im Herbstsemester und seine geplante Vorlesung im Frühjahrssemester 2026, in der er sich mit dem Alltag im Justizvollzug auseinandersetzt: Fragen zu Briefverkehr, Telefonie, Zwangsbehandlungen und medizinischen Massnahmen – stets empirisch fundiert und rechtlich präzise. Es geht um den Anspruch, Lehre und Forschung von Anfang an eng zu verzahnen, um den bewussten Einsatz von Feedback, Coaching und Selbstbeobachtung als Weg zu guter Lehre – und um die Frage, wie man Lehre nicht nur vermittelt, sondern gestaltet. Auch organisatorische Herausforderungen wie der bevorstehende Habilitationsvortrag, der Einstieg in die universitäre Selbstverwaltung und die künftige Übernahme einer Bachelor-Vorlesung werden thematisiert – ebenso wie die Kunst, eigene Ressourcen klug zu planen. Und schliesslich: die zwischenmenschliche Seite des akademischen Alltags. Wie entsteht kollegiale Offenheit? Was bedeutet es, mit der Fachgruppe regelmässig Mittagessen zu gehen – nicht als Verpflichtung, sondern als gelebtes Mentoring? Ein Gespräch über Lehre als Verantwortung – und über den Versuch, in der akademischen Welt nicht nur Fuss zu fassen, sondern einen eigenen Ton zu entwickeln. Takeaways für angehende Dozierende: Gute Lehre beginnt nicht im Hörsaal, sondern in der Vorbereitung Transkription, Rückspiegelung, KI-Feedback – auch Lehrende sollten sich selbst zuhören Empirie und Recht zusammendenken – besonders im Bereich des Strafvollzugs Keine Scheu vor Fehlern: Lehre ist ein wachsender Prozess Vernetzung ist keine Struktur, sondern Haltung Podcastfolgen mit Dr. Thierry Urwyler: #715 Plötzlich Professor im Strafrecht – Thierry Urwyler: Was nun? #618 Misstraut das Bundesgericht den kantonalen Strafgerichten? Im Gespräch mit Dr. Thierry Urwyler #611 Thierry Urwyler: Ist die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Gutachten wissenschaftlich haltbar? #607 Freie Beweiswürdigung oder die Kunst der Überzeugung im Strafprozess #604 Privatgutachten vs. Amtliche Gutachten: Wie Beweisregeln die inhaltliche Diskussion verhindern 7 Podcastfolgen zum Standardwerk Strafrecht | Psychiatrie | Psychologie #254 Strafverteidigung bei Gutachten #253 Gutachten in Strafverfahren #65 Wie schreibt man eine Dissertation? Links zu diesem Podcast: Thierry Urwyler, Prof. Dr. iur., M.Sc. Forensische Psychologie - Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht Anwaltskanzlei von Duri Bonin Lehrbücher für Anwaltsprüfung und Anwaltsmanagement Das Interviewbuch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #717 Mit Marc Jean-Richard ins Sumpfgebiet: Das Teilnahmerecht bei Einvernahmen (StPO 147)18.07., 05:0018.07.2025, 05:0000:22:35
Analyse der Rechtsprechung zu Art. 147 StPO Diese Episode widmet sich dem Teilnahmerecht bei Einvernahmen nach Art. 147 StPO – ausgehend von einem ebenso präzisen wie wegweisenden Aufsatz von Marc Jean-Richard-dit-Bressel (ZStrR 1/2025, S. 49–85). Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen Ergänzungseinvernahme (provisorische Verwertbarkeit) und Wiederholungseinvernahme (definitive Unverwertbarkeit). Gregi Münch und Duri Bonin diskutieren unter anderem: Was unterscheidet eine Ergänzungs- von einer Wiederholungseinvernahme? Wann liegt lediglich provisorische Unverwertbarkeit vor? Wann ist eine Einvernahme absolut unverwertbar? Welche Anforderungen stellt das Bundesgericht an eine Wiederholung? Wie steht es um die Praxis der Strafverfolgung? Wird das Teilnahmerecht systematisch unterlaufen? Besteht ein faktischer Freibrief für informelle Vorbefragungen? Was ist von der Formulierung zu halten: „Unverwertbare Einvernahmen können auf gesetzeskonforme Weise wiederholt werden“? Was heisst das für die Verteidigung? Wann und wie beantragt man eine Wiederholung? Welche Strategie empfiehlt sich bei Aussagenverweigerung? Und was tun mit nicht konfrontierten, aber belastenden Aussagen? Wie begegnet man systematischen Teilnahmerechtsverletzungen? Sind „verbrannte Zeugen“ zulässig? Welche Rolle spielt das Fair-Trial-Prinzip in der Argumentation gegen taktische Einvernahmen? Ein Podcast für Verteidiger:innen, Richter:innen, Staatsanwält:innen – und alle, die die Teilnahmerechte durchdringen wollen. Auch am Strand. Takeaways für die Praxis: Teilnahmerecht heisst nicht Teilnahmegarantie: Früh intervenieren, klare Eingaben, Rechte durchsetzen. Verfahrensstand früh klären: Wann beginnt die staatsanwaltschaftliche Untersuchung wirklich? Sorgfältig differenzieren: Zwischen polizeilicher Ermittlungsbefragung und delegierter Einvernahme. Ergänzungsfragen stellen: Auch bei (teilweiser) Aussageverweigerung – Stille kann sonst gegen die Verteidigung ausgelegt werden. Verfahrenstrennung kritisch prüfen – und rechtzeitig opponieren, um Teilnahmerechte zu sichern. Lesetipp für den Sommer: Marc Jean-Richard-dit-Bressel: Das Teilnahmerecht bei Einvernahmen – Analyse der Rechtsprechung zu Art. 147 StPO, in: Zeitschrift für Strafrecht ZStrR 1/2025, S. 49–85. Weitere Links zu diesem Podcast: Anwaltskanzlei von Duri Bonin Anwaltskanzlei von Gregor Münch Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #716 Inside Inside Paradeplatz: Zerstörerstick, Morddrohung, Hausdurchsuchung – Willkommen in der Schweiz15.07., 05:0015.07.2025, 05:0000:16:13
Ein Gespräch mit Lukas Hässig über journalistische Verantwortung, Eskalation – und die Frage, was eine Geschichte wert ist In dieser Folge besucht Duri Bonin den Investigativjournalisten Lukas Hässig auf der Redaktion von Inside Paradeplatz. Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur die medienrechtliche Bewertung einer Hausdurchsuchung, sondern der persönliche Preis für journalistische Aufklärung: Ein USB-Stick, der beim Einstecken einen Computer zerstört. Eine Morddrohung – gegen sich und die ganze Familie. Diese Folge ist keine Diskussion über Gesetze. Sie ist das Protokoll einer Eskalation: Vom Journalisten zum Gejagten. Von der Veröffentlichung zur Bedrohung. Von der Recherche zur Frage: Würde ich das heute noch einmal tun? Ein Gespräch über Vertrauen, Angst – und die Frage, wie viel Risiko ein Journalist zu tragen bereit ist. Lukas Hässig spricht über: den Schutz von Informanten trotz staatlicher Zugriffsmöglichkeiten die Bedrohung seiner Redaktion durch gezielte technische Angriffe anonyme Morddrohungen gegen sich und seine Familie – und die Reaktion darauf die strafrechtliche Aufarbeitung und Ermittlungen der Kantonspolizei die Verschiebung innerer Grenzen: zwischen Aufklärung, Verantwortung und Risiko die Frage: Würde ich es wieder tun? Links zu diesem Podcast: #714 Causa Vincenz: Bankgeheimnis vs. Medienfreiheit – was darf ein Journalist (nicht)? #713 Causa Vincenz: Inside Paradeplatz im Visier – Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig – Lukas Hässig über den Tag der Hausdurchsuchung, sichergestellte Dokumente, seinen Statuswechsel zum Beschuldigten – und warum er dennoch ruhig blieb #712 Jubiläums-Top 5 – Platz 1: Inside Paradeplatz gegen Pierin Vincenz – Interview mit Lukas Hässig (Erstausstrahlung Folge 346: 9. April 2022) Causa IP: Sieg für die Medienfreiheit - Zürcher Zwangsmassnahmen-Richterin verbietet Staatsanwaltschaft Auswertung von Notizen, Handy und Laptop Razzia gegen Inside Paradeplatz - Vincenz-Partner Beat Stocker wollte Zwangsmassnahmen, Obergericht half mit: Staatsanwaltschaft Zürich marschierte bei Medium ein Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Kapitelübersicht: 00:00 – Intro 00:42 – Vertrauen trotz Hausdurchsuchung: Wie man heute noch Informantenschutz garantiert 02:00 – Die Rolle des Redaktionsgeheimnisses in einem Einmannmedium 04:00 – Der Fall des zerstörenden USB-Sticks: Ein anonymer Brief, ein Ultimatum, ein kaputter Computer 07:00 – Ermittlungen: Spurensuche zwischen Asien und forensischer Analyse 08:30 – Morddrohungen – und der Schutz der Familie 10:00 – Polizeischutz und mediale Verantwortung: Wo endet Zivilcourage, wo beginnt Selbstgefährdung? 11:15 – Würde Lukas Hässig den Artikel heute wieder bringen? Eine Reflexion über Risiko und Berufsethos 12:30 – Altersmilde, Selbstschutz und die rote Linie 13:46 – Der mediale Overdrive um die Causa Vincenz – und warum sie so viel Energie freisetzt 15:00 – Ironie der Geschichte: Der einstige Verfechter der Transparenz als Auslöser für eine neue Debatte über das Bankgeheimnis Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #715 Plötzlich Professor im Strafrecht – Thierry Urwyler: Was nun?11.07., 05:0011.07.2025, 05:0000:16:10
Wie ein junger Professor seinen Weg findet In diesem Gespräch geht es um einen selten beleuchteten Moment im akademischen Leben: den Übergang vom erfolgreichen Habilitierenden zum Assistenzprofessor. Im Zentrum steht Thierry Urwyler, seit dem 1. April 2025 Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich. Besprochen werden der Karrieresprung, die Verhandlungen mit der Universitätsleitung, die Suche nach geeigneten Räumen, der Aufbau eines kleinen Teams – und vor allem die Frage, wie man ohne Anleitung herausfindet, was man als frisch berufener Professor überhaupt tun muss. Thierry erzählt, dass es kaum öffentliche Erfahrungsberichte oder Podcasts gibt, die diesen Einstieg greifbar machen. Vieles läuft über Improvisation, persönliche Netzwerke und „Learning by Doing“. Dass er im ersten Semester keine Lehrveranstaltung übernahm, erlaubte ihm, sich ganz auf den Abschluss seiner Habilitation zu konzentrieren – und das Fundament für Forschung und Lehre zu legen. Dieser Podcast bietet einen ehrlichen, nahbaren Einblick in eine akademische Welt, die von aussen oft nur als Titel oder Institution wahrgenommen wird. Stattdessen erleben wir einen jungen Wissenschaftler im Übergang – zwischen alter Stelle und Aufbruch, zwischen Planung, Ungewissheit und neuer Verantwortung. Ein Gespräch über Berufung im doppelten Sinn. Podcastfolgen mit Dr. Thierry Urwyler: #618 Misstraut das Bundesgericht den kantonalen Strafgerichten? Im Gespräch mit Dr. Thierry Urwyler #611 Thierry Urwyler: Ist die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Gutachten wissenschaftlich haltbar? #607 Freie Beweiswürdigung oder die Kunst der Überzeugung im Strafprozess #604 Privatgutachten vs. Amtliche Gutachten: Wie Beweisregeln die inhaltliche Diskussion verhindern 7 Podcastfolgen zum Standardwerk Strafrecht | Psychiatrie | Psychologie #254 Strafverteidigung bei Gutachten #253 Gutachten in Strafverfahren #65 Wie schreibt man eine Dissertation? Links zu diesem Podcast: Thierry Urwyler, Prof. Dr. iur., M.Sc. Forensische Psychologie - Assistenzprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht Anwaltskanzlei von Duri Bonin Lehrbücher für Anwaltsprüfung und Anwaltsmanagement Das Interviewbuch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #714 Causa Vincenz: Bankgeheimnis vs. Medienfreiheit – was darf ein Journalist (nicht)?08.07., 05:0008.07.2025, 05:0000:18:02
Hausdurchsuchung, BankG 47 und die vierte Gewalt – im Gespräch mit Lukas Hässig von Inside Paradeplatz Nach der ersten Folge, in der Lukas Hässig von der Hausdurchsuchung bei Inside Paradeplatz berichtete, vertieft er in einem zweiten Gespräch mit Duri Bonin die juristischen und medienpolitischen Hintergründe. In dieser Folge geht es um: Artikel 47 BankG und dessen Verschärfung seit 2015 die Strafbarkeit von Journalist:innen bei Bankgeheimnisverletzungen das Spannungsfeld zwischen Medienfreiheit und Finanzplatzschutz Beat Stockers Rolle und seine Beschwerden gegen die Staatsanwaltschaft das Vorgehen der Zürcher Strafverfolger die medienethische Frage: Was darf, was muss veröffentlicht werden? historische Parallelen – von Carla Del Ponte bis heute die Sorge, dass ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen wurde – bei einem Einmannmedium, nicht bei der NZZ Hässig stellt fest: „Ich habe etwas gebracht, das ans Tageslicht sollte. Jetzt stellt sich die grosse Frage: Wie ernst ist es uns mit der Medienfreiheit in der Schweiz?“ Am Ende steht die grundsätzliche Frage: Wie steht es um Verhältnismässigkeit, Medienfreiheit – und das Vertrauen in den Rechtsstaat? Links zu diesem Podcast: #713 Causa Vincenz: Inside Paradeplatz im Visier – Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig – Lukas Hässig über den Tag der Hausdurchsuchung, sichergestellte Dokumente, seinen Statuswechsel zum Beschuldigten – und warum er dennoch ruhig blieb #712 Jubiläums-Top 5 – Platz 1: Inside Paradeplatz gegen Pierin Vincenz – Interview mit Lukas Hässig (Erstausstrahlung Folge 346: 9. April 2022) Causa IP: Sieg für die Medienfreiheit - Zürcher Zwangsmassnahmen-Richterin verbietet Staatsanwaltschaft Auswertung von Notizen, Handy und Laptop Razzia gegen Inside Paradeplatz - Vincenz-Partner Beat Stocker wollte Zwangsmassnahmen, Obergericht half mit: Staatsanwaltschaft Zürich marschierte bei Medium ein Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #713 Causa Vincenz: Inside Paradeplatz im Visier – Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig04.07., 05:3004.07.2025, 05:3000:15:55
Lukas Hässig über den Tag der Hausdurchsuchung, sichergestellte Dokumente, seinen Statuswechsel zum Beschuldigten – und warum er dennoch ruhig blieb Am 3. Juni 2025 wurde die Redaktion von Inside Paradeplatz von der Kantonspolizei durchsucht. Lukas Hässig, langjähriger Wirtschaftsjournalist und Gründer der Plattform, erlebte, wie sein Büro und seine Privaträume durchsucht und seine Geräte gesiegelt wurden – wegen des Verdachts auf Verletzung des Bankgeheimnisses im Zusammenhang mit dem Fall Pierin Vincenz. In dieser Folge spricht Hässig mit Duri Bonin über: den Moment, als die Polizei vor seiner Redaktion stand, was genau beschlagnahmt und versiegelt wurde, den Ablauf der Durchsuchung – im Büro und zu Hause, welche Unterlagen im Fokus standen (u. a. Protokoll „Armstrong“), warum Beat Stocker bei einer Einvernahme im Raum sass, wie er sich innerlich vorbereitet hatte und was sein Anwalt ihm riet, warum er trotz der Situation nüchtern blieb – zumindest nach aussen. Er sagt: „Ich habe nicht damit gerechnet. Aber ausgeschlossen habe ich es nie.“ „Dann bin ich einen Salat essen gegangen. Aber locker war das nicht.“ Links zu diesem Podcast: Razzia gegen Inside Paradeplatz Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #712 Jubiläums-Top 5 – Platz 1: Inside Paradeplatz gegen Pierin Vincenz – Interview mit Lukas Hässig01.07., 05:3001.07.2025, 05:3000:35:22
Der Podcast, der heute anders klingt: Lukas Hässig über Recherche, Risiko und das Recht (Erstausstrahlung Folge 346: 9. April 2022) Am 27. Juni 2025 wurde bekannt, dass im Zusammenhang mit dem Fall Pierin Vincenz eine Hausdurchsuchung bei Lukas Hässig, dem Betreiber von Inside Paradeplatz, durchgeführt wurde. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Verletzung des Bankgeheimnisses – ein Vorwurf, der den Kern journalistischer Arbeit betrifft und Fragen zur Informationsfreiheit im Strafverfahren aufwirft. Aus diesem Anlass wird die Podcastfolge vom 9. April 2022 erneut ausgestrahlt. In diesem Gespräch berichtet Lukas Hässig, wie er ab 2016 mit sensiblen Informationen konfrontiert wurde, erste Artikel zu Vincenz und Stocker publizierte und wie sich der Fall medial weiterentwickelte. Er schildert, wie er mit vertraulichen Daten arbeitete – und sich dabei bewusst war, dass dies ein riskanter Weg sein könnte. Wörtlich sagte er: „Ich mache, was ich mache. Ich bin Journalist und schreibe. Und habe da etwas gebracht, was ich gewusst habe – das wird jetzt sicher ein harter Lauf.“ Seine Aussagen gewinnen durch die jüngsten Entwicklungen neue Brisanz. Die Episode bietet einen seltenen Einblick in das Spannungsfeld von investigativer Recherche, Strafrecht und persönlichem Risiko – und dokumentiert, wie früh sich der Konflikt zwischen Medienarbeit und Justiz im Fall Vincenz abzeichnete. Links zu diesem Podcast: https://insideparadeplatz.ch Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #711 Haftentlassung – und nun?27.06., 05:3027.06.2025, 05:3000:22:00
Die spannende Welt der Strafverteidigung (11) Der Mandant von Nina und Duri wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Die zunächst belastend wirkenden Blutspuren stellten sich als tierischen Ursprungs heraus. DNA-Spuren auf Opfer oder Täter? Fehlanzeige. Und dennoch: Die Debatte um Untersuchungshaft, richterliche Kontrolle und die Rolle der Staatsanwaltschaft bleibt brisant. Nina und Duri sprechen über – die Umfrage zur Haftentlassung: Hätten wir in der Rolle des Staatsanwalts den Beschuldigten ebenfalls aus der Haft entlassen? – die psychologischen Dynamiken zwischen Staatsanwaltschaft und Zwangsmassnahmengericht (ZMG) – und die Frage, ob die heutige Zweiteilung des Verfahrens tatsächlich eine effektivere Kontrolle zugunsten der beschuldigten Person bewirkt. – den Vorschlag, ZMG-Richter:innen dauerhaft mit einem Fall zu betrauen, um Kontinuität und substanzielle Prüfung zu ermöglichen. Ein weiteres Schwerpunktthema: Entschädigung und Genugtuung nach Verfahrenseinstellung. Was tun, wenn die Einstellung erfolgt, ohne dass zuvor eine Frist zur Geltendmachung von Ansprüchen angesetzt wurde? Auch diskutieren Nina und Duri die Praxis der Entschädigungen und Genugtuungen im Kanton Zürich. Beschuldigte Personen erhalten in der Regel eine Entschädigung von 200 Franken pro Tag zu Unrecht erlittenen Freiheitsentzugs. Was ist von diesem Betrag zu halten – insbesondere im Verhältnis zum staatlichen Aufwand im Rahmen der Strafuntersuchung? Und schliesslich ein kritischer Blick auf das System der amtlichen Verteidigung: Wie wird mit Anwaltskosten umgegangen? Warum steht die Verteidigung unter dem Generalverdacht, zu viel zu verrechnen? Und weshalb führen systematische Kürzungen – insbesondere nach komplexen oder emotional belastenden Mandaten – zu Frustration? Zum Schluss – wie immer – die Frage ans Team: Sind 200 Franken Entschädigung für jeden Tag zu Unrecht erlittene Haft angemessen? Diskutiere mit Nina und Duri via Duris LinkedIn-Profil. Willkommen im Strafverteidiger-Team! Willkommen in der spannenden Welt der Strafverteidigung. Fragen, Meinungen, Feedback? Schreibe an bonin@blra.ch. Die spannende Welt der Strafverteidigung: #669 Willkommen im Strafverteidigerteam! #673 Der Anruf: Vorwurf Brudermord #675 Wenn die Uhr tickt: Strafverteidigung, wenn niemand bei der Staatsanwaltschaft mehr erreichbar ist #676 Der Kampf um digitale Beweise: Siegelung vs. superprovisorische Spiegelung #678 Vom Reden zum Schweigen – Juristische und psychologische Folgen eines Strategiewechsels in der Verteidigung #682 Unglaubwürdig in allen Punkten: Ist unser Mandant der Täter? #686 Soll die Verteidigung in der Hafteinvernahme Ergänzungsfragen stellen? #692 Erstkontakt im Gefängnis: Taktik, Vertrauen – und die Teamfrage #694 Das Blut an seinen Händen – Beweisantrag oder abwarten? #706 Das Blutgutachten liegt vor – ist unser Mandant entlastet? Links zu diesem Podcast: Anwaltskanzlei von Nina Langner & Duri Bonin Lehrbücher für Anwaltsprüfung und Anwaltsmanagement Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #710 Das lange Warten – Zwischen Schlusswort und Urteil20.06., 05:3020.06.2025, 05:3000:08:50
Wladimir Rosenbaum erinnert sich an den Riedel–Guala-Prozess – einen der aufsehenerregendsten Justizfälle der Zwischenkriegszeit In dieser Folge hören wir wieder einmal einen Ausschnitt aus einem Interview mit Wladimir Rosenbaum. Es geht um den Fall Riedel–Guala – einen spektakulären Giftmordprozess, der 1926 mit einer Verurteilung zu zwanzig Jahren Zuchthaus begann und 1931 in einem Freispruch endete. Das Verfahren wurde international diskutiert und gilt bis heute als Beispiel dafür, wie schmal der Grat zwischen Schuldvermutung und Justizirrtum sein kann. Rosenbaum verteidigte Antonia Guala im Revisionsverfahren – und schildert jenen Moment zwischen Schlusswort und Urteil: das Schweigen, die Ohnmacht, das Aushalten. Duri Bonin hat diesen Ausschnitt ausgewählt als Stimme zu seinem Essay Auf dem Weg ans Obergericht. Rosenbaums Erinnerungen und Duris Text sind durch denselben Schwebezustand verbunden – getrennt durch fast ein Jahrhundert, aber dennoch unheimlich nah. Es ist das Warten als existenzieller Moment im Strafverfahren: das Verstummen aller Einflussnahme, das Kreisen der Gedanken, die Projektion auf Gesichter, das stille Aushalten vor dem Entscheid. Bilder zu den Riedel–Guala-Prozessen: Das Urteil Riedel-Guala, Zürcher Illustrierte vom 17.07.1931 / Nr. 29, Seite(n) 916/917 Prozess Riedel-Guala, Aufstieg vom 14.08.1931 / Nr. 28, Seite(n) 654-658 Vor dem zweiten Urteil im Riedel-Guala-Prozess, Aufstieg vom 11.12.1931 / Nr. 45, Seite(n) 1060-1061 Das Antlitz des Schwurgerichts Ein Justizirrtum findet seine Sühne Links zu diesem Podcast: #709 Auf dem Weg ans Obergericht - Gedanken eines Strafverteidigers. Über Rollen, Macht – und die Unsicherheit des Menschlichen vor Gericht Fall Riedel-Guala Lebensgeschichte von Wladimir Rosenbaum auf total 18 Kassetten – Interview und Aufnahmen von Bernd Stappert Paul Senn, Reportagen Anwaltskanzlei von Duri Bonin Titelbild bydanay Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #709 Auf dem Weg ans Obergericht17.06., 05:3017.06.2025, 05:3000:08:56
Gedanken eines Strafverteidigers. Über Rollen, Macht – und die Unsicherheit des Menschlichen vor Gericht In dieser Folge liest Duri Bonin seinen Essay „Auf dem Weg ans Obergericht“. Der Text erschien im Seismograph, der Zeitung des Zürcher Obergerichts – und führt in jenen Moment, der keiner angeklagten Person erspart bleibt – und doch kaum auszuhalten ist: das Warten auf das Urteil. Wenn die Tür sich leise schliesst, die Beratung beginnt – und draussen alles still wird. Es ist ein Warten, das drückt, lähmt, Zweifel schürt und Hoffnung leise kreisen lässt. Für die beschuldigte Person ist es kein juristisches Innehalten, sondern eine existenzielle Schwebe. Duri spricht über projizierte Blicke, über das Deuten von Gesten, das Schweigen vor dem Urteil – und über das, was eine Entscheidung mit einem Menschen macht. Egal, ob sie Befreiung bringt oder Gefangenschaft. Diese Folge ist ein literarisches Selbstgespräch über Gericht und Gerechtigkeit. Über Sprache, Macht und um das Gericht als Bühne – und den Menschen darin. Eine Einladung, Justiz nicht nur als System, sondern als Erfahrung zu verstehen. Eine stille Hommage an das Aushalten. Ein Plädoyer für eine Justiz, die mehr sieht als Akten. Für alle, die Recht nicht nur als Regelwerk verstehen, sondern als Begegnung. Für alle, die zuhören – auch dem, was zwischen zwei Türen geschieht. Links zu diesem Podcast: Frühere Lesung: #433 Auf dem Weg als Anwälte an den Vincenz-Prozess – Ein Bericht von Duri Bonin Anwaltskanzlei von Duri Bonin Titelbild bydanay Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #708 Die Musen küssen den, den sie bei der Arbeit antreffen14.06., 05:3014.06.2025, 05:3000:44:47
Mit 40i cha mers mit de Tiger Was als lockerer Austausch zwischen Frank und Duri beginnt – mit Heuschnupfen, Zeitnot, Hitze und einem Tool namens Cleanfeed – entwickelt sich zu einem vielschichtigen Gespräch über Stress, Sprache und den Wunsch nach mehr Tiefe im Alltag. Die beiden Freunde reflektieren, wie sich Sätze wie «Ich habe so viel zu tun» ins eigene Denken einschreiben – und was es bedeutet, sich von solchen Routinen zu lösen. Im Zentrum der Episode steht dann aber das Thema Kreativität: Was braucht es wirklich, um kreativ zu sein – jenseits romantischer Vorstellungen? Duri erzählt, wie er sich nach Griechenland zurückgezogen hat, um konzentriert zu arbeiten – und warum das dennoch nicht so einfach ist. Es geht um den Unterschied zwischen kleinen, lösbaren Aufgaben und grossen Projekten, die Leere, Fokus und offene Zeiträume erfordern. Frank und Duri sprechen über morgendliche Schreibrituale, die Kraft des Schreibens mit der Hand und das, was entsteht, wenn man sich wirklich einlässt – auf einen Gedanken, einen Ton, eine Idee. Immer wieder kreuzen sich persönliche Erfahrungen mit methodischen Ansätzen: Improvisation, das «Ein-Hand-Prinzip», kreative Routinen und die Frage, wie man im Alltag Inseln der Konzentration schafft. Es ist eine Episode über das Ringen mit der Zeit, das Suchen nach innerem Raum, das kreative Denken als körperlichen Vorgang – und über den Mut, etwas in die Welt zu stellen, ohne zu wissen, ob man damit etwas trifft. Eine Folge, die dazu einlädt, das eigene Denken zu beobachten – und vielleicht selbst wieder zu schreiben, zu zeichnen, zu meditieren oder einfach zu sitzen und zu schauen, was kommt. Frank Renold und Duri Bonin diskutieren in ihrem monatlichen Podcast Mit 40i cha mers mit de Tiger aktuelle Herausforderungen in Beruf, Familie und Gesellschaft. Frank, Scrum Master bei Liip, und Duri, Strafverteidiger, Autor und Podcaster, teilen ihre Einsichten und Erfahrungen aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Links zu diesem Podcast: Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Frank Renold Anwaltskanzlei von Duri Bonin Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #707 All-in bei der Polizei – Kommandant Kühner über Alltag, Fehler, Druck und Gerechtigkeit11.06., 05:3011.06.2025, 05:3000:36:03
Gerechte Urteile oder nur effiziente – und warum die Polizei bei Fehlern weiter ist als die Justiz Fabian Kühner, heute Kommandant der Stadtpolizei St. Gallen, kennt die operative Polizeiarbeit, die Strategien im Hintergrund und den Druck an der Spitze. Kurz vor seinem Amtsantritt sprach er über seinen Arbeitsalltag bei der Bundeskriminalpolizei: zwischen Sitzungsmarathon, Meditation und Schnitzeltag. Es entstand ein Gespräch über Verantwortung, Überforderung, Rituale, Macht und das seltene Talent, Fehler wirklich anzuschauen. Kühner erzählt von seiner Morgenroutine, Sitzungen, die er beendet, wenn sie ziellos werden, und warum Supervision, Fehlerkultur und "After Action Reviews" in der Polizei etabliert sind, in der Justiz ansonsten aber kaum bekannt. Was macht gute Strafverfolgung aus? Was bedeutet All-in im Beruf – und im Leben? Was haben Surfer, die Foo Fighters und die Bundeskriminalpolizei gemeinsam? Ein tiefgründiges und überraschend humorvolles Gespräch über Macht, Menschlichkeit und den Mut zur Verantwortung. Unter anderem ist Duri Bonin mit Fabian Kühner folgenden Fragen nachgegangen: Wie und wann beginnt der Tag von Fabian Kühner? Welche Sitzungen mag er – und welche bricht er ab? Wie hoch ist der Druck in Polizeiführungsfunktionen? Was macht er, wenn er gestresst ist? Muss er im PJZ durch die Sicherheitskontrolle? Und dann wird es grundsätzlich, denn Duri möchte wissen, ob die Strafverfolgung aus Sicht von Fabian funktioniert. Was läuft falsch in der Ausbildung von Staatsanwält:innen – und warum ist die Polizei weiter? Führt unser Strafjustizsystem noch zu gerechten Urteilen oder nur zu effizienten? Was rät er jungen Jurist:innen, die in die Strafverfolgung einsteigen wollen? Frühere Podcasts mit Polizeikommandant Fabian Kühner: #681 Polizeikommandant Fabian Kühner – Wie funktioniert Polizeiarbeit? #685 Fabian Kühner, was unterscheidet einen guten von einem schlechten Staatsanwalt? #693 Von der Staatsanwaltschaft zur Polizei – Rollenwechsel in der Strafverfolgung #695 Die Jagd nach der Struktur – Fabian Kühner über den Kampf gegen kriminelle Netzwerke #697 „Ich freue mich auf die herausfordernde Aufgabe“ – Fabian Kühner über seinen Start bei der Stadtpolizei St. Gallen Links zu diesem Podcast: Zu meinem Gast Fabian Kühner Neuer Kommandant für die Stadtpolizei Barbarian Days: A Surfing Life by William Finnegan review – a memoir of an obsession William Finnegan: 'I was reluctant to come out of the closet as a surfer' Anwaltskanzlei von Duri Bonin Titelbild bydanay Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #706 Das Blutgutachten liegt vor – ist unser Mandant entlastet?06.06., 05:3006.06.2025, 05:3000:11:49
Die spannende Welt der Strafverteidigung (10) Blutspuren an den Händen unseres Mandanten – tierisch oder menschlich? Das war die zentrale Frage. Die Verteidigung hatte beantragt, die Blutanhaftungen auf tierischen Ursprung zu prüfen. Zusätzlich liess die Staatsanwaltschaft DNA-Spuren beim Opfer und beim tatverdächtigen Mandanten analysieren. Jetzt liegt das Gutachten vor. Mit welchem Ergebnis? Nina und Duri sprechen über die forensischen Befunde, darüber, welche Anträge umgesetzt wurden – und welche nicht – und über die Konsequenzen daraus. Doch auch strategisch stellen sich heikle Fragen: Ist jetzt der richtige Moment, eine alternative Täterschaft ins Spiel zu bringen? Oder könnte genau das zur Falle werden? Wie viel Einfluss hat die Familie auf die Verteidigungslinie – und wo zieht man Grenzen? Und zum Schluss – wie immer – eine Frage ans Team: Wenn du Staatsanwalt oder Staatsanwältin wärst: Hättest du den Beschuldigten aus der Haft entlassen? Diskutiere mit Nina und Duri via Duris LinkedIn-Profil. Willkommen im Strafverteidiger-Team! Willkommen in der spannenden Welt der Strafverteidigung. Fragen, Meinungen, Feedback? Schreibe an bonin@blra.ch. Die spannende Welt der Strafverteidigung: #669 Willkommen im Strafverteidigerteam! #673 Der Anruf: Vorwurf Brudermord #675 Wenn die Uhr tickt: Strafverteidigung, wenn niemand bei der Staatsanwaltschaft mehr erreichbar ist #676 Der Kampf um digitale Beweise: Siegelung vs. superprovisorische Spiegelung #678 Vom Reden zum Schweigen – Juristische und psychologische Folgen eines Strategiewechsels in der Verteidigung #682 Unglaubwürdig in allen Punkten: Ist unser Mandant der Täter? #686 Soll die Verteidigung in der Hafteinvernahme Ergänzungsfragen stellen? #692 Erstkontakt im Gefängnis: Taktik, Vertrauen – und die Teamfrage #694 Das Blut an seinen Händen – Beweisantrag oder abwarten? Links zu diesem Podcast: Anwaltskanzlei von Nina Langner & Duri Bonin Lehrbücher für Anwaltsprüfung und Anwaltsmanagement Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #705 Wenn die Spannung weicht – Anna über die emotionalen Nachwirkungen der Anwaltsprüfung03.06., 05:3003.06.2025, 05:3000:16:45
Über post-exam blues, innere Stärke und die Kunst, sich selbst zu feiern Anna hat den schriftlichen Teil der Anwaltsprüfung im zweiten Anlauf bestanden. Aber was kommt nach dem Erfolg? Ein Hochgefühl – oder Leere? In dieser Folge sprechen Anna und Duri über das, was oft übersehen wird: die Zeit nach dem Erfolg oder Misserfolg. Wie gelingt es, nicht in ein mentales Loch zu fallen, wenn die Anspannung plötzlich wegfällt? Anna erzählt offen von ihrer persönlichen Post-Prüfungs-Depression – und davon, wie wichtig es ist, sich nach intensiven Phasen bewusst zu belohnen. Gemeinsam reflektieren sie, wie der Umgang mit psychischem Druck in der juristischen Ausbildung neu gedacht werden könnte. Es geht um psychische Gesundheit, um das Feiern kleiner Etappen – auch wenn die mündliche Prüfung noch bevorsteht – und um das Anerkennen eigener Stärken jenseits von Noten. Zum Schluss stellt Duri die Frage: Was würde Anna ihrem früheren Ich sagen, das kurz vor der ersten schriftlichen Anwaltsprüfung steht? Ihre Antwort ist persönlich, überraschend – und voller Klarheit. Eine Folge über das Innehalten nach dem Sturm, die Kunst der Selbstfürsorge – und die stille Kraft, die entsteht, wenn man sich selbst vertraut. Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. Im Podcast Auf dem Weg als Anwält:in versucht der Anwalt Duri Bonin gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldige, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Rechtssystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft. Podcast mit Anna Camozzi über ihre erste und zweite schriftliche Anwaltsprüfung: #659 Scheitern als Chance: Der Weg zur mentalen Stärke: Eine junge Frau über Druck, mentale Blockaden, Selbstzweifel und die Kunst, nicht aufzugeben #698 Schriftliche Anwaltsprüfung, zweiter Versuch – Warten. Zittern. Öffnen.: Ein Gespräch über Prüfungsangst, Selbstzweifel und den emotionalen Ausnahmezustand zwischen Hoffen und Bangen – und darüber, warum mentale Stärke auch Loslassen heisst #702 Ich weine später – wie Anna mit dem negativen Bescheid zur Anwaltsprüfung umging: Eine mentale Reise durch die Räume der Anwaltsprüfung – und warum Vorbereitung weit mehr ist als das Lernen von Gesetzesartikeln Links zu diesem Podcast: Zu meiner Gästin Anna Camozzi Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #704 Jubiläums-Top 5 – Platz 5: Die Gerichtsverhandlung im abgekürzten Verfahren (Folge 4)27.05., 05:3027.05.2025, 05:3000:19:24
Willkommen zu einer kleinen Spezialreihe im Podcast Auf dem Weg als Anwältin. Zur 700. Folge habe ich mir die Statistiken angeschaut – und war überrascht: Die meistgehörten Episoden stammen nicht etwa aus den letzten Monaten, sondern ganz aus den Anfängen des Podcasts. Viele Hörer:innen steigen offenbar bei Folge 1 ein. Deshalb habe ich beschlossen, die Top 5 der meistgehörten Folgen noch einmal auszustrahlen – als kleine Zeitreise und als Einladung, Bekanntes neu zu hören oder erstmals zu entdecken. Platz 5 geht an Folge 4: Die Gerichtsverhandlung im abgekürzten Verfahren. In dieser Episode spricht Duri mit Sandra über die Besonderheiten dieses Verfahrens – also eines Strafverfahrens, in dem sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und beschuldigte Person im Vorfeld auf ein Urteil einigen. Sie gehen eine konkrete Anklageschrift durch, besprechen die rechtliche Qualifikation, die Rolle des Gerichts, die Bedeutung des Geständnisses – und auch, was alles schieflaufen kann, wenn das Gericht oder die beschuldigte Person dem Vorschlag nicht zustimmt. Und wie bereitet man einen Klienten auf eine Verhandlung vor, in der alles scheinbar geklärt ist – aber letztlich doch alles noch offen ist? Diese Folge zeigt, wie viel Fingerspitzengefühl, rechtliche Klarheit und psychologisches Gespür nötig sind – gerade dann, wenn es schnell gehen soll. Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. Im Podcast Auf dem Weg als Anwält:in versucht der Anwalt Duri Bonin gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldige, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Rechtssystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft. Links zu diesem Podcast: Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #703 Dürfen Staatsanwälte googeln – und ChatGPT nutzen?23.05., 05:3023.05.2025, 05:3000:30:07
Rechtmässigkeit von Open Source-Ermittlungen durch Strafverfolgungsbehörden In dieser abschliessenden Folge der OSINT-Serie wagt Gregor Münch gemeinsam mit Giulia Canova den Blick über den Tellerrand – oder genauer: über das Ufer der Strafverfolgungsbehörden. Die scheinbar simple Frage „Darf die Staatsanwaltschaft googeln – oder gar ChatGPT nutzen?“ entpuppt sich als juristisch brisante Gratwanderung. Giulia Canova, wissenschaftliche Assistentin an der Universität St. Gallen und Doktorandin mit Fokus auf digitale Ermittlungen, erklärt, • wann Open Source Intelligence (OSINT) rechtlich zulässig ist, • welche Unterschiede zwischen manueller Google-Suche und automatisiertem Scraping bestehen • und wo biometrische Tools wie PIM-1 oder Clearview AI die Strafverfolgung rechtlich ins Wanken bringen. Was wie ein technisches Nischenthema klingt, betrifft Grundrechte, das Legalitätsprinzip und letztlich die Frage, ob Beweise überhaupt verwertbar sind. Diese Folge richtet sich an alle, die Strafverfahren ernst nehmen: Strafverteidigerinnen, Staatsanwälte, Richter – und jeden, der verstehen will, wie digitale Spuren juristisch wirken. Einschalten lohnt sich – denn wer OSINT sagt, muss auch Art. 13 BV sagen. Podcastfolgen zu OSINT: #689 Spurensuche im Netz: Die neue Macht von Open Source Intelligence (OSINT) #691 Ich weiss, wie viel Du verdienst – Open Source Intelligence (OSINT) #699 Digitale Spuren erkennen – von Metadaten, Gesichtserkennung bis Maps (OSINT) #701 Digitale Spuren, strategisch genutzt – Wie OSINT vor Gericht verwertbar wird Links zu diesem Podcast: Zu unserer Gästin Giulia Canova Rechtmässigkeit von Open Source-Ermittlungen durch Strafverfolgungsbehörden (Monika Simmler / Giulia Canova) Anwaltskanzlei von Gregor Münch Anwaltskanzlei von Duri Bonin Titelbild bydanay Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #702 Ich weine später – wie Anna mit dem negativen Bescheid zur Anwaltsprüfung umging20.05., 05:3020.05.2025, 05:3000:16:46
Eine mentale Reise durch die Räume der Anwaltsprüfung – und warum Vorbereitung weit mehr ist als das Lernen von Gesetzesartikeln Nach zwei intensiven Gesprächen über Prüfungsangst und mentale Vorbereitung blicken Anna und Duri zurück auf den Moment, als Anna beim ersten Versuch der schriftlichen Anwaltsprüfung erfuhr, dass sie nicht bestanden hatte. Anna schildert eindrücklich, wie sie zunächst einfach weiterfunktionierte – sich durch den Arbeitstag rettete mit dem Gedanken: Ich weine später. Und genau so kam es dann auch. Sie erzählt, wie sie mit diesem ersten Misserfolg umging – und wie aus Schmerz ein Lernmoment wurde. Im Zentrum steht die Verbindung von körperlicher Selbstregulation und mentaler Widerstandskraft: Was hat Eisbaden mit Prüfungsangst zu tun? Wie lässt sich der Kältereiz in eine innere Ressource verwandeln? Ein weiterer Gesprächsfokus liegt auf dem physischen Raum der Anwaltsprüfung: Wie sehen die Prüfungsräume am Zürcher Obergericht aus? Wie beeinflussen Architektur und Atmosphäre die eigene Verfassung? Welche Routinen, inneren Dialoge und Strategien haben Anna durch den Prüfungstag getragen – und wie verändert sich das, je nachdem, ob man im Gemeinschaftsraum oder im Einzelzimmer sitzt? Diese Folge zeigt, wie eng Prüfungsstress, körperliche Selbstfürsorge und mentale Stärke miteinander verbunden sind – und warum mentale Vorbereitung weit über das Lernen von Gesetzesartikeln hinausgeht. Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. Im Podcast Auf dem Weg als Anwält:in versucht der Anwalt Duri Bonin gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldige, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Rechtssystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft. Podcast mit Anna Camozzi über ihre erste schriftliche Anwaltsprüfung: #659 Scheitern als Chance: Der Weg zur mentalen Stärke: Eine junge Frau über Druck, mentale Blockaden, Selbstzweifel und die Kunst, nicht aufzugeben #698 Schriftliche Anwaltsprüfung, zweiter Versuch – Warten. Zittern. Öffnen.: Ein Gespräch über Prüfungsangst, Selbstzweifel und den emotionalen Ausnahmezustand zwischen Hoffen und Bangen – und darüber, warum mentale Stärke auch Loslassen heisst Links zu diesem Podcast: Zu meiner Gästin Anna Camozzi Anwaltskanzlei von Duri Bonin Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.
- #701 Digitale Spuren, strategisch genutzt – Wie OSINT vor Gericht verwertbar wird16.05., 05:3016.05.2025, 05:3000:20:58
Von der digitalen Recherche zur gerichtsfesten Argumentation – eine Anleitung für die Praxis Nach drei intensiven Episoden zur digitalen Spurensuche sprechen Gregor Münch und Martin Steiger in der vierten und letzten Folge über die entscheidende Phase: Wie lassen sich OSINT-Funde so sichern und präsentieren, dass sie auch vor Gericht standhalten? Konkret gehen Sie folgenden Fragen nach: • Welche Beweisformen funktionieren im digitalen Kontext – reicht ein einfacher Screenshot? • Wie erhöht man die Glaubwürdigkeit digitaler Belege ohne übertriebenen Aufwand? • Was tun, wenn der Gegenbeweis behauptet: „Das ist gefälscht“? • Wie beweist man die Echtheit von Bildern, E-Mails oder Online-Posts – und wo liegen die Grenzen? • Wann braucht es IT-Sachverständige – und wann genügt anwaltliche Plausibilität? Martin erzählt ausserdem von einem konkreten Fall, in dem Zweifel an Screenshots zu einem Freispruch führten – und zeigt auf, was Strafverteidiger:innen daraus lernen können. Diese Folge ist für alle, die mit digitalen Beweismitteln arbeiten – und verstehen wollen, wie man aus einer Information ein durchsetzbares Argument macht. Podcastfolgen von Martin und Gregor: #689 Spurensuche im Netz: Die neue Macht von Open Source Intelligence (OSINT) #691 Ich weiss, wie viel Du verdienst – Open Source Intelligence (OSINT) #699 Digitale Spuren erkennen – von Metadaten, Gesichtserkennung bis Maps (OSINT) Links zu diesem Podcast: Zu unserem Gast Martin Steiger, Anwalt und Unternehmer für Recht im digitalen Raum, sowie Sprecher der Digitalen Gesellschaft Martin publiziert regelmässig auf chaos.social, bsky und führt spannende Gespräche in seinem Podcast Datenschutz-Plaudereien Von Screenshots und anderen Unsittlichkeiten (Republik vom 31.1.2024) Urteil des Zuger Obergerichts, II. Strafabteilung, in Sachen S2 2024 1 - Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen Anwaltskanzlei von Gregor Münch Anwaltskanzlei von Duri Bonin Titelbild bydanay Das Buch zum Podcast: In schwierigem Gelände — Gespräche über Strafverfolgung, Strafverteidigung & Urteilsfindung Die Podcasts "Auf dem Weg als Anwält:in" sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach 'Duri Bonin' suchen und abonnieren.