
Allgemeinmedizin konkret - Spannende Fälle aus der Sprechstunde
Nagelveränderung
30.08., 06:0030.08.2023, 06:0000:15:05
Beschreibung der Episode
Auszug aus Deximed:
Externe Antimykotika
(1–2 x tgl.) und Sertaconazolnitrat
Ciclopiroxolamin
Terbinafin
(1 x tgl.)
Amorolfin
und
Tolnaftat
Externe Antimykotika
- Gegen Dermatophyten wirksame Antimykotika zur topischen Therapie sind:
- Imidazole, u. a. Bifonazol
(1–2 x tgl.) und Sertaconazolnitrat
Ciclopiroxolamin
Terbinafin
(1 x tgl.)
Amorolfin
und
Tolnaftat
- Soweit nicht anders angegeben, beträgt die Anwendungsfrequenz 2 x tgl.
- Bei hyperkeratotischer Tinea pedis sind Antimykotika in Creme‐ oder Salbengrundlage zu bevorzugen.
- Bei der mazerierten, erosiven interdigitalen Form bieten sich Lösungen, Sprays oder Gels an.
- z. B. als Kombinationspräparat: Miconazol
- mit Flupredniden-21-acetat
- entsprechend der Regenerationszeit der Epidermis von 28–30 Tagen
- zu bevorzugen.
- Indikationen
- ausgeprägte Formen, insbesondere die „Mokassin“‐Form, bei ausgeprägter hyperkeratotischer Tinea pedis
- Mitbeteiligung der Nägel
- chronische Tinea pedis 2
- Therapieoptionen
- effektiver in der Behandlung der Tinea pedis.
- 100–200 mg/d über 4 Wochen, je nach Therapieansprechen
- Itraconazol
- sollte aufgrund potenzieller toxischer Effekte nur max. 3 Monate verschrieben werden.
- bei Leberwerterhöhung oder bestehender Lebererkrankung sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung, ggf. Überwachung der Leberenzyme
- Fluconazol 1 x/Woche 150 p. o. bis zur Heilung
- Vorsicht bei Lebererkrankungen!
- Beachtung von Wechselwirkungen
- Alle systemischen Imidazol-Antimykotika bewirken eine erhebliche Hemmung der Zytrochrom- P450- Enzyme (v. a. CYP3A4), was eine Wechselwirkung mit vielen Medikamenten bedeutet.
- Terbinafin
- führt zu einer Hemmung von CYP2D6, was ebenfalls Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bedeutet.